VW hat zum 27. Mai 2026 eine Änderung an seinen Authentifizierungs-Endpunkten (API) zum Abruf von Fahrzeugdaten vorgenommen. Besitzer von Elektroautos aus dem VW-Konzern (VW, Audi etc.), die E-Autos netzdienlich über die eigene Solaranlage laden möchten, kommen nicht mehr an ihre Daten heran. Nun hat VW zu diesem Vorgang Stellung bezogen. Und ich greife in nachfolgendem Beitrag noch weitere Insights auf.
Um was geht es bei der API-Änderung genau?
Moderne Elektroautos sammeln eine Menge Daten und übermitteln diese an den Hersteller. Besitzer von Elektroautos, die diese Fahrzeuge über die heimische Solaranlage per Wallbox laden möchten, konnten in der Vergangenheit den Akku-Ladestand des Fahrzeugs kostenlos über eine VW-API abrufen. Dies machten sich einige Open Source-Entwickler zunutze, um mit Lösungen wie Home Assistant (home-assistant.io) eine Ladesteuerung und netzdienliches Laden zu realisieren.
Der Zugriff auf diese VW-API wird durch einen Authentifizierungs-Endpunkt zugelassen. Zum 27. Mai 2026 gab es von VW eine Änderung an seinen Authentifizierungs-Endpunkten (API) zum Zugriff auf die in der Cloud gespeicherten Daten. Damit funktionierten die per Open Source-Software implementierten Funktionen, die bisher die benötigten Daten (über den Ladezustand des Fahrzeugs) kostenlos per API-Aufruf aus der VW-Cloud abfragen konnten, nicht mehr. Das für Elektrofahrzeuge verwendbare Modul EVCC (Electric Vehicle Charge Controller) war plötzlich funktionslos und lieferte keine Daten mehr für den Home Assistant.
Das Ganze war von VW sogar in einer wenig beachteten Meldung angekündigt worden. Und es deutete sich an, dass Zugriffe auf die in der VW-Cloud gespeicherten Fahrzeugdaten kostenpflichtig werde. Unter dem Strich hat der Vorgang zu ziemlicher Aufregung in den Communities der Elektroautobesitzer geführt. Diese wurden mit ihren Lösungen ausgebremst, und es kam die Frage auf, ob das Vorgehen von VW mit dem EU Data Service Act konform sei.
Dieser EU Data Service Act soll den leichten und kostenlosen Zugriff der Menschen auf die von ihren IoT-Geräten oder Fahrzeugen erzeugten und beim Hersteller gespeicherten Daten ermöglichen. Es gibt sogar eine Petition diesbezüglich.
Ich hatte den Sachverhalt im Beitrag VW und Audi sperren API-Schnittstelle; "Smart-Home-Blackout" seit 27.05.2026 – Teil 1 zeitnah aufgegriffen und in zwei Folgebeiträgen (siehe Artikellinks am Beitragsende) die dynamische Entwicklung begleitet. Dort lassen sich auch die Details zu den oben aufgeworfenen Fragen nachlesen. Mein aktueller Wissensstand ist, dass die Open Source-Projekte es wohl geschafft haben, dass die Daten bestimmter Fahrzeuge der VW-Gruppe wieder abgerufen werden können. Eine finale Lösung scheint es (noch) nicht zu geben.
Kleine Anmerkung am Rande: Ältere Fahrzeugmodelle verwenden noch 2G/3G-Module zur Mobilfunk-Datenübertragung. Da die Mobilfunkanbieter diese Funknetzwerke bis 2028 abschalten, lauert die nächste Falle, denn dann werden die Daten nicht mehr an den Hersteller übertragen.
Was sagt VW zur Angelegenheit
Ich hatte, auf Bitte der heise-Redaktion, den Sachverhalt an einem langen Wochenende zum 31. Mai 2026 im Beitrag VW kappt mit API-Änderung Besitzern Zugriff auf eigene Fahrzeugdaten in kompakter Form zusammen gestellt. Auf Grund dieses Beitrags hat dann die heise-Redaktion bei der VW Group nachgefragt, was die Hintergründe für die API-Änderung seien.
Die Antworten von VW hat heise zum 9. Juni 2026 im Artikel Frust bei E-Auto-Fahrern: Schnittstelle für Drittanbieter weg – VW arbeitet dran aufbereitet. VW benennt als Grund der API-Abschaltung, dass diese ursprünglich nur für die eigene Fahrzeug-App-Infrastruktur genutzt werden sollte. Die durch Reverse Engineering implementierten Zugriffe durch Drittanbieter waren bei der VW Group bekannt und wurden "geduldet".
Diese Schnittstelle sei jedoch nicht für den dadurch erfolgten hohen Datenabruf konzipiert worden und habe zu Fehlern geführt. "Vor dem Hintergrund steigender technischer Anforderungen und einer hohen Auslastung der bisherigen Architektur haben wir den Übergang auf dokumentierte und standardisierte Schnittstellen vollzogen", erklärt VW gegenüber heise.
Die Volkswagen Group führt gegenüber heise an, dass man bereits vor der Schließung der API "mit zahlreichen Unternehmen Kontakt aufgenommen, über die geplanten Änderungen informiert und die Migration auf die offiziellen APIs begleitet" habe. Einige dieser Vertragspartner agieren, so VW, "ihrerseits als Datenprovider für weitere Dritte, sodass auch kleinere Unternehmen sowohl technisch auf die Umstellung vorbereitet als auch frühzeitig über die Schließung der Schnittstelle informiert wurden".
Einer dieser Vertragspartner ist der digitale Stromhändler Tibber, der gemäß meinen obigen Ausführungen bereits eine Lösung für die geänderte VW-API implement hat. Bei heise liest man, das Tibber zu den Partnern gehöre, die die neue Schnittstelle kostenpflichtig nutzen, wobei Tibber auf Enode als Partner setzt. VW hat heise gegenüber noch Enode, Kraken, Ohme, Tronity und EEVEE als weitere Partner genannt. Zu Tibber schreibe ich aber noch was in Teil 5 dieser Artikelserie.
Verhandlungen mit Open-Source-Anbietern?
VW betont gegenüber der heise-Redaktion, dass man den EU Data Act erfüllen wolle und verwies auf seine Informationsseite zum EU Data Act. Über diese Seite lassen sich keine Echzeitwerte, sondern nur Daten mit Stunden Verzögerung per ZIP-Archivdatei abrufen, wie ich in VW API-Änderung: Alle Marken betroffen; war wohl angekündigt – Teil 3 angerissen habe. Das ist mitnichten das, was die Community für Lösungen zum netzdienlichen Laden benötigt.
Volkswagen arbeitet laut heise "mit Nachdruck weiter daran und prüft ergänzend zusätzliche Zugangswege, um auch künftig unterschiedliche Anwendungsfälle angemessen zu unterstützen".
Gegenüber heise führte die VW Group auch aus, dass man "Hinsichtlich der Nutzung der Schnittstelle für Anwendungen aus der Open-Source-Community, seit Herbst 2025 im Austausch stehe. Man arbeite daran, eine gemeinsame Lösung zu entwickeln." Es braucht also alles Zeit?
Verwirrung in der EVCC-Community
Spannend für Besitzer von Elektroautos der VW Group wäre, was die EVCC-Community über die oben von VW behaupteten Kontakte weiß und sagt. Denn die Entwickler der Community stellen die EVCC-Integration für Home Automation bereit.
Blog-Leser Alexander, der mich bereits für die ersten Teile der Artikelreihe mit Informationen versorgte und ein nicht mehr von der VW API versorgtes VW Elektrofahrzeug (VW Up) besitzt, hatte mich bereits zum 8. Juni 2025 (also vor dem heise-Beitrag) kontaktiert. Under dem Betreff "neue Dimension. VW lügt frech" verwies der Blog-Leser mich auf den Kommentar hier zum robinostlund/homeassistant-volkswagencarnet-Bug-Tracker-Eintrag [BUG] Login no more possible, Android App still works #967. Dort findet man so um den 5. Juni 2026 herum folgendes Statement:
I've got another reply from the VW Connect support:
"Mit Vertretern der Open-Source-Community besteht seit Herbst 2025 ein Austausch, und es wird an einer gemeinsamen Lösung gearbeitet. Für Fragen zur konkreten Verfügbarkeit oder Umsetzung in einer bestimmten Drittanbieter-App ist jedoch der jeweilige Anbieter bzw. das jeweilige Projekt der richtige Ansprechpartner."
I guess they are lying and not really in contact with @robinostlund since last autumn? ;-)
Der Post-Ersteller bezieht sich auf ein ähnliches Statement, wie heise es veröffentlicht hat, mit dem VW handeln geht. Die Antwort ist ziemlich deutlich: Mit robinostlund bestehe kein Kontakt "seit Herst 2025" – es sei eine "Lüge von VW".
Nun hat der Beitrag bei heise sowie die Nachfrage von heise bei VW möglicherweise etwas in Bewegung gebracht. Inzwischen gibt es eine etwa eine Woche alte Stellungnahme eines EVCC-Maintainers mit dem Nick andig auf Github.
Ja, wir sprechen auch mit VW um eine Lösung für die Community zu finden. Sobald es ein offizielles Statement dazu geben kann wirds das auch geben. Nur macht bitte nicht mich dafür verantwortlich, dass VW den Stecker gezogen hat und den EU Data Act anders interpretiert. Unsere Initiative zum Data Act ist aus September (!) letzten Jahres: #23684.
Die Alternativen zur Integration des Fahrzeugs über Tronity, Tibber oder Octopus sind auch schon (tw. lange) umgesetzt…
Im Thread wird von anderen Nutzern festgestellt, dass das alles "undurchsichtig" sei – aber andig führt da nichts weiter aus, äußert nur vorsichtig die Hoffnung, dass es "bessere Lösungen" als das VW-Portal geben werde.
Behäbiger Großkonzern oder Strategie?
An dieser Stelle kann ich es nicht final beurteilen, ob es schlicht ein Versehen, Ignoranz oder Strategie der VW Group ist, dass es diese Verwerfungen gibt. Persönlich hatte ich als Blogger nur einmal mit VW Kontakt, als es um eine Sicherheitslücke in deren Händler-Software ging. Nach meiner Meldung dauerte es genau einen Tag, bis VW sich sortiert hatte und der für Cyber-Security in diesem Bereich Zuständige am Telefon war. Das Thema wurde dann professionell und geräuschlos erledigt.
Aber man darf nicht vergessen, dass VW ein Großkonzern ist (ich bin vor 33 Jahren aus einem Management-Job in einem Großunternehmen der chemischen Industrie ausgestiegen und kenne den Zustand, dass Du 90 % deiner Zeit darauf verwendest, dass deine Mitarbeiter trotz der Firmenbürokratie arbeiten können und motiviert bleiben).
Es kann daher sein, dass die VW Group als Großkonzern einfach planlos und zu behäbig agiert, und dabei die Open Source-Community übersehen hat. Neun Monate nachdem man angeblich mit der Open Source-Community in Kontakt stehen will, und dann die obige Verwirrung produziert, sieht nicht gerade "schlau" aus. Das ginge definitiv besser – zum Beispiel mit einer öffentlich abrufbaren API-Dokumentation für Drittentwickler, die im Herbst 2025 online gegangen wäre und Ross & Reiter benannt hätte.
Da VW finanziell unter Druck steht, kann es natürlich auch sein, dass das VW Management beschlossen hat, über solche Leistungen "Geld von den Fahrzeugbesitzern in die Kasse spülen zu lassen". Damit kollidiert man aber heftig mit der Open Source-Community, und der Flurschaden, der dort angerichtet wurde, ist schon spürbar. Zudem wird VW bei diesem Ansatz mit den Zielen des EU Data Act kollidieren und hoffentlich Schiffbruch erleiden. Denn Fahrzeugbesitzer müssen eine leichten und kostenfreien Zugang zu ihren beim Anbieter gespeicherten Geräte- bzw. hier Fahrzeugdaten bekommen. Wobei ich aber angesichts der Diskussion hier nicht allzu optimistisch bin – und der obige VW-Move schlicht der Versuch sein könnte, Fahrzeugkäufer oder Drittanbieter für den Zugriff auf die (eigenen) Fahrzeugdaten zu schröpfen.
VW sperrt Fremdbetriebssystem bei eigener App
Dann gibt es noch eine Entwicklung, die eher auf "geplante Erschwernis" hin deutet. Von VW gibt es die "Volkswagen App", deren Leistungsumfang in nachfolgendem Screenshot aufgelistet ist.

Ein Leser schrieb mir dazu, dass die "VW Connect"-App zum Zugriff auf das Fahrzeug in der kostenlosen Version nur eingeschränkte Funktionen bietet. Ob genau die obige App gemeint ist, kann ich nicht beurteilen. Aber es geht um etwas anderes: Seit Mai 2026 geht die Meldung um, dass VW damit begonnen habe, seine Apps auf allen Android Smartphones zu blockieren, die nicht auf dem Google Playstore basieren.
Blog-Leser Alexander hatte sich ebenfalls gemeldet und schrieb: "Anmelden von einem Smartphone mit LineageOS 18.1/Android 11 mit Google PlayStore nicht mehr möglich. Neues Konto über die App funktioniert, aber beim Anmelden kommt die folgende Meldung. Eine Neuinstallation ändert nichts daran. "

Konkret: Nur wer ein Smartphone mit Apple iOS oder Original Google Android besitzt und die VW-Apps aus dem jeweiligen Store verwendet, kann diese auch nutzen. Andererseits hieß es vom Leser, dass VW wohl (noch) alle nicht Google Playstore basierenden Smartphones rausgeworfen habe. Es werde aber offenbar geprüft, ob sich die APP im Vordergrund befindet, damit die Anmeldung akzeptiert wird (siehe Github-Diskussion).
Zum 18. Juni 2026 ist mir obiger Tweet untergekommen, dass VW Geräte mit Graphene OS blockiere und "Sicherheitsgründe" anführe. Die Betroffenen sind ziemlich angefressen, lässt VW doch Geräte mit Android 10, das längst keine Sicherheitsupdates mehr bekommt, für den Betrieb der App zu. Das aktuelle Graphene OS wird aber gesperrt.
Sieht mir dann doch wie "tapsiger" Großkonzern aus, dessen Management sich mit einer Open Source-Community, bestehend aus agilen Technik-Enthusiasten, anlegt und sich dort alle Sympathien verscherzt. Kann funktionieren, wenn die Restkäuferschar genügend blauäugig ist, um das mit sich machen und melken zu lassen. Könnte aber ein weiterer Sargnagel in das Thema "nie wieder einen VW kaufen" sein. Ich kann es echt nicht einschätzen, da der Hersteller noch nie auf meiner "Einkaufsliste" stand. VW hat zwar den "Dieselskandal" irgendwie auch überstanden hat, leidet momentan aber wohl massiv. Das Obige sieht mir alles nicht nach der geforderten "attraktive Fahrzeuge bauen"-Strategie aus.
PS: Auf codeberg.org gibt es inzwischen das Projekt smartphone2mqtt, was die Informationen über eine USB-Web-Kamera extrahiert.
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MVP: 2013 – 2016





Ich finde das schwierig.
Bei allem Verständnis der Benutzer in Echtzeit auf diese Daten zugreifen zu wollen, muss man auch die andere Seite sehen.
So einen Dienst anzubieten kostet Geld, warum sollte VW diesen Aufwand nicht berechenen dürfen?
Für den Fall, dass das tatsächlich ernst und nicht ironisch gemeint sein sollte:
VW klaut meine Daten, ohne mich dafür zu entschädigen, und verlangt dann Geld dafür, dass ich über eine komplizierte und für mich völlig unnötige Infrastruktur (das Auto könnte die Informationen ja auch einfach direkt, ohne Umweg über VW-Server, an meine Geräte senden) auf diese Daten zugreifen kann?
Ja das ist ernst gemeint.
Ob und inwiefern es in Ordnung ist, dass die Fahrzeugdaten beim Hersteller auflaufen, habe ich nicht angesprochen.
Ich bezog mich nur darauf, dass ich die Erwartungshaltung, dass VW Daten des Fahrzeugs in Echtzeit kostenlos zur Vefügung zu stellen muss, für diskussionswürdig halte.
Und ja, es wäre nett wenn man die Daten direkt von Fahrzeug beziehen könnte.
Allerdings wage ich zu behaupten, dass damit der wesentliche Teil der Käufer eines Fahrzeugs überfordert wäre.
>> Ich bezog mich nur darauf, dass ich die Erwartungshaltung, dass VW Daten des Fahrzeugs in Echtzeit kostenlos zur Vefügung zu stellen muss, für diskussionswürdig halte.
Nein, das ist nicht diskussionswürdig, sondern seit ungefähr einem halben Jahr (?) gesetzlich vorgeschrieben. Wenn ich da nicht etwas komplett falsch verstanden habe — bin kein Jurist.
Diskussionswürdig ist das meines Erachtens nicht, genau dafür wurde der EU Data Act geschaffen – Gerätebesitzer sollen auf die eigenen Daten, die von Geräten erfasst und an Hersteller übermittelt wurden, ohne Schikanen und Kosten zugreifen können. Als Ingenieur verfolge ich diese Diskussion im KFZ-Bereich seit ca. 10 Jahren.
Bin auch kein Jurist, allerdings gefällt mir persönlich die "Ich will alles kostenlos und der Hersteller muss liefern" Haltung nicht.
Irgendwie müssen die Kosten und der Aufwand für solche Dienste ja auch gedeckt werden.
Interessant wäre die Frage ob der Hersteller die Daten über den OBD zur Verfügung stellt, dann wäre er IMHO aus dem Data Act raus.
Stopp! Es ist nicht die Haltung "Ich will alles kostenlos und der Hersteller muss liefern". Sortieren wir doch mal ein wenig den aktuellen Fall.
– Der Käufer blättert einige Kilo-Ocken für sein Fahrzeug auf den Tresen beim VW-Händler.
– Im Vertrag ist VW Connect für x Jahre (5 oder länger) gratis enthalten, danach zahlen die Leute x Euro pro Jahr
– Die bezahlte Funktionalität sieht vor, dass die Fahrzeugdaten bei VW auf den Servern landen.
VW kann diese Daten, soweit ich deren Vertragsgestaltung am Rande mitbekommen habe, mit Dritten teilen. Fremdanbieter müssen für den Zugriff auf solche Daten zahlen.
Morgen kommt noch das Tibber-Beispiel, die das tun (was die zahlen, habe ich nicht erfahren) und VW-Fahrzeugbesitzern (auch nicht-Kunden) einen kostenlosen Zugriff gewähren – ist für Tibber Kunden-Werbung.
Genau wegen solcher Begehrlichkeiten hat es über 10 Jahre ein heftiges Ringen hinter den Kulissen gegeben (Daten sind das neue Öl). Die Fahrzeughersteller hatten den Plan "die Fahrzeugdaten sind unser, der Fahrzeugbesitzer hat keine Rechte". Dem hat die EU mit dem EU Data Act einen Riegel vorgeschoben. Und es muss nun ausgefochten werden, was Sache ist und wo die Grenzen liegen. Mein Interview mit Tibber, was morgen kommt, enthält da einige Aussagen.
Heute ist es VW, oder BMW etc., morgen dein nächstes IoT-Gerät, deine Heizung, deine Wetterstation, deine Solaranlage etc. Ich bin persönlich mangels Fahrzeug nicht betroffen – aber ich finde, da muss Druck gemacht werden.
Der Hersteller saugt in Echtzeit die Daten ab, und will sie mir dann nicht in Echtzeit zur Verfügung stellen.
Echt schräge Nummer.
VW ist für mich tot, ich fahre noch meinen 98er Passat ein paar Jahre, und wechsle dann nicht nur die Marke, sondern den Konzern.
Wie naiv. Glaubst du, es gibt heute noch irgendein Fahrzeug ohne integriertes SIM-Modul, ohne ständigen Herstellerkontakt? Du hast nur noch die Wahl, ob die Daten nach Wolfsburg, Stuttgart, München, Paris, Südkorea, Japan, USA oder China gehen.
Und dann frage ich, was willst du mit den Echtzeitdaten anstellen? Du musst ja gleichzeitig Auto fahren… Dass mein Auto jetzt gerade in der Garage steht, weiß ich auch so, weswegen ich mein Connect-Abo nicht mehr verlängert habe.
Letztendlich geht es bei der Ausgangsgeschichte doch nur darum, dass der Solarwechselrichter, der Stromzähler und das Auto miteinander reden. IMHO macht es mehr Sinn, dass sich diese Hersteller zusammen tun und da einen direkten lokalen Weg finden, genau das zu tun.
Diese Fahrzeuge gibt es noch. Z.B. mein 98er Passat.
Mein nächstes Auto wird ein Subaru Outback. Der wird auch eine Daten-Krake sein.
ich zahle ja schon jährlich für Connect Plus.
Und da ich mein Smartphone unlocked habe, kann ich seit Mai nicht mal mehr die Volkswagen-App nutzen auf dem "OP12 Default Android". Wenn sich das nicht ändert, werde ich dann auch Connect Plus nicht mehr verlängern – bringt mir ja dann nichts mehr und VW kann sich dieses Abo ans Bein schmieren.
ok, das ist dann unschön.
Persönlich könnte ich mir vorstellen, dass man nicht in der Lage oder Willens ist den Support dafür zu leisten.
Normalerweise gibt es für Software einen Releaseprozess beim Hersteller und da sind dann solche "Sonderfälle" eine Menge zusätzlicher Arbeit.
Aber wie gesagt, schön ist das nicht.
Weil der EU Data Act das verbietet?
Der schreibt einen kostenlosen direkten Echtzeitzugang vor!
Und wenn das den Hersteller etwas kostet, dann muss er das eben in den Kaufpreis des Fahrzeugs einpreisen.
Mir fällt da noch eine Möglichkeit ein, wie man ohne die App oder irgendeine API an die Daten kommt:
OBD!
Einfach einen OBD2-Dongle mit WiFi einstöpseln und der liefert einem dann die Daten.
Denn OBD2 ist eine offene Schnittstelle, die ein Hersteller nicht vernageln kann und darf.
Und die auch ohne Hersteller funktioniert.
Man kann die Onlineübertragung so weit zunageln, wie es das System des Fahrzeugs zulässt, über ODB2 kommt man trotzdem an die Daten.
Und das offline.
(Etwas OT)
Manchmal frage ich mich: Werde ich langsam alt? Oder verblödet die Welt um mich herum?
Ich soll mir eine App installieren? Und ein Konto einrichten? Um ein *Auto*, also so ein Blechdingens mit vier Rädern dran, das mich von A nach B bringen soll, zu nutzen? Und dann kann ich „Ladetarife und Ladekarten verwalten", einen „Service Partner hinterlegen" und ein „Fahrtziel bequem ans Auto senden"?
Warum um alles in der Welt sollte ich mir mein Leben mit so einem Schwachsinn verkomplizieren wollen? Und wie habe ich die letzten 45 Jahre bloß ohne das alles autofahren können?
Meiner Ansicht nach nicht OT – und mir geht es genauso.
Ganz einfach, weil sich Dinge und Funktionen ändern. Auch und vor allem in den letzten 45 Jahren. Noch vor ein paar Jahren hättest Du keinerlei Möglichkeiten gehabt, deine Meinung auf solch eine Art & Weise kundzutun. Wer nicht mit der Zeit geht, wird überholt und ist raus…
WordPress Blogs mit Kommentarfunktion gibt es seit 20 Jahren. Das Internet ist nicht für alle Neuland.
Gutes (Gegen-)Beispiel. Wenn ich eine App installieren und/oder mich registrieren müsste, um hier zu lesen oder zu kommentieren, täte ich keins von beidem.
Grundsätzlich hast Du mit Deinem letzten Satz natürlich recht. Ein Auto hat für mich allerdings seit 45 Jahren (und höchstwahrscheinlich auch in den nächsten 25 Jahren noch) genau eine Funktion, nämlich mich viele Jahre unkompliziert und kostengünstig von A nach B zu bringen. Daran hat sich genau gar nichts geändert.
…und vor allem tut das ein 45jähriges Auto heute noch (so es nicht weggerostet ist) – ohne dass der Hersteller einem Fahrdaten absaugt oder aus der Ferne etwas abschalten kann oder sich irgendwann weigert, triviale Ersatzteile mit dem System zu paaren. Das kann man sogar selbst reparieren, ohne dafür die Gnade und die proprietäre Software des Herstellers zu brauchen. Das hat nämlich gar keine Software. Und es greift einem auch nicht ins Lenkrad und piepst ungefähr zehnmal pro Kilometer, es beobachtet den Fahrer nicht während der Fahrt.
Es fährt einfach von A nach B. Und es wird dabei vom Fahrer geführt, es tut nichts von selbst. Das ist die Aufgabe eines Autos. Und nichts anderes.
> VW klaut meine Daten, ohne mich dafür zu entschädigen, und verlangt dann ….
Kann man den Herstellern eigentlich verbieten, die Daten zu entnehmen?
Was geschieht wenn man dem Hersteller nach dem Autokauf direkt eine Kündigung entsprechender Verträge zuschick?
Was verschlechtert sich dann für den Autobesitzer?
Im allgemeinen dürfte das in den AGB geregelt sein, die Du beim Kauf akzeptierst und hinterher wohl kaum widerrufen kannst.
Ich hatte glaube ich hier schon einmal meine persönliche Erfahrung mitgeteilt: Ich wollte ein Datennutzungsverbot explizit in den Kaufvertrag aufnehmen. Hat der Händler nicht gemacht, sondern stattdessen lieber auf einen Verkauf von immerhin knapp 40'000 Euro verzichtet.
Glücklicherweise, denn das ist jetzt schon ein paar Jährchen her, und mein Alter läuft immer noch…
Heutige Autos sind fahrende Computer. Macht schon Sinn, wenn man sein Smartphone damit verbinden kann. (Aber nicht muss!)
Gut, Ladekarten und -Tarife haben nichts mit dem Fahrzeug zu tun, und da kann jeder selbst entscheiden wie kompliziert er sich das Leben macht, indem er einen oder mehrere Anbieter wählt oder direkt mit EC-Karte zahlt, das geht ja mittlerweile an vielen Ladesäulen.
Aber ansonsten gebe ich dir Recht: Dass man für immer mehr Dienste zwingend irgendwelche Apps und Benutzerkonten braucht ist eine absolute Zumutung.
Ich fahre aktuell einen VW ID als Firmenwagen. Die Freischaltung der eingebauten Navi-Option ab Werk hat 2.500 Euro Aufpreis gekostet. Trotzdem kriegt das Fahrzeug keine Kartenupdates, wenn man sich nicht mit einem VW-Benutzerkonto anmeldet, auch wenn es dafür keinerlei technischen Grund gibt (Fahrzeug hat WLAN und die Freischaltung des Navi ab Werk ist ja an das Fahrzeug gekoppelt). Beim nächsten Firmenwagen, falls es wieder VW wird, kann ich mir diese Option also getrost sparen und nur noch Android Auto benutzen. Oder vielleicht ganz klassisch ein Tom Tom.
Das ist faszinierend – man zahlt 2500 Euro für etwas, was das i.d.R. ohnehin vorhandene Handy (oder für Leute, die sich nicht von Apple oder Google orten lassen wollen, ein Tom Tom oder Garmin für 150 Euro) besser kann? Da haben wir ja nichts verpasst… Saugnapfhalter, Strom aus dem Zigarettenanzünder und gut ist's wenn man das mal braucht.
Schau mal unter Twinkeri: Dasselbe Problem mit den Kartenupdates habe ich mit meinem fünf Jahre alten Astra. Updates werden nur geladen, wenn das Fahrzeug mehrere Stunden im Internet bleibt. Und dann auch nur für dem Bereich, in dem das Fahrzeug bewegt wird. Du könntest 'ne 10 Gbit/s Verbindung ins Internet haben, die Kartenupdates werden trotzdem nur tröpfchenweise gezogen. Und wir haben, weil wir nicht im besitzt der Software sind, keine Möglichkeit dies jemals zu ändern.
Bzgl. der VW-App habe ich bereits in einem anderen Thread beschrieben, dass ich mit meinen LineageOS-Geräten (Xiaomi, Samsung Tablet) keine erfolgreiche Anmeldung bekomme (Login funktioniert, danach erfolgt die auch in diesem Thread gezeigte "Fehlermeldung").
Nach fast 3-wöchigem hin & her mit VW kam dann die ernüchternde Auskunft, das nicht- Google-Play-zertifizierte Geräte nicht supported werden. Auf Rückfrage wo in den AGB/Vertragsdaten das denn stehen würde habe ich bislang keine Rückantwort von VW erhalten (es steht auch in Ausgabe 05/2026 nirgends zu lesen); ebenso wenig gab es eine Rückantwort auf die Frage, warum ein "nicht-Support" offenbar einem Ausschluss darstellt, und somit als eine einseitige Änderung eines abgeschlossenen Vertrages angesehen werden muss – was rechtliche Relevanz hat.
Ein Neukauf eines Smartphones mit Stockrom (und damit Play-Zertifizierung) führte zum sofortigen funktionieren der App (mit dem Problem des maximal unsicheren Status aufgrund der vielen Bloat-Software und ständigem Netzverkehr mit Servern wer-weiss-wo).
Für mich inakzeptabel für eine so relativ banale App, zumal man mit Leichtigkeit Sicherheitsfunktionen in der App beim Erkennen einer fehlenden Zertifizierung abschalten kann, aber lesende Status wie zB Ladestand, Schließstatus, usw. problemlos zulassen könnte. Sehr viel mehr kann die App ja eh nicht…
Was wurde gelernt: Beim Kauf des nächsten Kfz muss ich beachten wie rückständig die Firmenstrategie des betreffenden Herstellers ist.
Bei aller Sympathie für die Open Source Szene muss man sich schon manchmal fragen, ob der ganze Shitstorm wirklich gerechtfertigt ist.
Jemand hat eine undokutmentierte API entdeckt und darüber ungefragt Daten abgefragt. Spätestens mit der Veröffentlichung für diverse EVCC- und HA-Systeme sind der Traffic und die Last exponentiell angestiegen. Irgendwie muss man diese Last abfangen und durch simples hinzustecken von zwei, drei Servern ist das sicher nicht getan.
VW hat in der Kommunikation sicher ein paar Fehler gemacht, aber im Endeffekt führen solche Aktionen dazu, dass die Anbieter in Zukunft bei jeder ungewünschten Verwendung einer API sofort den Stecker ziehen. Weil heutzutage wird sowieso alles negativ und gegen einen ausgelegt, dann gibt es x Artikel(-serien) darüber und jeder, der sich trotzdem für den Hersteller entscheidet, wird sofort als blauäugig und dumm bezeichnet.
Am besten find ich Argumente wie "bei BMW geht das aber" – ja, aber 1.) hat BMW ganz viele Automodelle, wie VW sie anbietet, gar nicht erst im Portfolio und 2.) ist ein BMW um eine ganze Ecke teurer in der Anschaffung als ein VW – und für die Summe kann BMW sich dann locker als "weißer Ritter der OS-Szene" verkaufen. Aber ich möchte zB nur an das Sitzheizungs-Abo von der Automarke erinnern, bevor da irgendwer zu übertrieben euphorisch ist.
Von mir aus sollen sie den Zugriff auf die Daten in Echtzeit zum "VW Connect+"-Abo dazugeben, dann hätte das Abo wenigstens eine wirklich sinnvolle Option, weil alles andere läuft maximal unter "nice 2 have". Dann muss aber der Zugriff darauf auch problemlos funktionieren.
Und wer seine Daten nicht bei VW haben möchte, stellt in den "Datenfreigabeoptionen" den Schalter gaaaaaanz nach links. Dann bekommt VW keine Daten vom Auto – dann darf man aber auch nicht jammern, dass man online keinen Zugriff mehr auf seine Daten hat!
> Und wer seine Daten nicht bei VW haben möchte, stellt in den "Datenfreigabeoptionen" den Schalter gaaaaaanz nach links. Dann bekommt VW keine Daten vom Auto – dann darf man aber auch nicht jammern, dass man online keinen Zugriff mehr auf seine Daten hat!
Ah, man kann die Weitergabe abstellen? Geht das auch bei den Benzinern?
Wo befindet sich dieser Schalter?
Und dann fließt wirklich nichts? Kann man das nachweisen oder ist das nur großes Indianerehrenwort?
Würde mich auch sehr interessieren. Wäre ein gewichtiges Argument pro VW, wenn dann bei mir irgendwann ein Neukauf unumgänglich wird.
Nicht, dass das so ist wie seinerzeit bei Windows 10, wo man nur wählen konnte (ich überspitze) zwischen „alle Daten übermitteln" und „noch mehr Daten übermitteln"…
Ich hab einen Diesel von 2025.
Hast Du das Handbuch gelesen? Hast Du die AGB gelesen, als Du Deine Daten freigegeben hast? Oder die ganzen Pop-Ups, die beim Verschieben des Schalters kommen? Ich vermute mal, dass Du das nicht hast. Man kann auch einfach aufs Koppeln des Handys mit dem Auto verzichten, was soll dann noch großartig an Daten fließen? Das Auto funktioniert seltsamerweise auch ganz ohne Handy.
Der Rest von Deinen Argumenten läuft sowieso unter Aluhut.
> Hast Du das Handbuch gelesen? Hast Du …
Nein, denn ich habe keinen VW, muss mir aber einen neuen Wagen kaufen, weil der alte nach 20 Jahren jetzt Reperaturkosten jenseits des aktuellen Werts benötigt.
Daher frage ich ja. Du könntes dich einfach darüber freuen, das Du etwas in die Diskussion eingebracht hast, daß so zumindest mir nicht bekannt war.
> Man kann auch einfach aufs Koppeln des Handys mit dem Auto verzichten, was soll dann noch großartig an Daten fließen?
> Das Auto funktioniert seltsamerweise auch ganz ohne Handy.
D.h. das Auto sendet nur dann Daten an VW oder dritte, wenn man auf der VW Seite einen Schalter für "Zustimmen" eingeschaltet hat?
>> Man kann auch einfach aufs Koppeln des Handys mit dem Auto verzichten, was soll dann noch großartig an Daten fließen?
Die allermeisten Autos haben doch schon lange ein eigenes Mobilfunkmodul und können auch ohne Handy ins Netz. Beim Polo z.B. wurde das, glaube ich, als einem der letzten VWs mit dem Facelift vor 3? Jahren eingeführt.
Bin insofern erstaunt, dass es 2025 noch einen VW ohne gab. Die Regel ist das leider nicht mehr.
Ich fürchte, die Diskussion läuft aktuell in die falsche Richtung. Das eine ist eine App, von VW & Co., das andere ist die Datenerfassung der Fahrzeuge, die inzwischen per Mobilfunk an die Hersteller übertragen werden kann. In den USA ist das inzwischen bei Insidern ein Thema, weil dort Bewegungsmuster, Fahrverhalten etc. gesammelt und an Datenbroker weitergegeben werden. Wirkt sich inzwischen auf die Versicherungsprämien und weitere Scores aus.
Die VW-App ist auch nur ein Front-End für Daten, die auf einem VW-Server lagern, und die kommen imho nicht von der App, die müsste dann ja Zugriff auf das Fahrzeug und dessen Bussysteme haben. Es heißt zwar, dass die "Datenübertragung und die Freigabe durch die VW Connect-App erfolgt", aber es heißt auch, dass eine eSIM verwendet werde. Minimale Daten werden durch eCall sowieso übertragen. Hier mal einige Kernsätze:
Das Auto kommuniziert nicht über ein Handy-WLAN oder Bluetooth für die Kern-Dienste – die TCU nutzt die eigene Mobilfunkverbindung. Ein Smartphone dient nur als „Fernbedienung" über das Internet. Was es wohl gibt: Über die VW Connect App oder das Entertainment-System kann der Grad der Datenübertragung eingestellt werden (es soll einen Offline-Modus "Maximale Privatsphäre" geben, wodurch viele Funktionen des Entertainment-Systems deaktiviert werden sollen). Aber eine komplette Sperre der Datenübertragung ist wohl nicht möglich.
Mag mich aber täuschen und lasse mich gerne durch stichhaltige Nachweise vom Gegenteil überzeugen.
Aber das Thema wird sowie off-topic, denn es geht in der Artikelreihe um die Frage, komme ich als Besitzer eines VW E-Autos an meine eigenen Daten über Ladezustand des Akkus und kann das für eigene Zwecke nutzen. Die Leute wollen also eine Datenerfassung, aber auch Datenzugriff – und das Ganze kostet sogar (auch wenn die Dienste einige Jahre kostenfrei sind).
Dazu muss man nicht in die USA schauen. Es gibt in Deutschland bei diversen Versicherungen extra Tarife mit aktivierter Bewegungsdatenerfassung, man kann für ältere Autos sogar extra eine Blackbox fürs Auto bekommen, die einen dann trackt…
Beispiele:
https://www.huk24.de/telematikplus
https://www.allianz.de/auto/kfz-versicherung/telematik-versicherung/
Hatte ich 2024 im Beitrag Automobile IT-Fehlentwicklungen: Touchbedienung als Risiko; Datenerfassung als Falle für Besitzer thematisiert. Der Unterschied: In Deutschland greifen die Leute freiwillig zu – in den USA läuft oft ein Scoring hinter dem Rücken der Leute.
Das wichtigste wäre doch, wenn Solarwechselrichter, Smartmeter und Auto miteinander reden können. Da sollen diese Hersteller mal die Köpfe zusammenstecken und einen Standard definieren. Irgendwelche Bastellösungen mit reverse-engenerrten Schnittstellen aus der Community sind doch nur Nische. Autos sind sicherheitsrelevant, wenn da versehentlich durch die Community-Lösung etwas falsch parametriert ist und das Auto anschließend in einen Unfall verwickelt wird, wie sieht es denn da mit der Haftungsfrage aus?
Ich habe den Link zwar schon oft gepostet, aber es scheint immer noch viel Unwissenheit diesbezüglich vorzuherrschen: "Man kann auch einfach aufs Koppeln des Handys mit dem Auto verzichten, was soll dann noch großartig an Daten fließen? Das Auto funktioniert seltsamerweise auch ganz ohne Handy.
Der Rest von Deinen Argumenten läuft sowieso unter Aluhut."
Nix Aluhut, Business: https://www.mozillafoundation.org/de/privacynotincluded/articles/its-official-cars-are-the-worst-product-category-we-have-ever-reviewed-for-privacy/
Und Günter hat hier auch schon oft genug darüber berichtet. OT hin oder her, man muss immer wieder darauf hinweisen.
Bosch bzw. Buderus macht das ja genau so.
Unsere 2025 neu gekaufte Bosch/Budersus Heizung wurde mit "IP-Inside" und enthaltenem Wlan-Funkmodul MX300 beworben.
Datsächlich funktioniert das aber so, dass dafür ein Account bei Buderus und eine Smartfone App notwendig ist.
Damit hat Bosch/Budersus dann vollen Zugriff/Kontrolle und zieht sich alle Daten meiner Heizung – über die App wird mir dann aber nur ein kleiner Teil meiner Heizungs-Daten zur Verfügung gestellt.
Wenn man wirklichen Zugriff auf alle Daten haben möchte, muss man also auch hier auf Home Assistant o.ä. zurückgreifen.
Auf meine Anfrage bei Bosch bzügl. des EU-Data Acts kam die Antwort: Der EU-Data-Act betrifft keine Geräte, die vor in Kraft treten der Verordnung hergestellt wurden…
Inzwischen achte ich beim Kauf auch immer auf eine gute Home Assistant Integration.
Laut meinen Recherchen gibt es zwar eine Bosch Integration, aber nicht für die Heizung, da es wohl die Aufteilung Bosch Home Comfort Group (Abteilung fürs Heizen, Kühlen, Filtern) und die Robert Bosch GmbH (Smart Home Abteilung) gibt und nur letztere mit Home Assistant funktioniert. Und alle scheinen ihre eigenen Apps zu haben?
Wie es bei Viessmann nach deren Verkauf der Wärmepumpensparte ausschaut, kann ich nicht voraussagen. Die Home Assistant Integration von denen scheint aber aktuell hervorragend zu sein.
Staubsauger- und Rasenmäher-Roboter, Solarwechselrichter, Spül- und Waschmaschinen, Grundstücksüberwachungskameras, Rollladenmotor, Smart-TV, PKWs, und ja natürlich auch der PC und das Smartphone, alles heutzutage mit der Cloud und dem Hersteller verbunden. So ist das heute.
…nur, wenn man das in sein Leben lässt.
Geht ja fast nicht anders.
Doch, ist aber unbequemer.
Grundsätzlich sollten alle Verbraucher endlich mal bemerken, und das ist heute noch schlimmer als früher, weil überall Software drin steckt: Proprietäre Software dient allen Herstellern weltweit im Wesentlichen dazu, sich umfassend alle Rechte zu sichern, Verantwortung größtmöglich abzuwälzen und die Freiheiten der Eigentümer zu beschränken.
Was wir sehen, ist eine umfassende, immer weiter um sich greifende Softwarediktatur, in der ausschließlich Hersteller mittels proprietärer Software bestimmen, in welchem Umfang Eigentum genutzt werden darf.
Affen fängt man seit Jahrtausenden in einer Affenfalle.
PS: Mein Eigentum – meine Herrschaft.
Richtig.
Scheininnovationen und vorgebliche "Bequemlichkeit", "so ist das heute", "das ist im Trend" – ja, weil Ihr alle mitmacht bzw. das mit Euch machen lasst!
Ich kratze gerade an einem der heißesten Tage des Jahres Rost von meiner alten Karre – aber ich tu das gerne, denn das Auto ist und bleibt meins. Ich habe ein Handbuch, in dem steht, wie man es bis zur letzten Schraube auseinandernehmen kann. Das alles ist so simpel, dass sogar ich es verstehe. Schon in der Bedienungsanleitung wird der Käufer dazu ermutigt, grundlegende Wartungsarbeiten selbst durchzuführen. So war das mal.
Naja, die Bequemlichkeit ist ja gerade das "Affenloch"… Solange es in D/EU Menschen gibt, die sich, wie es sich auch hier im Forum in den Kommentaren auch zeigt, gegen diese verunmündigende Übergriffigkeit wehren, solange besteht Hoffnung. Gerade in D. sind die Menschen ziemlich kritisch – auch die Jugend. Denn die Menschen sehen die Falle ja und stecken eben nicht ihr Hand in jedes angebotene Loch! Wer genau hinschaut und mitdenkt, entdeckt unzählige solcher Maßnahmen seitens der Hersteller proprietärer Software, die im Grunde alle dasselbe Thema haben: Machtmissbrauch. Vieles davon mit sehr fadenscheinigen Begründungen. Seien es dir Sperrungen von Cloud-Konten in Ungnade gefallener EU-Richter, die Entwicklerverifizierung bei Google und die geradezu üble Entwicklung, dass Apps nicht mehr auf Google-befreiten Custom-ROMs starten oder bei meinem Opel Astra das Problem, dass ich zwar garantiert kostenlose Kartenupdates für mein Navi bis 2031 bekomme, aber dazu der Wagen mehrere Stunden Internetzugriff haben müsste. Das Problem dabei ist, den Motor muss ich laufen lassen, selbst wenn ich über mein schnelles WLAN gehe, weil die Update-Routine so bescheiden programmiert ist, dass die Daten nur tröpfchenweise aus dem Internet gesogen werden und sich der Wagen abschaltet, wenn sich nichts tut! Und ist das Update nicht mal für ganz Europa! Nein, das ist nur für den Bereich in dem der Wagen bewegt wird! Also maximal Deutschland. Und die Krönung dazu: Ich kann keine SD-Karte mit aktuellem Kartenmaterial kaufen! Was ich ja tun würde, nur um dem miesen Update über WLAN zu entgehen! Ich bin auf Gedeih und Verderb dem Hersteller ausgeliefert. Natürlich habe ich Stellantis angeschrieben. Die absolut freche Antwort war: Mein über 5 Jahres altes, hochpreisiges Wirtschaftsgut auf vier Rädern würde als "Legacy-Produkt" eben nicht mehr vorrangig unterstützt. Man wolle sich aber um eine Lösung bemühen und habe das Anliegen weitergegeben. Das war vor zwei Monaten… die Kartendaten sind sogar älter als das Auto selbst, das Navi somit praktisch fast nutzlos.
"Legacy Product" nach FÜNF Jahren, der ist gut. Zeigt aber, wohin die Reise geht.
Es zeigt vor allen Dingen, wie überheblich zu große Konzerne mit ihrer Marktmacht auf ihre Kunden reagieren. Sie haben's einfach nicht mehr nötig – selbst 1000 Kunden und die unzähligen Foren richten gefühlt nichts mehr aus. Die Konzerne machen einfach ihr Ding und schielen nur noch auf den größten Gewinn für ihre Großaktionäre. Aber eines kann ich Dir sagen: Das wird Folgen haben. Nachdem mich VW mit dem Abgasskandal und ihren falschen Werbeversprechungen ("BlueMotion") schon über den Tisch gezogen hat, habe ich mir gesagt: "Nie wieder kaufe ich ein Auto aus diesem Konzern!" Dasselbe wird bei Opel (Stellantis) passieren. Da hilft auch die überdimensionierte, massive Werbung für den neuen Opel Astra auf Borns Seite nicht. Die sind für mich gestorben. Zumal sich zeigte, dass vier Opelhändler in der Nähe nicht in der Lage und Willens waren, ein Firmware-Update auf dem Navigationsgerät durchzuführen – das musste ich mit meiner langen Erfahrung selbst machen, weil sie's nicht können! Aber für ein schnödes Steuergerät-Update, das fünf (5!) Minuten dauerte, hat mir der Händler gerne 110 Euro berechnet! Das kannste nur noch mit dem Kopf schütteln. Nun gut, dieser Händler hatte mir wenigsten das Firmware-Update kostenlos auf einen USB-Stick gezogen, so dass ich das selbst erledigen konnte – allerdings mit einer völlig falschen Anleitung aus der Opel-OBD-Software. Kein Wunder, dass die das meiden wie die Pest!
Ich habe kürzlich einen Artikel gelesen, bei denen auch TÜV, Dekra, etc. auf die Hersteller fluchen, weil die durch deren zugenagelte Systemen die gesetzlich vorgeschriebene Assisenzsysteme im Rahmen der HU nicht auf ordnungsgemäße Funktion etc. prüfen können.
Aber das KBA und die EU sind am Thema dran und wird es dann eine gesetzliche Pflicht zur Offenlegung der Schnittstellen geben.
Na ja, das nützt leider wenig, wenn man den Quellcode der Navisoftware nicht bekommt. Theoretisch müsste auch beim Auto – wie bei KRITIS – das System zweigeteilt sein: die reine Anlagentechnik (Motorsteuerung, Assistenzsystem, usw.) ohne Zugriff und der "Office-Bereich" mit Zugriff auf Anpassungen, Fehlerbehebungen, Betriebsparameter, API, usw.
PS: Trotz Opel-Werbung für den neuen Astra gleich daneben, mit seinen 50.000 LED: Nie wieder!