Im Oktober 2022 wurde ein Cyberangriff auf die Kreisverwaltung des Rhein-Pfalz-Kreises bekannt (Cyberangriffe: Kreisverwaltung des Rhein-Pfalz-Kreises; 75 Schulen in Oberbayern; DPA). Die Angreifer drohten mit Veröffentlichung der Daten, wenn nicht gezahlt werde. Inzwischen werden die Daten aus dem Hack auf einer Leak-Seite veröffentlicht. Ich habe die Informationen in obigem Artikel nachgetragen.
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MVP: 2013 – 2016





Ratschlag an alle betroffenen Bürger des Landkreises: Verklagt den Landkreis wegen der Daten, dann ist dieser endlich gezwungen, den auf der Webseite des Landkreises in einem Beitrag über den Vorfall behaupteten "Stand der Technik" nachzuweisen und im Falle der fehlenden Nachweisführung zum Schadenersatz verpflichtet. Das sind gut und gerne ein paar hundert € pro Bürger fällig, denn der Datendiebstahl wäre bei Gewährleistung des "technischen Standes" gar nicht möglich gewesen, und der Landkreis erstens der Lüge und zweitens der technischen Unfähigkeit überführt.
Mal ganz kess gefragt: Was glauben Sie, wie viele betroffene Bürger sich da wohl zu einer Sammelklage zusammen finden werden? Wie hoch wird der (finanzielle) Aufwand für solch ein Verfahren (Kosten/Schadensersatzanteil)? Wann wird so ein Verfahren angesichts der bereits übervollen (und wahrscheinlich viel wichtigeren) Vorgänge in die Wege geleitet? Wie lange wird so ein Verfahren dauern?
Alleine schon die erste Frage erübrigt sich m.M. schon dem gesamten Ratschlag, weil: nicht in der Materie, mit anderen Dingen beschäftigt und eigentlich auch völlig egal (leider)!
In Deutschland gibt es keine Sammelklagen. Es gibt einzig eine Musterfeststellungsklage und die ist in diesem Fall gar nicht möglich.
Selbst wenn jetzt tausende zur Verbraucherzentrale rennen würden, gibt es da keinen Hebel. Sprich, ausschließlich Einzelklage eines jeden Betroffenen. Erfolgschancen, naja… es waren schließlich "höchst unmoralische Kriminelle", da hilft der "Stand der Technik" nicht. Das wird dann auch jeder (analoge) Richter attestieren!