Microsoft, die Milliarden AI-Investitionen und die 3% Copilot-Zahlkundschaft

CopilotSo aus betriebswirtschaftlicher Sicht ist es ein riesiges Desaster. Microsoft investiert Milliarden US-Dollar in seine KI-Projekte und schiebt Copilot allen seinen Nutzern ungefragt unter. Aber in der Bilanz sieht es düster aus, ca. 450 Millionen Microsoft 365-Nutzer, wobei nur ganze 3 % dieser Nutzer für Copilot zahlen.

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Microsofts KI-Kurs auf Teufel komm raus

Microsofts CEO, Satya Nadella, setzt ja unbeirrt auf seinen KI-Kurs, koste es was es wolle (Microsoft CEO Nadella stramm auf AI-Kurs). Gerade haben Medien wie Reuters die KI-Investitionen von Amazon, Google, Meta und Microsoft für 2026 thematisiert. Microsoft plant laut Schätzungen von Analysten 120 Milliarden US-Dollar zu investieren (weniger als die anderen drei genannten Unternehmen).

Aber ich hatte im Artikel Gerät Microsoft mit seinem AI-Kurs in Trouble? angedeutet, dass Microsofts Vertrieb arge Probleme hat, seine Cloud- und KI-Produkte an die Kunden zu bringen. Die Verkaufsziele mussten laut Insidern Ende 2025 kräftig nach unten korrigiert werden.

Das hat Microsofts Chef dazu gebracht, eine Warnung vor dem Platzen der KI-Blase auszusprechen (siehe Microsoft Chef warnt vor Platzen der KI-Blase, wenn die Leute nicht endlich spuren). Microsoft verdient zwar immer noch viel Geld, aber nicht mit KI. Dem Börsenkurs haben die obigen Verlautbarungen von Herrn Nadella auch nichts gebracht. So als Mini-Aktionär schaue ich betrübt auf den Kurs der Microsoft-Aktie – die kennt seit Monaten nur eine Richtung: "Nach unten".

Microsoft Aktie

Die "Einnahmenseite" bei Copilot ist bescheiden

Das Zugpferd bei Microsoft in Sachen KI soll ja das Produkt Copilot sein. Das wird in alle Anwendungen Microsofts rein gedrückt. Spannend ist nun aber eine Analyse, was Copilot eigentlich für Redmon in Sachen zahlende Kunden auf die Waage bringt.

Im Beitrag Meta und Microsoft Quartalumsätze: Gewinne und fallende MS-Kurse hatte ich ja über die Quartalsergebnisse vom 4. Quartal 2025 berichtet. In diesem Umfeld wurden gegenüber Analysten auch einige Zahlen genannt. The Register hatte die Ergebnisse aus dem Analystengespräch Anfang Februar 2026 in diesem Beitrag aufgegriffen.

Laut The Register verwies Satya Nadella in diesem Gespräch zwar wiederholt auf die "rekordverdächtige" Dynamik im Bereich KI. Gegenüber Investoren sagte Nadella, dass Microsoft mittlerweile 15 Millionen bezahlte Microsoft 365 Copilot-Lizenzen habe und das Lizenzwachstum im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 160 Prozent gestiegen sei.

Satya Nadella versuchte Copilot als "echtes, täglich eingesetztes Werkzeug" zu verkaufen. Die Zahl der täglich aktiven Nutzer sei im Vergleich zum Vorjahr um das Zehnfache gestiegen und die durchschnittliche Anzahl der Copilot-Unterhaltungen pro Nutzer habe sich verdoppelt.

Bombastisch? Laut Mary Foley gibt es etwa 450 Millionen kommerzielle Microsoft 365-Nutzer. Viele dieser Kunden habe kostenlosen Zugang zu Copilot Chat (weil das Feature im Bundle enthalten ist). Setzt man die oben genannten 15 Millionen zahlenden Copilot-Nutzer gegen die 450 Millionen zahlenden Microsoft 365-Nutzer, sieht es mager aus. Lediglich 3,33 % der Microsoft 365-Nutzer zahlen für die Benutzung von Copilot. Angesichts der Milliarden US-Dollar, die Microsoft bereits in die KI-Entwicklung und Copilot gesteckt hat, sieht das echt mager aus.

Kein Wunder, dass Satya Nadella ständig die Werbetrommel im Hinblick auf den Einsatz von KI in Microsoft-Produkten wirbt. Ob die aber jemals das Geld, was dort verbrannt wurde, wieder einspielen? Die Fragen und Antworten mit den Analysten anlässlich der Vorstellung der Quartalsergebnisse während der Telefonkonferenz konzentrierten sich  laut The Register schnell auf das offensichtliche Problem: Microsoft gibt enorme Summen für KI aus, aber zahlt sich das auch aus?

Finanzvorstand Amy Hood argumentierte, dass es falsch sei, diese Ausgaben allein anhand des Wachstums von Azure zu beurteilen. "Ich glaube, viele Investoren stellen eine sehr direkte Verbindung her … zwischen den Investitionsausgaben und den Umsatzzahlen von Azure", wird sie zitiert.  Hood argumentierte laut The Register, dass ein großer Teil der KI-Kapazitäten von Microsoft zunächst für eigene Produkte wie Microsoft 365 Copilot und GitHub Copilot verwendet werde, bevor sie externen Azure-Kunden zur Verfügung gestellt würden. Nadella unterstützte sie und forderte die Investoren auf, sich nicht auf kurzfristige Erfolge zu konzentrieren, sondern den Blick auf das langfristige Ziel zu richten. Die Frage ist halt, ob dieser Kurs trägt, oder ob die Investoren vor einem Scherbenhaufen stehen, wenn die KI-Blase platzt.

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33 Kommentare zu Microsoft, die Milliarden AI-Investitionen und die 3% Copilot-Zahlkundschaft

  1. Anon sagt:

    Auch Copilot wird früher oder später den Hauptfinanzierungsweg gehen. Ich halte es nur für fair, die eingesparte Zeit mit den Konsum kleiner Spots wieder herzugeben. *Sarkasmus* Berufliche AI-Nutzung muss man immer wie die Einarbeitung seines Nachfolgers betrachten. Weiss sie alles über Deinen Workflow, kannst Du in den Ruhestand wechseln.

  2. Muh Mop sagt:

    "echtes, täglich eingesetztes Werkzeug" das ist es eben nicht und dafür ist es zu teuer.
    Bei solchen Dingen merkt man sehr schnell ob Top oder Flop. Ich sehe auch nicht das dies wirklich besser wird in den nächsten 2 Jahren, wo soll die Rechenleistung für 450 Millionen Office Nutzer her kommen. Besser gesagt der Strom für 450 Millionen Nutzer um die Hardware dahinter zu betreiben.

  3. GüntherW sagt:

    Was heißt konkret "zahlen für Copilot"?

    Zahlen die Nutzer wirklich explizit nur für Copilot? Ich kenne jetzt die Vermarktungsstruktur nicht. Selbst wenn die explizit für Copilot zahlen, war es eine bewusste Entscheidung oder hat da Jemand bei der Bestellung einfach nur was "angekreuzt" oder nicht abgewählt?

    Ich kenne jetzt auch die Features von Copilot nicht, weshalb ich auch die Zahlen nicht ganz verstehe.
    Es gibt 450.000.000 kommerzielle kommerzielle Microsoft 365-Nutzer, viele (nicht alle) haben kostenlosen Zugang vom Copilot-Chat.Das scheint ja nicht ganz der volle Funktionsumfang zu sein? Dann gibt es Nutzer die zahlen für Microsoft 365, haben aber keinen Copilot? Dann gibt es wirklich 15 Millionen zahlende Copilot nutzer. Da muss ich aber auch sagen, wenn Copilot irgendwie in Microsoft 365 drinnen ist, dann müsste man eigentlich die Nutzerzahlen auch höher ansetzen, weil das evtl. auch ein Grund ist Microsoft 365 zu nutzen? Bezahlt man den für Copilt, wenn man Copilot schon hat? Das ist doch dann auch eher die Zielgruppe die Copilot bezahlen würde? Es aber nicht macht, weil man es schon irgendwie nutzen kann?

    • Red++ sagt:

      Ich kann mich auch kostenlos mit meiner Mutter, meiner Schwester oder mit Freunden unterhalten, dafür benötige ich kein Microsoft 365 oder Copilot und bekomme dabei Wahrheiten erzählt oder auch Unwahrheiten ganz umsonst!

    • Anonym sagt:

      Bei M365 ist eine kostenlose Verwendung von Copilot Chat mit dabei. Hier hat man wie bei allen anderen KIs ein Kontingent. Ist das verbraucht muss man entweder bezahlen oder warten.

      Den M365 Copilot kann man nur bezahlt nutzen. Das ist der "Assistent" der in Office integriert ist.

      verwirrend? durchaus! Hier hat das Marketing von Microsoft gepennt!

  4. FlowRyan sagt:

    Lesen Sie Ihre Beiträge eigentlich vor dem Veröffentlichen noch einmal? Würde ich angesichts der Vielzahl der enthaltenen Fehler dringend empfehlen.

    • Andreas sagt:

      So besser?

      Microsoft, die Milliarden-AI-Investitionen und die 3 % Copilot-Zahlkundschaft

      Veröffentlicht am 7. Februar 2026 von Günter Born, überarbeitet von ChatGBT

      Aus betriebswirtschaftlicher Sicht ist Microsofts KI-Strategie kein Zukunftsversprechen, sondern ein teures Experiment mit äußerst überschaubarem Ertrag. Der Konzern investiert Milliarden US-Dollar in KI-Infrastruktur, Modelle und Marketing – und drückt Copilot seinen Kunden praktisch ungefragt in jedes Produkt. Das Ergebnis ist ernüchternd: Rund 450 Millionen kommerzielle Microsoft-365-Nutzer, aber lediglich 15 Millionen zahlende Copilot-Kunden. Macht etwas über 3 %. Eine Quote, die man kaum als Erfolg verkaufen kann.

      KI um jeden Preis – koste es, was es wolle

      Microsoft-CEO Satya Nadella verfolgt seinen KI-Kurs mit bemerkenswerter Konsequenz – oder Sturheit, je nach Blickwinkel. Während Amazon, Google, Meta und Microsoft laut Medienberichten wie Reuters für 2026 Investitionen in dreistelliger Milliardenhöhe planen, will Microsoft allein rund 120 Milliarden US-Dollar in KI pumpen. Viel Geld, viel Risiko, bislang wenig Ertrag.

      Bereits Ende 2025 mussten laut Insidern die internen Verkaufsziele für Cloud- und KI-Produkte deutlich nach unten korrigiert werden. Trotzdem wird weiter investiert, weiter integriert, weiter durchgedrückt. Der Markt soll sich dem Produkt anpassen – nicht umgekehrt.

      Dass Nadella inzwischen selbst vor einem möglichen Platzen der KI-Blase warnt, wirkt da fast ironisch. Microsoft verdient nach wie vor prächtig – nur eben nicht mit KI. Auch der Aktienkurs quittiert den KI-Eifer seit Monaten mit konsequenter Abstinenz. Für Aktionäre ist das keine Vision, sondern ein Warnsignal.

      Copilot: viel Werbung, wenig zahlende Nutzer

      Copilot soll das Zugpferd dieser Strategie sein. Entsprechend wird das Produkt in Word, Outlook, Excel, Teams und Co. integriert, ob man es braucht oder nicht. Im Analystengespräch Anfang Februar 2026 sprach Nadella von „rekordverdächtiger Dynamik" und verwies auf 15 Millionen bezahlte Microsoft-365-Copilot-Lizenzen. Das Lizenzwachstum liege bei über 160 % im Jahresvergleich.

      Das klingt beeindruckend – bis man die Zahl ins Verhältnis setzt. Laut Mary Jo Foley gibt es rund 450 Millionen kommerzielle Microsoft-365-Nutzer. Viele davon erhalten inzwischen kostenlosen Zugang zu Copilot Chat, allerdings mit deutlich eingeschränktem Funktionsumfang. Wer Copilot wirklich produktiv nutzen will, muss zahlen – und genau das tun eben nur sehr wenige.

      3,3 % Zahlungsquote nach Milliardeninvestitionen sind kein Durchbruch, sondern ein Alarmsignal.

      Copilot Chat als Feigenblatt

      Microsoft verweist gern auf steigende Nutzungszahlen: mehr tägliche Nutzer, mehr Unterhaltungen, mehr Interaktionen. Was dabei gern unter den Tisch fällt: Copilot Chat ist in vielen Fällen schlicht Beifang eines M365-Bundles. Nutzung heißt hier nicht Wertschöpfung, sondern bestenfalls Neugier.

      Dass man kostenlose Nutzung und zahlende Lizenzen munter vermischt, hilft zwar in Präsentationen – ändert aber nichts an der nüchternen Realität: Der überwiegende Teil der Nutzer ist nicht bereit, für Copilot Geld auszugeben. Offenbar erkennt der Markt den Mehrwert nicht in dem Umfang, den Microsoft propagiert.

      Milliarden verbrennen, Geduld predigen

      In der Analystenkonferenz versuchte Finanzvorständin Amy Hood, die Kritik zu entschärfen. Es sei falsch, die KI-Investitionen ausschließlich am Azure-Wachstum zu messen. Ein Großteil der Kapazitäten werde zunächst intern für Produkte wie Microsoft-365-Copilot und GitHub Copilot genutzt.

      Mit anderen Worten: Die Milliarden verschwinden erst einmal im eigenen Konzern, während Investoren auf den versprochenen Ertrag warten sollen. Nadella sekundiert und fordert Geduld. Langfristige Vision. Großer Plan.

      Das Problem: Geduld ist kein Geschäftsmodell. Und Visionen bezahlen keine Rechnungen.

      Fazit: Viel Hoffnung, wenig Substanz

      Microsoft setzt alles auf KI – mit Copilot als Speerspitze. Doch die Zahlen legen nahe, dass diese Speerspitze derzeit stumpf ist. Milliardeninvestitionen treffen auf eine verschwindend geringe Zahlungsbereitschaft. Statt eines durchschlagenden Markterfolgs bleibt vor allem Marketing, Bundling und Durchhalteparolen.

      Ob Microsoft damit langfristig Recht behält oder ob die KI-Offensive als eines der teuersten Experimente der Konzern­geschichte endet, ist offen. Sicher ist nur: 3 % zahlende Nutzer nach Milliardeninvestitionen sind kein Erfolg – sondern ein Warnruf.

    • js sagt:

      sei froh dass der inhalt echte menschliche merkmale enthält

    • Visitator sagt:

      Spezifiziere Fehler: Rechtschreibung, Grammatik, Interpunktion, Inhalt, ….

  5. Froschkönig sagt:

    Das Ganze ist eine Wette auf die Zukunft. Microsoft will ja das "Agentic OS" haben, das für den Nutzer alles mögliche an Routine übernimmt und erledigt. Was genau damit gemeint ist, darüber hüllt sich Microsoft noch größtenteils in Schweigen. Aber wenn wir über den Tellerand schauen, bekommt man eine größere Ahnung davon, was davon zu erwarten ist. Man schaue sich im Großen an, was OpenAI jetzt mit "Frontier" enthüllt hat, einen Agenten, der mit Anwendung und Betriebssystem interagieren soll, und dem Anwender eben solche Standardaufgaben abnehmen soll.

    https://openai.com/de-DE/index/introducing-openai-frontier/

    Oder man denke im Kleinen an Openclaw, das momentan sehr gehyped wird, weil es jeder selbst betreiben kann (man braucht dazu nicht unbedingt einen Mac Mini, es läuft auch in WSL)

    https://openclaw.ai/

    Da soll die Reise wohl hin gehen. Während bisher M365-Copilot, also die "große" Version und Github-Copilot in den Proof-of-Concepts bei der breiten Masse der Kundschaft noch nicht so überzeugen kann, nur 15% buchen es, könnte so ein Agentic-OS tatsächlich der Brüller werden, in die eine oder andere Richtung, sprich Erfolg oder es geht mächtig in die Hose. Wir werden sehen, was daraus wird. Entweder macht es viele Büroarbeiter arbeitslos, wer bezahlt denen dann deren Lebensunterhalt, denn wir wissen ja, Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren, so läuft das nunmal, die Shareholders werden nichts anderes zulassen. Oder Unternehmen, die sich auf die Korrektheit dieser Funktionen verlassen müssen, fahren gegen die Wand. So wie Microsoft wohl gerade beim Vibecoding, vielleicht gerade noch rechtzeitig bemerkt und Entwickler aus dem KI-Bereich abgezogen, um bestehenden Windows-Code wieder performanter, robuster zu machen und zu entfehlern.

    Microsoft fährt hier volles Risiko, denn wir Europäer beginnen langsam, Druck auf den Konzern aufzubauen, hier kommt man nämlich langsam auf die Idee, diese Abhängigkeit vom MS und anderen amerikanischen Konzernen zu hinterfragen. Nachdem jetzt Frankreich, Schleswig-Holstein und andere (Bundes-)Länder vorgeprescht sind, bildet ja jetzt auch die Bundesregierung erstmal, typisch Deutsch, eine Komission, um diesen Themenkomplex zu hinterfragen. Aber auch in den Unternehmen wird das langsam hinterfragt. Ich könnte hier eine merkwürdige ja fast komische Geschichte erzählen, aber ich muss es leider lassen.

    Übrigens ist das Copilot-Chat-Paket nicht für alle M365/O365-Nutzer kostenlos, das M365-Family-Paket kostet deswegen 30$ pro Jahr mehr. Ich habe es mir allerdings noch bei der Ankündigung der Preiserhöhung in Form von mehreren Keys noch zum alten Pries für die nächsten Jahre gesichert, mit zusätzlich 50% Rabatt in der Cyberweek.

    Wohin meiner Ansicht nach Microsoft bei Windows und Office hin soll, ist folgendes: Zurück zur Cloud-Integration maximal so weit so wie sie bei Windows 7 oder 8 optional möglich war, also wer nicht will, dann auch ganz ohne, aber ansonsten das Betriebssystem und Office so modern wie heute, natürlich performance-optimierter und fehlerfreier. Cloud, Copilot oder sonstige KI kann sich dann dazubuchen, wer meint, es haben zu müssen. Diese Kooperationsfunktionen, Dokumente gleichzeitig durch mehrere Nutzer bearbeiten zu lassen, ist ein tolles Feature, aber das sollte auch auf lokalen Fileservern umsetzbar sein. Und eine einheitliche Schnittstelle für Videokonferenz/Chat-Plattformen, so dass jemand mit Teams mit jemandem mit Zoom oder Webex oder Meet oder sonstwas kommunizieren kann, ohne sich noch eine andere Software auf den Rechner zu holen.

    Ich mache mir schon jetzt Sorgen um die über 4000 KI-Rechenzentren die momentan weltweit überall gebaut werden, was wird wohl aus denen, wenn die KI-Blase platzt?

    • Anonym sagt:

      Woher soll eigentlich stabiler der Strom für all die KI Rechenzentren kommen? Gibt es bald wieder Klimakleber mit oranger Farbe?

      • Luzifer sagt:

        Nö, wird es nicht geben, den die pisaken dann ja nicht den Kleinen Autofahrer & Co, was man billigend duldet, sondern dann geht es ja um Milliardenkozernen und die Zukunft… da kommt dann mal eben ein SWAT Team und Klimakleber verschwinden in Guatanamo auf nimmerwiedersehen, oder man spart sich das Inhaftieren gleich und die werden wie die Schwarzen eben im Einsatz beim Wiedersetzen getötet.
        Behörden mit Erfahrung darin hat Trump da ja bereits!
        Schwarz oder Klimakleber? Who cares?
        Wir leben nicht mehr auf der Rosa Pondarosa Ranch… die Welt ist im Wandel! Wann wird die EU wohl wieder Kolonie? Der Globus aufgeteilt unter Russland; USA und China… also schonmal üben tief zu bücken… um tief reinzukommen… ;-P Fragt sich halt nur bei wem der Drei…
        Nach dem Kalten Krieg ist vor dem… noch nicht bemerkt das wir uns in einer Phase der massiven Aufrüstung befinden?
        Die Zukunft ist düster!

      • Visitator sagt:

        Heute bleibt die Küche kalt, wir radeln in den Wienerwald …
        Der Strom für Herd, Wärmepumpe und E-Auto ist leider im KI-RZ gelandet …

    • Heiko A. sagt:

      Man darf davon ausgehen, dass ein "Agentic OS" a. k. a. Windows floppen dürfte, als dass mehr KI-Funktionen nicht die grundlegenden Probleme des Betriebssystems beseitigen. Zudem erfüllt das Betriebssystem einen bestimmten Zweck. Bei Geschäftskunden ist Zuverlässigkeit in Gestalt von Stabilität unerlässlich, um einen störungsarmen Betrieb zu gewährleisten.

      Es dürfte schon spannend werden, wenn Microsoft das missratene Suchfeld in der Taskleiste durch Copilot ersetzt, wie berichtet wird. Die "Ask Copilot" ist derzeit noch im Insider-Programm im Test. Zwar ist es primär an "Copilot+PCs" gerichtet, aber deren Absatz ist nicht gerade berauschend, wenn man die Hersteller hört. Mit der aktuell herrschenden RAM-Krise, die sich schon bald auch auf andere Hardware-Komponenten (insb. GPU und CPU) ausweiten dürfte, könnte die KI auch für Microsoft zum Boomerang werden.

      Wo hast du denn bitte die astronomische Summe von "über 4000 KI-Rechenzentren" her?

      Mal angenommen, die KI-Blase platzt, dann werden die Verluste abgeschrieben und der Staat um Hilfe gebeten, damit der Steuerzahler blecht oder, die Preise für bestimmte Dienste werden massiv erhöht, natürlich gepaart mit Stellenplatzabbau. ^^

      • Froschkönig sagt:

        Jetzt kommen die ersten günstigeren Ultra 300 Serie CPUI Notebooks, da wird der Absatz schon steigen, denn die alten Core-i werden komplett durch die Ultra ersetzt. Aber ohne M365-Copilot wird man von der NPU wahrscheinlich nichts haben.

        • Heiko A. sagt:

          Die ersten Notebooks mit Core Ultra 300 starten ab 1.369 Euro und sind auch keine klassischen Business Notebooks. Die derzeit 16 verfügbaren Geräte gehören zu den Consumer Notebooks. Die Frage ist auch, ob und wann es die "Wildcat Lake"-Variante für die kleineren Core Ultra 300-Prozessoren auf den Markt schaffen.

    • Christian Krause sagt:

      … die Standardaufgaben abnehmen soll…
      erst machen sie den Wechsel des Standardbrowser so kompliziert, dass niemand den wechseln kann.
      dann führen sie eine ki ein, die das für einen übernimmt.

      "Copilot, lege mir eine Desktop Verknüpfung für den Firefox an." Das ging früher durch drag and drop mit dem Startmenü. soll man heute ja nicht mehr machen, also wurde die Funktion entfernt.

    • GüntherW sagt:

      Ich hab bis heute nicht verstanden welche Aufgaben die KI in vielen Fällen eigentlich übernehmen soll….

      Irgendwelche monotonen Aufgaben, wie die Dateien umbenennen könnte Sie machen. Da brauch man aber keine KI sondern da reicht ein Tool.

      Wenn man für die Firmenwagen irgendwelche Versicherungsdaten auflistet… Teilweise kommem noch Sachen per Post, du hast mehrere Firmenfahrzeuge und die ganzen Dokumente müssen dann teilweise auch zugeorndet werden. Das Layout von den Sachen ändert sich teilweise auch. Bei einigen Firmen gibt es pro Versicherungsvertrag eine Kundennummer, bei anderen laufen merere Verträge unter einer Kundennummer. Dann spielen ggf. noch Infos aus der echten Welt rein, die nicht digital sind.

      • Froschkönig sagt:

        Es wird Emails beantworten, Dokumente schreiben, Bestellungen auslösen, die Warenwirtschaft steuern, Controlling, Buchhaltung, Gehälter auszahlen, usw. Das ist der feuchte Traum zumindestens bei OpenAI mit Frontier.

        • Red++ sagt:

          Wozu brauche ich dann überhaupt noch eine E-Mail-Adresse und Outlook, wenn die Antworten dann automatisch von der KI geschrieben werden, das kann doch dann automatisch in die Cloud verlagert werden.
          Auch für das Antworten auf Fragen oder Kommentaren kann ich dann verzichten, das macht da die KI für mich, die weis ja dann so ziemlich genau wie ich Ticke und wie ich Antworten werde und ich kann mich dann wieder mit dem ganz normalen Wahnsinn oder banalem des Alltags beschäftigen.

  6. xx sagt:

    Wie die Industrie das Geld wieder verdienen will, ist wirklich die Frage.

    https://www.linux-magazin.de/news/team-aus-claude-opus-4-6-agenten-schreibt-autonom-c-compiler-in-rust/

    20.000USD für einen C Compiler. Wieviele C Compiler braucht die Menschheit?
    Auf jeden Fall zeigt es, die Arbeitszeit für Software Entwickler steht nun unter Konkurrenz. Der gcc mit seinen ca. 15millionen Code Zeilen, wurde auf ca. 200Millionen USD geschätzt. Ist nun nur noch 20.000USD wert..

    Sind aber eigentlich gute Nachrichten. Heisst, die EU kann den "Rückstand" Problemlos aufholen, bald wird so ein KI Agenten System einfach einen Word/Excel/Outlook Klon aus dem Hut zaubern können.

    • Heiko A. sagt:

      Fragt sich nur, wer den Quellcode liest / prüft, korrigiert und kontinuierlich aufräumt (Refactoring). Lasse mich raten? Kollege "KI"? Und das Thema Sicherheit legen wir dann ad acta?

  7. ville sagt:

    ich finde es nicht korrekt nach dem Satz ‚Kurs geht seit Monaten nach unten' eine Grafik zu zeigen die nur über eine Woche geht.

  8. ere sagt:

    Strategisch aus Sicht der Firma ist das im Nachhinein vielleicht gar nicht so schlecht investiertes Geld. Wenn erstmal alle schön abhängig sind, dann eine Paywall vorschalten…. und ein zurück gibt es dann nicht mehr…

    • Anderl sagt:

      Man muss aber dann auch aus ausreichend Nutzen darin sehen. Und das wird bei vielen nicht der Fall sein, und die werden sich dann sagen, "dann eben nicht".

      Ich nutze auch Chatbots, aber würde dafür kein Geld ausgeben und würde es einfach nicht mehr nutzen, da mir dies keine 20€/Mon wert ist. Und das geht meiner Meinung nach vielen Personen/Unternehmen so.

      Ich denke irgendwann wird einfach Werbung geschaltet/empfohlen etc., das wäre vermutlich sehr viel Wert für die KI-Firmen wenn im Text eingebaute Vorschläge von der KI kommen. Vermutlich wird aber auch hier die EU auf eine eindeutige Kennzeichnung früher oder später pochen, sofern nicht sowieso schon gefordert.

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