Mit den Sicherheitsupdates vom 14. April 2026 hat Microsoft in Windows einen Phishing-Schutz für RDP-Verbindungen eingeführt, es werden beim Aufbau Warnungen angezeigt. Aus der Leserschaft gab es Rückmeldungen, dass die Warnungen fehlerhaft kämen. Nun hat Microsoft Probleme bei den Remote Desktop-Verbindungswarnungen auf Multimonitorsystemen bestätigt.
Rückblick auf das Thema Remote Desktop-Warnungen
Bei den kumulativen Sicherheitsupdates für Windows vom 14. April 2026 (z.B. Update KB5083769 für Windows 11 24H2/25H2) gab es laut Microsoft eine Korrektur bei Remote Desktop-Verbindungen. Dazu hieß es (siehe auch Patchday: Windows 10/11 Updates (14. April 2026)):
[Remote Desktop] This update improves protection against phishing attacks that use Remote Desktop (.rdp) files. When you open an .rdp file, Remote Desktop shows all requested connection settings before it connects, with each setting turned off by default. A one-time security warning also appears the first time you open an .rdp file on a device. For more information, see Understanding security warnings when opening Remote Desktop (RDP) files.
Es wird beim Aufbau einer Remote-Desktop-Verbindung per .rdp-Datei eine Benutzerwarnung eingeblendet.

Nachdem Nutzer die RDP-Dateiverbindungen in diesem Dialogfeld durch Markierung des Kontrollkästchens und über die OK-Schaltfläche zugelassen haben, wird die Warnung für das Nutzerkonto nicht mehr angezeigt. Aber die Anwender bekommen beim Aufbau nachfolgenden Dialog gezeigt, in dem sie die einzelnen Ressourcen, die bei der RDP-Verbindung benutzt werden sollen, explizit aktivieren müssen.

Microsoft hatte zudem erläutert, dass man Warnung durch eine digitale Signatur der .rdp-Dateien vermeiden können. Ich hatte im Blog-Beitrag Remote Desktop-Phishing-Schutz im April 2026-Update verursacht Verwirrung über diesen Sachverhalt berichtet. Aber Rückmeldungen aus der Leserschaft zeichneten ein Bild, dass das Ausblenden der Warnungen irgendwie nicht immer klappt. Aber es gibt wohl weitere Probleme mit diesem neuen Feature.
Microsoft bestätigt Probleme mit RDP-Warnungen
Nun bin ich über Internetmeldungen darauf gestoßen, dass an den Leserrückmeldungen etwas dran sein muss. Microsoft hat bei den Supportbeiträgen für die Windows-Updates vom 14. April 2026 (z.B. Update KB5083769 für Windows 11 24H2/25H2) einen Eintrag "Warnungen im Zusammenhang mit Remotedesktop werden möglicherweise nicht ordnungsgemäß angezeigt" in den Known Issues eingefügt.
Nach der Installation des Windows Sicherheits-Updates vom 14. April 2026 kann es vorkommen, dass die Sicherheitswarnung beim Öffnen von Remotedesktopdateien (RDP) in einigen Fällen möglicherweise nicht ordnungsgemäß angezeigt wird, heißt es. Betroffen sind Windows Multimonitor-Umgebungen mit mehr als einen Monitor, die zudem noch unterschiedlichen Anzeigeskalierungseinstellungen verwenden (z. B. eine Anzeige, die auf 100 % und eine andere auf 125 % festgelegt ist). In diesem Fall zeigt das Warnfenster möglicherweise überlappenden Text oder teilweise ausgeblendete Schaltflächen an, was das Lesen oder Interagieren der Nachricht erschweren kann.
Der Workaround besteht darin, allen Monitoren die gleiche Auflösung und Skalierung zu verpassen. Microsoft will dieses Problem in einem zukünftigen Windows-Update beheben.
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Die orangene Warnung mit "Unknown remote connection" (im Deutschen: Unbekannte Remoteverbindung) kann man mit einer signierten RDP-Datei verhindern.
Stattdessen wird dann aber eine gelbe Meldung "Bestätigen Sie den Herausgeber dieser Remoteverbindung" angezeigt, die sehr ähnlich aussieht. Nur bei dieser Meldung gibt es dann die Möglichkeit, die gesetzten Haken speichern zu lassen. Damit sind sie beim nächsten Aufruf der RDP-Datei automatisch gesetzt.
Ganz abschalten lassen sich die Warnungen daher auf normalem Weg nicht, nur per Registry-Eintrag.
Das geht auch ohne irgendwelche Registry-Einträge, RDP-Dateien gültig signieren und die Signatur-Hashes per GPO / Intune verteilen sowie die Ziel-Rechner mit gültigen Zertifikaten ausstatten ( denen auch vertraut wird) reicht.