Die US-Firmen Apple, Amazon, Alphabet, Meta und Microsoft haben ihre Ergebnisse für das letzte Quartal im Jahr 2025 vorgelegt. Die Umsätze und Gewinne können sich sehen lassen. KI und Cloud scheinen Umsatztreiber zu sein.
Apple: Die Zahlen
Die Mac- und iPhone-Firma Apple konnte mit ihren Umsatzzahlen für Januar bis März 2026 reüssieren (Businesswire hat hier eine Analyse vorgelegt). In diesem Quartal wurden 111,2 Milliarden Dollar Umsatz erreicht (im Vergleichsquartal 2025 waren es nur 95,4 Milliarden Dollar Umsatz). Als Gewinn gibt Apple 29,5 Milliarden Dollar an (2025 waren es 24,78 Milliarden).
Amazon- und AWS-Zahlen
Der Online-Händler Amazon hat im 1. Quartal 2026 einen Umsatz von 181,5 Milliarden US-Dollar verkündet (ein Anstieg von 17% gegenüber dem Vorjahr). Der AWS-Umsatz belief sich auf 37,6 Milliarden US-Dollar, ein Anstieg um 28 % im Jahresvergleich zu 2025. Der Gewinn betrug 23,9 Milliarden US-Dollar, mit einer operativen Marge von 13,1 %, dem höchsten Wert, den Amazon je verzeichnet hat.
Alphabet-Rekordzahlen
Die Google-Mutter erzielte im 1. Q. 2026 Umsätze in Höhe von 109,896 Milliarden US-Dollar (90,234 Milliarden US-Dollar im Vorjahr). Der Quartalsgewinn stieg auf 62,6 Milliarden US-Dollar (von 34,5 Milliarden Dollar im Vorjahr).
Meta-Umsatz und Gewinn
Der Umsatz bei Meta für das 1. Quartal 2026 wurde mit 56,3 Milliarden US-Dollar vermeldet (ein Plus von 27,22 Prozent im Vergleich zum Vorjahresviertelquartal). Der Gewinn betrug für das Quartal 26,773 Milliarden US-Dollar.
Microsoft Umsätze und Gewinn
Auch Microsoft muss sich nicht verstecken, denn der Umsatz belief sich auf 82,9 Milliarden US-Dollar und stieg laut dieser Meldung um 18 % (15 % bei konstanten Wechselkursen). Das Betriebsergebnis beträgt 38,4 Milliarden US-Dollar und stieg um 20 % (16 % bei konstanten Wechselkursen). Der Nettogewinn beläuft sich auf 31,8 Milliarden US-Dollar.
Der Umsatz im Bereich Microsoft Cloud belief sich auf 54,5 Milliarden US-Dollar (Anstieg um 29 %). Der Umsatz im Bereich Produktivität und Geschäftsprozesse belief sich auf 35,0 Milliarden US-Dollar und stieg um 17 %. Microsoft gibt folgende geschäftliche Höhepunkte an:
- Der Umsatz mit Microsoft 365 Commercial Cloud stieg um 19 % (15 % bei konstanter Währung)
- Der Umsatz mit Microsoft 365 Consumer Cloud stieg um 33 % (29 % bei konstanter Währung)
- Der Umsatz von LinkedIn stieg um 12 % (9 % bei konstanter Währung)
- Der Umsatz von Dynamics 365 stieg um 22 % (17 % bei konstanter Währung)
Der Umsatz im Bereich "Intelligent Cloud" belief sich auf 34,7 Milliarden US-Dollar und stieg um 30 % mit folgenden geschäftlichen Höhepunkten: Der Umsatz mit Azure und anderen Cloud-Diensten stieg um 40 %.
Der Umsatz im Bereich "More Personal Computing" belief sich auf 13,2 Milliarden US-Dollar und ging um 1 % zurück (minus 3 % bei konstanter Währung), mit folgenden geschäftlichen Höhepunkten:
- Der Umsatz mit Windows OEM und Geräten ging um 2 % zurück (minus 3 %)
- Der Umsatz mit Xbox-Inhalten und -Diensten sank um 5 % (minus 7 % )
- Der Umsatz mit Suchmaschinenwerbung ohne Traffic-Akquisitionskosten stieg um 12 % (plus 9 %)
In diesem Bereich kämpft Microsoft also mit Umsatzeinbußen. Martin Geuß hat sich auf Dr. Windows die Zahlen angesehen und noch einige Details dazu geschrieben. KI ist ein kritischer Punkt: Microsoft nimmt dort zwar 37 Milliarden Dollar pro Jahr ein und hat 20 Millionen Microsoft 365 Copilot-Abonnenten. Aber Microsoft wird im laufenden Geschäftsjahr 190 Milliarden Dollar in den Ausbau der Infrastruktur investieren. Dabei gehen 25 Milliarden US-Dollar Mehrkosten auf den Anstieg der Preise von Komponenten wie Arbeitsspeicher zurück.
Noch geht die KI-Party weiter – n-tv schreibt hier, dass sich die KI-Investitionen für die US-Techfirmen auszahlen. Aber es gibt Zweifel, ob das alles nachhaltig ist und die enormen Ausgaben jemals wieder eingenommen werden können. The Register schreibt hier, dass US-Arbeitnehmer nicht so wirklich auf Microsofts KI-Lösungen fliegen. Kürzlich las ich andererseits, dass KI die einzige Chance der USA sei, als Tech-Nation die Führung zu behalten. Spannend wird es sein, zu beobachten, wie sich chinesische Modelle, die mit weniger Ressourcen auskommen, sowie die Erfahrungen der "early adoptors" auf den Markt auswirken.



MVP: 2013 – 2016




