Microsoft 365 Local und Azure Local verfügbar

Microsoft bietet seinen Kunden, die eine Azure Local-Infrastuktur betreiben, auch ein Microsoft 365 Local an. Also ein Szenario, bei dem die Office 365-Apps auf der lokalen Azure-Struktur laufen.

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Die Information ist mir die Nacht über nachfolgendes Posting in einer Facebook-Gruppe untergekommen.

Microsoft 365 Local

Martin Geuß hat es aktuell im Artikel Digitale Souveränität: Microsoft bietet seinen Kunden eine „Offline-Cloud" auf Dr. Windows aufgegriffen. Es gibt laut der Pressemitteilung von Microsoft

  • Azure Local Disconnected: Ermöglicht Kunden geschäftskritische Infrastrukturen vollständig entkoppelt zu betreiben. Damit sollen die Azure-Governance- und -Richtlinienkontrollen auch ohne Cloud-Anbindung nutzbar sein. Dies soll die Kontinuität und Resilienz in souveränen, klassifizierten oder isolierten Umgebungen gewährleisten.
  • Microsoft 365 Local Disconnected: Hier steht Kunden nun Microsoft 365 nun ebenfalls ohne Cloud-Anbindung zur Verfügung. Zentrale Kollaborationstools wie Exchange-Server, SharePoint oder Skype-for-Business-Server können vollständig in der souveränen Umgebung von Kunden betrieben werden. Outlook, Teams, Word, Excel, PowerPoint, SharePoint und Copilot aus einem M365-Paket können damit lokal, ohne Cloud-Anbindung betrieben werden.

Microsoft hat das Ganze für M365 im Beitrag What is Microsoft 365 Local? näher erläutert. Microsoft 365 Local wurde laut diesem Beitrag für Unternehmen entwickelt, die Produktivitäts-Tools in einer privaten Cloud-Umgebung benötigen. Das Ganze setzt auf eine Azure-konforme Verwaltung mit einer einheitlichen Steuerungsebene auf. Die Lösung umfasst laut Microsoft eine validierte Referenzarchitektur mit zertifizierter Hardware sowie eine gehärtete Sicherheitsbasis und robuste Kontrollen zum Schutz Ihrer Infrastruktur.

Microsoft 365 Local vereinfacht, so das Versprechen, die Bereitstellung dieser Lösung und optimiert Updates für eine einfache Infrastrukturverwaltung. Laut Support-Beitrag  und unterstützt sowohl hybride als auch vollständig getrennte Bereitstellungen.

Unternehmen entscheiden sich laut Microsoft aus mehreren wichtigen Gründen für Microsoft 365 Local:

  • Um die Cloud-Verwaltung im eigenen Rechenzentrum zu nutzen, und eine souveräne Private Cloud mit Azure-konformer Verwaltung zu implementieren.
  • Um je nach Souveränitätsanforderungen zwischen einer nahtlosen Integration mit Clouddiensten oder einer vollständig getrennten Umgebung wählen zu können.
  • Um sensible Workloads und Daten vollständig vor Ort aufzubewahren, um die gesetzlichen und souveränitätsbezogenen Vorschriften zu erfüllen.

Das wird als "werben für Digitale Souveränität" verstanden, wie Martin Geuß in seinem Artikel ausführt. Könnte man so interpretieren, dass Microsoft seine Felle, aufgrund der aktuellen politischen Entwicklung, davon schwimmen sieht. Die obige Lösung wird aber nur für Großkunden nutzbar sein.

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6 Antworten zu Microsoft 365 Local und Azure Local verfügbar

  1. MaxM sagt:

    Man beachte, dass MS 365 Local nur die (veralteten und im Funktionsumfang beschnittenen) On-Premises-Versionen von Exchange Server, SharePoint Server, and Skype for Business Server enthält. Skype ist kein Tippfehler für Teams ;-)

    • Joerg sagt:

      ja das mag sein, wenn ich aber aktuell die "Performance" unserer D365 Apps in der Cloud von M$ betrachte, kann es nur besser werden, das ist ist so abartig unterirdisch was da Performance rauskommt, trotz passender VM Server und Ressourcenpools. Da schlägt die Latenz mit (an sich ja guten) 13-18ms in der Cloud im Gegensatz zu 0,05 – 0,1ms im LAN voll durch und das ist bemerkbar.

      Die Local Lösungen sind vor allem dann interessant wenn man oft / dauerhaft hohe Lasten fährt (bspw. KI, DataMining, Großberechnungen usw.), wenn man da vergleichbare VMs bei Azure haben will, bezahlt man unsummen, wo sich ganz Schnell wieder onPrem Server rechnen (sogar deutlich mehr, wenn die RAM und Speicherpreise nicht gerade durch die Decke gehen würden).

      • aus dem Rhein-Main Gebiet sagt:

        Ich denke auch, daß es Sinn macht bei DSGVO kritischen Daten, wie Patientendaten. Welche *NICHT* in eine Cloud gehören. Und es gibt bestimmt viele weitere unternehmenskritische Daten, welche man *_lokal_* halten sollte.

      • MaxM sagt:

        @Joerg: Meint "D365" Microsoft Dynamics 365?

        • Joerg sagt:

          Ja, die gesamte PowerPlattform (CRM, FS, F&O (vormals AX), usw.) und nein, es liegt nicht an der Bandbreite, davon ist genug vorhanden. Es wird zwar etwas besser, wenn man den ganzen Tag darin arbeitet, aber "gut" würde ich das nicht bezeichnen.

    • Günter Born sagt:

      Danke für die Ergänzung – sollte dann Hoffnung für die On-Premises-Liebhaber geben, dass die Produkte weiter verfügbar sind. Oder gleich auf openDesk von ZenDiS setzen und unabhängig werden.

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