In Windows 10 und Windows 11 ist es möglich, den Secure- Sperrbildschirm (Secure Lock Screen), beispielsweise mittels der Tastenkombination Strg + Alt + Entf aufzurufen. Wird auf dem Secure-Lock-Screen auch die Uhrzeit mit angezeigt, kann die Anzeige bis zu 30 Sekunden von der aktuellen Zeit abweichen, wie Microsoft schreibt. Dieses Problem will man nicht beseitigen, da es by-design ist.
Der Bug betrifft den Secure Lock Screen sowohl Windows 10 als auch Windows 11 in allen Versionen. Aufrufen lässt sich der Secure Lock Screen mittels der Tastenkombination Strg + Alt + Entf und dem Befehl Sperren. Auf meinem Windows 10-System wird dann aber – im Gegensatz zur Anmeldeseite – keine Uhrzeit angezeigt. Nachfolgender Screenshot zeigt den normalen Sperrbildschirm von Windows 10 2019 mit der Datums- und Uhrzeitanzeige.

Im Supportbeitrag Secure Lock Screen clock may appear up to 30 seconds behind geht Microsoft auf den Sachverhalt ein, der Windows 10 und Windows 11 betrifft. Dort heißt es, dass auf dem Windows-Sicherheitsbildschirm, Secure Lock Screen (z. B. nach einem Neustart, bei der ersten Anmeldung oder nach dem Drücken von Strg + Alt + Entf) sich die angezeigte Uhrzeit möglicherweise nicht sofort ändert, wenn eine neue Minute beginnt.
Die Uhrzeitanzeige kann bis zu 30 Sekunden nach dem tatsächlichen Minutenwechsel verzögert erscheinen. Wenn die Gerätezeit vorgeht, wird die Anzeige möglicherweise früher als erwartet aktualisiert, da die Aktualisierungen einem festen 30-Sekunden-Intervall des Betriebssystems folgen.
Das Verhalten ist beabsichtigt (by design). Der Secure Lock-Bildschirm wird auf dem sicheren Winlogon-Desktop unter dem SYSTEM-Konto ausgeführt und aktualisiert die Uhr alle 30 Sekunden. Da dieses Abfrageintervall nicht auf Minutengrenzen abgestimmt ist, kann die angezeigte Uhrzeit bis zu 30 Sekunden nach dem tatsächlichen Minutenwechsel aktualisiert werden.
Im Vergleich dazu läuft der nach dem Drücken der Windows-Taste + L angezeigte Benutzer-Sperrbildschirm (LockApp) in der Benutzersitzung und verwendet einen dynamischen Timer, der sich zur nächsten Minutengrenze aktualisiert. Daher wird die Zeit in der Regel fast sofort aktualisiert.
Beide Funktionen verwenden dieselbe Windows-Kernel-Systemuhr. Der Unterschied besteht lediglich darin, wie oft die Zeit auf dem Bildschirm aktualisiert wird. (via)



MVP: 2013 – 2016





ist mir damals beim einrichten von Computerkabinetten auch massiv aufgefallen, trotz identischer Hardware, BIOS Uhr, konfigurierten NTP und ich hab mich immer gefragt "warum?" – Danke
Mir doch egal, was Microsoft nicht machen will, ich will weder Windows 10 noch 11 auf meinem Rechner länger ertragen müssen.
Ist nicht das einzige Uhrzeitproblem. Wenn ich mir im Tray mehrere Zeitzonen anzeigen lasse (max. 3) funzt bei London die Umstellung auf Sommerzeit nicht. Überall sonst geht es natürlich. Verwirrend, also sollte man es wissen.
Hört sich fast so an wie damals die FAT32 Dateihöchstgröße "festgelegt" wurde.
Moment, die Funktionen von "Windows+L" und "STRG-ALT-ENTF – Sperren" sind nicht identisch? Ich dachte bisher das "Windows+L" nur eine Abkürzung ist um sich den Umweg über das Menü zu sparen.
Dachte ich auch – ich habe es in einer VM nur kurz getestet – über STRG-ALT-ENTF und dann im Kontextmenü sperren, bekam ich einen etwas anderen Lock-Screen als über Windows+L. Hab es dann aber aufgegeben, weiter zu forschen.
Der Lockscreen ist eines der ersten "Features" die ich direkt nach der Win10/11 Installation deaktiviere.
Wozu ein Lockscreen vor dem Loginscreen gut sein soll erschließt sich wohl nur MS-Designern…
Das ist halt ein Relikt aus anderen Zeiten und jeder kennt es. STRG+ALT+ENTF hielt das System und das laufende Programm in der Vergangenheit an. Das faken eines Anmeldebildschirms war somit nicht möglich.
Lockscreen abschalten finde ich sinnvoll, denn dann spart man sich den Tastendruck vor dem Login und das war bei Windows 7 der Normalfall:
Windows Registry Editor Version 5.00
[HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Policies\Microsoft\Windows\Personalization]
"NoLockScreen"=dword:00000001