Umstellung der Werbung auf QMN: Mein bisheriges Fazit

Zum 1. Juli 2025 habe ich die Werbung in meinen Nischenblogs unter borncity.eu, und zum 1. Oktober 2026 auch hier im IT-Blog von Google-Werbung auf den Werbeanbieter Quality Media Networks (QMN) umgestellt. Heute ziehe ich ein Fazit und geben einen Rückblick auf sechs Monate Produktivbetrieb mit QMN.

Warum ich von Google zu QMN gewechselt bin

Ich habe meinen Blog, der diesen Monat (mit dem Vorläufer Borns IT- und Vista-Blog, gestartet Mai 2007) 19 Jahre alt wird, bereits frühzeitig mittels Google Adsense monetarisiert. Ich erinnere mich noch, als ich den ersten Monat genau 8 Euro eingenommen habe und mich fragte, wieso alle Welt so einen Hype mit "Werbung finanziert einen Blog und lässt einen Geld verdienen" macht? Später habe ich das Ganze auf professionellere Füße gestellt und hatte plötzlich 200, 500 oder über 1.000 Euro am Monatsende in der Kasse.

Seit 2018 habe ich auch über Google AdExchange monetarisiert (ein Jahre früher hatte ich noch Yieldlove mit im Blog). AdExchange ist ein spezielles Google Werbenetzwerk, welches nur Publisher mit einem gewissen Traffic bekommen. Das hat sich seinerzeit richtig gelohnt, konnte ich die monatlichen Einnahmen hier im Blog deutlich über 2.000 Euro im Monat steigern. Aber seit dem Jahr 2019, in dem ich die höchsten Werbeeinnahmen verzeichnen konnte, bröckelt der Umsatz. Auflagen wie Cookie-Consent oder Adblocker sowie sinkende Vergütungen per 1000 Seitenabrufe hinterließen bei den Einnahmen über die Jahre ihre deutlichen Spuren.

Zum Schluss war ich bei 10 Anzeigen hier im Blog, konnte aber absehen, dass sich dieses Modell irgendwann tot läuft. Hinzu kam, dass Google bei den Anzeigen immer aggressiver agiert. Tingelte Google jahrelang mit seiner Initiative für Better Ads durch die Lande und erzählte, welche Anzeigenformen böse sind und von Publishern nicht verwendet werden sollen, musste ich 2025 feststellen, dass plötzlich Overlay-Anzeigen, Vignette-Anzeigen etc. aufgedrängt wurden.

Hinzu kam, dass Google mit seiner KI-Suche Publishern auch noch den Traffic weg nimmt. Ich wollte Google nicht auch noch dafür belohnen, den durch Google werden nur ca. 50% der Werbeumsätze an die Publisher (und ggf. die für AdExchange erforderlichen  Partner) ausgeschüttet.

So kam es, dass ich 2025 mit deutschen Werbeanbieter Quality Media Networks (QMN) einen Vertrag abschloss und ab dem 1. Juli 2025 testweise deren Werbeanzeigen in einem meiner Nischenblogs auf borncity.eu einbaute. Zum 1. Oktober 2025 konnte ich dann den IT-Blog hier ebenfalls auf QMN-Werbeanzeigen umstellen. Ich hatte diesen Sachverhalt ausführlicher im Blog-Beitrag Umstellung der Werbung – Google (Teil-)Exit erläutert.

Erfahrungen nach sechs Monaten QMN

Die erste Erfahrung, die ich machen konnte, war, dass es eine kluge Entscheidung war, zuerst mit einem Nischenblog zu experimentieren. Die Einbindung der Werbeanzeigen in den Blogs hat sich gegenüber dem Ansatz von symplr als Google AdExchange-Partner zwar stark vereinfacht. Ich brauche nur zwei Script-Anweisungen im Header der Seiten einzubauen. Die Positionierung der Anzeigen übernimmt dann Quality Media Networks (QMN).

Aber es hat doch einige Tage gedauert, bis das Setup stand. Meine ursprüngliche Idee, die Anzeigen selbst zu positionieren, habe ich fallen gelassen. Erste Gehversuche führten dazu, dass das Setup bei mir arg komplex wurde, da ich Desktop- und Mobilanzeigen separat konfigurieren musste. Dabei klappte die Erkennung und Umschaltung nicht zuverlässig.

Was positiv war: Die Zusammenarbeit mit QMN lief recht unproblematisch. Probleme gab es, weil mir das Setup nicht ad-hoc klar war, und ich immer noch in der Google Adsense / AdExchange-Denke verhaftet war. Das Aufsetzen des Consent-Manager-Portals sowie die Einbindung von Contentpass (zur Cookie-Banner-Anzeige) geriet so etwas "hakelig", den letzten Bock haben wir erst im Februar 2026 gefunden, war aber beherrschbar.

Neues Werbe-Setup

Was bei QMN komplett anders als bei Google Adsense/AdExchange läuft, ist die Belegung der Werbeplätze. Hatte ich bei Google zum Schluss 10 Anzeigen in der Seite, gibt QMN fünf Werbeplätze samt deren Positionierung fest vor. Zwei Anzeigen fallen in den Text, eine erscheint unterhalb des jeweiligen Blog-Beitrags. Dann gibt es noch die in obigem Screenshot sichtbare Anzeige am unteren Seitenrand, die sich über das x schließen lässt. Und bei entsprechend breitem Browserfenster erscheint rechts noch eine Anzeige im Seitenbereich.

Es gab von Leser die Rückmeldung, dass es zu viele Anzeigen wären – wie angedeutet, das kann ich einerseits nicht beeinflussen. Andererseits wurde mit dem Wechsel auf QMN die Zahl der Anzeigen von 10 auf 5 reduziert.

Gegenüber Google Adsense / AdExchange hat der Wechsel zwei weitere Vorteile: Einmal entfällt für mich der Abzug der Vergütung für den von Google vorgegebenen AdExchange-Partner. Zudem bekomme ich einen festen Satz für 1.000 Seitenabrufe. Der monatliche Umsatz hängt also nur noch von der Besucheranzahl und von den Seitenbesuchen ab. Die extremen Schwankungen der Vergütungssätze sind also weg. Zudem habe ich einen deutschen Werbevermarkter statt des US-"Monopolisten" Google für die Monetarisierung.

Nach sechs Monaten lässt sich grob absehen, dass die Umsätze zwischen 30 und 40 % höher liegen (Oktober 2026 war ein Ausreißer nach oben, März 2026 war ein Ausrutscher nach unten). Wo ich im IT-Blog hier unter Druck komme, sind aber schwindender Traffic durch die Google AI-Suche – dazu schreibe ich aber noch separat etwas.

Und es gibt noch einen Kalauer, den ich erwähnen muss. Ich bin ja mal gestartet, um von Google als Werbevermarkter weg zu kommen. Mir war vor Vertragsabschluss klar, dass Besucher außerhalb von Deutschland, Frankreich, Österreich und der Schweiz (DACH) durch QMN als deutscher Anbieter nicht monetarisiert werden können.

Nun betreibe ich ja noch den englischsprachigen IT-Blog. Und ich musste überrascht feststellen, dass eine signifikante Anzahl an Besuchern außerhalb von DACH und Frankreich hier im IT-Blog unterwegs sind.

Daher bin ich mit QMN übereingekommen, Google Adsense-Anzeigen im Tag-Manager zu implementieren und je nach Land des Besuchers zwischen den QMN-Anzeigen und den Google-Anzeigen umzuschalten. Dabei gab es zwei "überraschende" Erkenntnisse.

  • Kurz nach Umstellung haben sich Leser aus der Schweiz gemeldet, dass ihnen keine Anzeigen ausgespielt werden.
  • Und die Google Adsense-Anzeigen spielen nur noch so ca. 5 – 7 Euro Umsatz pro Monat ein.

Warum es diese Diskrepanz gibt, habe ich nie herausgefunden – könnte an der Logik zur Besuchererkennung in der Consent Management-Plattform liegen, die für die Ausspielung der Werbung zuständig ist. Ich habe am Ende des Tages beschlossen, da nicht weiter nachzuhaken, da Aufwand und Ertrag nicht im Einklang stehen. Ich hatte kurzzeitig überlegt, Google Adsense komplett raus zu werfen. Habe ich aber nicht gemacht, da ich das Adsense-Konto als "Backup" behalten will, falls irgendwann QMN nicht mehr der Werbevermarkter ist und ich die Nischenblogs auf borncity.eu noch etwas laufen lasse.

Unter dem Strich lautet mein bisheriges Fazit, dass die Entscheidung zum Wechsel richtig war. Vieles ist einfacher geworden, und die Einnahmen haben sich verbessert (wenn sie jetzt auch wieder bröckeln). Also in kurz: Ich bin zufrieden.

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