KI-Splitter: Banken wollen KI-Kredite loswerden; KI-Entlassungen killt Firmen, KI-Leaks und mehr

CopilotSpannende Entwicklungen im KI-Bereich. Es gibt Berichte, nach denen einige US-Banken ihre Kredite im Bereich KI und Rechenzentren los werden wollen, weil ihnen die Risiken zu hoch erscheinen. Inzwischen gibt es auch eine Studie, die zeigt, dass Firmen mit KI-Entlassungen sich am Ende den eigenen Ast abschneiden. Und dann gibt es noch dieses schöne Projekt, wo ein Darknet-Shop-System mit Vibe-Coding erstellt wurde. Dadurch wurden 345.000 Datensätze von gestohlenen Kreditkarten öffentlich einsehbar. Auch LLMs leaken wohl heftig Daten. Und Google schiebt mal eben ungefragt ein KI-Modell auf Milliarden Geräte. Und es gibt eine Forschungsarbeit, dass KI-Entlassungen langfristig die Ökonomie zerstören. Auflistung des täglichen KI-Wahnsinns.

Banken wollen AI-Kredite verkaufen

Es ist ein Schritt, den ich schon länger erwartet habe. In den USA gab es einen Boom im Hinblick auf den Bau von Rechenzentren für Cloud- und KI-Anbieter. Es gibt zwar derzeit einen "Rückschlag", weil Anlieger geplanter Rechenzentren wegen des Ressourcenverbrauchs "Nein" sagen und Projekte stoppen. Auch haben einige große Anbieter ihre Projekte zum Bau von KI-Rechenzentren auf Eis gelegt oder zeitlich gestreckt. Angesichts der Risiken des Iran-Kriegs geraten Banken in die Situation, dass die Risiken aus großen KI-Krediten unbeherrschbar zu werden drohen. Speziell Oracle ist bis über beide Ohren verschuldet.

Bank will KI-Kredit loswerden

Banken, genannt werden von FT JPMorgan Chase, Morgan Stanley und SMBC, versuchen "laut mit der Angelegenheit vertrauten Personen", nach Wegen, um Teile von "Kreditgeschäften im Zusammenhang mit Rechenzentren" an einen breiteren Kreis von Investoren zu verkaufen. Es wird angedeutet, dass die "Risiken im Zusammenhang mit einer Flut von Schulden aus dem Rechenzentrumsbereich" von den Banken besser abgesichert werden soll. Es heißt, dass der Wettlauf um den Aufbau von KI-Infrastruktur die Finanzierungskapazitäten der weltweit größten Kreditgeber an ihre Grenzen bringt.

Die Kreditgeber prüfen private laut FT Möglichkeiten zum Verkauf von Anteilen an den Schulden – sowie sogenannte Risikotransfers -, um das Engagement gegenüber großen Kreditnehmern zu reduzieren und Kapazitäten für weitere Kreditvergaben freizusetzen.

Ist sehr vornehm ausgedrückt, platt auf den Punkt gebracht: Die haben sich wohl "überhoben". Das beispiellose Ausmaß der Kreditaufnahme für den KI-Sektor übt nun massiven Druck auf die Kreditgeber aus (es liegen zu viele Eier in einem Korb). FT weist darauf hin, dass Oracle und CoreWeave, beide Betreiber von Rechenzentren, Hunderte von Milliarden US-Dollar Kredit aufgenommen haben, um KI-Rechenzentren in den gesamten USA zu errichten.

Im Artikel heißt es von Insidern, dass Kreditgeber um JPMorgan und MUFG, in mehr als sechs Monaten Kredite in Höhe von 38 Milliarden US-Dollar für ein Projekt vergeben hätten. Es handelt sich um an Oracle vermietete Rechenzentren in Texas und Wisconsin. Oracle ist so überschuldet, dass unklar ist, wann da die Lichter ausgeknipst werden. Einige Banken versuchten jetzt die Kredite mit einem Abschlag an Nicht-Bank-Kreditgeber zu verkaufen, um die mit Oracle verbundenen Verbindlichkeiten loszuwerden.

Matthew Moniot, Co-Leiter des Bereichs Kreditrisikoteilung bei der Man Group, wird von FT so zitiert: "Die Größenordnungen, von denen wir hier sprechen, […] übersteigen alles, was wir uns jemals vorgestellt haben. Die Banken geraten sehr schnell in Bedrängnis. Wenn ich als Chief Risk Officer bei einer Bank tätig wäre und Banker mich um Kreditlinien in Milliardenhöhe für einzelne Projekte bitten würden, würde ich sie fragen, wie sie diese wieder abbauen wollen."

Auch der FT-Artikel erwähnt den wachsenden Widerstand der Öffentlichkeit gegen Rechenzentren in Teilen der USA, was die Risiken für solche Projekte zusätzlich erhöht hat. Im US Bundesstaat Maine wurde im April 2026 ein landesweites Verbot  zum Bau neuer Rechenzentren verabschiedet. Hinzu kommen die Risiken des Iran-Kriegs, die Verwerfungen, die die Zollpolitik der US-Regierung auslösen dürfte und die Frage, ob die KI-Investitionen sich jemals auszahlen werden. Carlos Mendez, Mitbegründer von Crayhill Capital, meint "Es herrscht Nervosität . . .", die Banken müssen Käufer für ihre riskanten KI-Kredite finden, um arbeitsfähig zu bleiben.

Weckt bei mir sofort die Erinnerung an die Finanzkrise 2008-2009, als faule Hypotheken-Kredite von US-Banken platzten und das Bankensystem weltweit vor dem Zusammenbruch stand. Ich hoffe, es bleibt uns dieses Mal erspart.

KI-Programmierfehler legt Daten offen

Das Software-Entwicklung inzwischen KI-gestützt erfolgt, ist bekannt. Zum Problem wird es aber, dass das Bewerten und Testen vor dem Übergang in den Produktionsbetrieb auf der Strecke bleibt. Die ganzen Schlaumeier, die von einem Produktivitätsschub in der Software-Entwicklung schwafeln, haben schlicht keinen Schimmer oder hoffen auf "KI-gestützte Tests". Insider sagen seit einiger Zeit, "wir haben kein Software-Entwicklungsproblem, der Engpass besteht in Leuten, die den ganzen Code verstehen und so testen, dass er sicher in die Produktion gehen kann". Dieser Engpass trifft auch Cyberkriminelle, die ja gerne KI für ihre Zwecke einspannen.

KI-Bug für zu Datenleck

Die Tage bin ich auf obigen Tweet gestoßen, der die Folgen aufzeigt. Jerry's Store ist wohl Marktplätze für den Handel mit illegal erlangten Finanzdaten. Die Cyberkriminellen haben sich in Vibe-Coding versucht, um eine Server-Software zur Prüfung gestohlener Kreditkartendaten aufzusetzen. Ein nicht beim Testen erkannter Programmierfehler, legte 345.000 gestohlene Kreditkarten von Jerry's Store offen. IT Daily Net hat das ganze hier beschrieben, der CyberNews-Beitrag vom 29. April 2026 mit der Ursprungsmeldung findet sich hier. Kann man im aktuellen Fall lustig finden, das Ganze zeigt aber, auf welch wackeligem Fundament das alles steht.

Geschwätzige KI-Modelle, Dritte lesen mit

Wenn Du dir anschaust, was Untersuchungen über die Nutzung von KI-Modellen zutage fördern, kannst Du nur mit dem Kopf schütteln. Die Betreiber wissen natürlich sehr genau, was die Nutzer an Fragen stellen – und Insider warnen seit langem, dass persönlichste Daten abfließen, falsche Ratschläge von der KI gegeben werden und niemand die Folgen abschätzen kann.

KI-Leaks

Obiger Tweet macht die Ergebnisse einer Untersuchung öffentlich und besagt, dass die LLMs von Perplexity, Claude, Grok und ChatGPT die Konversationen ihrer Nutzer zusammen mit Cookies an Werbe- und Tracking-Dienste von Drittanbietern weitergegeben haben. Die oben genannten Autoren decken auf dieser Seite die strukturellen Datenschutzrisiken in bekannten generativen KI-Produkten (Perplexity, Claude von Anthropic, Grok von xAI und ChatGPT von OpenAI) auf. Verursacht wird dies durch die in LLM-Diensten eingebettete Tracker von Drittanbietern verursacht. Über diese werden Nutzerkonversationen, Identitäten und sensible Metadaten weitergegeben.

Google schiebt ungefragt 4 GB KI-Modell auf Geräte

Android-Benutzer kennen es ja, wir werden von Google mit KI-Funktionen "zwangsbeglückt". Von Microsoft sind Windows- und Microsoft 365-Anwender das auch gewohnt (ein "Sicherheitsupdate" für Windows 11 bringt 4-5 GByte auf die Wage, weil AI-Zeugs ausgerollt wird). Aber auch die Browser werden mit AI-Anreicherungen beglückt.

Google installiert ungefragt LLM

nixCraft weist in obigem Tweet auf die nächste "Bruchstelle" hin, die im Artikel Google Chrome silently installs a 4 GB AI model on your device without consent. At a billion-device scale the climate costs are insane dokumentiert wird. Die Kurzfassung: Wer den Google Chrome-Browser installiert hat, dem wurde ungefragt und undokumentiert ein 4 GByte großes Gemini Nano LLM auf das System geschoben.

Die Datei heißt weights.bin und befindet sich im Verzeichnis OptGuideOnDeviceModel. Chrome zeigt nichts an und fragt auch nicht, ob das installiert werden darf. Löscht ein Nutzer diese Datei, lädt der Chrome-Browser sie erneut herunter. Ich habe mal beim Ungoogled Chromium geschaut, da kommt nichts dergleichen – ist Gemini Nano LLM frei, der Entwickler entkernt ja alles Google Chrome-Spezifische.

Ergänzung: Am Desktop lassen sich die KI-Funktionen abschalten. Ich verlinke mal auf den Beitrag der Kollegen von deskmodder.de, die das genauer ansprechen.

Das Ganze ist inzwischen indirekt in den Chrome 148 Release-Notes im Abschnitt "Prompt API" dokumentiert, wenn auch die Datei weights.bin dort nicht erwähnt wird.

KI-Layoff Trapp: Wie Firmen ihre Grundlage zerstören

Zum Schluss noch ein Thema, was eigentlich jedem normal denkenden Menschen halbwegs klar sein muss. Momentan überbieten sich einige Unternehmen ja darin, KI-induzierte Entlassungen zu verkünden. Digitalminister Karsten Wildberger erwartet laut diesem Zeit-Artikel drastische Umbrüche in der Arbeitswelt und plädiert für ein bedingungsloses Grundeinkommen.

Wer aber mal ein wenig überlegt, wird sich vielleicht die Frage stellen, wie die vielen Entlassenen künftig all die vielen schönen Produkte kaufen sollen, die die Firmen herstellen oder anbieten? Selbst mit Grundeinkommen (sofern überhaupt finanzierbar), wird man sich da nicht so viel leisten können. Pessimisten werden einwerfen "Schnapsidee mit dieser KI, klappt nicht". Von Optimisten hört man "wir werden alle Wissensarbeiter oder machen was praktisches, wo KI nicht nutzbar ist". Wird aber so nicht funktionieren.

Die KI-Arbeitsmarktfalle

Zwei Ökonomen haben sich die Sache genauer angesehen und das Dokument "The AI Layoff Trap" die Tage veröffentlicht (mir ist obiger Tweet dazu untergekommen). Brett Hemenway Falk (Wharton School) und Gerry Tsoukalas (Boston University) zeigen, dass KI die Wirtschaft zerstören wird. Dazu haben sie ein mathematische Modell entwickelt, welches die Folgen von Entlassungen auf Wirtschaftskreisläufe beschreibt.

Die Schlussfolgerung in einem Satz zusammengefasst lautet: "Im Extremfall automatisieren sich Unternehmen zu grenzenloser Produktivität und null Nachfrage." Sprich: Die KI induzierten Entlassungen führen in letzter Konsequenz dazu, dass die Unternehmen sich ihren eigenen Markt kaputt machen. Regierungen bzw. die Politik hat derzeit da keine Antwort drauf, sondern ergeht sich bestenfalls in Optimismus. Wer sich das Thema als Übersicht ansehen will, kann über den Focus-Beitrag Firmen zerstören sich mit KI-Entlassungen selbst einsteigen. Ist mir zufällig die Tage untergekommen und erspart mir hier lange Erläuterungen.

PS: Etwas spooky, die Five Eyes (CISA, NCSC, etc.) warnen davor, dass ein zu schnelles Rollout von KI-Agenten zu riskant sei. Die Schlapphüte haben meist den Durchblick. The Register hat es im Artikel Five Eyes spook shops warn rapid rollouts of agentic AI are too risky ausgegraben.

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37 Kommentare zu KI-Splitter: Banken wollen KI-Kredite loswerden; KI-Entlassungen killt Firmen, KI-Leaks und mehr

  1. Nathan Brathahn sagt:

    Zu den AI Risiken hat der Guardian heute auch was gebracht:
    "Global finance watchdog warns over private credit industry fuelling AI boom"
    https://www.theguardian.com/business/2026/may/06/global-finance-watchdog-warns-over-private-credit-industry-fuelling-ai-boom

  2. Anonym2 sagt:

    „Inhaltlich nachvollziehbar – allerdings greift die Berichterstattung aus meiner Sicht zu kurz. KI/AI bringt nicht nur Risiken, sondern auch erhebliche Potenziale mit sich. Der mediale Fokus auf das ‚Aber' verstärkt jedoch vor allem negative Aspekte und lässt die positiven Effekte häufig in den Hintergrund treten."

    • Mira Bellenbaum sagt:

      Positiven Effekte.

      Die da wären?

      • Anonym2 sagt:

        Frühere und genauere Diagnosen (z. B. Krebs, Herzkrankheiten durch Bildanalyse)
        Unterstützung von Ärzten bei Entscheidungen (zweite Meinung durch KI)
        Schnellere Medikamentenentwicklung (Analyse riesiger Datenmengen)
        Personalisierte Therapien (Behandlung angepasst an den einzelnen Patienten)
        Pflegeunterstützung (z. B. Assistenzsysteme für ältere Menschen)
        Optimierte Lieferketten (weniger Verzögerungen, geringere Kosten)
        Routenoptimierung → weniger Spritverbrauch und CO₂
        Predictive Maintenance (Maschinen gehen seltener kaputt)
        Lagerautomatisierung (schnellere und effizientere Prozesse)
        Bessere Nachfrageprognosen → weniger Überproduktion
        Barrierefreiheit (Spracherkennung, Übersetzung, Vorlesefunktionen)
        Bildung: individuelle Lernhilfen und personalisierte Inhalte
        Verwaltung: schnellere Bearbeitung von Anträgen
        Kundenservice: 24/7-Unterstützung durch KI-Systeme
        Energieoptimierung (z. B. Stromnetze effizienter steuern)
        Klimaforschung (bessere Modelle und Vorhersagen)
        Ressourcenschonung durch effizientere ProzesseAutomatisierung von Routineaufgaben (Code-Generierung, Tests, Support)
        Fehlererkennung in Software und Systemen (z. B. Anomalie-Erkennung)
        Cybersecurity: bessere Erkennung von Angriffen und Betrug
        Schnellere Entwicklung neuer Produkte durch Simulationen und KI-Modelle
        Wissenszugang: komplexe Informationen schneller auffindbar und nutzbar

    • Anonym sagt:

      Hm, auf der einen Seite brennen wir unseren Planeten nieder, zerstören unsere Gesellschaft, legen die Herrschaft über alle Informationen die die breite Masse sich aus dem Internet holt in die Hände von drei bis fünf superreichen Menschen, die schon mehrmals bewiesen haben, dass sie der Menschheit nicht wohlgesonnen sind – aber auf der anderen Seite machen ein paar Unternehmen sehr kurzfristig ein bisschen mehr Profit.
      Ja doch, sehr vergleichbar und gar nicht wahnsinnig, das aufwiegen zu wollen.

      • Anonym2 sagt:

        „Die Risiken sind real – aber genauso real sind die Vorteile: bessere Krebsdiagnosen, effizientere Logistik, weniger Ressourcenverschwendung und mehr Zugänglichkeit durch Übersetzung & Assistenzsysteme.
        KI ist kein Weltuntergang – sondern ein Werkzeug. Entscheidend ist, wie wir es einsetzen."

        • Anonym sagt:

          Die Hardware für KI Rechenzentren und der gigantische Energieverbrauch sind die grösste Ressourcenverschwendung seit 100 Jahre.

        • Zossen sagt:

          Guns don't kill people…

          "Weniger Ressourcenverschwendung" würde ich so nicht unterschreiben, sie werden dann halt an anderer Stelle (im Rechenzentrum) verbraucht. Der tatsächliche Wirkungsgrat bleibt derzeit offen.

          Bei medizinischen Anwendungen stimme ich (unter gewissen Einschränkungen) zu. Hierbei handelt es sich ja aber um spezifische Modelle, die NUR dafür trainiert und konzipiert wurden. Auch diese brauchen Rechenpower, sind in meinen Augen aber etwas völlig anderes als das, was im Allgemeinen unter das Volk und die Firmen geworfen wird.

      • Fritz sagt:

        KI ist momentan in der Phase des Raubtierkapitalismus angekommen.

        Sie löst Aufgaben (die meist technisch gestellt sind) bestmöglich, ohne dabei irgendwelcher ethischen Aspekte (gesamtgesellschaftliche Verantwortung) mit einfließen zu lassen.

        Während ein "menschlicher" Programmierer sein Menschsein nie ablegen kann, hat sie nie eine Sozialisation erfahren.

        Schon vor vielen Jahren von Autoren vorausgesagt (V'ger in Star Trek, WOPR in War Games , HAL9000 in 2001, Skynet…).

  3. M.D. sagt:

    JPMorgan Chase, Morgan Stanley und SMBC sollten sich doch mal freundlichst an die KfW wenden. Ich denke, da geht was. (Die Älteren werden sich erinnern)

    Wie lange reden wir jetzt davon, dass da eine immense Blase aufgepumpt wird und das fast schon wahnhafte Ideen unter Bergen von Buchgeld begraben werden?

    Spätestens jetzt, wo Apple damit anfängt wegen Speichermangel Modell um Modell aus dem Programm zu nehmen, sollte den logisch Denkenden klar werden, dass selbst im technischen Bereich der Kurzschluss droht: die KI-Zentren fressen den gesamten Speicher weg und am anderen Ende fehlt der genau für die Geräte, die man unbedingt braucht, um überhaupt KI verwenden zu können bzw. Zugriff darauf zu erhalten. Und selbst dort gehen die Anforderungen immer weiter rauf (Microsoft, Win 11, Gaming-PCs, mindestens 32 GB RAM).

    Das perfekte Irrenhaus der Geld- und Wohlstandsvernichtung.

    • Froschkönig sagt:

      Das ist der totale Irrsinn. Bei uns sind dieses Jahr über 100 Server, Netzwerkinfrastrukur und ein bisschen Storage fällig, da die Hardware aus dem Support fällt. Ende letzten Jahres haben wir den Bedarf ermittelt und Budget reserviert. So wie es jetzt aussieht, können wir aktuell von dem Budget nicht mal mehr die Hälfte bestellen.

      Das scheint aber auch den KI-Betreibern gerade auf die Füße zu fallen, denn auch deren Hardware, die sie da zur Beschaffung eingeplant und budgetiert haben, können die sich offensichtlich wegen dem KI-Boom in der geplanten Menge nicht mehr leisten. Vollkommen verständlich, wenn die Banken jetzt den Exit suchen. Wird Zeit, dieser Planet kann sich diesen KI-Boom nicht leisten, weder wirtschaftlich, noch moralisch und ökologisch.

  4. Mira Bellenbaum sagt:

    ZU "Google schiebt ungefragt 4 GB KI-Modell auf Geräte"

    Erst im Browser alles deaktivieren, was nur annähernd irgendetwas mit KI zu tun hat,
    danach kann die Datei "weights.bin" gelöscht werden und wird auch nicht nachgeladen.

    • Olli sagt:

      Warum nur muss man immer selbst aktiv werden? Warum können Entwickler nicht einfach beim Update fragen oder es EINGSCHALTET werden soll und solange keiner ja ankreuzt bleibt es per Default aus?

      Was für eine Welt…

      • Hans van Aken sagt:

        Vollkommen richtig! Aber bei Druck von beiden Seiten sucht man eben gerne den Mittelweg

        https://blog.mozilla.org/de/firefox-de/ai-controls/
        Hierbei hast Du die Wahl, Dich
        für eine der beiden Seiten zu
        entscheiden

        @ Günter
        Danke für den großartigen Artikel. Zur Wharton School: das ist ja die Wirtschfts-Fakultät der Pennsylvania University in Philadelphia, in
        puncto AI/KI das Auge des Orkans, haben doch dort Donald Trump und Elon Musk
        studiert. Der phantasiert ja davon tausende von satelliten-
        gestützten Rechenzentren in die Erdumlaufbahn zu bringen, da man dort ja so herrlich günstig Strom per Solarpanel
        erzeugen kann… Daß es dann
        aber hier auf Erden so finster
        werden wird, daß hier nichts mehr wächst, hat der Herr dabei wohl nicht bedacht.
        Also ab in die Steinzeit…

    • Erlenbein sagt:

      Ich vermute mal dass Tools wie der Uninstaller von Iobit, die auch Plugins von Browsern entfernen können da keine Hilfe sind? Habe Chrome nie selbst genutzt bzw. es auch nicht vor.

  5. Yossarian sagt:

    Das Thema Arbeitsplatzverluste ist bisher immer noch reine Theorie. Konkret bricht da weiterhin nichts ein:

    Civilian Labor Force Level (USA):
    https://fred.stlouisfed.org/series/CLF16OV

    Daher: Spekulieren kann man viel, am Ende zeigen die realen Zahlen wo die Reise hingeht. Im Moment kanibalisieren sich die Firmen jedenfalls noch nicht durch eine vermeintliche Zerstörung von Millionen von Arbeitsplätzen ihre eigenen Konsumenten weg.

    • Günter Born sagt:

      Bitte nicht die Modelle der Ökonomen mit der bisherigen Entwicklung verwechseln. Mit den Modellen haben die Ökonomen lediglich nachgewiesen, was in letzter Konsequenz passiert, wenn die Firmen der Theorie folgen. In der Realität kann es ja sein, dass die KI-Adoption nicht dem folgt, was prognostiziert wurde.

      • Yossarian sagt:

        Diese "Modelle" und Prognosen stehen seit langem im Raum, mittlerweile seit mehreren Jahren.
        Ich gebe ihnen zwar Recht, dass man Modelle nicht mit der bisherigen Entwicklung verwechseln sollte, was auch gar nicht meine Absicht war, aber wenn solche Modelle/Prognosen seit vielen Jahren angeführt werden, dann halte ich es für einen sinnvollen Prüfwert sich anzuschauen wie die reale Entwicklung bisher tatsächlich verlaufen ist.

        Und wie wollen Ökonomen etwas in einer Modellprognose nachweisen, wenn sie als Basis dafür lediglich eine Theorie haben? Das ist in seiner Aussage nicht logisch, ein Nachweis braucht Evidenz und nicht Theorie. Das ist doch kein Nachweis, sondern Spekulation auf Basis von Axiomen, die getrieben sind von Hype, Werbeversprechen und Milliardeninvestitionen bzw. Spekulationsgeschäften? Dafür brauche ich noch nicht mal einen ausgebildeten Ökonom. Auch ich als Laie kann sagen: Wenn das alles so eintrifft wie die KI Firmen es versprechen, dann werden wir bald alle keine Arbeit mehr haben. Das ist ein Klasse Mehrwert für alle hier oder? ;)

        Das letzte Mal habe ich die Labor Force Werte hier im Januar -oder so in etwa- gepostet, wo das Thema ein ähnliches war, wo es auch schon um den Wegfall von Arbeitsplätzen durch KI ging. Nun sind wir 4 Monate weiter. Da kann man schon mal wieder hinschauen und abgleichen.

        Und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich das in einem halben Jahr erneut tun kann und wir wieder keinen großen Einbruch sehen werden… und das nicht weil ich die Wahrheit kenne, denn es kann tatsächlich auch anders kommen, sondern weil sich langsam ein Gesamtbild ergibt, was nicht zu der Drohung der vermeintlichen Arbeitsplatzvernichtung durch KI passt.

      • Bregosch sagt:

        Die Gaming-Branche steckt aktuell mitten in einer massiven Entlassungswelle – und KI spielt dabei inzwischen eine deutlich größere Rolle als noch vor ein oder zwei Jahren. Klar, viele Stellenstreichungen hängen weiterhin mit Fusionen, Sparmaßnahmen und der schwächeren Entwicklung nach dem Pandemie-Boom zusammen. Gleichzeitig sieht man aber immer häufiger, dass Unternehmen gezielt Aufgaben und teilweise sogar komplette Stellen durch KI-Lösungen ersetzen oder Teams rund um KI komplett neu aufstellen.

        Ein paar Beispiele zeigen ziemlich deutlich, wohin die Reise geht:

        Ubisoft hat innerhalb eines Jahres rund 1.500 Mitarbeiter entlassen und setzt gleichzeitig immer stärker auf die Integration von KI in Entwicklungs- und Produktionsprozesse.
        Beim Mobile-Games-Riesen King (Candy Crush Saga) sollen Mitarbeiter durch KI ersetzt worden sein – teilweise durch Systeme, an deren Entwicklung die betroffenen Leute zuvor selbst gearbeitet haben. Das sorgt verständlicherweise für ordentlich Diskussionen in der Branche.
        Auch bei Warhorse Studios gibt es Berichte darüber, dass ein Mitarbeiter überraschend durch KI ersetzt wurde.
        Interessant ist außerdem der Fall von Take-Two Interactive (unter anderem GTA): Dort wurden Teile des eigenen KI-Teams inklusive des KI-Chefs entlassen. Das wirkt weniger wie ein Rückzug aus KI, sondern eher wie ein Zeichen dafür, dass viele Unternehmen ihre KI-Projekte aktuell konsolidieren und neu priorisieren.

        Generell zeigt sich: Besonders große Tech- und Gaming-Unternehmen treiben diesen Wandel voran. Laut aktuellen Berichten entfallen über 60 % der KI-bedingten Entlassungen auf Konzerne mit mehr als 100.000 Mitarbeitern.

        Unterm Strich merkt man deutlich, dass KI in der Gaming-Branche nicht mehr nur ein Werkzeug zur Unterstützung ist, sondern zunehmend direkten Einfluss auf Jobs, Teamstrukturen und ganze Produktionsabläufe hat.

        Naja, teilweie zumindest scheint es bereits Realität zu sein, wie mir dünkt.

        • Yossarian sagt:

          Genau darum schaue ich auf die Gesamtzahlen. Dass es in bestimmten Branchen mehr impact hat als in anderen ist doch selbstredend und dass die Technik fähig ist Arbeits- und Geschäftsbereiche zu verändern, ist meiner Meinung nach unbestreitbar.
          Und noch mal zurück zu der These, die hier im Raum stand, denn die ist ja explizit nicht auf eine einzelne Branche reduziert, sondern global auf die gesamte Ökonomie gerichtet: KI führt zu Massenentlassungen und somit zum Einbruch der Kaufkraft auf der Konsumentenseite und zwar in einer Größenordnung, die fähig ist die öknonomische Basis der Wirtschaft zu schwächen oder gar zu zerstören.

          Für diese These ist nicht relevant, ob es ggf. in der Spiele- oder Softwarebranche zu bedeutenden Umbrüchen kommt, sondern ob das Gesamtsystem einbricht und das geben die Zahlen halt aktuell in keinster Weise her. Es gibt zumindest in den USA bisher keinen erkennbaren Einbruch von verfügbaren und besetzten Arbeitsplätzen.

          Und bei deinen Beispielen sollte man sich auch die Frage stellen, ob das was die Firmen vekünden, auch immer so stimmt. Massenentlassungen mit KI zu begründen ist nämlich eine wirklich niedrig hängende Frucht für jede PR Abteilungen…

        • Erlenbein sagt:

          Man merkt es zudem häufig, egal bei welchem Anbieter/Publisher, gerade wenn man ein Problem hat und gewungen ist, sich an den Support zu wenden.
          Man wird zunächst (als solche erkennbar) KI-Antworten konfrontiert, wobei die Chance auf eine Lösung des Problems eher zweifelhaft ist.
          Ggf. erwischt man nach mehreren Versuchen mit viel Glück doch mal einen Menschen.

          Allerdings ist es auch seit Jahren bei menschlichen Supportmitarbeitern festzustellen, dass diese wenig bis keinerlei Kenntnisse zu selbst grundlegenden Sachen in den Games besitzen ( der Support wurde meist schon lange ausgelagert – Stichwort Outsourcing). Beispiele sind hier das von Bregosch genannt T2/Rockstar Games mit GTA oder Activision Blizzard (dies gehört seit einiger Zeit zu Microslop.)

  6. Grimeton sagt:

    Der Text selbst ist auch so ein KI-Risiko.

    Liest sich ja fürchterlich.

  7. gast sagt:

    btw: Das beispiellose Ausmaß der Kreditaufnahme für den KI-Sektor übt nun massiven Druck auf die Kreditgeber aus…

    Die nächste USA "privat-Kreditbombe" ist wichtiger:
    Die USA befinden sich in einer gefährlichen Verfassung, die von einem massiven Konsumcrash geprägt ist. Der Zinssatz für Kreditkartenschulden liegt bei über 20 Prozent, was auf eine große zunehmende finanzielle Not hinweist. Private Kredite könnten der nächste Auslöser für eine un­ge­ahnte weltweite Finanzkrise "in Kürze" sein, KI-Kredite dagegen sind bei den Banken deutlich besser abgesichert als privat Kredite.

  8. McAlex777 sagt:

    Microsoft, Oracle, Google, Amazon, etc holen sich all das zur Not vom Staat zurück … und da dreht man an der Inflation .. schon ist das Problem gelöst.

    • Froschkönig sagt:

      Umgekehrt würde ein Schuh draus. Wenn die Firmen mit KI Arbeitsplätze verrichten, müssten sie ein komfortables "Bedingungslose Grundeinkommen" an die damit wegrationalisierte Arbeitnehmer auszahlen. Dann rechnet sich die KI aber nicht mehr.

  9. Froschkönig sagt:

    Um Oracle wäre es imho nicht schade, was die alles schon für Stress verursacht haben…
    – die haben den Workstation-Hersteller SUN kaputt gemacht
    – Solaris hat auch keine Bedeutung mehr
    – man denke an den Lederkoffer mit dem Linux-Quellcode, das war damals auf Heise fast schon ein running Gag
    – Stress mit Java und MySQL-Lizenzierung
    – Lizenzierung von Oracle-DB auf Virtualisierungs-Cluster wo man für eine Oracle-VM nicht nur die 2-3 Cores lizenzieren muss, wlche die VM für die Dtenbank hat, sondern alle CPUs im Cluster.

    • Fritz sagt:

      Schade wäre es um die SUN-Hardware die (eingeschränkt) als Oracle Database Appliance weiterlebt. Nach Apple die am edelsten verarbeiteten Server, die ich je gesehen habe. Und um die Datenbank selbst, die ist (das Lizenzmodell mal außen vor) durchaus brauchbar.

      Auch befürchte ich, daß sie mit einer Pleite nicht vom Markt verschwinden, sondern von irgend einer Heuschrecke (Broadcom?) übernommen werden, die einem ein noch schrägeres Lizenzmodell aufs Auge drücken will.

  10. Martin B sagt:

    GB: Den Kommentar (und die Folgekommentare) habe ich gelöscht, da definitiv nicht mehr zielführend und übers Ziel hinausschießend, auch wenn das Thema KI triggert. Danke für das Verständnis.

    • Martin B sagt:

      ich wollte lediglich auf das Potential hinweisen.

      Stuttgart -21 hätte man auch mit Grok et.al. nicht schlimmer fehlplanen können, nur billiger.

  11. anonym sagt:

    Wenn Banken Ihre finanziellen Risiken los werden wollen oder an andere weitergeben erinnert mich das etwas an die Finanzkrise 2008. Jeder hatte faule Kredite, wusste davon aber nichts oder zu wenig.
    Hoffentlich trifft es dann mal die Big-Techs mit Ihrem KI-Murks.

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