Es gibt Kündigungen, da ist man froh, dass eine Person ein Unternehmen verlässt. Und es gibt Kündigungen, die wirken wie richtige Drohungen. So wirkt letzteres auf mich persönlich. Yusuf Mehdi, seit ca. 35 Jahren bei Microsoft und dort zuletzt für Windows, Copilot und das Surface-Geschäft verantwortlich, wird Microsoft in einem Jahr verlassen. In diesem Jahr will er Windows noch in ein AI-Betriebssystem umbauen und mit Satya Nadella sowie dem aktuellen Marketing-Chef Takeshi Numoto einen fließenden Übergang durchführen.
Mir ist das Thema auf X über verschiedene Posts untergekommen. Geekwire hat diesen Artikel mit einigen Information zu Mehdi und dessen Werdegang bei Microsoft ab 1991 veröffentlicht. Yussuf Mehdi ist 59, denkt also an den Ruhestand, den er in einem Jahr antreten will. Windows Latest fasst einigen Kernpunkte in nachfolgendem Tweet zusammen.

Yussuf Mehdi war maßgeblich an der Entwicklung des Internet Explorer, der Xbox, von Bing, dem Surface, Windows 10 und zuletzt an Microsofts aggressiver Copilot-Offensive beteiligt. Jetzt will Yussuf Mehdi Microsoft binnen eines Jahres verlassen. In dieses Jahr plant Mehdi Windows 11 "für das Zeitalter der Agenten neu zu konzipieren", heißt es. Obiger Tweet zitiert aus der Abschiedsnachricht:
Ich werde das nächste Geschäftsjahr damit verbringen, dabei zu helfen, Windows für das Zeitalter der Agenten neu zu gestalten, die Microsoft-365-Dienste auszubauen und unsere One-Copilot-Vision zum Leben zu erwecken.
Mir schoss sofort "Junge, geh in Frieden, aber gehe sofort" durch den Kopf. Die Erklärung, das nächste Geschäftsjahr damit verbringen, dabei zu helfen, "Windows für das Zeitalter der Agenten neu zu gestalten" und die One-Copilot-Vision zum Leben zu erwecken, klingt in meinen Augen wie eine Drohung.
Windows Latest glaubt zwar, dass dies langfristig die richtige Strategie sei. Aber Microsoft müsse zuerst die Grundlagen von Windows 11 in Ordnung bringen. Der Tweet zählt dann die Probleme auf: Windows 11 habe immer noch Leistungsprobleme, Speicherüberlastung, WebView2-lastige Benutzererfahrungen, eine inkonsistente Benutzeroberfläche, Treiberprobleme und zu viele Copilot-Experimente, nach denen die Nutzer nie gefragt haben.
Unruhige Zeiten und GitHub-Turbulenzen
Generell kommen in meinen Augen unruhige Zeiten auf Microsofts Belegschaft zu. Nadella will Microsoft zu einem AI-Startup umbauen (siehe auch diesen Artikel und hier) und es alles andere als klar, wie die kommende Führungsstruktur ausschauen wird. Die Kollegen von Dr. Windows haben hier einige Gedanken geäußert. Dort werden auch die Turbulenzen bei GitHub und GitHub Copilot angesprochen.
GitHub hat ja mit einem Hack zu kämpfen und untersucht diesen Zugriff auf die Repositories, wie man hier nachlesen kann. Eine VS Code-Extension ist laut diesem Eintrag für die Zugriff auf die Repositories verantwortlich. Bleeping Computer hat in diesem Artikel noch einige Informationen dazu zusammen getragen. Auch Dr. Windows gibt in diesem Artikel einige Informationen preis – da kollabiert gerade was.



MVP: 2013 – 2016





Ey komm, der Typ nimmt sich jetzt also ein Jahr Zeit um aus einem Misthaufen einen noch größeren Misthaufen zu machen. Ein Abschiedgeschenk, genauso wie die Hinterlassenschaften eines Hundes auf einem Gehweg…
Vor ein paar Wochen hies es doch noch, dass man bei Microsoft mit dem ganzen KI-Blödsinn in Windows zurückrudern will und jetzt kommt der Marketingfuzzi und lässt nochmal die Korken knallen.
Neben dem "Junge, geh in Frieden, aber gehe sofort" gilt außerdem "Geh mit Gott, aber geh!"
Für Microsoft und für uns wäre es eine ideale Lösung,
wenn er den Nadella und noch einige andere Murksbrüder
mit in den Ruhestand nehmen würde.
Und dann kommt Ballmer wieder!
Schwierige Kiste. Von der Technik her fluche ich über die Richtung, die Microsoft seit 2014 genommen hat (einzig, die Möglichkeit, neben Mint ein W10 Enterprise LTSC fahren zu können, lässt mich entspannt bloggen und arbeiten). Aber der Trend in der gesamten IT geht in die gleiche Richtung.
Mit meinen "zwei" Microsoft-Aktien muss ich sagen, Herr Nadella hat alles richtig gemacht – ich kenne noch Zeiten, wo der Aktienkurs bei 20 Euro stand (2007). Dumm nur, dass ich mir die Tantiemen seinerzeit nicht in Microsoft-Shares vergüten lassen durfte.
Früher (TM) war auf dem Land der Misthaufen ein Statussymbol – je größer, desto mehr Kühe (aka Rindviecher) im Stall.
Scheint hier immer noch zu stimmen…
Der ist bestimmt frustriert, dass er nach so langer Zeit niemand ist, auf den die Welt am Ende zurückblickt und sagt, das haben wir xy zu verdanken… Also hinterlasse ich jetzt erst recht ein noch größeres Disaster. Na dann nur zu MS. Wenn noch mehr User abwandern sollen, ihr macht das prima. :D
Na also die "Big Chance" für Linux! Eine weitere seit Jahrzehnten die man links liegen lässt ;-P
Das wird das Jahr, ganz sicher…
Dir ist schon klar, daß Linux mittlerweile extrem flächendeckend verbreitet ist? MacOS, Android, IoT, selbst Microsoft Azure: Alles Linux.
Verstehe die Häme dahinter also überhaupt nicht.
Dank SteamOS werden mittlerweile sogar die Gamer beglückt.
Windows ist nur noch ein Mittel zum Selbstzweck. Aus Bequemlichkeit am Desktop. Weil man es eben nicht anders kennt.
Und für alte, deutsche Maschinen, bei denen ein Wechsel "alternativlos" erscheint und die noch mit Windows 3.x/9x laufen. Ja, davon gibt es noch einige. ^^
Ich glaube, er meint eher den Desktop. Die (unixoide) Kommandozeile war nie weg. Für den Desktop fehlt es halt weit und breit an Software, vom wenigen Standard-08/15-Zeug mal abgesehen.
MAC OS ist BSD, kein Linux.
Und bei Android ist nur der Kernel Linux.
Was es auch wenn es ungewohnt ist zu Android/Linux macht im Gegensatz zu GNU/Linux ;)
Naja BSD ist schon ein Different Beast…..
Arbeite mal bei OpenSense unter der Motorhaube.
Habe ich schon allerdings nicht sonderlich ausführlich.
Heißt übrigens OPNsense :P
MacOS basiert auf NeXT Step das wiederum einen Mach Kernel hat, der gewissen Sachen bei BSD entnommen hat…
Kleine Haarspalterei:
Nicht MAC OS.
Erst OSx, nachdem Steffen Arbeits zurückkam, um dem Apfel sein Most zu retten.
Server Handy iOT usw. ja da taugt das was… aber Desktop? Sorry… die Verbreitung von Linux Desktops spricht Bände…
Und das ist nunmal das was der Otto normalo sieht: PC Windows! was auf dem Server im Hintergrund werkelt juckt nicht! Handy Tablet ebenso: Android oder IOS… der Unterbau? Frag doch mal Ottonormalo…
Zum Gaming: ja das wird dank Steamdeck besser, aber jedes geile Mutliplayer mit Anticheatschutz ist da aussen vor! Singleplayer sind nunmal ne austerbende Art! ( ich bin jetzt auch kein Fan von Anticheat Software die sich malwareartig tief im System vergräbt)
AI/KI mag ja auch durchaus seine berechtigungen haben in spezialisierten Fällen, aber nicht so wie einem das ins OS gedrückt wird!
Was der Kunde wünscht hat MS aber ja noch nie interessiert!
Das wissen wir alles und trotzdem geht es um den Desktop. Es geht immer um den Desktop und nicht um Server oder IoT.
Btw wo wir schon am Klugscheißen sind, macOS ist keine Linux-Distro, sondern ein Unix-Derivat.
Wenn man selbst zu faul oder zu blöd dazu ist, das System zu nutzen, hilft naturgemäß Polemik wie aus dem Kindergarten. :-P
Zumindest im Serverbereich ist wohl längerfristig mit dem Ende eines Windows Server zu rechnen.
Denn völlig überraschend hat Microsoft im Rahmen des Open Source Summit North America seine erste Linux-Distribution "Azure Linux 4.0" angekündigt.
Eine Desktopversion ist derzeit nicht geplant, aber könnte auch noch kommen.
Ein Großteil des Azure Universums läuft bei Microsoft intern schon mit Linux.
Verständlich wer lässt schon seine komplette Infrastruktur auf so einem Murks wie Windows laufen. Die von Microsoft wissen auch dass Linux besser ist nur das kann man eben so nicht nach außen verkaufen.
Das Linux "besser" ist liegt aber auch daran, das Microsoft sein Windows vermurkst hat und daran immer weiter herummurkst, anstatt mal 5 Schritte zurück zu gehen und von dort aus neu zu starten und dieses mal, ohne herumzumurksen.
Wo sollen die da anfangen DOS 6.22 oder Windows NT 3.51 ?
Was heisst hier völlig überraschend? 2015 konnte man hinter vorgehaltener Hand bei Microsoft erfahren, daß mittelfristig der Umstieg auf eine Linux-Basis geplant ist und Windows nur noch wie eine GUI aufgesetzt werden soll. So zumindest mein Wissensstand während meiner Ausbildung.
Mich hat eigentlich nur überrascht, warum es solange dauert.
Man wollte sich letztlich Entwicklungs- und Wartungskosten sparen.
Warum es so lange dauert? Welcher Linux-Entwickler mit etwas Verstand und Können geht denn freiwillig zu Microsoft? Und was eben jetzt dort ist murkst halt so vor sich hin.
Lennart Poettering einer der bekanntesten Linux Entwickler überhaupt, verantwortlich für diverse Standardisierungsprojekte und besser bekannt als Hauptentwickler von u.a. systemd und PulseAudio.
Außerdem ist MS seit fast 20 Jahren nicht nur einer der Hauptbeitragenden zum Linux Kernel und war eine Zeitlang sogar Top-Beitrager sondern trägt auch relativ viel zu Open Source allgemein bei und ist Hoster von Github, der größten OS Platform überhaupt.
Jetzt haste heute fünf Beiträge geschrieben die aus vollkommen überflüssigem Rumgenöle bestehen, niemandem auch nur das Geringste bringen und dabei offengelegt, dass du nur eine große Fresse ohne Ahnung hast und es nichmal schaffst einen kurzen Beitrag komplett zu lesen und zu verstehen.
Wenn du wissen willst, warum IT-Menschen so einen schlechten Ruf haben dann schau in den Spiegel
Davon habe ich persönlich noch nie etwas gehört außer irgendwelche Spinnereien zu Windows/Linux aus dem Heiseforum o.ä.
Mal lesen: https://en.wikipedia.org/wiki/Azure_Linux
Und als Vergleich: Das Intel Linux (Clear Linux OS) wurde vor einem knappen Jahr wieder eingestellt trotz massiver Performancevorteile insbesondere auf Intel CPUs gegenüber (fast?) allen anderen Distributionen.
Gibts für das Azure Thema eigentlich Quellen? Ich lese zwar immer wieder, dass MS intern angeblich Einiges auf Linux laufen lässt aber viel mehr als das die Netzwerktechnik dort wohl mit SONiC (https://github.com/sonic-net) läuft und das etwa die Hälfte aller Kundensysteme(!) linuxbasiert sind findet man nicht.
https://www.zdnet.com/article/microsoft-releases-its-first-server-linux-distribution-azure-linux-4-0/
Ist das falsch eingehängt oder was soll ich mit dem Link?
Hättest du wenigstens mal den ersten Nebensatz in dem Wikipedia Eintrag gelesen.
Alles, was intern bei Microsoft mit Linux passiert, wird nicht so wirklich an die große Glocke gehängt – ist auch nicht Mainstream. Ich hatte die Woche im Beitrag Microsoft veröffentlicht Azure Linux 4.0 als Open Source einiges, was mir in den letzten 10 Jahren untergekommen ist und im Blog angerissen wurde, mit verlinkt. Selbst deren Miracast-Adapter liefen unter Linux.
Ja, danke ich weiß. Aber genau das meine ich. Ich habe eine Zeitlang wirklich sehr viel auf Heise und vor allem im Forum gelesen.
Solche Dinge wie das Windows Update über Linux Server läuft, weil der MS Kram zu schlecht dafür war habe ich von da, aber echte Quellen? Fehlanzeige! Und das an den Ein-, Ausstiegs- und Knotenpunkten bei Microsoft Netzwerken eher keine Windows Server, sondern knallharte Netzwerksicherheitsprodukte mglw. auf Basis von Linux oder was auf Free- oder OpenBSD Basis wie zumindest früher anscheinend bei Google, Netflix usw. sitzen, davon würde ich schon ausgehen.
Bei Miracast war glaube ich was, dass das nicht von Linux direkt (bis heute?) unterstützt wird, sondern nur unter Gnome oder irgendwas was MS als Zusatzsoftware entwickelt hat, aber da bin ich nicht ganz sicher. Hier ist aber dasselbe wie bei dem Netzwerk Zeug: Ein angepasstes embedded Linux dürfte so um den Faktor 100 kleiner sein als das kleinste Windows das ggf. für sowas geeignet wäre was natürlich unsinnigerweise die Hardware deutlich verteuern dürfte.
War der Azure Linux Beitrag versteckt? Wundere mich nämlich gerade, dass ich den hier nicht gelesen hatte. Das ist zumindest bei MS direkt auch kein Backend sondern läuft wohl nur oder zumindest weitestgehend als middle-tier zwischen Back- und Frontend in Azure VMs als Container-Hosts wobei mich wundert, dass die auf das i.d.R. immer brandneue Fedora, das dadurch gerne mal rumfehlert und nicht auf RedHat bzw. einen Klon davon oder wenigsten CentOS Stream für höhere Stabilität gegangen sind oder auf das recht ressoucenschonende und auf Sicherheit getrimmte und für sicheren Containerbetrieb gedachte Alpine Linux.
SONiC ist ein NOS für Netzwerkkomponenten, also sozusagen ein Gegenstück zu Cisco IOS, Juniper JUNOS, etc..
Dass auch auch bei Microsoft dort kein Windows zum Einsatz kommt dürfte genauso klar sein, wie dies auch für andere, von Microsoft schlichtweg als "Anwender" genutzte Dinge (z.B. Firmenwagen, Zutrittssysteme, Verkaufsautomaten, usw.) klar sein dürfte…
Ich bin nicht A.I.-feindlich. Aber ein absoluter Gegner dessen, was man mit dem Betriebssystem gemacht hat.
Wenn ich Zugriff auf ein LLM benötige, dann greife ich auf eine externe Applikation wie LM Studio oder Ollama zurück und wähle ein für mich passendes (unzensiertes!) Sprachmodell. Natürlich lokal.
Copilot, Gemini und Konsorten sind für mich absolut unattraktiv. Können nicht viel, aber verlangen und fordern viel (persönliche, vertrauliche Daten). Darauf kann ich verzichten.
Hab ollama mal ausprobiert, mit einem 250 GB Modell, auf einem Windows Notebook mit 64 GB RAM und Core Ultra mit NPU und nen nVidia Chip der auf 32 GB RAM von diesen 64 GB RAM Hauptspeicher zugreifen und sich das als eigenen Videospeicher zueigen machen kann. Die Idee war, dass unsere Softwareentwickler das in Visual Studio nutzen sollten, statt KI in der Cloud und dann nicht so sehr aufpassen müssen, was sie da rein prompten. Kannste vergessen, kannst den Antworten in Zeitlupe zugucken, Buchstabe für Buchstabe, egal ob auf der NPU oder auf dem NVIDIA Chip.
Ein weiteres Problem, ohne NPU wird das unkontrollierte KI-Zeug mit einer ineffizienten CPU simuliert. Rechenleistung, Speicher und Akkupower fehlen dann an anderer Stelle.