Windows 11 24H2/25H2: Probleme mit Preview-Update KB5089573 (kollidiert mit VBS)

WindowsIch stelle mal eine Beobachtung zum Preview-Update KB5089573 für Windows 11 24H2 und 25H2 hier ein. Das zum 26. Mai 2026 veröffentlichte Preview Update KB5089573 kann zu Konflikten mit der "Virtualization-based Security" (VBS) führen. Es gibt vereinzelte Berichte, hier im Blog, sowie im Internet, zu Problemen (Hypervisor-Error, BlueScreens und Neustartschleifen), die ich kurz aufgreife.

Windows 11 24H2/25H2: Preview-Update KB5089573

Das zum 26. Mai 2026 für Windows 11 24H2 – 25H2 veröffentlichte Preview Update KB5089573 ist auf dieser Microsoft-Webseite aufgelistet. Wie bei früheren Updates wird zwischen Funktionen, die graduell ausgerollt werden und Fixes, die allgemein verfügbar sind, unterschieden. Ich hatte die Details im Blog-Beitrag Windows 11 24H2 – 25H2: Preview Update KB5089573 (26. Mai 2026) erwähnt.

Das Update ist optional (nur für Nutzer nicht verwalteter Systeme), wird daher nur über Windows Update (nicht per WSUS etc.) angeboten und lässt sich aus dem Microsoft Update Catalog herunterladen. Die Fixes werden aber in das reguläre Sicherheitsupdate vom Folgemonat integriert. Wenn es Probleme mit dem Preview-Update gibt, könnte das also auf das Juni 2026-Sicherheitsupdate durchschlagen.

Problemberichte zu KB5089573 hier im Blog

Microsoft schreibt in seinem Support-Artikel zum Preview Update KB5089573, dass keinerlei Probleme bekannt seien. Das scheint aber nicht gänzlich zuzutreffen, mir sind vereinzelt Problemberichte untergekommen. Es kommt im Betrieb wohl vereinzelt zu BlueScreens und Abstürzen. Das Preview-Update scheint Probleme in Verbindung mit der Virtualization-based Security (VBS) zu machen.

Virtualization-based Security (VBS) ist eine Funktion in Windows 11, die mithilfe von Hardware-Virtualisierung und einem Hypervisor einen isolierten, hochsicheren Speicherbereich schafft, der vom Hauptbetriebssystem getrennt ist. Ausgehend von der Annahme, dass der Kernel des Hauptbetriebssystems kompromittiert sein könnte, fungiert VBS als sicherer "Tresor" zum Schutz sensibler Daten und kritischer Sicherheitsprozesse.

Hinweis #1 auf BlueScreens

Blog-Leser Peter meldet in diesem Kommentar, dass das Preview Update KB5089573 auf allen seinem Notebooks nach der Installation und anschließendem Neustart einen Bluescreen auslöst. Der Startvorgang endet in einer Endlosschleife mit Bluescreens und es ist der abgesicherte Modus erforderlich, um das Update zu deinstallieren.

Der Leser vermutet einen möglichen Zusammenhang mit ESET-Produkten und der dort verwendeten ESET Full Disk Encryption. Hätte ich als Einzelfall abgetan (auch wenn es mehrere Notebooks betrifft), zumal nicht geschrieben wurde, welcher Stop-Code ausgelöst wird.

Hinweis #2 auf Abstürze ("Hypervisor Error")

In diesem Kommentar meldet Blog-Leser Darkfreake Probleme bei einem HP Probook G11-Notebook, wenn das Preview Update KB5089573 installiert wird. Bei diesem Leser "schmiert der Rechner" nach der Benutzeranmeldung binnen 1-2 Minuten ab. Das ist unabhängig davon, welches Benutzerkonto verwendet wird. In einem Nachtrag schreibt der Leser, dass er einen  "Hypervisor Error" angezeigt bekomme.

Blog-Leser Karel bestätigt in diesem Kommentar das Absturzproblem bei einem Asus Nuc 14 Pro. Der Leser benennt aber auch die Ursache: Es gibt Probleme bei der  Intel Virtualization Technology, die unter Windows 11 auch bei der Virtualization-based Security (VBS) verwendet wird. Er hat daher Intel Virtualization Technology und Intel VT im BIOS abgeschaltet, da bei ihm keine virtuellen Maschinen (VMs) laufen. Danach funktioniert das System stabil. Darkfreake bestätigt in diesem Kommentar die Hypervisor-Fehler und bekam nach Abschalten der Intel VT oder Deinstallation des Updates ein lauffähiges System.

Hinweis #3: "Assassins Creed Odessey" startet nicht mehr

Blog-Leser Sniper3003 berichtet in diesem Kommentar, dass sich "Assassins Creed Odessey" nach Installation des Update KB5089573 reproduzierbar nicht mehr starten lässt. Es gibt mit einen schweren Kernel-Failure mit anschließendem Reboot. Die Vermutung geht in Richtung Probleme mit dem Kopierschutz, der wohl tief in den Kernel eingreift. Der Leser vermutet, dass das Update irgendwas am Secure Boot ändert und vermutet, dass es noch mehr Spiele, die Secure Boot und TPM benötigen, betrifft.

Um das Update zu deinstallieren, muss Windows 11 im abgesicherten Modus gebootet werden – dort scheint es keine Abstürze zu geben. Um die erneute Installation des Preview Update KB5089573 zu verhindern, kann man das Microsoft Tool wushowhide.diagcab herunterladen und ausführen. Das Tool führt durch Dialoge, um das Update zur Installation auszublenden.

Probleme mit VMware

Bei der Recherche zu diesem Beitrag bin ich auf den Beitrag Problem with KB5089573 in Win 11 Hosta and Vmware vom 3. Juni 2026 auf Microsoft Learn gestoßen. Dort beklagt ein Windows 11-Nutzer, dass sein VMware-Produkt nach Installation des Preview Update KB5089573 nicht mehr aktualisiert werden könne. Virtuelle Maschinen mit Windows 10 als Gast-Betriebssystem funktionieren nicht mehr in VMware. Nach Deinstallation des Update sind diese Probleme weg.

In der KI-Antwort auf den Post wird dann etwas zu einem bestätigten Problem geschrieben, welches die Update-Installation verhindert (siehe meinen Blog-Beitrag Windows 11 24H2-25H2: Installationsprobleme mit Update KB5089549 bestätigt). Dort soll ein Registrierungseintrag ein Installationsproblem für ältere Updates beheben. Mit dem Preview Update KB5089573 ist dieser Kniff aber nicht mehr erforderlich. Daher gehe ich davon aus, dass der EspPaddingPercent-Registrierungseintrag in obigem Fall nicht hilft.

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6 Kommentare zu Windows 11 24H2/25H2: Probleme mit Preview-Update KB5089573 (kollidiert mit VBS)

  1. Froschkönig sagt:

    Bei mir läuft das Preview-Update problemlos, sogar besser als April- und Mai-Update. Denn wie ich schon anderweitig schrieb, funktioniert damit das Aufwecken aus dem Ruhezustand auf 8GB RAM Systemen endlich wieder gut. Seit dem April-Update hatte ich beobachtet, dass das Aufwecken mitunter sehr lange dauerte, der Windows Anmeldeprozess rang mit allen anderen laufenden Anwendungen (ich hab immer mindestens 4-5 Sachen gleichzeitig offen, manchmal auch mehr, viele Browsertabs usw.) minutenlang um Aufmerksamkeit, erschien, verschwand, dann konnte man kurz eine der laufenden Anwendungen sehen, dann wieder nur Anmeldebild-Hintergrund usw. und so wechselte das minutenlang hin und her bis ich mich endlich wieder anmelden konnte und dabei leuchtet dann die HDD-LED dauerhaft, also kein Flackern, was auf imense Ein- und Auslagerungen vom RAM auf SSD und wieder zurück schließen lies. Auf meinem anderen Notebook und Desktop mit je 32 GB RAM war das nicht zu beobachten. Das ist jetzt seit dem Preview-Update wieder weg, das Notebook wacht aus dem Ruhezustand auf, zweidrei Sekunden später kann ich den Anmeldepin eingeben und ich kann was machen. So solls sein.

    Und ich glaube nicht, dass MS hier speziell auf meine Befindlichkeit mit meinem alten Core-i5-8gen HP Notebook Rücksicht nahm, sondern wahrscheinlich Druck der Hardwarehersteller bekam, Windows 11 wieder mit 8GB Systemen benutzbar zu machen, denn wegen dieser KI-RAM-Kriese, so habe ich in ein paar Computex-Reports gelesen, gehen die PC-Hersteller gerade im Consumer-Bereich und im Entry-Level-Business-Bereich wieder auf 8 GB Konfigurationen zurück, teils sogar aufgelötet ohne Aufrüstmöglichkeit (z.B. Acer). Auch das durchaus beeindruckende Apple Macbook Neo mit auch nur 8GB dürfte da momentan ordentlich Konkurrenzdruck aufbauen… (gerade für 608 Euro bei otto, da könnte man fast schwach werden)

    • Günter Born sagt:

      Was soll uns dieser Kommentar nun sagen? Es ist schön, wenn es bei Millionen läuft – wenn es bei x-Leuten wegen spezieller Konstellationen hakt, nutzt das denen genau Null. Und genau deshalb ist der Beitrag hier erschienen – falls es beim Juni 2026-Patchday wegen BSOD-Schleifen knallen sollte, wäre ein Anker, genau in dem obigen Themenfeld nachzuschauen …

      • Froschkönig sagt:

        Naja, was hilft es, wenn Sie hier vor Bootschleifen und BSODs warnen? Glauben Sie, ein Entwicklerteam bei MS ließt Ihren Blog? Oh der Born hat was von Bugs geschrieben, da müssen wir jetzt aber was tun…

        Nein, Bugs müssen direkt an MS gemeldet werden. Feedbackhub. Funktioniert tatsächlich.

        • Günter Born sagt:

          Aufs Klo muß ich, sterben muss ich, essen und atmen. Aber Bugs an MS melden bestimmt nicht. Der Beitrag ist auch nicht für MS, sondern für mögliche Betroffene, nur um das mal gerade zu rücken.

  2. Jeffery sagt:

    Bei mir kommt es nach dem Update auf dem Lenovo X1 Carbon Gen13 (also recht aktuelles Modell) auch zu einer Endlosschleife mit der Bitte zur Eingabe des Bitlockerschlüssels. Nach mehreren erfolgslosen Starts, hat entweder Windows selbst oder die Lenovo-Reparatursoftware selbst kapiert, dass was nicht in Ordnung ist, und hat selbständig das Update deinstalliert.

    Im Windows-Update-Menü steht nur, dass es fehlgeschlagen hat (0x800f0845)

  3. Frank sagt:

    Ich hab Windows 11 25H2 (also 26200.8524). Bei mir hat sich nach der Installation der Bootvorgang merklich verlängert. Bis zur grafischen Oberfläche ging es schnell, aber das Starten der Hintergrundanwendungen wie z.B. Onedrive, Everything oder hwinfo dauerte ca. 3 Minuten, bis alles geladen war. Im Log gab es sehr viele WMI Fehler.

    Als ursächlich stellte sich die Registry Einträge heraus, die den NVME Nativ-Modus aktivieren (https://borncity.com/blog/2025/12/20/windows-11-25h2-ebenfalls-native-nvme-unterstuetzung-zur-leistungssteigerung/). Nachdem man ja kürzlich schon die Einträge aktualisieren musste, scheint es nun weitere Eingriffe zu geben. Deaktiviere ich die Einträge, läuft der Boot wieder reibungslos. Das ganze hab ich mehrfach reproduziert, und bin auch mal per Inplace-Update zurück auf 26200.8457, dort tritt das Problem noch nicht auf.

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