Evernote: Wie sieht es bei euch mit Preiserhöhungen aus?

Ich greife nochmals ein Thema auf, was ich zum Jahresanfang bereits im Blog hatte. Der Anbieter Evernote scheint bei Abonnementverlängerungen kräftig am Preis zu drehen und zuzulangen. Für die Nutzung von Evernote Teams  sollen Unternehmen dann 17.900 Euro pro Jahr zahlen und werden im  Abo automatisch auf Evernote Enterprise Unlimited umgestellt. Gibt es weitere Erfahrungen diesbezüglich?

Eine Lesermeldung über Evernote-Preissteigerungen

Ich verfolge das Thema nicht sehr intensiv, daher war ich recht überrascht, als mir die Woche nachfolgender Post auf Mastodon in meiner Timeline angezeigt wurde.

Evernote Preiserhöhung

Der Leser beklagt sich, dass das Unternehmen, in dem er arbeitet, eine satte Preiserhöhung zum 7. August 2026 für die Nutzung von Evernote Teams erhalten hat. Das Unternehmen soll dann 17.900 Euro pro Jahr für das Abonnement des Evernote Teams Plans zahlen. Zudem werde der Vertrag für das Abonnement automatisch auf Evernote Enterprise Unlimited umgestellt.

Der Leser schrieb dazu, dass das Unternehmen wohl einen Evernote-Abonnement-Vertrag habe und derzeit im Jahr für den einen Account ~140 € zahlt. Der obige Betrag entspreche "einer Multiplikation von fast dem 128-Fachen", merkt der Leser an und fragt, ob noch jemand so eine Meldung bekommen habe. Bei mir klingelte sofort was, Du hattest doch was im Blog, es ist kein Einzelfall.

Was ist Evernote?

Evernote ist ein Onlinedienst und eine dazugehörige Software, die das Sammeln, Ordnen und Finden von Notizen, Dokumenten und Fotos in verschiedenen Formaten unterstützt. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Redwood City im US-Bundesstaat Kalifornien und wurde 2000 von dem gebürtigen Aserbaidschaner Stepan Patschikow gegründet.

Evernote Abopreise in 2025 kräftig angehoben

Der Dienst bietet ein Freemium-Modell an, bei dem ein kostenloses Basiskonto bei der Synchronisierung auf zwei Geräte beschränkt ist. Es gibt aber auch Abonnements für ein Plus-Konto und für ein Premium-Konto.

Aber das ist wohl "Schnee von gestern", denn im Januar 2026 hatte mich ein Blog-Leser kontaktiert und berichtete ebenfalls über astronomische Preiserhöhungen. Meine Recherchen ergaben seinerzeit, dass Evernote im September 2025 damit begonnen hat, die Preise kräftig anzuheben. Auf reddit.com gibt es diesen Post, wo sich ein Benutzer beklagt, dass er sich "wie eine Zitrone ausgequetscht fühlt". Der Poster zitiert folgendes aus den Evernote-Informationen:

"Wir haben kürzlich zwei aktualisierte Einzelpläne eingeführt – Starter und Advanced – um unsere aktuellen Personal- und Professional-Pläne zu ersetzen. Infolgedessen wird Ihr Evernote Personal-Konto am 8. September 2025 zum Evernote Advanced-Plan wechseln zu einem Preis von 18,99 EUR, monatlich abgerechnet."

Dann schreibt der Nutzer, dass er "bei 12 Euro/Monat schon am Zweifeln war, [ob das Abo noch Sinn macht], da die anderen Lösungen "kostenlos" sind (kostenlos oder bereits in einem Bundle bezahlt)". Er meint, dass der Preis/Wert von Evernote jetzt völlig aus dem Ruder gelaufen sei. Ich kann es mit den Preisen nicht beurteilen, aber es scheint Unmut zu herrschen.

Ich hatte diese Preisexplosion im Blog-Beitrag Evernote: Fette Preiserhöhung um das 5-17fache … aufbereitet. Auch dort heißt es, dass man auf Evernote Unlimited zum Jahrespreis von 17.900 Euro umgestellt werde. Der Nutzer aus dem verlinkten Blog-Beitrag schrieb mir, dass er auf Joplin umgestiegen sei. Wie haltet ihr das als Evernote-Abonnementen mit dieser Preiserhöhung?

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6 Kommentare zu Evernote: Wie sieht es bei euch mit Preiserhöhungen aus?

  1. oliver sagt:

    Ich bin trotz großer Zufriedenheit mit Evernote vor ca. einem Jahr abgesprungen. Anfangs zahlte ich nichts, irgendwann 29,90€ im Jahr, dann waren es 59,90€. Dann ging es hoch auf 10€ im Monat, jährlich abgerechnet 99€. Das tat schon weh. Dann kam die Erhöhung auf irgendwas um die 15€ im Monat, da war ich weg.

    Es ist nicht so, dass ich nicht bereit wäre, für den Dienst zu bezahlen. Das habe ich schließlich jahrelang gemacht. Es war das Gefühl, dass eine Firma ausgenutzt hat, dass ich ihren Dienst mag und probiert hat, wie lange man die Kuh noch melken kann.

    Evernote selbst ist eine tolle Software und irgendwo so um die 5-8€, die wäre ich ohne mit der Wimper zu zucken bereit zu zahlen. Schmerzgrenze vielleicht 10€. Aktuell wäre es 16,66€ bei jährlicher Vorauszahlung von 199,99€.

    Nein. Einfach nein. Das ist die Software nicht wert, das ist es mir nicht wert. Ich bin schließlich zu Apple Notizen gewechselt und habe dort sogar noch den besseren Apple Pencil Support, dafür büße ich den Sync mit Windows ein.

  2. Bernd Bachmann sagt:

    Etwas OT, aber vielleicht nützlich für betroffene (Privat-)Nutzer, die eine Alternative suchen:

    Schaut Euch mal Joplin an. Läuft auf allen 5 Plattformen; zur Synchronisation lässt sich sehr einfach (Docker-Image) ein eigener Server aufsetzen, alternativ aber auch ein Cloud-Dienst nutzen.

    Funktionsumfang kann ich nicht vergleichen, da ich Evernote nie benutzt habe.

    • Luzifer sagt:

      kann ich nur empfehlen, braucht sich nicht hinter evernote verstecken und dank eigenem "hosting" definitv besser!

    • Marcel sagt:

      Neben Joplin, was ich privat schon lange einsetze, gibt es auch das leider nicht quelloffene Obsidian. Es ist kostenlos, man kann aber eine Lizenz erwerben. Ich probiere es derzeit privat mit Notizlagerung auf einem SMB-Share im Heimnetzwerk aus und benötige somit keine Sync-Funktionen, die kostenpflichtig wären.

      Ich bin derzeit hin und hergerissen, ob ich alles auf Obsidian umstellen soll, weil mir die Strukturierung in Verzeichnissen sehr gut gefällt. Das hat Joplin (noch) nicht.

    • FriedeFreudeEierkuchen sagt:

      Ich bin auf Joplin umgestiegen, aber inzwischen immer mehr frustriert. Das Feature-Set passt eigentlich, aber im Detail hapert es. Die Suche ist umständlich oder unzulänglich. Mir ist es noch nicht gelungen, in einem Notizbuch zu suchen. Ob ich dafür eine spezielle Syntax brauche, habe ich noch nicht verfolgt. Aber einfach Notizbuch auswählen und Suchen oder per Rechtsklick innerhalb des Notizbuchs zu suchen funktioniert nicht.
      Ich habe über 15 Jahre Artikelarchiv von Evernote migriert. Mehrere tausend Notizen, sehr viele Tags. Das war eine Arbeit von ca- 2-3 Wochen (!!!). Je mehr Daten importiert wurden, desto langsamer wurde der Import. Ich habe zwischendurch verschiedene Geräte mit durchweg ordentlich performanter Hardware getestet, das automatische Backup ausgeschaltet, auf den offiziellen Sync-Server umgestellt – es hat alles nichts gebracht. Irgendwann hat der Bulk-Import von 10 Notizen mehr als eine Minute gedauert. Bei solch großen Datenmenge ist die Performance eher mau. Die Software reagiert bei manchen Aktionen nur sehr verzögert, ohne dass ersichtlich ist, warum. Keine große CPU-Auslastung, keine erkennbaren Hintergrundprozesse, kein laufender Sync.
      Es gibt viele Bugs, z.B. Tags die sich duplizieren. Ich weise einer Notiz ein bestehendes Tag zu. Dabei wird ein neues, gleich lautendes Tag neu angelegt.
      Ich bin noch unsicher, wie es für mich weiter geht. Je mehr Probleme dazu kommen, desto aussichtsloser erscheint es mir, über Bug-Meldungen in absehbarer Zeit deutliche Verbesserungen zu bekommen.

  3. danielh83 sagt:

    Ich war jahrelanger, zufriedener Evernote-Nutzer aber die Preiserhöhung hat mich dann zum Wechsel bewogen. Aktuell nutze und hoste ich selber Paperless-ngx und bin bisher super zufrieden.

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