Das zum 9. Juni 2026 für Windows 11 24H2-25H2 freigegeben Update KB5094126 verursacht in der Praxis massive Probleme mit Microsoft Office-Anwendungen, was auch Fremdsoftware beeinträchtigt. Microsoft hat dies nun offiziell bestätigt und will einen Fix für Business-Kunden herausbringen.
Windows 11 24H2-25H2 Update KB5094126 mit OLE-Problemen
Das kumulative Update KB5094126 für Windows 11 24H2-25H2 beinhaltet Qualitätsverbesserungen sowie Sicherheitspatches. Mit diesem Update werden verschiedene Sicherheitsverbesserungen an internen Betriebssystemfunktionen vorgenommen. Ich hatte im Beitrag Patchday: Windows 10/11 Updates (9. Juni i 2026) eine Kurzfassung der Fixes, die Microsoft im Supportbeitrag auflistet, veröffentlicht.
Aber bereits kurz nach der Freigabe schlugen hier im Blog Berichte über Probleme mit den Word OLE-Funktionen ein. Fremdsoftware, die auf diese Funktionalität angewiesen ist, funktioniert nicht mehr. Auch im Internet finden sich viele Problemmeldungen. Ursache sind Änderungen in der Virtual Based Security (VBS), die dazu führen, dass die Drittanwender-Software, die z.B. Word OLE-Funktionen benötigt, nicht mehr funktioniert. Ich hatte im Beitrag Windows 11 24H2-25H2: Juni 2026 Update KB5094126 verursacht Word OLE-Probleme einen Überblick über gemeldete Fehler und die skizzierte Ursache gegeben.
Microsoft bestätigt das Problem
Inzwischen hat Microsoft das Problem im Supportbeitrag für Update KB5094126 in den Known Issues bestätigt. Blog-Leser WilLYwurm hatte in diesem Kommentar darauf hingewiesen (ich ziehe die Information mal hier heraus).

Unter dem Titel "Microsoft Office applications might fail to open from certain third-party apps" heißt es, dass Microsoft Berichte über ein Problem vorliegen, bei dem bestimmte Anwendungen von Drittanbietern nach der Installation der am oder nach dem 9. Juni 2026 veröffentlichten Windows-Updates (Update KB5094126 und nachfolgende) möglicherweise keine Microsoft Office-Anwendungen mehr starten oder Dokumente öffnen können.
Dieses Problem betreffe bestimmte Anwendungen von Drittanbietern, die OLE-Automatisierung nutzen, um mit Microsoft Office-Anwendungen zu interagieren, heißt es bei Microsoft. In einigen Fällen lasse sich die Office-Anwendung oder das Dokument möglicherweise nicht öffnen, ohne dass eine Fehlermeldung angezeigt wird, bestätigt Microsoft.
Zu den betroffenen Microsoft Office-Anwendungen können Word, Excel, PowerPoint, Access und andere Microsoft Office-Anwendungen gehören, wenn sie aus der betroffenen Drittanbieteranwendung heraus gestartet werden. Microsoft erwähnt Probleme mit Anwendungen wie CCH Engagement, Workpaper Manager, Zahnarztsoftware (z. B. Dentrix und Softdent) sowie Zotero. Es können auch andere ähnliche Anwendungen könnten davon betroffen sein.
Was gibt es für Lösungen?
Die Lösung für Betroffene besteht bisher darin, das oben genannte Sicherheitsupdate zu deinstallieren. An einer Lösung wird derzeit von Microsoft gearbeitet, ein Freigabedatum ist bisher nicht bekannt.
Um dieses Problem zu umgehen, schlägt Microsoft vor, die Anwendung oder das Dokument direkt zu öffnen, anstatt es über die betroffene Drittanbieteranwendung zu starten. Das ist natürlich "Katzengold a la Microsoft" – wenn eine Anwendung Word per OLE benötigt, um aus Daten ein Dokument zu erstellen, wird der direkte Aufruf von Word genau nichts bringen.
Für Unternehmen steht laut Microsoft eine Abhilfe für betroffene Geräte zur Verfügung. Diese Abhilfe (mutmaßlich in Form eines Known Issues Rollback, KIR) muss beim Microsoft-Support für Unternehmen per Support-Anfrage angefordert werden.
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