Wie sieht ein AI-Betriebssystem der Zukunft aus? Die Woche ist ein Video mit einer Microsoft-Konzeptstudie aus dem Jahr 2024 an die Öffentlichkeit gelangt. Das Video zeigt einen Prototyp für ein KI-zentriertes Betriebssystem. Im Projekt Aion (AI On) hat Microsoft schlicht ein abgespecktes Windows 11 genommen, das Startmenü entfernt und durch eine Edge-basierte Shell mit einer Copilot-Schaltfläche ersetzt. Der Benutzer verwendet nur noch Copilot für seine Interaktionen.
Es war im Jahr 2024, als Microsoft noch glaubte, dass die KI-Träume in den Himmel wachsen. Damals haben die Entwickler ein "Copilot-Betriebssystem" auf experimenteller Basis in Ansätzen entwickelt und gehofft, dass sich ein agentenbasierendes Betriebssystem durchsetzt.
Es gibt dieses YouTube-Video, welches das Konzept vorstellt. Mir ist das Video zum 3. Juli 2026 untergekommen – Zack Bowden hat es auf YouTube hochgeladen. Die kompakte Version der Geschichte lautet, dass die Aion genannte Konzeptstudie eine webbasierte Shell ist, die die Desktop-Shell mit dem Startmenü von Windows 11 ersetzt.
Dieser Ansatz wurde entwickelt, um unter Windows 11 als Ersatz für die Desktop-Shell zu dienen. Das Ganze sollte zudem auf AOSP-Android sowie Win3 laufen. Ziel der Microsoft-Konzeptstudie war es, ein agentenbasiertes Betriebssystem zu schaffen, das sich vollständig auf Web-Anwendungen konzentriert.
Statt der Start-Schaltfläche gibt es das Copilot-Symbol, welche kein Startmenü sondern ein Dialogfenster (Omibox) des Copiloten öffnet. Der Nutzer interagiert dann rein mit diesem Copilot-Fenster. Aion ist letztlich eine modifizierte Version von Edge, in die diverse Copilot-Funktionen integriert wurden.
Um Dateien zu finden, Web-Apps auszuführen oder im Internet zu surfen, nutzt man Copilot zur Erledigung dieser Aufgaben. Der Agent ist stets über den Kontext informiert und versteht, welche Anwendungen gerade geöffnet sind oder welche Aktionen man zuletzt auf dem Computer durchgeführt hat.
Der Knackpunkt: Aion unterstützt keine Ausführung älterer Windows-Anwendungen innerhalb dieser der Umgebung. Für Nutzer, die ältere Windows-Anwendungen benötigen, sollte eine integrierte Windows-365-Unterstützung bereitstehen. Über diese sollten dann die Windows-Anwendungen auf den Aion-Desktop gestreamt werden.
Bowden hat auf X eine Reihe an Tweets mit Screenshots sowie auf Windows Central diesen Artikel mit einigen zusätzlichen Informationen veröffentlicht. Ergänzung: Auch bei heise hat man hier einige Worte zum Konzept geschrieben. Man muss an dieser Stelle festhalten, dass das alles eine frühe Konzeptstudie war und dieses Projekt inzwischen wohl eingestellt wurde. Ob jemals geplant war, daraus ein Produkt zu machen, ist auch unbekannt.




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