Gerichte und Justizbehörden in Bayern waren am 2. Juli 2026 ab Donnerstag-Nachmittag telefonisch und per Mail über viele Stunden nicht mehr erreichbar. Auf Grund eines technischen Problems war die "Justiz in Bayern" kommunikativ lahm gelegt. Ursache war ein Störung der Netzwerkinfrastruktur im Rechenzentrum des Landesamts für Steuern. Inzwischen soll diese Technik-Panne aber wieder behoben und die Justiz in Bayern wieder erreichbar sein.
Über die Störung wurde erstmals am 2. Juli 2024 in den Bayern-2-Nachrichten BR24 hat den Sachverhalt im Beitrag Technik-Fehler: Bayerische Justiz stundenlang nicht erreichbar zusammen gefasst.

Am Donnerstag-Nachmittag, den 2. Juli 2026, waren die Justizbehörden in Bayern nicht mehr von außen erreichbar. Sowohl bei den Staatsanwaltschaften München I, Nürnberg, Ansbach und Traunstein als auch beim Landgericht München I ergab eine Stichprobe von BR24, dass die Bandansage "die gewünschte Telefonnummer ist zur Zeit abgeschaltet oder nicht vergeben" kam. Selbst die zentrale Telefonnummer der Justiz in München habe bei Anrufen diese Antwort geliefert. Auch E-Mails kamen bei Stichproben des BR als unzustellbar zurück.
Eine Sprecherin des Landesamts für Steuern teilte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur mit, dass es im Rechenzentrum des Landesamts für Steuern am 2. Juli 2026, Nachmittags zu einer Störung der Netzwerkinfrastruktur gekommen sei. IT-gestützte Arbeitsabläufe bei Gerichten und Staatsanwaltschaften seien dadurch eingeschränkt.
Laut Sprecherin heißt es: "Auslöser war nach derzeitigem Kenntnisstand eine fehlerhafte Konfigurationsänderung an der zentralen Netzwerkinfrastruktur. Zum aktuellen Zeitpunkt kann ein Cyberangriff ausgeschlossen werden. Daten sind weder abgeflossen noch verloren gegangen." Ebenso habe zu keinem Zeitpunkt ein unbefugter Zugriff auf die Server der Justiz bestanden, versicherte sie.
"Der Fehler im Netzwerk wurde bereits identifiziert und wird aktuell behoben." hieß es am Nachmittag auf Anfrage. Nach dem stundenlangen Ausfall der Kommunikation konnte dieser Fehler noch am 2. Juli 2026, nach mehreren Stunden weitgehend behoben werden. Das Ganze erinnert mich etwas an den Ausfall des Zugfunks bei der deutschen Bahn im Juni 2026 (siehe Ausfall Zugfunk; Zugbetrieb steht in Deutschland (23. Juni 2026)), wo der Austausch eines zentralen Switches die Ursache gewesen sein soll.



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Hurra, dank IP-Telefonie auch InHouse ist man endlich bei IT-Störungen auch per Telefon nicht mehr erreichbar!
Alleine deswegen haben wir unsere alte Telefonanlage immer noch in Betrieb.
Und von Redundanz hat man in Bayern anscheinend auch noch nie etwas gehört.
Was macht man in Bayern, wenn dieses Rechenzentrum mal komplett ausfällt?