Doctolib France trainiert KI-System seit 1. August 2026 mit Patientendaten

Gesundheit (Pexels, frei verwendbar)Die Online-Plattform Doctolib wird von vielen Ärzten für Terminvereinbarungen verwendet. Der Anbieter kommt aus Frankreich und nutzt seit dem 1. August 2026 die Daten von 50 Millionen Franzosen, um ein KI-Projekt zu trainieren. In Frankreich fließen Rezepte, Konsultationsnotizen etc. in das Training ein. In Deutschland hatte ich bereits 2025 über diese Praxis berichtet.

Wer ist Doctolib?

Doctolib SAS ist ein französisches Technologieunternehmen mit Sitz in Paris, das eine Software anbietet, die unter anderem die Online-Buchung von Terminen bei Ärzten, das Terminmanagement in Praxen und Gesundheitseinrichtungen sowie telemedizinische Videosprechstunden und die Kommunikation zwischen Ärzten und Patienten ermöglicht.

Die Software kam zudem in Berlin und Frankreich bei der Koordination von Terminen für Impfungen gegen COVID-19 zum Einsatz. Die Doctolib GmbH (Sitz: Berlin), ein Tochterunternehmen der Doctolib SAS, ist in Deutschland für die E-Health-Angebote des Unternehmens verantwortlich.

Lange Liste von Datenschutzverstößen und Kritik

Mir ist die Plattform vor allem durch Datenschutzverstöße und Kritik von Datenschützern bekannt. Im Oktober 2018 beschwerten sich (laut Wikipedia) einige französische Ärztevertreter, weil die Namen einiger Kollegen angezeigt würden, obgleich diese Doctolib nicht mehr einsetzen würden. Patienten seien zu Ärzten umgeleitet worden, die mit Doctolib arbeiteten.

Ende Dezember 2020 wurde auf dem Chaos Communication Congress bekannt, dass bei Doctolib Daten gehackt worden seien. Es habe sich nicht um Patientendaten gehandelt, sondern um Metadaten. Doch auch Name, Adresse und Fachrichtung einer Praxis sowie Patientenname, -alter und -geschlecht könnten missbräuchlich verwendet werden.

2021 erhielt das Unternehmen den Big Brother Award, weil es nach Ansicht des Vereins Digitalcourage die Vertraulichkeitspflicht missachte und Daten von Nutzern und Patienten aus Arztpraxen für Marketingzwecke nutze. Bis zum 21. Juni 2021 hat Doctolib Daten (z. B. Suchbegriffe) an Facebook und Outbrain weitergegeben. Nach bekannt werden teilte Doctolib mit, es habe alle Marketing-Cookies entfernt. Es unterstrich, dass keine Informationen zu gebuchten Terminen und keine Dokumente, Videokonsultationen oder andere medizinische Daten weitergegeben worden seien

KI-Training mit den Patientendaten in Deutschland

Im Februar 2025 wurde ich aus der Ärzteschaft darauf hingewiesen, dass der deutsche Ableger von Doctolib Daten, die Patienten auf der Plattform eingeben, zum KI-Training verwenden will. Ich hatte im Beitrag Doctolib will Patientendaten für KI-Training nutzen auf den Sachverhalt und den Umstand, dass Doctolib seine Datenschutzhinweise angepasst hat, hingewiesen. Das Unternehmen plant, anonymisierte Patientendaten zu verwenden, um KI-Modelle zu trainieren, die unter anderem bei der Auswertung von Video-Sprechstunden und der Erstellung von Arztbriefen helfen sollen. Dies betrifft alle Personen, die der Nutzung zustimmen. Als Patient kann man also im Benutzerprofil ein Opt-out für das KI-Training vornehmen.

Jetzt auch KI-Training mit Patientendaten in Frankreich

Ich bin zum Wochenende in nachfolgendem Tweet auf den Sachverhalt gestoßen. Sébastien ist Vorsitzender des französischen Datenschutzverbands und Gründer
des Kanals @FrenchBreaches.

Doctolib France: AI-Training mit Daten

In den Privacy Settings der Plattform lässt sich der "Ausleitung der Daten zu Forschungszwecken" aber widersprechen.

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35 Kommentare zu Doctolib France trainiert KI-System seit 1. August 2026 mit Patientendaten

  1. Karli sagt:

    Für uns Patientinnen ist doctolib ein Terminbuchungssystem. Falls ich das nicht falsch verstehe und andere darin einen weiteren Nutzen sehen. Für die Terminvergabe ist sollte sich jede Speicherung von persönlichen Daten verbieten, wenn es über eine namentliche Kennung hinaus geht. Es gibt keinen Anlass die Daten über den Zweck nach dem Termin in dem Terminbuchungssystem weiterhin vorzuhalten.
    Wenn doctolib dem Arzt und der Ärztin weitere Werkzeuge zur Praxisverwaltung bereitstellt, dann müssen diese nach meinem Verständnis der Datenminimierungsvorgabe der DSGVO außerhalb und getrennt davon betrieben werden. Eine Einsicht jeglicher Termin- und Gesundheits- oder anderer persönlicher Daten durch den Hersteller ist absolut nicht begründbar.
    Ich empfinde das als völlig unverständlich warum die EU bei derart sensiblen Daten und einem derart großen Anbieter nicht massiv einschreitet und das Geschäftsmodell unterbindet.

    • User007 sagt:

      Das Geschäftsmodell "Datenhandel" ist doch gewollt – wehren Sie sich gefälligst nicht dagegen, "wir" müssen doch damit unsere Wirtschaft sanieren! 😉

    • Antonio sagt:

      Hier auf "die EU" zu hoffen, die selbst an alle Daten ran will, ist möglicherweise etwas naiv. Und für Terminvereinbarungen benötigt man in der Regel schon eine wenigstens grobe Problembeschreibung, damit Zeitplanung für die Termine möglich ist.

    • Luzifer sagt:

      Wie kommst du auf den Schuh? Dafür genau wurde die doch genau gemacht! Um den Datenschatz zu heben wenn man den Lauterbach zitiert!
      Die ePA hat keinen anderen Zweck! Kapieren die Leute nur nicht. Das du da als Patient einen kleinen homöopatischen Sideeffekt von hast, ist das Bonbon das man dir zugesteht, einafch so deine Daten abgreifen zu können!

      Forschung & Entwicklung ist alles eben auch KI Training… Versicherungsmarketing usw.

  2. Norddeutsch - ohne Arzttermin sagt:

    Weiterer Hintergrund zu Doctolib:
    Doctolib (wiki) -> Investoren wie Accel, Bpifrance, Eurazeo und Atlantic.
    Accel (wiki) -> Palo Alto, Anteilseigner @Facebook wie Zuckerberg.
    Zuckerberg, Facebook oder Onavo: Das waren die, die auf Deinem Smartphone ungefragt APPs analysieren (Heise) und dazu per eigenem VPN ausleiten, siehe ebenso "Marketing-Cookies" oben im Artikel.

    2025 @Heise: Versicherte unbeabsichtigt Selbstzahler?, Verbraucherschutz
    2023 @BigBrotherAward Doctolib vs. Konkurrenz (PDF), Datenschutzkritik
    2022 @Datenschutzexpertise zu rechtlichen & technischen Defiziten (PDF)

    • FriedeFreudeEierkuchen sagt:

      Das Problem ist in der Regel die Integration in das Praxis System. Es gibt unzählige Systeme, die alle ihre eigenen Partnerschaften mit Terminportalen betreiben. Open Reception ist mir bisher noch nicht als Partner untergekommen. Ich kenne bisher nur Tomedo, die ein ganz eigenes, intergriertes Terminbuchungssystem ersetllt haben. Die angeschlossenen Praxen haben somit die volle Kontrolle über die Daten.
      Die Arztpraxis die ich betreue nutzt EVA und ist immer auf die Anbieter angewiesen, die die Software vorgibt. Zum Glück ist das bisher nicht Doctlib. Auch die anderen Systeme, die ich bisher gesehen habe, haben mich weder von der Usability, noch unter den Aspekten Datensicherheit/Datenschutz überzeugt. In der Regel hält man alle Details zur Datenspeicherung und Datensicherheit sehr vage, so dass weder die Praxis, noch die Patienten Risiken abschätzen können.
      Die Praxis die ich betreue ist sehr Datenschutz-bewusst, aber es gibt Null-Spielraum bei der Auswahl, solange man nicht die Terminplanung komplett auslagern will, was viel zusätzlichen manuellen Aufwand erzeugen würde.

      • Clara sagt:

        Danke für deine Erläuterung.

        Wenn die Praxissoftware wie Tomedo eine eigene Terminverwaltung anbietet, ist das aus Sicht vom Datenschutz optimal. Das passt.

        Wenn die Praxissoftware wie EVA keine eigene Terminverwaltung anbietet, kann man Open Reception einfach vorschlagen. Hast du das schon erledigt, FriedeFreudeEierkuchen?

        • FriedeFreudeEierkuchen sagt:

          Nein, das habe ich nicht. Die Kommunikation mit Abasoft ist, sagen wir mal vorsichtig, optimierungsfähig. Ich habe hier so wenig Hoffnung eine kompente Stelle zu erreichen, dass mir meine Zeit bisher zu schade war. Eine Meldung prellt an irgendeinem Level x Support-Mensch ab. Leider fehlt mir der Zugang zu höheren Ebenen.
          Da erst vor einigen Monaten auf einen neuen Anbieter umgestellt wurde, wird es ohnehin in absehbarer Zeit keinen Neuversuch geben.

  3. Christian sagt:

    Das "Doppelleben" von Doctolib – für (potentielle) Patientinnen ein Termin-Vereinbarungstool und für die Praxen Auftragsdatenverarbeitung – wird in diesem Feature von DLF Kultur gut dargestellt:

    https://www.deutschlandfunkkultur.de/sensible-patientendaten-das-faible-von-aerzten-fuer-doctolib-dlf-kultur-1627427f-100.html

    Beides wird nach meiner Erfahrung von Doctolib munter vermischt.

    Ich habe mir widerwillig vor 5 Jahren einen Doctolib-Account zugelegt, weil ich einen Termin für eine Spezial-Sprechstunde erbeuten wollte und es keinen anderen Weg als den über Doctolib gab. Über den Account habe ich den Termin in dieser Praxis gebucht und später dann einen oder zwei "normale" Termine für eine von den Krankenkassen bezahlte Checkup-Untersuchung ganz üblicher Art in der gleichen Praxis.

    Ich nutzte Doctolib also von meiner Seite aus als Terminvereinbarungs-Tool.

    Irgendwann bekam ich eine Mail von Doctolib mit dem Hinweis, dass die Praxis am kommenden Donnerstag geschlossen wäre. Welche Praxis? Eine HNO-Praxis in einer Stadt, in der ich noch nie in meinem Leben verweilte. Die Stadt musste ich anhand des Praxis-Namens erst via Suchmaschine identifizieren, denn die Mail kam von Doctolib, nicht von der Praxis selbst.

    Ich hatte mit dieser Praxis nie etwas zu tun. Offenbar wurde dort für einen Patienten meines Namens eine falsche Emailadresse in die Stammdaten eingepflegt – eben meine Emailadresse. Das ist bei Adressen der Struktur vorname – sonderzeichen – nachname at… oder ähnliche und nicht allzu einzigartigen Namen fast immer ein Treffer – bei jemand anderem. Die Stammdaten hat diese HNO-Praxis offenbar an Doctolib übergeben, damit die deren Terminverwaltung machen.

    Wenn Doctolib nun – was ich nicht weiß – anhand der Mailadressen wofür auch immer Informationen zusammenführen sollte, stehen da meine Terminvereinbarungen in Praxis A in Stadt A nun zusammen mit der Info, dass ich in Praxis B in Stadt B bei der HNO Patient wäre. Ich möchte nicht wissen, was da noch alles an falschen Schlussfolgerungen gezogen werden kann. Vor allem bei "heiklen" Erkrankungen oder Beratungsbedarf könnte eine solche Vermischung mit der (falschen) Mailadresse und KI-typische Verwurstung zu sehr unschönen Dingen führen.

    Die Steigerung kommt wohl demnächst (oder ist schon aktiv und hat mich nur noch nicht betroffen): die Praxis, wegen der ich Doctolib ursprünglich nutzte, will bei jedem Besuch künftig ein "Checkin" via eigener App anbieten. Also Google- oder Apple-Account-Zwang. Sieht danach aus, als müsse ich mir eine neue Praxis suchen.

    • Günter Born sagt:

      Solche Fälle schreien nach einer DSGVO-Beschwerde bei der Landesdatenschutzaufsicht

    • Bernd Bachmann sagt:

      Bist Du sicher, dass diese Mail wirklich von Doctolib kam? Ich bekomme häufig Emails von „Doctolib", obwohl ich dort weder einen Account habe noch das Ding sonstwie je genutzt habe.

      Edit: Ich habe diese Mails bisher immer ungelesen gelöscht. Muss vielleicht beim nächsten Mal mal reinschauen, was dort eigentlich drinsteht.

      • Stefan sagt:

        Wenn „Dein Arzt" seine Termine über Doctolib verwaltet und Du persönlich oder telefonisch einen Termin vereinbarst, kommt trotzdem die Mail von Doctolib. Weil der Arzt das eingetragen hat. Und schwupp sind deine Daten da.

        • Daniel A. sagt:

          Bzw. per SMS, falls die Praxis keine Mailadresse von dir hat. Sehe ich regelmäßig bei meinem Vater, der hat jedes Quartal einen Labor Termin beim Hausarzt wg. Diabetes, d.h. wenn der Termin durch ist kriegt er vor Ort direkt den nächsten mitgegeben. Und ein/zwei Tage vor dem Termin kommt dann die SMS von Doctolib als "Erinnerung".

        • Bernd Bachmann sagt:

          Ja, danke; das hatte ich so ähnlich schon anderen später gelesenen Kommentaren entnommen, deshalb mein (gekennzeichneter) Nachtrag.

          Ich war bestimmt 20 Jahre nicht mehr bei einem Arzt, außer beim Zahnarzt. Und der schickt mir eine Terminerinnerung ganz traditionell per Brief. Von daher kann der von Dir beschriebene Fall bei mir eigentlich nicht zutreffen, und schon gar nicht alle paar Wochen.

          • Christian sagt:

            "Und der schickt mir eine Terminerinnerung ganz traditionell per Brief. "

            Diesen Zahnarzt hätte ich gerne. Meine Praxis hat gerade ruhestandsbedingt Übergang auf einen Nachfolger (immerhin, es stand vorher die Schließung im Raum) erlebt.

            Der Neue hat als erstes gleich mal versucht, auch dies hier unterschreiben zu lassen:

            "… fotografische Aufnahmen von zahntechnischen Arbeiten sowie intraorale Aufnahmen zu dokumentations-[sic] und Präsentationszwecken zu verwenden. Die Veröffentlichung kann auf der Praxiswebseite, in sozialen Medien, in Fachvorträgen sowie in weiteren beruflichen Kontexten erfolgen."

            Matürlich unkenntlich gemachte Gesichter, keine Namensnennung etc. – ist aber dennoch eine "neue Zeit", die mir nicht gefällt.

      • Christian sagt:

        Die Mail kam tatsächlich von Doctolib, bzw. von Brevo, deren Dienste sie für das Mailing verwenden:

        Received: from ip-2.sib.doctolib.de ([172.246.25.144])

        % Abuse contact for '172.246.0.0 – 172.246.255.255' is 'abuse@brevo.com'

        https://www.brevo.com/de/resources/doctolib-success-story/

        Der Mailinhalt war ja auch erkennbar kein Spam, sondern eine Info einer Praxis – nur halt an mich falsch zugestellt, da die Paxis die Mailadresse eines ihrer Patienten falsch eingegeben hat.

      • Bernd Bachmann sagt:

        Nachtrag für die Nachwelt: Habe jetzt mal in so eine „Doctolib"-Mail reingeschaut. In meinem Fall handelt es sich eindeutig um Spam, möglicherweise verbunden mit Phishing.

  4. JG sagt:

    Dieses Jahr habe ich zwei Termine bei Ärztinnen gemacht. Einmal vor Ort in der Praxis und das andere mal telefonisch. Für beide Termine habe ich eine SMS mit dem Bezug zu Doctolib bekommen zwecks Erinnerung des Termins. Ich habe aber kein Konto bei Doctolib. Auch hat man mir nicht mitgeteilt, dass man wohl die Termine bei Doctolib eingetragen hat und meine Handynummer dort verwendet hat.

    Ich kenne mich da jetzt nicht aus, aber ich vermute mal, dass einige Doctolib für die Terminverwaltung benutzen. Sollte das mal ausfallen, dann schauen wohl einige dumm aus der Wäsche und haben keinen Plan wen sie als Patienten haben.

    • Werner sagt:

      In so Fällen einfach mal nach der (schriftlichen) Einverständniserklärung für die Datenweitergabe an DoctoLib fragen. Wenn man dem nämlich nicht zugestimmt hat, ist es mMn. nicht zulässig, derartige Daten weiterzugeben.

      Zudem fordert DoctoLib im Normalfall die Offenlegung der Patientenstammdaten von den Praxen. Da geht ohne Zustimmung gar nix.

  5. fmr0815 sagt:

    Habe eine Terminbestätigung und eine Erinerung per Mail von Doctolib für einen Augenarzt bekommen. Ich hatte angeblich einen Termin in einer neuen Praxis in der gleichen Stadt gebucht. Dachte erst an Phishing, dann erhielt ich auch eine Erinnerung per SMS…
    Nur: der neue Termin war für einen Arzt, der vorher in einer Gemeinschaftspraxis praktiziert hat, in der ich ich seit ein paar Jahren schon Patient bin (und in der ich auch bleiben möchte). Meine bisherige Augenarztpraxis nutzt Doctolib nicht, Termine mache ich beim Rausgehen.

    Eine Nachfrage in dieser "neuen" Praxis ergab, dass tatsächlich ein Termin für mich – gebucht über Doctolib – vorlag. Ich habe diesen Termin aber garnicht gebucht.

    Ich habe dann mal mein Doctolib-Konto überprüft – das war leer, seit 3 Jahren ohne Termine. Kein Wunder, ich hatte es damals ein einziges Mal nutzen müssen und da sind auch keine Angaben von mir zu Augenkrankheiten enthalten.

    Ich will nicht spekulieren, wie das passieren konnte. Aber schon die Tatsache, dass irgendjemand für mich einen Termin buchen kann und meine Email-Adresse und meine Mobilnummer kennt, kommt mir schon merkwürdig vor.

    Scheinbar kann man bei Doctolib abfragen, ob jemand mit meinen Daten dort registriert ist und schon kann man einen Termin konstruieren.

    • Günter Born sagt:

      Schreibe eine DSGVO-Beschwerde.

    • Norddeutsch - ohne Arzttermin sagt:

      Dazu ebenso spannend @fmr0815: Stelle doch Günter Born die vollständige Email zur Verfügung. Insbesondere interessiert dort auch der komplette RFC-Header. Also nicht nur Copy-Paste vom "Text im Fenster" oder Screenshot: Komplett speichern und exportieren, z.B. ".eml" Datei in plain text und "MIME". Bei Beschwerden helfen oft detaillierte Belege und Wissen über die Versendung.

  6. roza_0636 sagt:

    Werde seit 2 Wochen mit Spam via Doctolib auf zwei GMX-Mailaccounts zugemüllt, sperren der Adressen nützt nichts, es kommen immer wieder neue Adressen. Ich erhalte täglich ca. 10 Aufforderungen an Umfragen teilzunehmen, um ein kostenloses Erste-Hilfe-Set zu erhalten, und das nur am gleichen Tag! Den bewussten Button drücke ich natürlich nicht und nehme auch nicht teil, aber es nervt… Woher die meine Mailadressen haben ist mir schleierhaft, denn ich habe keinen Doctolib-Account.

    • Günter Born sagt:

      Die Doctolib-SPAM-Mails sehe ich auch seit einigen Tagen in meinem Web.de Postfach. Bzgl. der "E-Mail-Adresse" – entweder ist es eine Massenaussendung über bekannte Bulk-Mail-Adresslisten, bei der eine Doctolib-Kampagne läuft (vorher war es eine ganze Zeit lang McAfee oder ähnliches). Oder beim Besuch von GMX / Web.de-Postfächer wird anhand der irgendwo gesetzten Cookies im Browser "festgestellt", dass der Account nach "Doctolib" gesucht hat. Dann wird halt gespammt. Denkbar ist vieles – geht mal davon aus, dass die Datenbroker so viel über dich wissen, dass da jederzeit ein solches Profil erstellt werden kann. Bei Web.de werden diese Mails aber zuverlässig im SPAM-Ordner einsortiert.

      • Daniel A. sagt:

        Das kann ich bestätigen, bei einer meiner GMX Adressen bekomme ich seit einiger Zeit auch diesen Doctolib-SPAM, der landet aber immer im "Spamverdacht" Ordner, ich kriege nur den täglichen Spamreport. Lustigerweise ist die Mailadresse noch meine jüngste (ist die, die ich für Foren und sowas benutze), auf meine "namentliche", die auch bei GMX liegt bekomme ich den Kram nicht. Und Browser fällt als Quelle raus, die Postfächer werden nur per IMAP aus dem Mailclient (Evolution) abgerufen.

      • Andreas sagt:

        Ich habe diese Doctolib-Spam-Mails auch seit ein paar Tagen in meinem GMX-Account. Angefangen hat die Spam-Welle aber mit ein paar Mails angeblich vom ADAC. Davor hatte ich seit Jahren keine Spam-Mails, jetzt sind es mehrere am Tag. :-(

        Die Adressen sind z.B. Doctolib at medischezending.sr, heute kam auch eine von Fahrrad-XXL at medischezending.sr. Die Website hinter dieser Adresse ist "De Medische Zending Primary Health Care Suriname" (gehört laut Wikipedia zum Gesundheitsministerium von Surinam), die also entweder gehackt wurde oder die Adresse ist einfach nur gefälscht.

        Das alles deutet für mich darauf hin, dass meine Email-Adresse irgendwie an einen Datenbroker geraten ist. Evtl. hat irgendeine "tolle" App auf dem Smartphone einer meiner Familienmitglieder/Freunde/Bekannten das Adressbuch ausgeleitet. Ich selbst bin so vorsichtig, dass ich jahrelang von Spam-Mails verschont wurde, ein Smartphone habe ich nicht. Aber wer ein Smartphone nutzt, hat die Kontrolle über seine Daten sowieso nahezu verloren, da kann dann meine Mail-Adresse dabei gewesen sein.

        • Christian sagt:

          "heute kam auch eine von Fahrrad-XXL at medischezending.sr."

          Hier auch. ;-)

          "Das alles deutet für mich darauf hin, dass meine Email-Adresse irgendwie an einen Datenbroker geraten ist."

          Oder es wird einfach wild ausgesendet und gehofft, dass viel durchkommt. Falls Du eine an Klarnamen angelehnte Mailadresse haben solltst, haben solche Aktivitäten durchaus realistische Chance auf "passt, wird zugestellt". Muss nicht zwingend geleaked sein. max.muster@, muster.max@, max_muster@, muster_max@, max-muster@ und muster-max@ finden doch eigentlich immer ihren Empfänger.

          Ich bekomme auch ab und an Rechnungen oder Angebote für Garagentore aus Österreich, Markisen aus Niedersachsen und ähnliches an meine Mailadresse, dann personenbezogen mit Adresse eines Namensvetters von mir. Da ist dann wirlich händisch (beinahe "analog" sozusagen) irgendwo bei der Kundendatenerfassung was schief gegangen. Einen Magenta Zuhause XXL mit Magenta TV in Maximalausstattung hatte ich auch schon als Vorvertragsunterlagen hier. Ich bin in den T-Shop, habe die Mail vorgezeigt, sie haben geprüft, ob im System vorhanden (ja, war). Natürlich können sie mir keine weiteren Daten offenlegen, aber meine Frage, ob die hinterlegte Bankverbindung mit DExy losgeht, haben sie für die 2 von mir verwalteten Girokonten ebenso verneint wie die beiden von mir genannten Postleitzahlen. Damit war ich dann zufrieden und der Rest war mir egal.

    • Bernie sagt:

      Mein Tipp:
      Wechsel zu einem seriösen E-Mail-Anbieter wie posteo.de oder mailbox.org
      Ok, kostet etwas, aber damit wird Dein E-Mail-Postfach weniger mit Werbung & Spam zugemüllt.

      Siehe auch Beiträge von Mike Kuketz auf seinem Blog:

      #UnplugBigTech: E-Mail ohne Werbe-Ökosystem – Teil 4
      https://www.kuketz-blog.de/unplugbigtech-e-mail-ohne-werbe-oekosystem-teil-4/

      Adieu Gmail, GMX, Outlook und Co. – E-Mails unter Kontrolle Teil1
      https://www.kuketz-blog.de/adieu-gmail-gmx-outlook-und-co-e-mails-unter-kontrolle-teil1/

    • Christian sagt:

      Habe ich auch seit etwa 2 Wochen. Täglich, massenhaft. GMX packt das aber absolut zuverlässig in den Spamfolder. Das kommt nicht von Doctolib, das hat nur "Doctolib" oder "Doctolib.kundenservice" vor dem @ und dahinter ganz wildes Zeugs ("medischezending.sr", "Hightenaccountants.co.uk", "adventisthost.org", "twinrockswater.com").

      Das gibt sich also nichtmal Mühe, wie von Doctolib kommend auszusehen. Von "medischezending.sr" habe ich jetzt auch welche mit "Fahrrad-XXL" vor dem @. Da läuft einfach eine Spam-Kampagne, ob auf irgendwo gelistete / geleakte Adressen oder per Blindflug, weiß ich natürlich nicht.

      Früher wars halt Viagra. ;-)

    • Hobbyadmin sagt:

      Das ist Spam ohne echten Bezug zu Doctolib, der Name Doctolib wird nur einfach vom Spammer genutzt, weil viele den Namen kennen und dann unbedarft die E-Mail öffnen und einige dann auch noch irgendwelche Buttons klicken. Doctolib hat damit rein gar nichts zu tun.

  7. Seita sagt:

    Betreff Doctolib:

    Seit mehreren Wochen schon und vorher ADAC dieselbe Masche.

    https://www.merkur.de/verbraucher/vorsicht-vor-doctolib-mails-gratis-geschenk-entpuppt-sich-als-falle-zr-94423294.html

    @ Born Falls der Link nicht erlaubt ist , einfach löschen.

  8. Zettel und Stift sagt:

    Das blöde ist, dass die Ärzte, die Doclib für ihre Terminplanung nutzen, diese dann alternativlos nur noch über Doclib machen (auch wenn man den Termin "clever" über E-Mail vereinbart) und man sich entscheiden muss, ob man der Datenverarbeitung im Nachgang zustimmt oder sich einen anderen Arzt sucht, was nicht immer eine Option ist. Echt zum Kotzen dieser Misst.

  9. Erlenbein sagt:

    Unser Hausarzt bietet auf seiner Internetseite auch die Terminbuchung für alle möglichen Untersuchungen über Doctolib an.
    Wir haben das bisher nicht nutzen müssen, lässt sich bisher (noch) alles wunderbar telefonisch machen – weder er noch das Praxispersonal haben bisher in irgendeiner Form aktiv auf diese Seite hingewiesen.

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