Zum 11. August 2026 hat Microsoft auch ein Update für diverse .NET Framework-Versionen für diverse Windows-Versionen veröffentlicht. Dieses kann in bestimmten Szenarien dazu führen, dass sich PDF- und XPS-Dateien nicht mehr drucken oder exportieren lassen.
.NET Framework-Updates (August 2026)
Zum 11. August 2026 hat Microsoft auch Sicherheitsupdates für diverse .NET Framework-Versionen für Windows veröffentlicht. Bolko hat die Versionen in diesem Kommentar aufgelistet.
KB5120709 – NET Framework 3.5 und 4.8.1 (Windows 10 Version 21H2 – 22H2)
KB5120713 – NET Framework 3.5 und 4.8.1 (Windows 11 Version 23H2)
KB5120710 – NET Framework 3.5 und 4.8.1 (Windows 11 Version 24H2)
KB5120708 – NET Framework 3.5 und 4.8.1 (Windows 11 Version 25H2)
KB5120711 – NET Framework 3.5 und 4.8.1 (Windows 11 Version 26H1)
Ich habe diese Updates hier im Blog nicht separat thematisiert, und daher auch keinen Blick in die oben verlinkten Supportbeiträge geworfen. Dort bestätigt Microsoft, dass diese Updates zu Problemen führen können.
Microsoft bestätigt Druck- und Export-Probleme
Microsoft hat in den Supportbeiträgen als "known issue" bestätigt, dass es nach der Installation des kumulativen Updates für das .NET Framework vom August 2026 es bei einigen WPF-Anwendungen zu einem Fehler vom Typ System.IO.FileFormatException kommen kann, sobald PDF/XPS-Inhalte gedruckt oder (z.B. für den Export) generiert werden, die bestimmte Schriftarten, darunter Calibri, verwenden. Microsoft schlägt als Workaround vor, den AppContext-Schalter:
Switch.MS.Internal.TtfDelta.DisableCmapAndSbitOverflowProtection
in der App-Konfigurationsdatei zu aktivieren. Dazu sind in der App-Konfigurationsdatei folgende Anweisungen zu hinterlegen.
<configuration> <runtime> <AppContextSwitchOverrides value="Switch.MS.Internal.TtfDelta.DisableCmapAndSbitOverflowProtection=true"/> </runtime> </configuration>
Dieser Schalter deaktiviert die im August 2026-Update eingeführten Sicherheitsmaßnahmen und löst u.U. das obige Problem. Aber die Deaktivierung kann die Anfälligkeit für die per Update behobenen Sicherheitslücken erhöhen. Microsoft empfiehlt, diese Problemumgehung nur als vorübergehende Maßnahme und nur dann zu verwenden, wenn dies zur Behebung dieses Problems erforderlich ist. Derzeit untersucht Redmond das Problem und arbeitet an einem Fix.
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Moinsen,
jepp, sind wir in einigen Clients mit unserer Primäranwendung direkt hängengeblieben. Die Updates fanden sich trotz keiner Freigabe im WSUS und keinem Dual-Scan auf den Platten.
SW-Anbieter hat wohl mittlerweile einen Fix, bislang haben wir das Update jeweils deinstalliert.
Viele Grüße
Hallo wie ist Dir das gelungen das Update (permanentes Update im OS) zu deinstallieren.
Danke
Siehe auch die Hinweise der DATEV:
* wissensplattform.apps.datev.de/help/document/1051171
* wissensplattform.apps.datev.de/help/document/1051184
Ich weiß nicht ob es genau die hier beschriebene Ursache ist, aber ein sehr großer Hersteller eines Krankenhausinformationssystems hat seine Kunden angeschrieben dass durch die August Updates Probleme beim Etikettendruck auftreten können. Dieser ist in vielen Bereichen essentiell, da damit z. B. die Röhrchen mit Laborproben bedruckt werden.
Einziger vorschlag in der Mail war "eigenverantwortlich" zu prüfen ob das Update zurückgestellt werden kann… :-(
Heyho,
huh. Da haben wir ja den Salat. Hat bei uns in der Produktion tatsächlich mit altem WS2016-App-Server ne Kettenreaktion ausgelöst, sodass sämtliche Drucker von Hostname auf FQDN umgestellt werden mussten, damit (Etiketten-)Drucker wieder ansteuerbar waren vom Printserver.
Dann musste ich zusätzlich dazu noch die XPS- und PDF-Printer manuell neu registrieren, damit diese verfügbar waren. Betrifft aktuell nur WS2016, mit 19/22 bis jetzt noch nicht aufgetreten. W11 unbekannt.
– Jules