Microsoft sieht sich in den USA einer Klage von Aktionären ausgesetzt, die unzufrieden mit der Entwicklung sind. Bekrittelt werden die hohen KI-Investitionen sowie die schwächelnden Azure Cloud-Wachstumsraten. Der Aktienkurs von Microsoft hat ja in den letzten Monaten doch kräftig nachgegeben.
Die vom "City of St. Clair Shores Police and Fire Retirement System" mit Sitz in Michigan bei einem Bundesgericht in Seattle eingereichte Sammelklage von Aktionären erhebt einige Vorwürfe. Microsoft habe seine Initiativen im Bereich der künstlichen Intelligenz absichtlich übertrieben angepriesen, um von rückläufigen Cloud-Umsätzen und explodierenden Infrastrukturkosten abzulenken, heißt es in der Klageschrift.
Bei der Bekanntgabe der Ergebnisse für das zweite Quartal 2026 hatte Microsoft einen Rückgang des Azure-Wachstums auf 39 % (gegenüber 40 % im Vorquartal) eingestanden und darauf hingewiesen, dass für die ersten drei Monate des Jahres 2026 mit einer weiteren Verlangsamung auf 37 % oder 38 % zu rechnen sei. Nicht wirklich viel Einbruch, aber genug, um das in der Klage anzuführen.
Was die Aktionäre stört, ist die Prognose mit vierteljährlichen Investitionsausgaben in Höhe von 37,5 Milliarden US-Dollar (66% mehr als im Vorjahr). Das Geld fließt überwiegend in den Kauf hochpreisiger GPUs und spezieller Chips, die für das Training und den Betrieb großer Sprachmodelle erforderlich sind.
Der Vorwurf der Kläger ist, dass die Unternehmensführung von Microsoft ein übermäßig optimistisches Bild von der Copilot-Einführung und der komplexen Partnerschaft mit OpenAI gezeichnet habe. Der enorme Kapitalbedarf für den Aufbau der nächsten Generation der erforderlichen Rechenzentren sei heruntergespielt werden.
Einen Tag nach der Bekanntgabe der Geschäftszahlen am 29. Januar 2026 brach der Aktienkurs des Unternehmens um 10 % ein. Innerhalb eines Handelstages gingen 357 Milliarden US-Dollar an Marktkapitalisierung verloren. Reuters hat den Sachverhalt hier berichtet und neowin.net hat das Ganze hier aufgegriffen.



MVP: 2013 – 2016





Neben den Artikel zu Microsoft auf LinkedIn, die ich auch zu diesem Thema veröffentlicht habe, habe ich auch Put-Optionen mit Basispreis 600 auf März 2028 gekauft, … denn die Entwicklung sieht nicht gut aus …
Hab Deinen Artikel zum Anlass genommen auf LinkedIn noch mal einen Beitrag von mir nachzuschieben, mit Link auf den hier.