Ich greife mal im Rahmen einer Nachlese das Thema "Windows 12" hier im Blog auf. Dieses Thema wurde die Woche (4. März 2026) ja in einem PC World-Artikel hochgekocht. Waren zwar nur Vermutungen, was Microsoft "im Oktober 2026" raushauen will. Aber der Artikel wurde von PC World quasi zurückgezogen, weil er nicht den Standards entspricht.
Kleiner Rückblick auf "Windows 12"
Zyklisch erreichen mich ja Leser-"Tipps" im Hinblick auf ein kommendes "Windows 12". Erste Tipps gab es bereits vor zwei oder drei Jahren, und so 2023 war ich mir halbwegs sicher, dass Microsoft an etwas werkelt, was dann "Windows 12" genannt wird.

"Windows 12" als vSphere 8-Gastbetriebssystem
Obiger Screenshot stammt aus dem Beitrag Arbeitet Microsoft an Windows 12 und Windows Server 2025? und zeigt die Betriebssystemauswahl in VMware vSphere 8 für Gäste. Irgend etwas war damals im Busch – und im Beitrag 2024 sollen Windows 11 24H2 sowie "Windows 12" erscheinen hatte ich thematisiert, dass die Taiwan Commercial Times (CTEE) schrieb, "dass Microsofts Windows 12, das im Juni 2024 verfügbar sein wird", eine große Anzahl von KI-Technologien einführen und zum Marktführer für KI-PCs werden dürfte.
Immer noch kein Windows 12
Bekanntlich sind wir längst über das Jahr 2024 hinaus, aber immer noch ist kein Windows 12 in Sicht. Wer auf Amazon schaut, da werden seit Jahren Bücher zu Windows 12 angeboten. Wenn ich es nicht ganz in die falsche Schublade verorte, gibt es das nachfolgend gezeigte Werk bereits seit 2023/2024 im Angebot.
Soll sogar schon die 7. Auflage haben (was sich aber auf Vorgängertitel zu älteren Windows-Versionen bezieht), ist aber immer noch mit dem Label "BALD" im Angebot versehen. Früher nannte man das Vapor-Ware – und ich habe mich seit 2025 aus der Spekulation um Windows 12 zurück gezogen. Wenn es von Microsoft angekündigt ist, kann ich immer noch genauer hinschauen.
Feuer aus einer anderen Ecke?
Spannend wird aber noch ein anderer Aspekt: Microsoft hatte ja lange versucht, im Bereich der Google Chromebooks zu punkten. Erste Beiträge gab es hier im Blog bereits 2013 (siehe Chromebook-Erfolg beutelt Microsoft). Und 2021 hatte ich meinen Finger in eine spezielle Wunde gelegt (siehe Microsofts Trauma: Chromebooks sind preiswerter und schneller als die Windows-Schinken). Dass Microsoft sich aus dem Feld der Chromebooks verabschiedet, wurde mir bereits im Mai 2021 klar, als ich im Beitrag Stecker gezogen: Ende für Windows 10X … den Exit aus dieser Totgeburt verkündete.
Im Oktober 2023 gab es hier im Blog noch den spekulativen Windows 12: Arbeitet MS an einem Chrome OS-Killer?. Wie wir wissen, ist das alles "spekulativ" geblieben, Microsoft hat sich mit seinem "fetten" Windows 11 längst aus dem Bereich der Chrome OS-Killer zurück gezogen.
Heute wissen wir, dass die GUI auf einen Windows 10-Kern geflanscht und seit Herbst 2021 als Windows 11 vermarket wurde und noch wird. Windows 11 ist aber ein fettes, träges und buggy OS mit vielen ungewollten Funktionen geworden. Mein Beitrag Windows 11 25H2 Insider: Explorer-Preload im Test ziemlich nutzlos? zum Thema "Explorer-Preload" stammt von Januar 2025.
Derweil hat Apple die Woche sein MacBook Neo für 599 US-Dollar vorgestellt. Diese Woche habe ich dazu folgenden Tweet von Tom Warren gesehen, der darauf hinweist, dass Microsoft und die ganzen Notebook-OEMs wie Lenovo, Dell, HP etc. das als Warnsignal betrachten sollten.
Ich denke, es ist ein wahrer Kern an der Botschaft. Apple ist zwar "goldener Käfig" – aber in macOS gibt es imho nicht so die Gängelei wie bei Microsoft und Windows 11. Ich könnte mir vorstellen, dass einige Leute zu einem MacBook Neo schwenken könnten.
Die "Windows 12 Binse" der PCWorld
Zum 3. März 2026 gab es hier im Diskussionsbereich den Hinweis eines Lesers mit der Botschaft "Hudson Valley Next" als Abo-Model von Windows". Verlinkt war auf einen Artikel What clues reveal about a possible Windows 12 eines deutschen Autorenkollegen. Enthalten ist eine Aneinanderreihung von Gerüchten, was Microsoft mit dem nächsten Windows vorhat. Und es gab noch einen zweiten Link im Diskussionsbereich auf diesen Artikel: Windows 12 soll noch "dieses Jahr" als AI-fokussiertes Betriebssystem kommen.
Kann man so machen, kann auch stimmen, kann aber auch Spekulation bleiben. Ich hatte den Beitrag überflogen, fand es aber nicht so wichtig, das hier im Blog aufzugreifen. Bei Bedarf kann jeder Leser sich ja selbst die verlinkten Artikel abrufen. Die Redaktion von PCWorld hat auf jeden Fall deutlich in folgendem Tweet und im Artikel We messed up with the Windows 12 article. What we got wrong and how it happened vom 4. März 2026 reagiert und den Beitrag quasi zurückgezogen.
Die Erklärung: Man habe einen Artikel zu Windows 12 veröffentlicht, der nicht den internen Standards entspreche. Der ursprüngliche PCWorld-Artikel enthält nun den folgenden Vorspann:
This article is a translation of a German article by PC-Welt. It does not meet PCWorld's standards and should not have been published. The first version did not include any source links or attributions and was written in a way that suggested it was original reporting. It is not. We contacted PC-Welt and added sourcing after the initial publication. It still does not meet PCWorld's publication standards, but we're keeping the article live for the public record.
Heißt, dass man einen deutschsprachigen Artikel der PC-Welt übersetzt hat, aber nicht deutlich genug herausgearbeitet habe, dass es sich nur um eine Übersetzung handelt und das alles Spekulation sei. Das Thema ist die Woche bereits in den Medien hochgekocht (z.B. hier). Ich kenne jetzt die Hintergründe zur Übernahme des PCWelt-Beitrags nicht, der deutsche Autor tut mir jetzt aber ein wenig leid, da er so möglicherweise ungewollt auf die internationale Bühne geschoben wurde und das schief gegangen ist.
Ich sage es mal so: Es kann sein, dass Microsoft im Sommer wirklich mit Plänen zu Windows 12 um die Ecke kommt (die Schamfrist von 5 Jahren seit dem Release von Windows 11 im Jahr 2021 ist ja jetzt verstrichen). Es kann aber auch sein, dass Windows 11 26H2 veröffentlicht wird, als sei nichts gewesen. Wir wissen es nicht. Und so kann munter weiter spekuliert werden.
Diesen Monat sprinten wir ja auf den 1. April zu. Ob ich den Scherz aus 2022 (Microsoft verpasst Linux den "Windows-Mode") einfach nochmals in 2026 recyclen soll?
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meine Quelle war Golem
https://www.golem.de/news/geruechte-windows-12-soll-ohne-ki-chip-nicht-voll-funktionieren-2603-206062.html
Sollte ein fehlender KI Chip als kompletter Opt-Out von dem Kram fungieren, werde ich gerne nach solchen Geräten Ausschau halten.
Schön wäre es ja, wenn MS ein komplett überarbeitetes und endlich mal sicheres Windows(12) bringen würde, aber wie das immer so ist mit Träumen und Wünschen…
Und die sog "Kampfansage" von Apple mit seinem Billig-Notebook NEO ist wohl eher der Tatsache geschuldet, das der Verkauf der völlig überteuerten Apple-Hardware weiter rückläufig ist. Und auch wenn es angeblich bei Apple nicht so viele Problem gibt, wie bei Windows: es ändert sich doch einfach nur die Abhängigkeit.
Alles hat so seine Vor-Und Nachteile!
Im Appleuniversum interagieren die Geräte einfach miteinander!
Alle ist eben recht einfach einzurichten und funktioniert hat.
Auf der anderen Seite gibt es das so nicht!!
Da hast Du einen PC mit Windows und oder ein Notebook, auch mit Windows.
Alleine diese beiden Geräte zur Zusammenarbeit zu überreden ist schon eine Herausforderung.
Möchtest Du nun auch noch Dein Smartphone irgendwie einbinden, wird es spannend.
All diese Probleme hast Du halt im "Goldenen Käfig" nicht.
Und überhaupt, so scheint es mir, dass die Vorteile des "Goldenen Käfigs" mittlerweile
gegenüber dem MS Murks überwiegen.
Schimpfte ich früher über die Gängelungen seitens Apple, ist aus meiner Sicht heute MS
um einiges schlimmer.
Noch nutze ich ein Windows, eines über das ich noch die Kontrolle habe!
Aber was nach 2032 passiert, das weiß ich noch nicht.
Anfänger! Mehrere private PC/Notebooks und Android-Smartphone miteinenander zu koppeln ist ein Kinderspiel. Man muss ich nur auf die M365-Welt einlassen, dann funktioniert das. Wenn man jede Meldung die da überaschenderweise kommt gleich wegklickt, überall panisch auf Abbrechen und mit viel Mühe Online-Konten umgeht, kann das nicht funktionieren. Wenn man diese Funktionen nutzen möchte, muss man sich darauf einlassen, dass die Geräte über ein M365 Konto und Cloud miteinander gekoppelt sind.
Dass das so viel einfacher geht, ist mir bewusst, jedoch war das nicht meine Idee
von "Geräte" miteinander verknüpfen können.
Versuche mal so eine Hausautomation aufzubauen!
Und dann viel Spaß, wenn Du versehentlich die Bilder Deines dreijährigen Neffen
spielend, nackt am Strand in die Cloud geladen hast.
Ok, Spaß bei Seite, was Datenschutz angeht, wäre DAS (ein M365 Konto) ein No-Go!
Da ist Apple dann doch die bessere Wahl.
Microsoft hat doch schon länger verkündet, das es Windows zu einem Agentic OS umbauen will.
Dazu passt dann auch, das der PC einen KI-Chip haben muss.
Aber so schnell rechne ich nicht mit Windows 12.
Irgendwo habe ich gelesen, das es Windows 11 bis mindestens 30H2 geben soll.
Mit einem Windows 12 wäre dann um 2028/2029 zu rechnen.
IMHO bewegt sich Microsoft mit Windows in die falsche Richtung.
Es wird mit immer mehr Bloatware und Features vollgemüllt anstatt dass man mal ein schlankes Basiswindows bringt.
Bzw. das gibt es ja, ist nur nicht offiziell für Endanwender verfügbar:
Nennt sich Windows IoT.
Kann man sich aber auch selber "bauen"!
Nur inwieweit ein verändertes Windows so generell dann noch "legal" ist,
wäre mal eine spannende Frage.
Ab wann würde die Lizenz erlöschen, wenn man an seine Windowsinstallation Hand anlegt.
Man muss IoT nur als Gebrauchtsoftware kaufen.
Das ist legal und dank Erschöpfungsgrundsatz gelten dann auch die Lizenzbestimmungen nicht mehr.
Die gelten nur für den Erstkäufer bzw. den Käufer von Hardware, auf denen IoT vorinstalliert ist.
Ist schon klar, aber das war nicht die Frage!