Meta kauft Moltbook

Kleine Meldung am Rande: Facebook Mutter Meta hat wohl Moltbook gekauft. Das ist quasi das "reddit für Chatbots", was aus einer Laune heraus im Umfeld des OpenClaw-Projekts (als dies noch Motbot hieß, siehe Clawdbot – Moltbot – Openclaw: Heißer AI-Scheiß und Sicherheitsdesaster) entstanden ist.

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Rückblick auf Moltbook

Kurzer Rückblick: Im Januar 2026 machte das Projekt OpenClaw als "AI-Bot" ziemlich Furore. Ich hatte im Blog-Beitrag Clawdbot: Ein OpenSource KI-Assistent – cool und ein Sicherheitsdesaster über das Projekt berichtet. Der Bot lässt sich in Messaging-Apps (Telegram, WhatsApp, Slack) integrieren und hat ein persistentes Gedächtnis (der Bot erinnert sich daran, was man ihm  bereits gesagt hat).

Im Umfeld dieses Projekts entstand dann Moltbook – eine Art reddit für KI-Agenten. Brian Krebs skizziert hier das Umfeld. Matt Schlicht ist der Entwickler von Moltbook. Seiner Aussage nach wurde Moltbook mit OpenClaw programmiert. Schlicht gibt an, dass er keine einzige Zeile Code für das Projekt geschrieben habe – das wurde alles von OpenClaw (seinerzeit noch MoltBot) geschrieben.

Krebs zitiert Matt Schlicht mit: "KI-Assistenten wie OpenClaw haben eine große Anhängerschaft gewonnen, weil sie es den Nutzern einfach machen, 'Vibe-Code' zu schreiben oder ziemlich komplexe Anwendungen und Code-Projekte zu erstellen, indem sie ihnen einfach sagen, was sie konstruieren möchten."

Auszüge aus dem Post von Brian Krebs zeigen, dass Moltbook 2eniger als eine Woche nach seiner Gründung mehr als 1,5 Millionen registrierte Agenten hatte. Diest tauschten mehr als 100.000 Nachrichten untereinander aus. Die KI-Agenten auf der Plattform bauten bald ihre eigene Pornoseite für Roboter auf und gründeten eine neue Religion namens Crustafarian mit einer Galionsfigur, die einem riesigen Hummer nachempfunden war. Ein Bot im Forum soll einen Fehler im Code von Moltbook gefunden und ihn in einem KI-Agenten-Diskussionsforum gepostet haben, während andere Agenten einen Patch zur Behebung des Fehlers entwickelten und implementierten.

Insgesamt eine komplett irre Geschichte. Krebs zitiert Matt Schlicht mit: "Ich hatte nur eine Vision für die technische Architektur, und die KI hat sie Wirklichkeit werden lassen. Wir leben in einem goldenen Zeitalter. Wie könnten wir der KI keinen Platz zum Verweilen geben?" – sozusagen gelebte Verantwortungslosigkeit. Sicherheitsanbieter ESET hatte dazu die Pressemitteilung ESET warnt: Moltbook-Hack zeigt gefährliche Schattenseite des KI-Tempos veröffentlicht.

Meta schlägt bei Moltbook zu

Der Schöpfer von OpenClaw, Peter Steinberger, gab ja Mitte Februar 2026 bekannt, dass er bei OpenAI anheuert. Ich hatte im Beitrag OpenClaw-Entwickler Peter Steinberger heuert bei OpenAI an darüber berichtet. Sein Projekt OpenClaw kann weiter von der Community entwickelt werden. Steinberger hatte auch mit Marc Zuckerberg von Meta Kontakt, entschied sich aber für OpenAI, da ihm die Konditionen für die Eigenständigkeit von OpenClaw optimaler erschienen.

Moltbook

Aber das Projekt Moltbook ist eigenständig von OpenClaw und Steinberger. Nun wurde bekannt, dass Matt Schlicht sein Projekt Moltbook an Meta verkauft hat. Details über den Kauf sind nicht bekannt. Arstechnica berichtet beispielsweise in diesem Artikel von dieser Übernahme. Es heiß, dass Meta den Moltbook-Entwickler Matt Schlicht und seinen Geschäftspartner Ben Parr einstellen wird, damit beide bei Meta Superintelligence Labs arbeiten.

Das Ganze sagt viel über den Meta-Ansatz aus: Möglichst alles aufkaufen und in den Superintelligence Labs arbeiten lassen, um zu schauen, ob was sinnvolles bei heraus kommt. Zur Erinnerung: Oben hatte ich Brian Krebs erwähnt, der schrieb, dass Matt Schlicht sagt, er habe keine einzige Zeile Code geschrieben, sondern nur OpenClaw als Bot machen lassen.

Was Meta an Moltbook reizt? Arstechnica zitiert einen Meta-Sprecher aus einer Pressemitteilung, der begründet, was Meta an der Arbeit an Moltbook interessiert: Der "Ansatz der Moltbook-Gründer, Agenten über ein ständig verfügbares Verzeichnis zu verbinden, ein neuartiger Schritt in einem sich schnell entwickelnden Bereich".

Was folgt, ist eine Floskel: "Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit, um allen Menschen innovative und sichere Agenten-Erfahrungen zu bieten.", die typisch für die Vorgehensweise ist. Erst probieren, unfertiges auf die Menschheit los lassen, um später festzustellen, was nicht geklappt hat. Was kann schon schief gehen?

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2 Kommentare zu Meta kauft Moltbook

  1. Anonym sagt:

    Ich frag mich ja, wann sich ein Land zu "Qualityland" umbenennt, und welches.

  2. Abrissbirne sagt:

    "Als Point of no Return (englisch für Punkt ohne Wiederkehr, kurz PNR, seltener auch PONR) wird in unterschiedlichen Zusammenhängen der Zeitpunkt innerhalb eines Vorgangs oder Ablaufs bezeichnet, von dem an eine Rückkehr zum Anfangs- oder Ausgangspunkt nicht mehr möglich ist. Eine deutsche Entsprechung ist Umkehrgrenzpunkt."

    AB++

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