Ich stelle mal eine krasse Fehlermeldung hier im Blog ein, auf die mich ein Leser hingewiesen hat. Der Outlook-Client meldet dem Nutzer, dass er eine Webadresse verifizieren soll, deren URL aber aus asiatischen Schriftzeichen besteht.
Blog-Leser Jonathan S. hat mich heute Vormittag per E-Mail kontaktiert und berichtete unter dem Betreff "merkwürdige Fehlermeldung in Outlook" über einen krassen Vorfall. In Outlook wurde die nachfolgend gezeigte Fehlermeldung angezeigt.

Meine Interpretation des Screenshot ist, dass eine Mail im Verlauf der Unterhaltung im Outlook-Client durch den Benutzer in der linken Spalte angewählt wurde. Dann sollte eigentlich der Nachrichteninhalt im Outlook-Nachrichtenfenster angezeigt werden. Stattdessen kommt der Fehler:
Kein Zugriff auf Seite
- Vergewissern Sie sich, dass die Webadresse http://#### stimmt
- Diese Webseite auf Bing suchen
- Seite aktualisieren
Was stutzig macht, ist die Angabe der URL, die mit asiatischen (sind chinesische Zeichen oder japanische Kanji-Schriftzeichen) formuliert wurde. Das ergibt überhaupt keinen Sinn. Der Leser gibt an, dass er diese sehr merkwürdige Fehlermeldungbeim Abruf einer Mail in Outlook erhalten habe.
Der Leser meint, dass die "Verbindung eher aus Outlook selbst" kommen müsste, und nicht aus der betreffenden (Text-)Mail. Kann leider er diesen Fehler nicht nochmal reproduzieren, wobei der Leser kommuniziert, dass bei ihm aber ein etwas merkwürdiges Gefühl zurück bleibt… Er fragte daher: Vielleicht gibt es ja noch weitere Meldungen dazu?
Mit sind keine solchen Meldungen zugegangen. Als Software-Version wird beim Leser aktuell Microsoft® Outlook® 2016 MSO (Version 2603 Build 16.0.19822.20086) 64 Bit eingesetzt. Gibt es jemand, der eine solche Meldung bekommen, oder sogar eine Erklärung für diesen Fehler hat?



MVP: 2013 – 2016





Ich tippe auf Addins?!
Jeder Outlook Ordner kann auch eine URL hinterlegt haben, seit Outlook 98 oder sogar noch länger. Da hat wohl jemand oder ein Tool Zugriff aufs Postfach gehabt und das so eingestellt würde ich mal tippen.
Man sieht auf dem Screenshot, dass das MailStore und Starface AddIn installiert ist. Ich würde mal darauf tippen.
Ich würde auch auf die Add-Ins tippen. Und in Verbindung mit einer EoL-Version von Outlook ist es eh semioptimal.
"Als Software-Version wird beim Leser aktuell Microsoft® Outlook® 2016 MSO (Version 2603 Build 16.0.19822.20086)"
Die Build-Version 19822.20086 ist kein Office 2016 Outlook, sondern Office 365 Outlook Preview vom 18. März 2026. Wir haben inzwischen den 4. Mai 2026 und es gab inzwischen 9 (in Worten: NEUN) weitere Vorschau-Update-Versionen. Warum mit einer total veralteten Beta auf Fehlersuche gehen?
https://learn.microsoft.com/de-de/officeupdates/current-channel-preview
Falls die Build-Version falsch angegeben wäre, und es tatsächlich ein Outlook aus Office 2016 wäre, dann wäre das Teil schon seit 14. Oktober 2025 END OF LIFE und enthielte potentiell alle Sicherheitslücken, welche an den Patchdays November 2025, Dezember 2025, Januar 2025, Februar 2026, März 2026 und April 2026 in Office 365 Outlook inzwischen geschlossen wären. Das sind soweit ich es überblicke mindestens 6 CVE mit Schweregrad 7.5 bis 9.8 in dem Zeitraum. Das ist völlig inaktzeptabel!
Auch dieses Mal: Da hatten wir schon beim letzten Fall bereits drüber diskutiert: Den Leuten wird eine Build in Office angezeigt, die von "Froschkönig" hier erneut als Insider Build bezeichnet wird am Ende das Tages aber möglicherweise als reguläre Build für den Release Candidate verteilt wurde. Der Grund für diese Diskrepanz ist mir noch unbekannt.
Aber dieses ständige Ablenken in den Kommentaren vom Kernpunkt mit "ist eine Insider Preview, brauche wir nicht weiter zu diskutieren", ob ein Effekt bei anderen auftritt, ist alles andere als zielführend und imho schlicht eine Nebelkerze.
Wenn es wirklich eine Preview gewesen ist, die ein Nutzer wissentlich installiert hat und sich über Bugs beklagt, nehme ich alles zurück. Aber erzähle mir doch keiner, dass hier alle Welt Beta-Tester for MS365 Preview Channel ist und hier dann mit Fehlerbeschreibungen aufschlägt. Wenn so etwas irrtümlich möglich sein sollte, gehört das von Microsoft behoben. Und erzähle mir auch keiner was von "abgelaufener Build" – MS365 soll sich doch automatisch aktualisieren.
Ich tippe inzwischen schlicht darauf, dass MS seine eigene Dokumentation bzgl. der Builds oder die Meta-Dateien für die Releases nicht mehr auf die Reihe bekommt – oder dass die Build-Anzeige fehlerhaft ist. Ich behalte mir daher vor, daher solche Kommentare ggf. künftig zu löschen.
"MS365 soll sich doch automatisch aktualisieren."
Sofern man die Updates nicht abgeschaltet hat. Im Windows 11 Update Dialog von nicht verwalteten PCs in den "Erweiterten Einstellungen" gibt es eine Einstellung "Updates für andere Microsoft Produkte erhalten" . Ich habe schon oft beobachtet, dass dies Einstellung "Aus" ist, auch bei frischen Neu-Installationen. Und was diverse Leute per lokalen Richtlinien oder gar AD-Gruppenrichtlininen so "drehen", ist nochmal eine andere Sache. Dann bekommt der PC keine automatisierten Updates für Office.
Die Frage nach der angebenen Build-Version und "Office 2016" wiedersprechen sich, von daher ist die Frage absolut legitim.
Eine zarte Frage "kann es eine Insider Preview Build sein?", wäre ja noch irgendwie legitim. Es ist jetzt das zweite Mal, dass eine Problembeschreibung brüsk mit "ist eine Preview, brauchen wir nicht weiter diskutieren" vom Tisch gewischt wurde (so in der Art "was soll der Beitrag?") – aber erwartungsgemäß im Nachgang von den Betroffenen (i.d.R. Administratoren) bestätigt wurde, dass bewusst keine Preview genutzt wird. Das ist der Punkt, der mich extrem stört! Und da behalte ich mir vor, zukünftig moderierend einzugreifen.
Die Versionsangaben sind eben sehr wild, die Build-Nummern weisen ganz klar auf O365 Preview-Kanal hin. Über veraltete Previews braucht man nicht zu diskutieren, die haben keine Relevanz, das ist was für Entwickler und Co, die ihre eigene Software an Office andocken wollen/müssen. Der Kollege soll erstmal ganz genau schauen, was für eine Version er installiert hat, auch ein Blick auf die GPO, in der der Release-Channel eingestellt wird, könnte erhellend sein. Computer/Policies/Administrative/Office 2016/Updates -> Update Channel. Auch in MECM und Intune gibts entsprechende Settings. Da kann man auch Beta auswählen und die GPO gillt für O2016, O2019, O2021, O2025 und O365.
Die sich selbst bestätigenden Nebelkerzenverteiler Gänseblümchen und Froschkönig, man kennt das inzwischen.
Guten Abend,
das ist KEINE Beta oder Insider Preview. Das ist die aktuellste (!) verfügbare Version aus dem Monthly Enterprise Channel.
Je nachdem wo in Outlook man schaut, wird als Version wahlweise "Microsoft® Outlook® 2016 MSO (Version 2603 Build 16.0.19822.20086) 64 Bit" oder "Version 2603 Build 19822.20180" angegeben. Vielleicht blicken da die Microsoft-Entwickler noch durch – ich tue es jedenfalls nicht.
Der Hinweis auf die Add-Ins ist legitim – ich gehe dem mal nach. Wobei da vermutlich weniger chinesische Entwickler dran mitgearbeitet haben als an Outlook selbst ;)
Letztlich war das ohnehin nur ein Wurf in den Raum im Sinne von "Liegt das Problem bei mir oder ist sonst noch jemandem so etwas untergekommen?". Nach aktuellem Stand läuft es wohl eher auf ersteres hinaus.
Hier sind die letzten Build-Versionen von Office 2016 (und 2019) bis EOL Oktober 2025 gelistet:
https://learn.microsoft.com/en-us/officeupdates/update-history-office-2019
Es gibt dort weder eine 19822.20086 noch eine 19822.20180. Die letzte Version von 2016 vom Oktober 2025 (EOL-Datum) trägt die Build-Version 19127.20302. Das ist schon vor dem Punkt eine ganz andere Versionsnummer. Es gab aber sogar trotz EOL von Office 2016 sogar noch ein April-Update, dort wird aber eine Build 5548.1000 genannt, nicht gerade erhellend.
Das ist die MS365-App. Und ja, die wird von MS intern als Outlook 2016 geführt – ich dachte, das ist hinlänglich bekannt.
Nochmal: Das ist definitiv die aktuellste Version, die MS anbietet:
Monthly Enterprise Channel 2603 19822.20180 April 14, 2026 April 14, 2026 July 14, 2026
Und ja, die Tatsache, dass MS an zwei verschiedenen Stellen zwei verschiedene Versionsnummern für das selbe Programm angibt, ist verwirrend.
Wie Jonathan S. bereits schrieb, handelt es sich hier um Office 365. Wir sind ebenfalls im Monthly Enterprise Channel, und auf unseren Clients ist aktuell dieselbe Version installiert. Wie Günther bereits angemerkt hat, ist es nicht zielführend, den Blog mit solchen Kommentaren zu fluten.
Zum eigentlichen Thema: Bei uns ist dieses Problem bislang noch nicht aufgetreten. Ich könnte mir ebenfalls vorstellen, dass ein Add-in der Auslöser ist. Das sich das Problem nicht provozieren lässt, macht eine Fehlersuche allerdings schwierig.
Viele Grüße
Sylvia W.
Hier sind die letzten Build-Versionen von Office 2016 (und 2019) bis EOL Oktober 2025 gelistet:
https://learn.microsoft.com/en-us/officeupdates/update-history-office-2019
Es gibt dort weder eine 19822.20086 noch eine 19822.20180. Die letzte Version von 2016 vom Oktober 2025 (EOL-Datum) trägt die Build-Version 19127.20302. Das ist schon vor dem Punkt eine ganz andere Versionsnummer. Es gab aber sogar trotz EOL von Office 2016 sogar noch ein April-Update, dort wird aber eine Build 5548.1000 genannt, nicht gerade erhellend.
Möglicherweise wurde das Office (unwissentlich) als Preview installiert. Wir sind auch durch den Dienstleister auf dem "Preview Channel" gelandet.
Zum eigentlichen Problem: Sorgt ein Gateway vielleicht für eine URL-Filterung?
Preview sollte man nicht produktiv nutzen. Das sind "Beta" Versionen, es liegt quasi in der Natur der Sache, dass die Fehler haben können. Wenn das ein Dienstleister verbrochen hat, dann sollte man den Dienstleister mal zur Rede stellen. Ich kenne mich mit den Preview-Versionen nicht aus, aber vielleicht kann man mit einer 2016 Lizenz eine O365 Preview nutzen (und damit Geld sparen)? Vielleicht meldet die sich mit der O365 Build Version und zeigt aber trotzdem "Office 2016" an, weil das mal lizenziert wurde? Ist ne wilde Idee, aber anders kann ich mir den Versionsnagabenmix nicht erklären.