Seit dem 11. Mai 2026 gibt es Meldungen, dass es auf Dell-Systemen unter Windows 11 plötzlich zu BlueScreens komme. Erste Untersuchungen haben ergeben, dass wohl der Dell Support Assist eine der Ursachen ist, und das Problem auftaucht, wenn BIOS, Treiber oder andere Dell-Komponenten aktualisiert werden. Nun hat Dell ein Problem mit dem Support Assist eingestanden.
Rückblick auf die Problemberichte
Hier im Blog gab es einige Leserkommentare, die über Probleme auf Dell-Rechnern berichteten, die es seit Anfang Mai 2026 gebe. In diesem Kommentar weist Blog-Leser Harald L. auf Probleme, mutmaßlich in Verbindung mit dem Dell Support Assist hin. Werde die Software deinstalliert, soll der Windows 11-Rechner wieder zuverlässig funktionieren, heißt es.
Mir waren dann noch Beiträge wie Dell-PCs stürzen nach Update reihenweise ab, Windows nicht Ursache (Winfuture.de) oder Dell PCs are running into constant BSOD reboot loops and Windows 11 isn't the culprit (neowin.net) untergekommen. Ich hatte dann recherchiert und bin in Dell-Foren auf gehäufte Berichte über Probleme gestoßen. Es gibt den Thread XPS 15 9530 – BSOD CRITICAL_PROCESS_DIED caused by DellSupportAss / SupportAssist Remediation 5.5.16.0 im Dell-Benutzerforum. Auf einem Dell XPS 15 9530-System mit Windows 11 kommt es zu Bluescreens (BSODs) mit dem Fehlercode 0xEF CRITICAL_PROCESS_DIED.
Ein zweiter Post BSOD – Random Reboots – May 2026 Dell Updates – Dell Support assist probable cause vom 11. Mai 2026 beschreibt ebenfalls einen BlueScreen in Verbindung mit dem Dell SupportAssist. Der Betroffene gibt an, seine Dell-Software (BIOS, Dockingstation usw.) aktualisiert zu haben. Seit diesem Zeitpunkt startet das Notebook (im Abstand von etwa alle 30 Minuten) immer wieder willkürlich neu. Ich hatte den Sachverhalt im Blog-Beitrag Windows 11: Dell Support Assist verursacht BSOD mit Updates (Mai 2026) aufgegriffen.
Dell bestätigt SupportAssist-Probleme
Vor einigen Stunden bin ich über nachfolgenden Tweet der Kollegen von Bleeping Computer drauf gestoßen, dass Dell ein Problem mit dem SupportAssist unter Windows 11 bestätigt hat.
Im Beitrag Dell confirms its SupportAssist software causes Windows BSOD crashes verweisen die Kollegen auf einen Dell-Post im Forenthread BSOD – Random Reboots – May 2026 Dell Updates – Dell Support assist probable cause. Dort bestätigt man, dass die Dell-Entwicklungsabteilung sich des BSOD-Problems bewusst wei und an einer Lösung arbeitet.
Die Version 5.5.16.0 des Dell SupportAssist Remediation Service oder des Alienware SupportAssist Remediation Service kann (unter Windows 11) die oben erwähnten BSODs verursachen. Dieser Dienst läuft unabhängig von der primären Dell SupportAssist-Anwendung. Die derzeit beste Abhilfe besteht darin, den Dell SupportAssist Remediation Service 5.5.16.0 zu deinstallieren, heißt es von Dell.
Als Workaround berichten viele Nutzer, dass es wohl bereits ausreicht, den Dell SupportAssist Remediation-Dienst zu deaktivieren (andernfalls halt die SupportAssist-App einfach vollständig deinstallieren).




MVP: 2013 – 2016





Bisher hatte ich keine Probleme (möglicherweise weil zwar "Dell SupportAssist OS Recovery Plugin for Dell Update" 5.5.16.0 Anfang des Monats installiert wurde, aber "Dell SupportAssist Remediation" mangels Angebots weiterhin bei Version 5.5.15.2 blieb).
Jetzt gab es ein Update für "Dell SupportAssist OS Recovery Plugin for Dell Update" auf 5.5.16.1. (Dann sollte eigentlich auch bald "Dell SupportAssist Remediation" in entsprechender Version folgen. – Mal sehen…)
Bei HP, Dell, Lenovo ist die vorinstallierte Herstellersoftware völlig unnötig, da Treiber und BIOS-Update über Windows-Update zuverlässig ausgeliefert werden. Diagnosen (z.B. Akkudiagnose), kann man übers BIOS starten. Der Support verweist bei einem Fehler gerne auf ihre eigene Diagnosesoftware, dennoch wäre mein Tipp: Direkt nach dem Kauf im BIOS das Ausliefern der Herstellersoftware deaktivieren (Stichwort "Windows Platform Binary Table", kurz WPBT) und danach Windows frisch installieren. Herstellersoftware steht leider nicht das erste mal in der Kritik.
BIOS-Updates über Windows Update? Habe ich noch nie gesehen.
"Bei HP, Dell, Lenovo ist die vorinstallierte Herstellersoftware völlig unnötig, da Treiber und BIOS-Update über Windows-Update zuverlässig ausgeliefert werden."
Ich verstehe unter "zuverlässig" etwas völlig anderes. Man kann in der Regel einem Windows Update keine konkrete Firmware-Version zuordnen, da die Nummerierung von der der Hersteller abweicht. Daher ist völlig unklar, was genau Microsoft fixen will. Meist kann man ohnehin nur den Hersteller erkennen. Die betroffene Hardware.Komponente ist nicht zu erkennen.
Ich bekomme auf einzelnen Geräten Bios-Updates angezeigt, obwohl der Hersteller schon lange keine neue Version herausgebracht hat.
Was genau findest du an diesem Verfahren "zuverlässig"?
Die Aktualisierung des Dell SupportAssist über Dell Update schlug bis Mittwoch auch fehl… Seit heute wird das Update nicht mehr angeboten.
ist bei uns auch so, erst immer Download Error nun gibt es die Version nicht mehr. allerdings haben wir noch keine Probleme. hatten letztes Jahr genau ein Gerät wo der Fehler hinkommen könnte.
Ich habe nun ca. 20 Jahre Dell Desktop als auch Server Systeme betreut, aber den Dell Support Assist habe ich noch nie benötigt, genutzt. Geschweige den etwas Nützliches durch ihn erfahren, was ich nicht vorher schon wusste und da es in der Vergangenheit schon mehrfach zu Problemen mit diesem Software Konvolut gab, habe ich mich irgendwann dazu entschlossen diesen ganzen Krempel zu entfernen bzw. wenn es denn nicht anders möglich war Windows komplett neu zu installieren und Windows selbst ohne Dell, Werkeln zu lassen. Da es sich zumeist um Produktiv Systeme handelte, wo mehrere unterschiedliche Personen die Woche über daran arbeiten müssen.
Ich bin zwar selbst nicht sehr zufrieden mit Windows und dem ganzen KI Scheiß, aber leider baut unsere ganze Bürosoftware eben auf Microsoft Windows und da müssen wir eben in den Sauren Apfel beißen und es mehr oder weniger verwenden.
Für BIOS-Updates tut es Dell Command Update, der Support Assist ist imho überflüssig.
Ich nutze das Dell Command Update Tool, das ist längst nicht so aufgeblasen wie der Support Assist sondern macht einfach nur notwendige BIOS-Updates.
Und ist über ein Softwaredeployment automatisierbar. Eine andere Art Software ist auch wenig im Unternehmensumfeld brauchbar.
Allerdings hat das DCU die Angewohnheit dieses "Dell SupportAssist OS Recovery Plugin" zu installieren wenn es nicht vorhanden ist.
Ja, aber die neuesten Versionen überzeugen mich nicht mehr so. Ab 5.5.0 wird nun .NET Desktop Runtime 8 benötigt. Allerdings schafft es das Command Update nicht dieses mit zu installieren. Deswegen scheitert das Update auf 5.5.0 sofern man nicht selber die Runtime manuell installiert.
.NET 8 braucht man sowieso.
Warum konkret braucht man .NET 8 für BIOS-Updates?
Ja, Abhängigkeiten sind immer doof. Aber man braucht man Net 8 häufig genug, so dass es mich nicht stört. Aber ja, die Ingenieure hätten ja wenigstens so clever sein können und Net 8 laden/mitinstallieten können. So muss man wieder selbst ran und das berücksichtigen.
Was bin ich froh, dass ich ein Fujitsu-Notebook (lifebook e449) habe. Benutze das Teil seit gut einem Jahr und hatte noch keine Probleme. Bei Probleme lese hier immer nur von Dell, HP und Lenovo.
Fujitsu hat den Verkauf von Clients in Europa bereits vor 1-2 Jahren eingestellt. Ebenso für Storages. Da werden sicher auch bald die Server folgen.
Wir haben auch sehr lange Zeit Fujitsu genutzt und sie waren OK. Die letzten Iterationen war aber schon teilweise fragwürdig.
Stichprobe "1" scheint mir auch gut geeignet, die generelle Qualität eines Herstellers zu beurteilen. :-)