Die Updates unter Windows sowie die von Microsoft bereitgestellten Varianten an Update-Paketen scheint komplex zu sein. Jedenfalls sah sich Redmond dazu veranlasst, den Leuten im IT-Umfeld in einem Techcommunity-Beitrag lang und breit erklären zu müssen, was Updates sind und was man dazu wissen muss. Spoiler: Nach Lektüre des Beitrags reifte bei mir die Erkenntnis "ist wichtig", wenn man halbwegs den Überblick behalten will.
Das Ganze wird im Techcommunity-Beitrag Understanding Windows monthly updates: Servicing explained vom 9. Juli 2026 im IT-Blog (richtet sich also an IT-Fachleute) erklärt und wäre an mir vorbei gegangen, wenn ich es nicht hier gesehen hätte.
Microsoft scheint der Meinung zu sein, dass seine IT-Profis unter den Kunden da arge Wissensdefizite aufweisen. Denn erst kürzlich hat Redmond seine Update-Strategie für IT-Administratoren im Beitrag Microsoft zur Windows Update-Strategie in KI-Zeiten erläutert. Vielleicht ist man auch zur Erkenntnis gelangt, dass die gelegentlichen Namenswechsel die Leute verunsichert haben (Windows Update for Business ist jetzt Windows Update client policies).
Vom Patchday zu Preview-Updates und mehr
Wer etwas in der Microsoft Welt bezüglich Updates verloren gegangen ist oder neu in die IT-Welt einsteigt, bekommt von Microsoft einen Grundkurs, was es an Updates so an der Ladentheke gibt. Und es gilt auch hier "ein alter Hund kann auch noch neue Tricks lernen".
Monthly security updates (monatliches Sicherheitsupdates)
Der zweite Dienstag im Monat (oft als "Patch Tuesday" bezeichnet) dient dazu die monatlichen Sicherheitsupdates für unterstützte Windows-Versionen auszurollen. Monatliche Sicherheitsupdates sind dazu das, Sicherheit, Compliance und den einwandfreien Zustand der Geräte zu gewährleisten.
Spoiler: Dienstag passt meistens, außer wenn Microsoft nicht fertig wird – dann könnte es auch schon mal Patch-Donnerstag geben (trifft aber eher für die nachfolgend erwähnten OOB-Updates zu, oder die Support-Beiträge mit der Update-Beschreibung werden erst verspätet nachgereicht).
Und gelegentlich gibt es dann Tage später die Known Issues Rollack-Lösungen, um den Mist vom Patch Tuesday so zu entschärfen, dass die Windows-Installation wieder funktionieren. Fairerweise muss ich zwar gestehen, dass das praktisch so gut wie nie vorkommt. Ich blogge hier zwar drüber, aber es gibt Leser, die schwören Stein und Bein, noch nie solche Probleme gehabt zu haben – und dann muss es ja wohl stimmen.
Diese Updates sind kumulativ, was wichtig ist (also IT-Auszubildende aufgepasst). Diese Updates umfassen Sicherheits- und Nicht-Sicherheitsinhalte, die in den Sicherheits- und optionalen Nicht-Sicherheits-Vorschau-Updates des Vormonats eingeführt wurden.
Durch die Bereitstellung des neuesten kumulativen Sicherheitsupdates wird ein Gerät auf den aktuellen Stand gebracht und erhält alle zuvor veröffentlichten Korrekturen für diese Windows-Version. Dies soll dazu beitragen, die Update-Verwaltung zu vereinfachen und die Fragmentierung zwischen den Geräten zu verringern.
Die Begriffe "B-Release", Qualitätsupdate, Sicherheitsupdate, monatliches kumulatives Update und neuestes kumulatives Update (Last Cumulative Update, LCU) werden häufig synonym von Microsoft verwendet.
Und weil einfach auch kompliziert sein kann, hat Microsoft diverse Mechanismen zur Update-Verteilung im IT-Umfeld erfunden.
- Normale Benutzer und einige Umgebungen in kleinen Unternehmen setzen auf das integrierte Windows Update. Dann übernimmt Microsoft die Verwaltung der zu installierenden Updates.
- In verwalteten Unternehmensumgebungen hat der IT-Administrator die Qual der Wahl zwischen einer beliebigen Kombination aus Windows Update, Windows Autopatch, Microsoft Intune, Windows Server Update Services (WSUS), Microsoft Configuration Manager, dem Microsoft Update-Katalog und/oder Tools von Drittanbieter.
Ein Administrator hat also die Qual der Wahl, wie er seine Updates verwaltet und für Windows Clients und Server verteilt.
Hotpatch-Updates für Windows
IT-Administratoren können Geräte mit Windows 11, Windows Server 2022 und 2025 zudem für Hotpatch-Updates registrieren. Microsoft listet folgendes an Wissenswertem auf:
- Hotpatch-Updates enthalten ausschließlich Sicherheitskorrekturen. Die zusätzlichen Funktionen und Verbesserungen, die in den monatlichen Sicherheitsupdates enthalten sind, sind darin nicht enthalten.
- Um die Geräte hinsichtlich aller Funktionen auf den neuesten Stand zu bringen, ist ein vierteljährliches Baseline-Update (das ist ein monatliches Sicherheitsupdate, welches einen Neustart benötigt) erforderlich.
- Danach sind die beiden folgenden monatlichen (Hotpatch) Sicherheitsupdates so konzipiert, dass sie ohne Neustart installiert werden können.
Administratoren sollten sich aber schlau machen, ob die Wahl von Hotpatch-Updates kostenpflichtig und welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen. Ich habe inzwischen den Überblick verloren, was bereits kostenfrei ist und was noch Aufpreis kostet.
Optionale Preview-Updates
So ganz offiziell heißen die Dinger "Nicht-Sicherheits-Vorschau-Updates" (non security preview updates) und werden in der Regel in der vierten Woche des Monats veröffentlicht. Die Lesart ist, dass diese Updates die Möglichkeit bieten, anstehende Korrekturen zu überprüfen, bevor sie Teil des nächsten monatlichen Sicherheitsupdates werden.
Zu deutsch: Microsoft packt dort Korrekturen rein, die Bugs beheben, und erklärt das Update als optional. Dann braucht es Mutige, die diese Preview-Updates installieren, um zu schauen, ob danach noch alles funktioniert. Denn die Fixes werden, sofern sie nicht durch Microsoft zurückgezogen werden, in das kumulative Sicherheitsupdate des Folgemonats integriert. Ich hatte mir mal gemerkt, dass diese Updates nur für nicht verwaltete Geräte bereitgestellt werden.
Optionale Nicht-Sicherheits-Vorschau-Updates sind ebenfalls kumulativ und werden nur für die neuesten unterstützten Versionen von Windows angeboten. Diese Updates dienen, so Microsoft, in erster Linie der frühzeitigen Vorschau auf neue Funktionen vor der breiteren Einführung sowie zu Test- und Validierungszwecken.
Out-of-band Update
In den letzten Jahren spielen außerplanmäßige Updates, die sogenannten Out-of-band Updates eine gewisse Rolle. Microsoft veröffentlicht ein "Out-of-Band"-Update (OOB) außerhalb des normalen monatlichen Aktualisierungsrhythmus nur in Ausnahmefällen (in manchen Monaten ist die Ausnahme dann die Regel).
Diese Updates dienen dazu, ein bekanntes Problem zu beheben oder ein akutes Sicherheitsrisiko (wenn die Hütte brennt) zu beseitigen. Einige der OOB-Updates sind optional, während andere als Sicherheitsupdates empfohlen werden.
OOB-Updates sind in der Regel kumulativ, d. h., sie enthalten neben der gezielten Korrektur auch alle zuvor veröffentlichten Korrekturen für die unterstützte Windows-Version.
In Unternehmensumgebungen stehen diese Updates als manueller Download per Microsoft Update-Katalog, nach Freigabe in Windows Autopatch, dem anderen Tools zur Update-Verwaltung bereit.
Feature-Updates und Neuerungen
Dann gibt es noch die berühmten Feature-Updates, mit denen Windows 11 auf die neueste Version gehoben wird. Feature-Updates werden in der Regel in der zweiten Jahreshälfte (meist Oktober) bereitgestellt.
Aber nichts ist so wohlfeil als die täglichen Änderungen. Microsoft nutzt in Windows 11 verschiedene Bereitstellungsmechanismen, um das ganze Jahr über neue Funktionen, "Benutzererlebnisse" und Verbesserungen auf unterstützte Geräte zu bringen. Neue Funktionen können je nach Szenario oder geltenden IT-Kontrollen über das jährliche Feature-Update, monatliche Updates oder Microsoft Store-Updates zu den Geräten gelangen. Microsoft glaubt, so Verbesserungen zeitnah bereitstellen und gleichzeitig Qualität sowie Zuverlässigkeit gewährleisten zu können.
Ob das klappt, muss jeder selbst beurteilen. Mir ist gerade der neowin.net-Artikel IT admins feel overwhelmingly "sick of" Microsoft and Windows 11 "garbage" apps, products untergekommen, der Stimmungen auf reddit.com in den Posts hier, hier und hier aufgreift. Geht dort weniger um Updates, sondern um das "Gesamtkonzert von Microsoft", und wenn das nicht stimmt, helfen auch "keine Gebete" mehr.
Und weil das noch nicht kompliziert genug ist, rollt Microsoft Funktionen in einigen Fällen schrittweise im Laufe der Zeit aus. Microsoft bezeichnet dies als Controlled Feature Rollout (CFR). Dort wird die Funktion nur auf einen Teil der Geräte installiert, um zu schauen, welcher Schaden auftritt oder ob es einen Shitstorm der Nutzer gibt. Dann kann man das CFR ggf. anhalten. Aber als Nutzer weiß man nie, ob ein Bug bereits per CFR auf das System gekommen oder wieder korrigiert wurde. Microsoft schreibt dazu, dass Funktionen, die über die CFR-Technologie veröffentlicht werden, für Organisationen in der Regel standardmäßig deaktiviert. Wer mehr Kontrolle darüber benötigt, wann bestimmte Funktionen verfügbar werden, muss kommerzielle Verwaltungskontrollen verwenden.
Fazit: Updates sind kompliziert
An dieser Stelle nehme ich meine Eingangsbemerkungen, dass die von Microsoft bereitgestellten Varianten an Update-Paketen komplex zu sein scheinen, zurück. Nach Lektüre des obigen Text steht fest: Die Update-Geschichte bei Microsoft ist komplex und kommt gelegentlich mit Nebenwirkungen. Daher sind Microsoft Windows-Systeme nur was für IT-Profis, nichts, was einfach so funktioniert.
Und wer verloren gegangen ist, für den hält Microsoft den einfachen Rat bereit: Es wird Unternehmen empfohlen, die neuesten Sicherheitsupdates zu installieren, sobald diese verfügbar sind. Zudem empfehlen die Microsoft-Leute, optionale Vorschau-Updates (die keine Sicherheitsupdates sind) zu nutzen, um Funktionen und Fehlerbehebungen bereits vor dem Sicherheitsupdate des folgenden Monats intern zu testen. Keine Ahnung, ob IT-Administratoren das tun.
Der Wink mit der Karotte "wenn Du Feedback geben möchtest, nimm am Windows Insider-Programm teil" dürfte nur noch bei wenigen Leuten außerhalb der IT verfangen, so jedenfalls meine Einschätzung. Denn wer hat in der IT noch Zeit, sich mit den Irrungen und Wirrungen des Windows Insider-Programms herum zu schlagen? Aber ich denke, der Microsoft Techcommunity-Beitrag mit der Erklärung der Update-Varianten ist hilfreich, um gelegentlich den Überblick zu behalten. Oder wie seht ihr das so?
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MVP: 2013 – 2016





Es ist schon erschreckend, dass Microsoft den ganzen Updatewahnsinn so komplex gemacht hat dass sie es so ausführlich erklären müssen. Und dann kommt ja noch hinzu, dass nach einigen Updates überhaupt nix mehr funktioniert oder nur noch eingeschränkt. Als Privatnutzer kann man die Updates ja auch nicht mehr deaktivieren wie noch bei Windows 7. Und Microsoft bekommt es ja auch nicht mehr hin nur die Updates herunterzuladen die benötigt werden sondern immer gleich das kumulative Updatepaket mit ein paar Gigabyte.
Ja ich weiß Linux ist für einige ein rotes Tuch aber z.B. bei Debian tippt man im Terminal nur sudo apt-get update && sudo apt-get dist-upgrade ein dann rödelt es kurz er sucht was für Updates nötig sind und dann wird man gefragt ob man die herunterladen möchte und dann lädt er eben genau diese runter mehr nicht. Und ja für die gesamte installierte Software nicht nur für das Betriebssystem.
"bei Debian tippt man im Terminal nur sudo apt-get update && sudo apt-get dist-upgrade"
Das ist für Laien viel zu kompliziert. Würdest du deinen Elter oder deiner Oma das erklären wollen, dass sie das täglich (!) machen, damit die Mühle aktuell ist? Ich garantiere dir, die machen das nicht und ruckzuck sind die Updates Monate/Jahre lang nicht installiert worden
Auch unter Debian und allen Abkömmlingen davon gibt es einen Auto-Update-Dienst. Den zu aktivieren erfordert aber das Wissen, dass es den überhaupt gibt, und wie er heißt, damit man ihn überhaupt findet. Standardmäßig wird der nicht installiert.
Am Besten:
sudo apt-get update && sudo apt-get dist-upgrade -y (yes),
dann braucht man's nicht mal mehr bestätigen…
Ja da kann man das auch als cron-job laufen lassen. Aber so weiß man wenigstens was als Update kommt. Am Besten nach dem Neustart noch mal sudo apt-get autoclean und bei Kernel Updates zusätzlich sudo apt-get autoremove drüberlaufen lassen dass nun überflüssige vorherige Updatedateien entfernt werden.
Merkt ihr noch was? Man muss Updates in Linux aus der Shell manuell starten, man muss Cron-Jobs einrichten, man muss eine Auto-Upate-Funktion erstmal selbst installieren???
Keine automatische Installation von Updates standardmäßig aktiviert? Man installiert ganz tolles Linux und bekommt ohne selbst was zu machen keine Updates? Das ist ja ganz toll!
Das soll besser sein als Windows-Updates?
Dafür installiert die Update Routine bei Linux nicht nicht nur das Betriebssysten, sondern auch die Installierten Programme. Das macht bei vielen 100erten Programmen schon einen unterschied. Die Updates sind auch meist im KB bzw MB Bereich, was wahnsenig schnell geht.
Aber ja, auch bei Linux kommt es vor, das nach einem Update etwas nicht mehr geht, dann gibt es aber meistens nach wenigen Tagen ein neues Update. Nicht so wie bei Windows wo man teilweise Monate Warten muss.
Naja, bei Linux sind die Updates ja eigentlich noch beschissener….
Erstmal wegen der Kommandoteile, da muss erstmal der User durchblicken. Ich weiß gar nicht wie es mit den Unattended-Updates bei einigen Distros ist. Den Nutzern kannst du eigentlich auch nichts hinsetzen, was sich nicht autoamtisch updatet.
Unabhängig davon, bei Linux blickt man ja erst recht nicht durch wo die Updates "herkommen"… Da würde ich Window nich als "übersichtlicher" bezeichnen. Die verkacken es aber auch, dass man es mal "einfacher" kommuniziert wie alles eugebaut ist.
Bei Linux Distributionen gibt es durchaus auch automatische Updatemöglichkeiten, man muss sie nur einrichten. Und man weiß genau wo die Updates herkommen man kann die Quellen frei definieren.
https://ubuntu-user.de/tech/automatische-updates-auf-debian-aktivieren/
Richtig. Wenn ich von etwas keine Ahnung habe, ist das kein Grund, bekannten Müll als besser zu deklarieren, weil ich da angeblich mehr Ahnung habe.
Linux ist an dieser Stelle Microsoft meilenweit voraus.
Meilenweit vorraus, weil automtische Updates nach Linux-Installation nicht aktiv sind, nicht mal die für die Automatisierung benötigten Dienste installiert sind. Wieviele Linuxer vergessen dann, Updates überhaupt zu aktivieren? Ganz tolle Wurst! Muss super sicher sein!
https://www.golem.de/news/ghostlock-15-jahre-alte-root-luecke-im-linux-kernel-aufgedeckt-2607-210750.html
Jain. Ich installiere meine Updates unter Debian auch ganz überwiegend über das Terminal – schon weil ich gerne die Kontrolle darüber habe. Und ja, das täglich einmal zu machen kann man auch einem DAU beibringen – die führen doch in der Regel ohnehin nur auswendig gelernte bzw. aufgeschriebene Aktionen (um nicht zu sagen: Klicks) aus. Aber schon alleine die Tatsache, dass ich dafür (weil sudo) jedes mal ein relativ langes Passwort eingeben muss, ist latent nervend. Und dass standardmäßig keine automatische, einheitliche Updateinstallation aktiv ist, ist für von Laien genutzt (und faktisch verwaltete) Systeme schon unschön. Aber ja, je nach Distribution und Desktop gibt es auch standardmäßig vorhandene grafische Updatetools, teilweise auch mit automatischer Installation. Bei Ubuntu ist das recht schön gelöst inkl. funktionierendem Autoupdate. Aber auch auf Debian bringt Gnome-Software einen Updater mit, der auch ohne Passwort-Bestätigung funktioniert, dafür aber anschließend zwei Neustarts braucht (was bei verschlüsselten Platten relativ nervend ist, wenn man zwei mal hintereinander Passwörter mit 30 Stellen eingeben muss). Gemein ist aber beiden Lösungen, dass ich unmittelbar sehen kann, welche Pakete ich update, inklusive Changelog – was bei Windows halt komplette fehlt. Und Gnome-Software liefert (jedenfalls für Dell) auch Treiber- und BIOS-Updates mit.
Ich finde es erschreckend das man das für Admins aufarbeiten muss! Für Lisa Dumbstar kann ich es ja verstehen, aber für Admins deren Job das ist?
Da existieren also eine Menge "Fehlbesetzungen"!
Hä? Nur weil ein Microsoftler die aktuellen Begriffe in einen Blog pupst und Günther das für aufbereitungswürdig hält gehst Du gleich voller blinder Annahmen in eine Fehlbesetzungsinterpretation? Das ist aber steil, WOW.
Ich sehe das Problem in der schlechten Software Qualität der Patches. Jeden Monat das zittern ob es nicht an jeder Ecke knallt. Es ist ja oft so es knallt ja dann gleich richtig so das Mitarbeiter nicht mehr arbeiten können. Den schwarzen Peter dem Endkunden in die Schuhe schieben, passt ins Bild von Microsoft.
Es ist nicht "oft so". Ich habe im Job zusmmen etwa 1000 Workstations und PCs unter den Fingern. Außerdem ungefähr 15 PCs im privaten Umfeld, eigene, Familie. Es kommt wirklich äußerst selten, dass es mal knallt, ich glaube das letzte Mal im Zusammenhang mit den Printnightmare-Patches, als dann Druckertreiber mal neu installiert werden mussten. Den richtigen großen letzten Knall hatte ich etwa 2018, noch bei einem anderen Unternehmen, da war was dass bei VMWare virtuellen Servern feste IP-Adressen durch ein Patchday-Update auf DHCP umgestellt wurden, ich hatte die Warnung dazu noch auf Heise gelesen und diese Warnung an den Kollegen weitergeleitet, der damals die Updates verwaltete, hat er ignoriert… Das tat weh.
Was ist eigentlich aus dem Konzept mit Checkpoint-Updates zur Verkleinerung der monatlichen kumulativen Updates geworden?
Die wurden 2024 doch mit großem Trommelwirbel angekündigt, aber nie wirklich umgesetzt, oder?
Eine Abkündigung habe ich aber auch nie gesehen.
Das Build 26100.1742 (KB5043080, 10. September 2024) ist ein unlöschbarer staged Checkpoint.
Alle danach folgenden kumulativen Updates bauten auf diesem Checkpoint auf und sind differentiell zum letzten staged checkpoint (26100.1742). Ohne den staged Checkpoint sind die monatlichen kumulativen Updates nicht funktionsfähig.
Das hat allerdings den Nachteil, dass in den ISOs immer zwei Builds enthalten sind, nämlich 26100.1742 und das letzte kumulative Update, das darauf aufbaut. Das spart dann keinen Platz, sondern vergrößert den Platzbedarf.
Auch durch den folgenden Befehl bekommt man das Image nicht bereinigt, denn der staged Checkpoint (26100.1742) bleibt immer mit drin.
dism /image:PFAD /cleanup-image /StartComponentCleanup /ResetBase
Ich habe seit 2 Tagen tatsächlich damit verbracht, ein LTSC Image auf Stand zu bringen und bin auf das Problem gestossen.
Zig Methoden angewendet und am Schluss konnte ich das Update 1742 entfernen.
Wichtig dabei ist, die Reihenfolge einzuhalten und Sachen wie NetFx davor nicht zu integrieren oder zu entfernen. Genau das macht das staged Problem (!)
Meine Methode (Integrieren):
1. Treiber
2. enablement Package (KB5054156)
3. LCU KB5094126
4. Wichtig: Entferne 1742.1.10
5. Install NetFx Package
6. Entferne Komponente wie MediaPlayer
(Sollte mit dism /online auch funktionieren, nicht getestet)
mit
dism /image:pfad /get-packages /format:table
hast du dann eine saubere Liste.
Jedenfalls habe ich so meine Basis Methode die ich auf die neue Updates anwenden kann.
Funktionieren denn dann auch noch die Folgeupdates, die eigentlich differentiell auf Build .1742 aufbauen, welches dann aber fehlt?
Update 1742 wird dadurch mit 8655 ersetzt und die Folgeupdates würden mMn auf 8655 (Checkpoint) aufbauen.
Da bin ich aber noch am Testen. Hab erst kürzlich damit auseinander gesetzt. Mit dem nächsten Update wird getestet.
Zumindest gibts aktuell keine Konflikte und das Image lässt sich wie gewohnt installieren.
So, wie es früher einmal war, ist es imho besser und verringert den Downloadtraffic massiv:
Jedes Update einzeln und dann regelmäßig ein Servicepack als kummulatives Update.
Im Grunde sind ja die Featureupdates auch nur Servicepacks.
Und die kommen alle 6/12 Monate, ergo sammeln sich dazwischen nicht so viele Updates an.
Der Downloadtraffic verringert sich massiv, weil nur die Updates heruntergeladen werden müssen für die Komponenten, die auch tatsächlich im System installiert sind.
Und der Downloadtraffic verringert sich ja nicht nur bei den Endanwendern, sondern auch bei den Servern von Microsoft, die die Updates bereit stellen.
Ich weiß auch nicht, was an den Updates immer so lange dauert.
Im Grunde reicht doch, wenn man einfach Dateien nicht patcht, sondern austauscht, Registryeinträge anpasst, da sollte selbst ein sehr umfangreiches Update in max. 10 Minuten durch sein.
Und was die KIRs angeht:
Die gibt es ja erst seit Windows 11.
Microsoft wusste schon, warum die die KIRs bei Windows 11 eingeführt haben:
Weil die Software- und Updatequalität bei Windows 11 so schlecht ist, das man so ein Feature KIR braucht.
Downloadtraffic ist eher irrelevnt, wenn man in der Firma eine Updatestruktur wie WSUS einsetzt, dann erfolgt der Download nämlich nur einmal in der Nacht. Und dank Flatrate daheim ist es auch nicht schlimm. Bei mir dahei trudeln die Updates meistens bereits am Dienstag abend quasi unbemerkt zwischen 19 und 22 Uhr ein und fordern zum Neustart auf. Und das bei je nach Situation wo schonmal 5-6 oder mehr PCs gleichzeitig online sind. Eine Beeinträchtigung der Downloadperformance ist trotz gleichzeitigen aktivem IP-TV (Magenta) und Youtube-Videos der Kids auch beim Surfen meistens nicht zu bemerken, und das obwohl ich nur VDSL-250 mit meistens Downstram von 185 (schlechte Leutung, Störung durch eine Powerline-Strecke in der unmittelbaren Nachbarschaft) habe.
Die KIR gibt es nicht erst seit W11
Das Dilemma bei Microsoft ist 35 Jahre alt: Es ist die Weigerung einen Paketmanager einzusetzen, der Software sauber in Abhängigkeiten auflöst und verhindert, dass Software-Dritthersteller mit einer Installation wieder vergammeltes Zeug ins System einbringen. Die DLL-Hell lebt heute noch In Kombination mit der seltsamen aus DOS Zeiten stammenden Aktivierungslogik, dass DLLs und Komponenten neben einer EXE immer zuerst geladen werden bevor das PATH Enviroment oder die Einstellungen der Windows-Registry zum Tragen kommen.
Solange dieses Problem nicht adressiert ist, ist alles Stückwerk und Flickenschusterei. So auch dieses Erklär-Dokument. Nichts Neues im Westen… kann weg….
Und nein, ich widerspreche meinen Vorpostern. Ein Zurück zu Früher mit Servicepacks so wie bei NT4 ist nicht besser. Das ist eine psychologische Fehleinschätzung, dass es früher besser war. War es nicht! Es war genauso beschissen!
Es ist heute wesentlich besser. Ich wünsche mir auch die Windows XP Updatehorror nicht mehr zurück. Hier auf der Seite ist leider eine Echokammer, hier kommen nur die schecklichen Nachrichten an. Und das wird dann als die Regel dargestellt. Da draußen sind 1.6 Milliarden Windows PCs aktiv, dagegen sind die problematischen Rückmeldungen hier ein Fliegensch…
Dem kann seit Windows 7 bzw. MSKB 2389418 und MSKB 2389418 und ab Windows 10 1607 mittels LINK.EXE /DEPENDENTLOADFLAG:… abgeholfen werden. Für alle Details siehe https://skanthak.hier-im-netz.de/!execute.html
Für die u.a. mit Batch-Skripts oder Umgebungsvariablen möglichen bei Verwendung von CreateProcess() siehe mehrere Kapitel von https://skanthak.hier-im-netz.de/blunder.html
"Diese Updates sind kumulativ, was wichtig ist (also IT-Auszubildende aufgepasst). Diese Updates umfassen Sicherheits- und Nicht-Sicherheitsinhalte, die in den Sicherheits- und optionalen Nicht-Sicherheits-Vorschau-Updates des Vormonats eingeführt wurden."
Die Definition ist imho falsch. Es geht nicht um die Zusammenfassung von Sicherheits- und funktionaler Updates. Es geht darum, dass ALLE Updates enthalten sind, um eine beliebig alte Version der jeweiligen Windows-Variante (z.B. Windows 11) auf den alleraktuellsten Zustand zu bringen. Ein Updatepaket, alles drin. Genau das Gegenteil der Praxis unter Windows XP (dort war es extrem!) wo das Aktualisieren einer frischen Installation von der letzten offiziellen ISO schonmal einen ganzen Tag mit bis zu einem Dutzend Reboots erforderlich war.
Die Zusammenfassung von Sicherheits- und funktionaler Updates findet schon jeden Monat zum Patchday statt, die funktionalen Updates gibt es schon vorher, an unterschiedlichen Tagen vor Monatsende, also etwa 2 Wochen vor dem Patchday. Ap Patchday kommen im selben Paket noch die Sicherheitsupdates dazu, unter einer neuen KB-Nummer.
Schade, so ein wichtiger Artikel, verpatzt.
Vermutlich haben zu viele inzw. die ständig Probleme machenden Updates einfach generell abgeschaltet? Daher diese Offensive?
Der Artikel bei MS ist insofern hilfreich, weil er die Update-Techniken mal wieder auf dem aktuellen Stand dokumentiert. Wie man am Artikel hier vom Chef und an den Kommentaren sieht, gibts ja auch unter denen, die sich "Profi" nennen, da durchaus Defizite.
So, und jetzt ab zum Strand, die Sonne kommt raus. (Ja, ich bin gerade in einer Küstenregion Europas (dessen Landesinnere an den Odenwald erinnert, aber statt Buchen und Eichen stehen hier Kiefern und Eukalyptusbäume), in der es tatsächlich noch solche "krassen" Wetterwechsel gibt. Ich wünsche euch kräftiges Schwitzen daheim und sonstwo.) (Mal sehen, ob Chef alle meine Kommentare zum Artikel und zu den anderen Kommentaren frei schaltet, bisher nix, Chef sucht wohl gerade Abkühlung bei einer Wanderung durch den bewaldeten Taunus, auch schön!)
—
Scheint aktuell sehr warm in der Urlaubsregion zu sein … ich schaue nicht ständig drauf, ob Kommentare aus der Moderation oder dem Papierkorb doch freigegeben werden sollten … morgen ist auch noch ein Tag …
… und einfach süß, wenn dann ein Kommentar "ich forderte die Freigabe der Kommentare von Froschkönig" kommt. Wie bereits schon mal erwähnt: Am einfachsten ist es für mich, wenn ich überhaupt nicht moderieren muss. Da es aber einzelne Besucher gibt, deren Kommentare regelmäßig zu Krawall im Blog führen, gibt es Filter, die dann alle Kommentare aus dieser Quelle weg fischen. Gelegentlich schaue ich im Papierkorb nach, ob ich was doch freigeben kann. Und ja, ich nehme durchaus Filtereinträge wieder raus, wenn ich den Eindruck gewinne "ich brauche nicht moderieren und es gibt keinen Brass wegen der Kommentare" …
PS: Und nein, ich schaue i.d.R. nicht auf meine persönlichen Befindlichkeiten – sofern ein Kommentar nicht gänzlich unter der Gürtellinie ist. Andernfalls hätte ich einige der > 10 Kommentare wegen Unverschämtheiten schlicht gelöscht. Nur mal angemerkt.
Wenn man es denn noch abschalten kann.
Dienst deaktivieren, Aus. Simple as that
Damals musste MS das Thema zum ersten Mal aufgreifen, weil die Updates bei Kunden Lücken aufwiesen. Danach kamen die grösseren Updatepacks, die diese Lücken verringerten.
Und ja früher mit Win7 war es nicht optimal aber deutlich besser als heute mit den Enablement- und Checkpoint Updates.
Zum Vergleich, LTSC 24H2 ISO 4.81 GB und das letzte Update (KB5094126) etwa 4.75 GB.
Man denke auch, hinsichtlich der Speicheroptimierung wie verschwenderisch man geworden ist.
5 GB sind oft schon das monatliche Mobile Datenvolumen einer LTE Verbindung und das für ein Update.
Naja du sollst deine Windows Updates ja auch nicht mit dem Handy rundterladen ;-P Wir leben in einer Zeit wo so langsam FTTH in den Haushalten ankommt…da spielt doch die Patchgröße eine nebensächliche Rolle, wichtiger ist das sie bugfrei sind, was bei MS und speziell win11 ja nicht durchgängig der Fall ist!
Ich kann mich noch sehr gut an die Zeiten erinnern wo der "Privathaushalt" sich die Patches von HeftCD der Fachzeitschriften bezog… da ISDN selbst mit Kanalbündelung eben nicht das Gelbe vom Ei war! Da warst du King wenn du über die Firmenleitung laden konnest oder an der Uni…
Also Patchgröße ist nun wirklich das unwichtigste an allem!
Ändert nichts daran, dass die anscheinend gar nicht mehr im Griff haben.
Die Updatepakete sind viel zu groß, völlig egal, wie sehr du mit den Leitungen mal wieder deine Relativierung hier betreibst.
Warum mit dem Handy? Es gibt LTE-Router wo auch normale Rechner dran hängen und es gibt Menschen denen genügt das Datenvolumen. Mit Linux ist das kein Problem mit Windows schon. Und es hat und will nicht jeder Glasfaser nur weil Microsoft es mit den Updates nicht hinbekommt.
Bei Windows 7 ein 3 Jahre lang nicht gepatchtes System mit allen verfügbaren Updates durchpatchen, das sind um die 1 GB.
Das sind dann auch um die 200 Updates.
Hat man monatlich gepatcht, waren es jedes Mal nur um die 100 MB.
Das einzige was helfen wird ist komplett bei Null anzufangen. Windows hat so viele Altlasten.
Zum Beispiel sind Laufwerk A und B immer noch für Disketten reserviert.
"Zum Beispiel sind Laufwerk A und B immer noch für Disketten reserviert."
Nein, sind sie nicht mehr und das auch schon etwas länger (mindestens seit Windows 10, kann aber auch früher sein).
Sofern nicht tatsächlich ein internes Diskettenlaufwerk angeschlossen ist, welches einen der Buchstaben belegt, kann man sowohl A: als auch B: lokalen oder Netzlaufwerken zuweisen, das funktioniert problemlos.
Standardmäßig ist A: und B: immer noch für Disketten reserviert.
Was man dann selber macht, ändert nichts an der Tatsache dass das zu den Altlasten gehört.
MS Updates erklärt … einfach nur noch der Wahnsinn, insbesondere die Update-Paketgrößen.
Ein Kollege von mir managed ca. 1500 Notebooks mit Mobilfunkverträgen.
Bis vor ca. 2 Jahren haben 5 bis 10 GB /Monat via Mobilfunkvertrag pro Notebook gereicht.
Inzwischen müssen 20 bis 25 GB / Monat gebucht werden, weil die Updates z.T. bis zu 10 GB benötigen, "Dank Microsoft".
Wie hieß das im Windows-Update-Fenster? "Windows ist bestrebt, die Umweltbelastung durch Updates zu minimieren" oder so ähnlich/sinngemäß.
M.E. schwarzer Humor von MS !
Übrigens: Bei Linux Mint ist für alle registrierten Anwendungen Auto-Update per Default eingeschaltet, muss man sich nicht (zwingend) drum kümmern.
Hatte bisher damit auch NIE Probleme. Läuft einfach und unauffällig im Hintergrund, ohne das man(n) an der Arbeit gestört wird.
Und die Download- und Update-Performance von Linux Mint sind WELTEN zu MS!
Während ein MS-Update-Download, Installation & Reboot 10 bis 20 min bei aktueller Hardware (Intel 11.Gen. und neuer, 16/32GB RAM, SSD, 250MBit Internet), dauert es unter Linux Mint bei ungefähr gleicher Updategröße wie bei MS (was sehr selten ist) nur ca. 30 bis 40 % der MS-Zeit, wenn man das Update mal manuell anschupst und beobachtet.
Und ein Reboot ist bei Linux (Mint) nur selten nötig, z.B. bei Kernel-Updates. Bei Windows ist ein Reboot grundsätzlich immer nötig.
Zu Hause habe ich zum Glück nur Windows 10 und Linux.
Reicht mir schon, auf Arbeit mit Win11 arbeiten ZU MÜSSEN!
Alle Kollegen im Support (incl. den Server-Admins) sind einfach nur noch genervt von Windows (11, Server 2016 und neuer).
"Vielen Dank auch, Microsoft" !
Meiner Meinung nach ist Windows 11 und Server 2016 und neuer aufgrund mangelnder Update-Qualität inzwischen nur noch ein Gängel- und Nerv-OS und KEIN WERKZEUG mehr, das man kauft und nutzt, um produktiv irgendwas zu lösen.
Wenn ein OS (hier W11 etc.) MEHR Aufmerksamkeit bedarf, als die Dienste & Fachanwendungen, die darauf laufen sollen , läuft m.E. irgendwas gewaltig schief!
————–
Geschrieben unter Linux Mint und im Vivaldi-Webbrowser.
Wann wird man anfangen, die CO2-Entstehung bei Hosting, Transfer und Installation dieser gigantischen Updates Datenmengen auszurechnen? Kosten Updates dann CO2-Abgaben? Oder klebt sich dann jemand an einen Update-Server? Oder ist das auf wundersame Weise hier genauso völlig egal wie beim wahnsinnigen "KI" Energieverbrauch?
Danke für diesen Anstoß, ich finde es sehr schade, dass das hier gleich wieder in Tux- vs. Win ausgebrochen ist während das, was wirklich ein epochaler Skandal ist, mal wieder nur am Rande erwähnt blieb. Microsoft veröffentlicht die Updates als gigantische Update Pakete, schon seit Jahren. Jeder Windows PC, der seine Updates von Microsoft holt, muss monatlich diese idiotische Verteilung durchlaufen, erhält gigabyteweise Updates, von denen er was braucht? 5%? Ganz zu schweigen davon, dass es Microsoft über Jahre nicht geschafft hat, den Rechen- und Speicherbedarf des Updatelaufs bedeutend zu reduzieren. Und wir reden nur von Windows Updates. Schauen wir die Defender und App Updates an, wird es nicht besser. Hier brauchen banale Apps inzwischen auch hunderte MB, dabei dutzende vorinstallierte Apps, die 90% der Anwender zwar installiert haben, aber niemals verwenden. Zählen wir die ganzen abgebrochenen und aufgrund fehlerhafter caching Logik neu begonnenen Downloads dazu, ist das ganze ein Verbrechen am Planeten in einem Ausmaß, das es in der Branche kein zweites Mal gibt.
Ich muss jetzt zugeben, dass ich mir die Technik seit Windows 10 20H2 nicht mehr angeschaut habe. Damals konnte der Update Client die Downloads nicht fortsetzen. Er hat zwar so getan, aber tatsächlich hat er bei jedem Abbruch, etwa durch Neustart oder IP reset, das ganze Paket neu runtergeladen.
Bei geschätzten 1 Mrd. Windows Geräten reden wir von weltweit monatlichen 3 – 4 Exabyte an Update-Daten die irgendwo abgerufen, verteilt, gespeichert und verarbeitet werden. Leider kann man das nur Schätzen, denn offizielle Daten gibt es ja nicht. Klar, vergleichen wir das heute mit Netflix und co ist das eher wenig. Aber bei Netflix und co hat jeder die Wahl, sie nicht zu verwenden (oder nicht zuzulassen in seinem Netz). OS-Updates hingegen sind kritisch. Es wäre doch schön, wenn ihre Verteilung ab dem ersten Moment effizient möglich wäre, nicht nur in Firmennetzen (nach minutiöser Planung). Zahlen zum tatsächlichen Betrieb bzw. Traffic von MS wären zumindest ein Anfang.
Man kann die Patches auch an nem ordentlichen Anschluß runterladen, abspeichern und damit dann beliebig viele Rechner patchen, das muss nicht über den Mobilfunkvertrag geschehen…
Du wirst es nicht glauben, aber es gibt da draußen sehr viele Menschen (Berufsgruppen), die arbeiten überwiegend mobil (z.B. Ärzte, die in Schulen und Horten die Kinder betreuen), die haben keinen festen Arbeitsplatz. Und selbst wenn, auch im Jahr 2026 sind schnelle kabelgebundene Internetanschlüsse noch nicht überall möglich (wir haben leider genügend DSL-Anschlüsse mit nur 16 MBit und weniger, FTTH o.ä.nicht verfügbar oder es fehlt schlicht die technische Infrastruktur (LAN-Verkabelung, ja auch im Jahr 2026 gibt es sowas, habe letztens erst ein potenzielles Mietobejekt besichtigen dürfen … mit 4-Draht-Kat.-5-Verkabelung (max. 100Mbit ohne PoE möglich) aus dem Jahr 1995 … Ohne Worte), deswegen lieber Mobilfunk, da deutlich schneller … meistens jedenfalls.
Außerdem werden die Geräte zentral gemanaged und der Nutzer ist Nutzer, er hat keinen Einfluss wann und worüber die Updates installiert werden.
Sitzt ja nicht jeder den ganzen Tag "im Sessel" mit seinem FTTH-Anschluss und "lästert über andere" … 😉
Und die Nutzer sind inzwischen auch nur noch genervt von der ständigen Updaterei … mal sehen was hinterher noch funktioniert oder eben nicht.
In dem Szenario würde ich aber tatsächlich auf Größenoptimierte "Expressinstalltionspakete" durch den WSUS setzen.
Wobei es auch kein Riesenhinderniss sein sollte, 10€ mehr pro MA in die Hand zu nehmen, um die entsprechende Kapazität zu buchen.
Also zunächst:
Windows 11 Server 2016. Unterschiedliche Generationen.
2016 ist wirklich zum Wegrennen. oder besser Einschlafen. Ab 2019 ist eine ganz andere Liga (3-4x schneller).
Klar ist das für deinen Spezialfall mit Einzelupdates besser als der "alles-in-allem"-Ansatz von MS. Aber wie viel aufwendiger wird die Administration, wenn mal etwas nach einem Update nicht rund läuft? Identifikation des Problem, Rollback, zentrale Verwaltung?
Die Frage stellt sich allerdings nur, wenn die besagten 1.500 Notebooks z.B. mit Mint hätten ausgestattet werden können.
Wie ich das sehe sind die Updates bei anderen kommerziellen Anbietern nicht unbedingt kleiner, eher das Gegenteil. Apple, Google, etc.
Die machen aber auf jeden Fall nen besseren Job das vor dem User zu verstecken.
Also wenn das so ein Fall ist, wo die Größe der Updates erheblichen Einfluss auf den IT-Betrieb hat, wäre aus meiner Sicht der Ansatz nach Alternativen zu Windows 11 zu suchen. Aber der Schmerz scheint nicht groß genug. Zumindest bei den Entscheidern.
"Wobei es auch kein Riesenhinderniss sein sollte, 10€ mehr pro MA in die Hand zu nehmen, … " … wären gut 15.000 € im Monat an zusätzlichen Kosten … Jeden Monat!
Hast du die mal so "nebenbei" zur Hand?
Als Firma? Noch dazu absetzbar…
Ja, das lässt sich in den meisten Fällen recht simpel verargumentieren. Selbst mit deutlich größeren Ausgaben (z.B. neue Hardware).
Wenn du dem MA durch eine Maßnahme auch nur geringfügig effektivere Arbeit ermöglichst, ist der Produktivitätsgewinn in Anbetracht der fixen Lohnkosten schnell vielen Aufwand wert. Neben den Lohnkosten verschwindet alles andere.
Absolute Zahlen sind meistens nur etwas zum Erschrecken und haben keine Aussagekraft.
Aber ich stimme zu, der Punkt ist hier eher das es 15.000€ sind, die wegen einer Entscheidung von MS anfallen und sonst nicht.
Wobei ich argumentieren würde, dass der Betrag durch diese Entscheidung an anderer Stelle locker wieder gespart wird.
Windows 7 hatte Probleme mit sehr langsamer Updatesuche mit viel RAM-Verbrauch, weil erstmal ein Suchbaum berechnet werden musste, für alle rekursiven Abhängigkeiten für alle über 12.000 Dateien (siehe catroot-Ordner). Das konnte über eine Stunde dauern und bei RAM-Mangel auch abstürzen.
Über ein Jahr lang hatte Microsoft mit mindestens 9 Updates (KB3050265 Juni 2015, KB3065987, KB3075851, KB3083324, KB3083710, KB3102810, KB3112343, KB3135445, KB3138612 März 2016) der Update-Routine versucht, diese ressourcenfressende Suchbaumerzeugung in den Griff zu bekommen, aber erst das Update KB3161647 von Juli 2016 hat dieses Problem gelöst.
Microsoft hat dieses Update allerdings nicht einzeln herausgebracht, sondern als Bestandteil von KB3161608 bzw von KB3172605 (Juli 2016 Rollup v3; die ersten beiden Rollups v1 und v2 waren auch wieder verbuggter Müll) und als zusätzliche Schwierigkeit auch noch ein Service Pack Update als pre-requisite voraussgesetzt, aber dieses nicht dokumentiert, weswegen die normale Installation auch nciht funktionierte.
Aufgrund dieser Rechenprobleme hat Microsoft dann die Rollups bei Windows 10 als einzige Updateform eingeführt.
Die beste Änderung im Updateprozess war die Umstellung auf kumulative Updates. Der Bezug von Windows-Upgrades, also etwa von 24H2 auf 25H2 wäre für mich mal interessant. Ich sehe immer wieder Clients, die entweder direkt die neue Hauptversion anfordern oder das erst nach ein paar Monaten tun oder das Upgrade nie anfordern (WSUS-Umgebung).
Ich finde die Veröffentlichung dieses Artikel seitens MS gut und völlig legitim. Jede Technik/Projekt ist nur so gut wie seine Dokumentation. Und die darf nach Jahrzehnten des Wandels auch mal aktualisiert werden. Und es mag ja auch Leute geben die sich neu in das Feld verirren und nicht wie die meisten von uns Bloglesern hier alte Nerds sind. 😉
Sich über die Größe der Updates zu mockieren finde ich tatsächlich lächerlich. Es gibt seltene Einzelfälle, wo das ins Gewicht fällt. Für die Vorteile nehme ich das gern in Kauf.
Ich möchte keinesfalls die kumulativen Updates mehr missen. Das ist so eine Verbesserung gegenüber dem Wust der Einzelupdates. Ich sehe auf einen Blick, ob ein System auf Stand ist, muss keine 3 Update- und Neustarzzyklen wegen voneinander abhängigen Paketen machen. Die zentrale Updateverwaltung bleibt übersichtlich und leicht auswertbar.
Installationen geschehen heutzutage wirklich unmerklich im Hintergrund, in das 5min oder 60min dauert spielt keine Rolle. Wie lange das System für den Anwender beim Neustart nicht zur Verfügung steht, ist der entscheidende Faktor. Rollbacks klappen problemlos.
Und so sehr ich von den gut funktionierenden Packet Managern unter vielen Distris beeindruckt bin, würde ich für reine OS Updates trotzdem des Microsoft Ansatz bevorzugen. Unter Linux verschwimmen mir zu sehr OS- und Software Updates.
Also ich kritisiere MS wirklich gerne und das ist auch verdammt angebracht. Aber die jetzige OS Updateverwaltung ist für mich in Ordnung mit Luft nach oben (User-Information). Der Weg dahin war wahrlich schwer (allein unter Windows 10 3 mal umgeschmissen).
Und natürlich war die Qualität der Updates stellenweise schlecht. Aber da steckt auch eine Komplexität drin, mit der sich kein anderer Hersteller der Welt auseinandersetzen muss.
Ich wünschte nur sie würden den WSUS doch noch weiterentwickeln oder zumindest eine kostenfreie Alternative. Der ist wirklich grottig.
Update-Größen von über 4 GB kommen durch KI-Features, die kaum jemand gefordert hat, und nicht durch kumulative Update-Pakete. Ich hatte über die Jahre immer wieder Beiträge, wo Microsofts Update-Größen-Optimierung thematisiert wurde. Einfach mal diesen Aspekt hinterfragen.
Ja, da stimme ich dir zu und daran kann man Kritik üben. Das ist aber nicht der Regelfall.
Der monatliche Patchvorgang (sofern bewusst durchgeführt) unter Windows 11 ist z.B. schneller als unter 10. Bei einem internen Download fällt die Zeit unabhängig von der Größe natürlich auch nicht wirklich ins Gewicht im Vergleich zur Suche und Installation.
Ich habe auch mal Google nach der Patchgröße für Windows 10 22H2 und Windows 11 24H2 gefragt. Die bewegt sich für 11 meistens zwischen 200-600MB, während 10 knapp 200MB darüber zu liegen scheint.
Also Gigabyte-große Patches scheinen eher Ausreißer zu sein, aber eben nicht die Regel.
Google irrt sich bei der Größe der Updates.
Der Microsoft Update Catalog gibt die richtigen Daten an.
*ttps://www.catalog.update.microsoft.com/Search.aspx?q=Windows%2011%2024H2%20×64%202026-06%20
In die Suchmaske eintippen:
Windows 11 24H2 x64 2026-06
(und dann den Monat und Jahr anpassen)
Ergebnisse seit Anfang 2025 bis aktuell:
2026-06-09: 5383,7 MB
2026-05-12: 5232,8 MB
2026-04-14: 5116,0 MB
2026-03-31: 5104,9 MB
2026-03-10: 4523,6 MB
2026-01-13: 4270,5 MB
2025-12-09: 4279,1 MB
2025-11-11: 3912,1 MB
2025-10-14: 3912,1 MB
2025-09-09: 3811,1 MB
2025-08-12: 3054,9 MB
2025-07-08: 2912,6 MB
2025-06-10: 3016,6 MB
2025-05-13: 4368,9 MB
2025-04-08: 1287,2 MB
2025-03-11: 1184,6 MB
2025-02-11: 1128,6 MB
2025-01-14: 1016,6 MB
Man sieht, dass ab einschließlich Mai 2025 die Updates plötzlich viel größer geworden sind. Sprung von ca 1 GB auf ca 3-4 GB.
Die kleinen Updates, die du beschrieben hattest, gelten für WinRE (Safe OS) und manchmal auch für Setup.
Suchstring im Microsoft Catalog:
Windows 11 24H2 x64 Safe OS 2026-06
2026-06-23: 145,0 MB
Dein Kommentar hat mich noch an etwas anderes erinnert, denn eine Sache würde ich mir dringend auch bei kumulativer Update Technik von MS wünschen:
Eine Grundlegende Unterscheidung von Security und anderen Updates.
Also schlicht 2 kumulalative Updates pro Monat.
Ein Muss und schnell und beim anderen abwarten, was macht es kaputt.