Die Verbraucherzentrale Niedersachsen hat den Internetanbieter Starlink wegen der kürzlich durch geführten, einseitigen Preisänderungen abmahnen lassen. Dieses Geschäftsgebaren sei unzulässig meinen die Verbraucherschützer.
Rückblick auf Starlink-Preiserhöhungen
Der Satelliten-Internet-Anbieter Starlink hatte im Juni 2026 damit begonnen, bei deutschen Kunden an der Preisschraube zu drehen. Abonnenten des Anbieters wurden mit ihren laufenden Verträgen plötzlich und ungefragt auf höherer Tarife umgebucht.

Ich hatte das Thema zum 25. Juni 2026 auf Grund eines Leserhinweises im Beitrag Preissteigerungen: Starlink stuft Nutzer bei Tarifen hoch aufgegriffen und obigen Screenshot veröffentlicht. Leute wurden ungewollt und ungefragt in höhere Tarife umgruppiert. Ein Nutzer berichtet von einem Preisanstieg von 50 auf 75 Euro pro Monat. Der Nutzer wurde wohl auf den teuersten Tarif umgestellt. Leser hatten in den Kommentaren noch einige Informationen ergänzt.
Verbraucherzentrale mahnt Starlink ab
Die Verbraucherzentrale Niedersachsen wurde von Starlink-Kunden darüber informiert, dass der Anbieter Starlink den Preis für seinen Internettarif "Privathaushalt 200 Mbit/s" erhöht habe. Gleichzeitig berichten Kundinnen und Kunden, dass sie ohne ihre Zustimmung in den deutlich teureren Tarif "Privathaushalt Max" (für 75 Euro pro Monat) geschoben wurden.
Eine Betroffene bemerkte die Tarifänderung noch rechtzeitig in der Rechnungsvorschau ihres Kundenkontos und wechselte vor der endgültigen Abrechnung zurück in ihren ursprünglichen Tarif. Ein anderer Verbraucher entdeckte die Hochstufung erst auf seiner fertigen Rechnung. Statt der angekündigten Erhöhung um 5 Euro sollte er plötzlich 25 Euro mehr als im Vormonat bezahlen.
Nach Auffassung der Verbraucherzentrale dürfen Unternehmen Verbraucherinnen und Verbraucher nicht ohne ihre Zustimmung in einen anderen Tarif umstellen und hierfür ein höheres Entgelt verlangen.
Zwar enthält der Vertrag eine Klausel zur Änderung der Preise. Diese legt jedoch nicht fest, unter welchen Voraussetzungen oder aufgrund welcher Kostensteigerungen Starlink seine Preise erhöhen darf. Verbraucherinnen und Verbraucher können deshalb nicht nachvollziehen, wann Preisänderungen zulässig sind und in welcher Höhe sie erfolgen können.
Nach Auffassung der Verbraucherzentrale verstößt die Preisanpassungsklausel deshalb gegen das AGB-Recht. Sie ist intransparent und benachteiligt Verbraucherinnen und Verbraucher unangemessen.
Die Verbraucherzentrale Niedersachsen hält sowohl die Preiserhöhung als auch die automatische Tarif-Hochstufung für rechtswidrig und hat Starlink wegen dieser Geschäftspraxis abgemahnt, wie sie hier schreibt (via).
Wer einen Starlink-Vertrag besitzt, sollte die aktuelle Rechnung und den gebuchten Tarif sorgfältig kontrollieren. Wurde der Vertrag ohne Zustimmung in den Tarif "Privathaushalt Max" umgestellt oder bereits ein höherer Betrag abgebucht, sollten Betroffene die Abrechnung gegenüber Starlink beanstanden und zu viel gezahltes Geld zurückfordern. Außerdem sollte die Umstellung auf den ursprünglichen Tarif verlangt werden.



MVP: 2013 – 2016





höchstens 20 euro für den günstigsten tarif.
habe es 30 tage getestet und nicht jeder standort ist geeignet. allein dafür.müsste der preis sinken (datensammeln). es bleibt für mich ein teurer spaß.
ich komme mit lte 5g bis zu 50 mbits und akzeptabler latenz für 15 euro komplett aus.
Wieso arbeiten sollche Firmen immer mit solchen Tricks und kiegen dann auf die Nase?
Ein einfaches Anschreiben: Sehr geehrter… Aufgrund von Preisanpassungen müssen wir ihren Vertrag kündigen, sie können aber auch wenn sie zustimmen zu den neu genannten Konditionen Kunde bleiben… und fertig ist der Schuh und kein Verbraucherschutz kann dir ans Bein pissen!
Die die nicht mitziehen sind eben zum Vertragsende raus…
[Zitat]
"Wieso arbeiten sollche Firmen immer mit solchen Tricks und kiegen dann auf die Nase?"…
[/Zitat]
Wahrscheinlich nach dem Spruch "Versuch macht kluch!" und wenn es schief geht bezahlen wir eben die pöhse, pöhse horrende Geldstrafe – Geldkassetten dafür liegen ja bei jedem Unternehmen für solche Lächerlichkeiten bereit…
Das ist doch mittlerweile die allgemeine Masche (passt ganz gut zu verrohenden Gesellschaft, die immer egoistischer wird): Erstmal ohne zu fragen machen, wenn hinterher jemand meckert, kann man immer noch nachverhandeln oder zurückziehen.
Es gibt erschreckend Viele, die sich das ohne Konsequenzen gefallen lassen. Eine nicht ganz so hinterlistige Masche gab es vor Jahren doch auch bei 1&1, man konnte dann aber relativ schnell kündigen.
Weil dabei offenbar zu viele Kunden verloren gehen. Gar nichts tun zu müssen, ist halt maximal bequem. Wenn man hingegen aktiv den neuen Vertrag bestätigen muss, ist das eine sehr viel größere Motivation, die aktuellen Konditionen mal wieder zu vergleichen und ggf. zu wechseln. Außerdem stößt eine Kündigung offenbar mehr Leute vor den Kopf als eine stillschweigende Preiserhöhung. Die Kundenpsychologie geht da manchmal sehr eigene Wege…