Die Webseite helden.de informiert ihre Benutzer über einen Sicherheitsvorfall, bei dem persönliche Daten abgeflossen sein sollen. Hintergrund ist, dass Dritte wohl bei einem externen "Dienstleister" auf die Daten von Verträgen zugreifen konnten. Der Vorfall führt, neben dem möglichen Datenabfluss, zu Störungen der App und der Webseite.
Wer ist helden.de?
Mir war der Anbieter helden.de gänzlich unbekannt – und ich habe nach einem Leserhinweis mal kurz geschaut. Laut nachfolgend gezeigter Webseite ist der Anbieter helden.de ein Teil von GETSAFE.

Getsafe ist ein (2015 als Startup gegründetes) digitales Versicherungsunternehmen (Insurtech) mit Sitz in Heidelberg. Die Besonderheit: Der Abschluss und die Verwaltung von Versicherungen wird komplett über eine Smartphone-App abgewickelt (siehe). Auch bei helden.de wird dieser Ansatz verfolgt.
Ein Leserhinweis auf einen Vorfall
Ein Blog-Leser hat letzten Freitag, den 21. August 2026, eine Mail der Plattform helden.de erhalten, in dem er über einen Sicherheitsvorfall informiert wurde. Die "gute Nachricht" zuerst: Die Leute sind weiter versichert.

Die schlechte Nachricht: Es gab einen Sicherheitsvorfall bei einem IT-System zur Verwaltung von Verträgen. In diesem Bereich arbeitet der Versicherer mit einem "spezialisierten IT-Unternehmen" zusammen, welches "eine Standard-Software" nutzt. Es werden zwar weder das Unternehmen noch die "Standardsoftware des Spezial-Unternehmen" genannt. Aber es wird immerhin eingestanden, dass eine Sicherheitslücke in der Standardsoftware bestand, über die Unbefugte auf gespeicherte Daten zugreifen konnten.
"Die Lücke wurde unmittelbar nach Kenntnis geschlossen, zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen wurden ergriffen, und wir haben den Vorfall der zuständigen Datenschutzaufsichtsbehörde gemeldet", heißt es. Liest sich für mich so: "Die Leute haben erst nach dem Hack festgestellt, dass der Hersteller der Standard-Software einen Patch samt Sicherheitshinweis veröffentlicht hat".
Nach derzeitigem Kenntnisstand geht der Versicherer davon aus, dass ein Zugriff auf Daten stattgefunden hat. In dem betroffenen System waren folgende Daten gespeichert, die eingesehen werden konnten:
- Name,
- E-Mail-Adresse,
- Telefonnummer und Adresse sowie Namen mitversicherter Personen,
- die E-Mail-Adresse, die dem PayPal-Konto zugeordnet ist,
- Vertragsdaten (Versicherungsart und -nummer),
- sofern vorhanden auch Angaben zu gemeldeten Schäden.
Nicht betroffen sind Passwörter und Kreditkartendaten, falls welche hinterlegt wurden. Auch ein PayPal-Passwort und PayPal-Zugangsdaten seien nicht betroffen, heißt es. Der Versicherer gibt an, dass der Kunde in zweifacher Hinsicht vom Vorfall betroffen sein kann:
- App und Website könnten aufgrund von Arbeiten und Überprüfungen der Systeme langsamer funktionieren bzw. laden.
- Mehrere Kundendaten können von dem Vorfall betroffen sein.
Die Untersuchung von Ursache und Umfang dauert weiter an. Leider enthält die Information an betroffene Kunden Null an Informationen, wann der Vorfall stattfand. Es wird lediglich ausgeführt, dass das Kundenkonto nicht gefährdet sei, man aber nun mit gezieltem Phishing rechnen kann.



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