Kürzlich hat Google bekannt gegeben, dass der Google Chrome-Browser auf bestimmten Systemen KI-Modelle mit bis zu 20 GByte Größe zur Verwendung aus dem Internet herunterladen kann. Was den Google Chrome als Browser betrifft, tangiert auch die Nutzer des Microsoft Edge. Administratoren sollten also 20 GByte freien Speicher auf den Datenträgern vorhalten.
Rückblick: Chrome und der 4 GB AI-Download
Ich hatte zum 6. Mai 2026 im Beitrag KI-Splitter: Banken wollen KI-Kredite loswerden; KI-Entlassungen killt Firmen, KI-Leaks und mehr schon mal die AI-Integration in Google Chrome angesprochen. Die Browser werden ungefragt mit KI-Funktionen angereichert.
Wer den Google Chrome-Browser installiert hat, dem wurde ungefragt und undokumentiert ein 4 GByte großes Gemini Nano LLM auf das System geschoben. Die Datei heißt weights.bin und befindet sich im Verzeichnis OptGuideOnDeviceModel. Chrome zeigt nichts an und fragt auch nicht, ob das installiert werden darf. Löscht ein Nutzer diese Datei, lädt der Chrome-Browser sie erneut herunter.
Nun wollen Chrome und Edge schon 20 GByte
Mir ist das Thema einerseits auf X untergekommen, wo nachfolgender Tweet den "20 GB AI-Download" thematisiert.
Im Windows Forum heißt es, dass der Google Chrome-Browser nun generative KI-Modelle im Hintergrund auf das Gerät herunterladen kann. Auch auf neowin.net gibt es diesen Artikel, der vorgibt, dass der Google Chrome und der Microsoft Edge zukünftig 20 Byte freien Speicher auf dem Datenträger brauchen.
Google hat die Feinheiten im Beitrag Manage on-device Generative AI models in Chrome veröffentlicht. "Um ein verbessertes Browser-Erlebnis zu bieten, nutzt Chrome geräteinterne KI-Modelle zur Unterstützung von Web- und Browserfunktionen" heißt es dort. Man erfährt, dass Chrome als Browser möglicherweise generative KI-Modelle im Hintergrund auf das Gerät herunterlädt, damit Funktionen, die auf diesen geräteinternen Modellen basieren, jederzeit einsatzbereit sind. Damit die KI-Modelle heruntergeladen werden können, müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:
- Die Mindestgröße des freien Speicherplatzes sollte 20 GB betragen
- Das Gerät sollte über eine "unbegrenzte "Netzwerkverbindung verfügen
- Das Gerät besitzt eine ausreichende Geräteleistung, um KI-Funktionen auszuführen
Nur dann gelten die Geräte als berechtigt und die KI-Modelle werden heruntergeladen. Google weist darauf hin, dass sich die spezifischen Geräteanforderungen im Laufe der Zeit ändern können. Die Einstellung für die gerätebasierte KI gilt pro Nutzer und pro Gerät.
Geräteinterne generative KI-Modelle ermöglichen es Chrome, KI-gestützte Aufgaben direkt auf Ihrem Gerät auszuführen. Das bedeutet, dass Daten lokal verarbeitet werden, was den Datenschutz verbessern und die Geschwindigkeit erhöhen kann. Diese Modelle können beispielsweise von folgenden Funktionen genutzt werden:
- Hilfe beim Verfassen oder Umformulieren von Texten
- Warnungen vor Betrugsversuchen
- Zusammenfassung von Webseiten
- Organisation der Browser-Tabs
Damit diese Modelle auf einem Gerät funktionieren, lädt Chrome (oder Edge) sie herunter und speichert sie auf dem Gerät. Bei den 20 GByte, den der Google Chrome oder der Microsoft Edge beanspruchen, handelt es sich um eine Mindestanforderung an den freien Speicherplatz. Es gibt aber keine Angaben über die Größe des Modell-Downloads. Bei Google wird nicht angegeben, wie groß die heruntergeladenen Dateien sind, welche Modellversion dafür in Frage kommt oder warum der Chrome-Browser so viel freien Speicherplatz benötigt, damit der Download erfolgt. Das Gleiche gilt für den Microsoft Edge. Microsoft lässt sich hier aber nur über die API aus.
Die KI-Funktionen deaktivieren
Löschen der Downloads hilft nicht, da der Browser dies dann erneut herunter lädt. Google schreibt aber, dass man generative KI-Modelle auf dem Gerät verwalten könne. Hier die Schritte für den Chrome-Browser:
- Den Chrome-Browser auf dem Computer starten und über das Dreipünktchen-Menü Mehr auf die Einstellungen gehen.
- In den Einstellungen soll es die Gruppe System und die Option KI auf dem Gerät geben, die man deaktivieren (und ggf. wieder aktivieren) kann.
Dieser Schalter in den Chrome-Einstellungen ist laut Google die einzige unterstützte Methode zur Verwaltung generativer KI-Modelle. Der Versuch, Modelldateien manuell oder auf andere Weise zu suchen und zu löschen, wird von Google nicht empfohlen und verhindert möglicherweise nicht zukünftige Downloads, die durch diese Einstellung gesteuert werden.




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