Kleiner Sammelbeitrag zu Cyberangriffen auf diverse Sicherheitslücken in Systemen und digitale Dienste. Am Montag, den 24. August 2026 kam es zu einem massiven DDOoS-Angriff auf digitale Dienste von Norwegens Regierung. Aktuell werden ungepatchte SharePoint-Server von Hackern angegriffen. Und Ubiquiti patcht mal wieder drei kritische Schwachstellen.
DDoS-Angriff auf Norwegens digitale Registrierungsdienste
Am Montag, den 24. August 2026 kam es zu einem massiven DDOoS-Angriff auf digitale Dienste von Norwegens Regierung. Die im skandinavischen Land von der Bevölkerung genutzten digitalen Dienste waren ab den frühen Morgenstunden längere Zeit kaum mehr erreichbar.
Bleeping Computer hatte es gestern in diesem Beitrag aufgegriffen. Ein groß angelegter Distributed-Denial-of-Service-Angriff (DDoS) legte am Montag ab 03:38 Uhr Ortszeit die gemeinsame digitale Infrastruktur der norwegischen Behörden lahm. Damit waren digitale Dienste, die vom öffentlichen Sektor genutzt werden, nicht mehr erreichbar. heise hat das Ganze in diesem Beitrag ebenfalls aufbereitet. Inzwischen ist der DDoS-Angriff abgeklungen, aber der Vorfall zeigt die Abhängigkeiten der Digitalisierung. Es wird vermutet, dass Russland-nahe Hacker dahinter stecken.
PoC: SharePoint-Server werden angegriffen
Bereits Anfang August 2026 habe ich im Blog-Beitrag Bundesamts für Informatik: Cyberangriff auf SharePoint-Server berichtet, dass das Schweizer Bundesamt für Informatik Opfer eines Angriffs auf seine ungepatchten Microsoft SharePoint-Server wurde.
Gerade lese ich bei den Kollegen von Bleeping Computer, dass Hacker einen Proof of Concept (PoC) Exploit verwenden, um eine Remote Code Execution (RCE) auf SharePoint-Servern über eine Verkettung von Schwachstellen zu erreichen. Defused, ein Sicherheitsunternehmen hat festgestellt, dass die Angreifer CVE-2026-55040 nutzen. Das ist eine Schwachstelle zur Umgehung der Authentifizierung in der JWT-Token-Validierungspipeline. Angreifer können ohne Berechtigungen Vorgänge als SharePoint-Site-Benutzer oder -Administrator durchführen.
Über die zweite Schwachstelle (CVE-2026-63520) in den Business Connectivity Services (BCS) von SharePoint können die Angreifer dann auf dem angegriffenen SharePoint-Server Code remote auszuführen (RCE). Für die SharePoint-Schwachstellen wurden von Microsoft längst Patches bereitgestellt. Und für die Schwachstellen wurden inzwischen von Sicherheitsforschern Beschreibungen und Proof of Concept-Exploits (PoCs) bereitgestellt (hier und hier). Die Angriffe richten sich gegen ungepatchte SharePoint-Server – Details lassen sich ggf. hier nachlesen.
Ubiquiti patcht drei kritische Schwachstellen
Ubiquiti produziert und vertreibt sowohl drahtlose als auch kabelgebundene Datenkommunikationsprodukte für Unternehmen und Privathaushalte unter verschiedenen Markennamen. Inzwischen ist der Anbieter hier im Blog Dauergast in Bezug auf kritische Schwachstellen in seiner Firmware. Gerade berichten die Kollegen von Bleeping Computer, dass Ubiquiti Sicherheitsupdates zum Schließen von drei Schwachstellen mit höchsten CVSS-Werten breitgestellt habe.
- CVE-2026-77537 (CVSS 3.1-Score 10.0): Ein Angreifer mit Zugriff auf das Netzwerk könnte eine Schwachstelle in der UniFi Protect-Anwendung aufgrund einer unzureichenden Eingabevalidierung ausnutzen, um eine Befehlsinjektion auf dem Host-Gerät durchzuführen.
- CVE-2026-77550 (CVSS 3.1-Score 10.0): Ein Angreifer mit Zugriff auf das Netzwerk könnte eine Sicherheitslücke (Improper Neutralization of CRLF Sequences) in bestimmten Geräten mit UniFi OS ausnutzen, um die Authentifizierung bei solchen UniFi OS-Geräten oder -Instanzen zu umgehen.
- CVE-2026-77554 (CVSS 3.1-Score 10.0): Ein Angreifer mit Zugriff auf das Netzwerk könnte eine Sicherheitslücke aufgrund einer unzureichenden Eingabevalidierung in der UniFi Talk-Anwendung ausnutzen, um eine Befehlsinjektion auf dem Host-Gerät durchzuführen.
Ubiquiti hat zum 26. August 2026 diese Sicherheitswarnung mit weiteren Schwachstellen (insgesamt sind es 21) veröffentlicht und hat diese in UniFi Protect 7.2.105 oder höher, UniFi Talk 5.3.2 oder höher sowie im UniFi OS Server 5.1.21 und früheren Versionen behoben.




MVP: 2013 – 2016





Mal abgesehen davon, das solche Attributierungen hochgradig spekulativ sind (und auch nie öffentlich belastbare Beweise vorgelegt werden), sind DoS-Angriffe jedweder Form primitiver Vandalismus. Die Urheber sind einfach nur Arsc….