Nutzt wer Hotpatching unter Windows Server 2022 / 2025 oder Windows 11? Eigentlich sollten beim Hotpatching nur alle vier Monate ein Neustart nach der Update-Installation erforderlich werden. Nun weist Microsoft darauf hin, dass das Windows Hotpatching sowohl im September 2026 als auch im Oktober 2026 einen Neustart nach der Update-Installation benötigt.
Hotpatching soll Neustarts reduzieren
Hotpatch-Updates sollen die Absicherung von bestimmten Windows Server-Instanzen und Windows 11 (ab 24H2) vereinfachen, indem Updates installiert werden, ohne dass ein Neustart erforderlich ist. Microsoft beschreibt im Support-Beitrag Hotpatch for virtual machines von Oktober 2023 den gewählten Ansatz für Hotpatching als eine Methode, zur Installation von Betriebssystem-Sicherheitsupdates auf unterstützten virtuellen Maschinen (VMs) unter Windows Server Datacenter: Azure Edition, ohne dass nach der Installation ein Neustart erforderlich ist. Dabei wird der speicherinterne Code von laufenden Prozessen gepatcht, ohne dass der Prozess neu gestartet werden muss. Microsoft gab folgende Kernpunkte für Hotpatching an.
- Weniger Neustarts, d. h. höhere Verfügbarkeit und damit weniger Unterbrechungen der Arbeitslast. Nur alle vier Monate soll ein Neustart nach Update-Installation erforderlich werden.
- Schnellere Bereitstellung von Updates, da Hotpatch-Updates nur Sicherheitskorrekturen enthalten, so dass sie etwa 10 Mal kleiner sind, schneller installiert werden und ohne Neustart wirksam werden.
Minimale OS-Änderungen helfen den Administratoren bei der Änderungskontrolle. Allerdings ist Hotpatching auf Sicherheitskorrekturen beschränkt, die für Windows-Betriebssysteme (außer .NET Framework) veröffentlicht werden. Nicht sicherheitsrelevante Korrekturen und andere Updates von Drittanbietern sind nicht Teil des Hotpatch-Programms. Die betreffenden Instanzen müssen für Hotpatching geeignet und konfiguriert werden. Weitere Informationen über den Hotpatch-Zeitplan und die Basis-Patches finden Sie in der Hotpatch-Dokumentation.
MC1462918 Autopatch Sept./Okt 2026
Zum 27. August 2026 hat Microsoft den Supportbeitrag MC1462918 – Microsoft Windows Autopatch: September 2026 Windows security update requires a restart for hotpatch-enabled devices im Microsoft 365 Message Center veröffentlicht, der auf eine Besonderheit hinweist.
Dort heißt es, dass das Windows-Sicherheitsupdate vom September 2026 bei Geräten mit aktiviertem Hotpatching einen Neustart erfordert, da es sich um ein Standardupdate handele. Der Grund: Einige der Sicherheitsverbesserungen in diesem Update betreffen Komponenten, die ohne einen Neustart nicht aktualisiert werden können. Daher müssen Geräte, die für Hotpatching registriert sind, im September 2026 neu gestartet werden, um die Installation abzuschließen.
Die Geräte bleiben weiterhin für das Hotpatching registriert, ohne dass sich an der Registrierung etwas ändert. Administratoren sollten die Benutzer informieren, die Richtlinien für Neustarts überprüfen und die Updates überwachen; es sind keine Maßnahmen oder Änderungen an den Compliance-Vorgaben erforderlich.
Im Oktober 2026 ist dann beim Hotpatching standardmäßig auch ein Neustart vorgesehen. Microsoft gibt daher folgendes bekannt:
- September 2026: Standard-Update, für das ein Neustart aller Geräte erforderlich ist, einschließlich derjenigen, die für Hotpatches aktiviert sind.
- Oktober 2026: Geplanter Monat für ein Baseline-Update, für das ein Neustart erforderlich ist.
Erst im November 2026 wird dann der nächste Hotpatch-Update, der sich ohne Neustart installieren lässt, erwartet. Betroffen sind Organisationen, die Windows Autopatch mit Hotpatch-fähigen Geräten verwenden, sowie Benutzer von Geräten (Windows 11, Windows Server), die derzeit für Hotpatch-Updates registriert sind.
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