Kurze Frage in die Runde der Leser, die ein E-Mail-Konto bei IONOS unterhalten und dieses mittels IMAP in Outlook Classic abrufen. Gab es nach dem September 2026-Update Probleme mit dem Mail-Abruf? Ursache könnte eine Kaspersky Antivirus-Lösung sein.
Konflikt mit Kaspersky und Sept. 2026 Update?
Blog-Leser Adrian hat sich bereits zum 11. September 2026 mit diesem Kommentar gemeldet und beklagt Mail-Probleme mit IONOS unter Outlook Classic. Der Leser hat festgestellt, dass Outlook 2024 Classic seit dem Office-September 2026-Update Probleme beim IMAP-Abruf von IONOS-Postfächern zeigt.
Nach der Synchronisation der ersten ca. 50 MB eines insgesamt 500 MB großen Posteingangs friert Outlook Classic ein und reagiert nicht mehr, so der Leser. Der Fehler wurde vom Leser zum 11. September 2026 auf einem frisch eingerichteten System reproduziert. Die Synchronisation läuft wieder fehlerfrei durch, wenn entweder:
- das Office-September-Update deinstalliert und auf den August-Stand zurückgerollt wird oder
- die Antivirus-Software (KSO) vollständig deaktiviert wird. Mit installiertem September-Update tritt der Fehler dann nicht mehr auf.
Das deutet darauf hin, dass der Kaspersky-Virenschutz da zu einem Konflikt mit Outlook Classic führt. Der Leser verwendet in seiner Umgebung die Retail-Version von Microsoft Office 2024 Home & Business in Kombination mit Kaspersky Small Office Security (KSO) als Antivirus-Lösung.
Das ist übrigens ein bekannter Fehler, denn Microsoft hat zum 26. Juni 2026 den Supportbeitrag Outlook stürzt unerwartet ab, wenn Kaspersky Antivirus verwendet wird veröffentlicht. Es gibt einen bekannten Konflikt zwischen der verschlüsselten Verbindung (SSL/TLS) zum IONOS-Mailserver und der Live-Überwachung durch Kaspersky.
Die Telemetriedaten des Outlook-Teams haben einen Absturz mit dem Kaspersky Antivirus-Modul mcou.dll als Ursache ausgemacht. Es sind verschiedene Versionen dieser DLL tangiert (die Liste der Versionen findet sich im Supportbeitrag). Wer betroffen ist, findet im Supportbeitrag Hinweise zum Deaktivieren des Kaspersky-Outlook-Add-Ins. Betroffene sollten sich mit dem AV-Hersteller Kaspersky kurzschließen, um zu klären, ob es möglicherweise eine Lösung für dieses Problem gibt.



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