Paris verbietet das Abstellen von eScootern auf Trottoir

eScooterIn Paris hat die Bürgermeisterin die Drohung wahr gemacht. E-Roller dürfen nicht mehr auf den Bürgersteigen der Stadt abgestellt werden. Die Entscheidung wurde die Tage verkündet, weil die eScooter zunehmend zum Problem im öffentlichen Raum wurden.


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Wer E-Roller auf öffentlichen Gehwegen in Paris abstellt, wird mit einem Bußgeld von 35 Euro belegt. Angekündigt waren diese Schritte bereits im Juni diesen Jahres. So droht beim Fahren auf dem Bürgersteig ein Bußgeld von 135 Euro.

Diesem französischen Bericht nach wurden die Maßnahmen am vergangenen Mittwoch vom Pariser Stadtrat zum Schutz der Fußgänger beschlossen. Es betrifft vor allem Leihgeräte, die zu hunderten auf Bürgersteigen abgestellt werden. Die Zunahme der Zahl der Leih-eScooter in den letzten Monaten wirft, laut Mitteilung, einige Probleme auf, die schnell angegangen werden müssen. Der eScooter-Verkehr auf Gehwegen ist eine Gefahrenquelle für Fußgänger, insbesondere für ältere Menschen und Kinder. Die oft anarchische Abstellung stört die der Eltern mit Kinderwagen und Menschen mit Behinderungen, die auf Bürgersteigen unterwegs sind.

Die Stadt Paris hatte die französische Regierung sehr schnell auf diese besorgniserregende Situation aufmerksam gemacht und vorgeschlagen, dass das künftige Mobilitätsgesetz einen klaren Rechtsrahmen für Elektroroller schafft. Leider ist dieses Gesetz, das zunächst für den Herbst 2018 geplant und dann auf das Frühjahr 2019 verschoben wurde, immer noch nicht verabschiedet.

Daher hat die Gemeindeverwaltung von Paris  beschlossen, eigene Regulierungssysteme einzurichten. Dazu gehört das Fahrverbot auf Bürgersteigen samt Bußgeld von 135 Euro sowie das Abstellverbot auf Bürgersteigen mit 35 Euro Geldbuße bei Zuwiderhandlung.

In den kommenden Wochen wird die Stadt Paris spezifische Parkplätze schaffen, die durch Bodenmarkierungen gekennzeichnet sind. Die Nutzer werden aktuell nur aufgefordert, ihren Leih-E-Roller am Ende der Fahrt dort abzustellen. Bis Ende 2019 sollen rund 2.500 Plätze verfügbar sein. Langfristig plant die Gemeinde, das Parken in diesen Bereichen obligatorisch zu machen. Deutschsprachige Artikel finden sich hier und hier.

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