Fünf Jahre eScooter-Freigabe, eine Bilanz

eScooterVor einigen Tagen jährte sich die Freigabe der Elektrotretroller im öffentlichen Raum in Deutschland. Von Euphorie ob der "Verkehrswende" ist wenig geblieben. Steigende Unfallzahlen, stärkere Regulierung und der Rückzug der Verleihfirmen sind Stichpunkte. Aber es gibt auch Lichtblicke: eScooter können im Privatbereich durchaus das Verkehrsmittel "der letzten Meile" darstellen.


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Seit Mitte Juni 2019 sind ja die sogenannten E-Roller (eScooter) auf deutschen Straßen zulässig. Die Fahrzeuge benötigen eine allgemeine Betriebserlaubnis (Zulassung) des Kraftfahrtbundesamtes, sind maximal 20 km/h schnell, müssen versichert sein und dürfen ab 14 Jahren führerscheinfrei auf Radwegen und anderen öffentlichen Flächen gefahren werden.

Lobbyarbeit im Vorfeld der Freigabe

Ich bin am Thema eScooter seit Anfang 2019 dran, weil es seinerzeit einige Skandale mit chinesischen Fahrradverleihfirmen in Deutschland gab. Und dann stieß ich in Spiegel Online auf einen Lobby-Artikel zum Thema eScooter, der die Fahrzeuge als 'iPhone der Mobilität' sah. Ein neues Produkt sollte  das Potential zum Killer haben und etablierte Geschäftsmodelle vorhandener Firmen (sprich: Der Automobilindustrie) auf den Kopf stellt.

Der SPON-Beitrag enthielt ein Interview mit dem US-Analysten Horace Dediu – so in der Art: rosa Brille auf und dann die Sau durchs Dorf getrieben. Ich hatte das Thema im März 2019 im Beitrag (e)Scooter: Chance oder einfach nur Bullshit? sehr kritisch in meinem IT-Blog aufgegriffen – seinerzeit gab es den eScooter-Blog noch nicht.

E-Tretroller zur Ausleihe
(eScooter, Symbolbild, Quelle: Pexels, Magda Ehlers, freie Nutzung)

Zitat aus meinem damaligen Artikel: "Das ist dann der Punkt, wo ich doch arge Zweifel habe, dass die Prognosen des US-Analysten Horace Dediu – der eine Gefährdung der Geschäftsmodelle der Autoindustrie sieht – so richtig aufgehen." Gleichzeitig hatte ich ein Bullshitometer erwähnt, aber der damalige Verkehrsminister Scheuer – ja, der mit dem Autobahn-Maut-Flop – drückte die eScooter-Freigabe mit Hilfe der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag und Bundesrat durch.

Fünf Jahre später …

Es ist für einen Autor immer eine super Sache, wenn man nachschauen kann, ob sich Prognosen Dritte und eigene Erwartungen erfüllt haben. Für meine Wenigkeit kann ich feststellen, dass meine oben erwähnten Erwartungen zutreffen.

  • Ein Großteil der Verleihfirmen, in die viel Geld von Venture-Kapitalgebern gepumpt wurde, haben aufgegeben, weil das Geschäftsmodell nicht passte (siehe z.B. eScooter-Verleiher macht den Rückzug in Deutschland). Da wurden Milliarden an Kapital versenkt.
  • Die Verkehrswende habe die Fahrzeuge und das mit viel Hoffnung gestartete Verleihgeschäft nicht gebracht. Aber auch das ließ sich frühzeitig erkennen, wie ich in den Beiträgen Civity-Studie Juli 2019: Bringen E-Roller die Verkehrswende? und Miet-E-Scooter kaum als günstiges Verkehrsmittel geeignet anklingen ließ.
  • Als Problem erwiesen sich die Fahrphysik der Fahrzeuge, die oft als "Spielzeug" (ein Roller) betrachtet wurden, lässt sich ja mit 14 Jahren und auch besoffen fahren, aber extrem unfallträchtig sind. Fahrfehler verzeiht ein eScooter nicht, und so sind schwere sowie sogar tödliche Unfälle zu verzeichnen. Auch hier schlugen Ärzte frühzeitig Alarm, weil schwere Verletzungen drohten.

Von meiner Seiten das Fazit: eScooter können in privater Hand, gekauft und mit Sinn und Verstand benutzt, eine Möglichkeit zum Zurücklegen kurzer Strecken in der Stadt sein. An Sinn und Verstand scheint es aber häufig zu fehlen – ich sehe hier die "jungen Knaben" zu zweit auf eScootern und teilweise unversichert unterwegs. Und die Zahl der eScooter-Unfälle mit Alkoholgenuss geht in die Tausende.

Als Desaster erwies sich das Versprechen der Verkehrswende durch die eScooter-Verleihfirmen. Die Fahrzeuge fielen auf, weil Bürgersteige zugeparkt waren, oder sind ein Ziel für Vandalismus. Viele Kommunen denken inzwischen an Verbote und für viele Bürger sind Leih-Elektrotretroller regelrechte Hassobjekte. Für mich bleit die eScooter-Freigabe ein Lobby-Projekt von Andi Scheuer, welches sich nahtlos in die Kette seiner Flops einreihen kann.

Was sagt der ADAC?

Der ADAC hat ebenfalls nach 5 Jahren Bilanz gezogen und sieht Negativ-Schlagzeilen, steigende Unfallzahlen mit E-Scootern, einen erhöhten Regulierungsbedarf in den Kommunen und merkt an, dass ÖPNV-Betriebe die Mitnahme der Fahrzeuge in Bussen und Bahnen verbieten.

Schon 2022 waren rund 764.000 eScooter versichert. Laut einer ADAC Umfrage befinden sich rund 45 Prozent im Privatbesitz, der Rest sind vorwiegend Leihroller, die immer wieder für Schlagzeilen sorgen, da sie häufig achtlos abgestellt werden.

Kommunen reagieren

Immer mehr Kommunen reagieren darauf mit Sonderregeln. So hat Berlin eine Obergrenze von 19.000 Leih-E-Scootern eingeführt, Parkflächen in der Innenstadt geschaffen und eine Sondernutzungsgebühr von 36 € pro Jahr und E-Scooter eingeführt. Gelsenkirchen hingegen sorgte mit der Einführung eines ID-Checks für Aufsehen, der jedoch dazu führte, dass Verleihbetriebe die Stadt verließen.

Brandgefahr, keine Mitnahme im ÖPNV

Seit kurzem dürfen E-Scooter, eigene wie geliehene, aufgrund der möglichen Brandgefahr durch die verbauten Akkus in einigen Städten nicht mehr im ÖPNV transportiert werden. Dies sollte nach Ansicht des ADAC keine Dauerlösung sein. Vielmehr gilt es, Anforderungen an die Akkus oder Schutzmechanismen bei drohenden Gefahren zu definieren, die eine Mitnahme von E-Scootern überall sicher ermöglichen.

Steigende Unfallzahlen

Schlechte Nachrichten kommen auch von den Unfallforschern: Die Unfallzahlen sind im Vergleich zu den Vorjahren gestiegen. 2023 waren 9.439 Personen an E-Scooter-Unfällen mit Personenschaden beteiligt, was einen Anstieg von 12 Prozent gegenüber 2022 (8.443 Beteiligte) bedeutet.

Besonders besorgniserregend ist die Verdoppelung der Todesfälle von 10 (2022) auf 20 in 2023. Diese Zunahme korreliert mit der verstärkten Nutzung von E-Scootern.

eScooter haben aber ihre Berechtigung

Grundsätzlich haben E-Scooter ihre Berechtigung im Mobilitäts-Mix und stellen eine Alternative für Kurzstrecken oder zur Überbrückung der "letzten Meile" dar. Um Konflikten mit anderen Verkehrsteilnehmern vorzubeugen und die Entwicklung dieser neuen Mobilitätsform positiv zu gestalten, unterstützt der ADAC den Ausbau und die Modernisierung der Radfahrinfrastruktur und das Abstellen an ausgewiesenen Stellflächen.

Die Hessenschau befasst sich in diesem Videobeitrag mit dem Thema eScooter, und der WDR hat hier noch einige weitere Informationen beigestellt. Eigentlich schade, ich hätte mich zum fünfjährigen Jubiläum gerne hier hingestellt und geschrieben: "Sorry, hab mich geirrt, bin zu skeptisch gewesen, die eScooter sind eine Erfolgsgeschichte".

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35 Antworten zu Fünf Jahre eScooter-Freigabe, eine Bilanz

  1. yumper sagt:

    Also ich mit 69 Jahren habe mir nun eine E-Scooter gekauft.
    Meine Frau ist nicht mehr so fit und hat ein Senioren Mobil. Wenn wir da nun zu zweit an unserer schönen Isar entlang fahren wollen, hätte ich ohne E-Scooter ein Problem, denn mit dem Moped darf ich auf diesen Wegen nicht fahren. Mit dem Fahrrad ist es mir zu anstrengend und mit einem E-Fahrrad viel zu teuer. Damit die Sache auch bequem zu fahren ist, habe ich einen Sitz auf den E-Roller draufgebaut. Bei einer Reichweite von 20 km ist das ganze natürlich nur sehr eingeschränkt nutzbar.
    Mein E-Roller hat mit Sitz, Fronttasche, Schloss und Handyhalterung unter 500 Euro gekostet. Es hat einen starken 500Watt Motor damit ich damit auch aus der Tiefgarage heraus komme
    So long
    Yumper

  2. Anonym sagt:

    >>> Grundsätzlich haben E-Scooter ihre Berechtigung <<<

    Nein, die Dinger sind Unterschichtenvehikel! Der Vielzahl an krassen Verkehrsverstössen, die wir durch Radfahrer, die nicht durch die Schule eines PKW-Führerscheins gingen, ohnehin schon haben, wird durch E-Scooter die Krone aufgesetzt. Insb. was sich das Gesindel auf Gehwegen gegenüber Kleinkindern, Gebrechlichen und Müttern mit Kinderwagen erlaubt, spottet jeder Beschreibung. Weg mit dem Zeug!

    Wer eine Alternative für Kurzstrecken oder zur Überbrückung der "letzten Meile" sucht, ist mit Brompton Falträdern (youtube.com/watch?v=o4pM_DnCDPc) gut bedient. Die nichtelektrischen Varianten dürfen sogar mit in 's Flugzeug.

    • Anonymous sagt:

      Diese angesprochenen Fahrer ändern ihre Fahrweise auch nicht mit anderen Fortbewegungsarten. Per pedes dürfte da auch drunter fallen (rote Ampeln und so)…

      Aber einen preislicher Vergleich eBrompton vs. Billigheimer-E-Roller (und das sind die von den Betreffenden gefahrene eScooter) – ist ja bald ein Faktor 10. Also eher unvergleichlich, insbesondere, wenn es schon auf das 5. Wort beim Kommentar "Unterschicht" bezogen wird.
      Da treffen mal wieder Lebensumstände "reicher, weißer alter Mann" vs. andere Menschen aufeinander.

    • Mira Bellenbaum sagt:

      Wow, was für ein "Apell".
      Und wenn ich mir jetzt ein Faltrad kaufe und benutze, ändert sich mein Verhalten?
      Ich denke, ja ich bin sogar davon überzeugt, dass die Rücksichtslosigkeit,
      die es in unserer Gesellschaft gibt, absolut nichts mit dem Vorhanden sein von E-Scootern
      zu tun hat!
      Was Du beschreibst, sind Symptome des Zerfalls unserer Gesellschaft!
      Und so Sachen, wie das "Hatesprech", AfD, Fremdenfeindlichkeit usw. das alles führt auch
      noch dazu, dass die Spaltung und Auflösung des Zusammenhalts immer weiter voranschreitet
      und sich beschleunigt.

      Und nun ließ bitte noch einmal Deinen Kommentar.

    • Gast sagt:

      @Anonym
      Hier muss ich die "Unterschicht" mal in Schutz nehmen:
      Ich sehe viele Verkehrsteilnehmer mit 2-4 Rädern, die sich nicht benehmen können, aber durchaus aus "besseren" Schichten oder dem Lager der Führerscheininhaber stammen.
      Wenn z. B. regelmäßig die Schickse mit dem 80-K€-Audi den öffentlichen Gehweg in voller Breite zuparkt und die Gebrechlichen und Mütter mit Kinderwagen plötzlich auf den viel befahrenen Radweg laufen.

      Ansonsten:
      Alles was ohne Muskelkraft fährt und/oder ein Nummernschild braucht, sollte als Kraftfahrzeug ausschließlich auf die Straße verbannt werden, mit Führerschein, Gurt-/Helmpflicht etc. Ausgenommen Krankenfahrstühle o. ä.
      Warum heißt der Gehweg Gehweg und der Fahrradweg Fahrradweg? Nirgends an diesen Wegen steht Kfz-Weg oder Parkplatz.

      Zur Einordnung:
      Ich bin in Rhein-Main-Gebiet (Stadt und Land) seit den 80ern im Straßenverkehr auf so ziemlich allen Wegen unterwegs, mit Pedelec und Öffis, Pkw/Klein-Transporter (auf der Arbeit oder mit Senioren notwendig), früher auch Fahrrad, Moped, Motorrad, oder gehe zu Fuß.

    • Mingus sagt:

      Ich stimme ja schon gewissermaßen zu aber "Unterschichtenvehikel" klingt dann schon arg als es ob es aus dem Munde eines "Oberschichtenschnösels" kommt … und das Vehikel kann dann doch herzlich wenig für das Verhalten der Operatoren.

    • Tobi sagt:

      Das ist ja grober Unfug.
      Ein drittes Gepäckstück mit um die 10kg würde ich nicht mitnehmen wollen. Ich habe das Free-Floating-System der E-Scooter in vielen Städten sehr schätzen gelernt. Unkomplizierter und flexibler geht es nicht.

    • Luzifer sagt:

      Recht hast du, nur das Unterschichten hättest du dir sparen können. Schaue ich mir hier die Nutzer an sind das eben keine Unterschichten, klar nen Harz4ler hat auch gar nicht die Kohle für nen 600+€ eScooter! Es ist die übliche Klientel die auch Fahrräder und Mountainbike oder Drohnen in Verruf gebracht haben.

      Idioten der Mittel und Oberschicht… mit dem silbernen Löffel im Arsch, aber dafür das Hirn bei der Vergabe vergessen… von Mami Helikopter behütet ohne auch nur ein Funken Anstand und Rücksicht beigebracht bekommen zu haben.

    • mvo sagt:

      Oh je. Da hat aber jemand Tabasco im Schritt in Verbindung mit Klischees und Vorurteilen.
      Ich besitze einen E-Scooter, den ich bequem im Auto transportieren kann. Somit kann ich das Auto irgendwo parken und dann mit dem Scooter weiterfahren.
      Ich halte mich dabei an die Verkehrsregeln, zähle mich nicht zur Unterschicht und auch nicht zu irgendeinem Gesindel.
      PS: "Durch die Schule eines PKW-Führerscheins" gegangen zu sein, heißt nicht sich im Straßenverkehr benehmen zu können. Das erlebt man jeden Tag erneut auf den Straßen.

    • MD sagt:

      Es ist aber doch ein krasser Unterschied ob ich für 400€ einigermaßen mobil bin, oder eben 1100€ für ein Faltrad ausgebe. Wenn dieser Vergleich überhaupt passt. Die genannte Unterschicht wird die Kohle einfach nicht haben.

      Das Gesindel würde aber auch mit anderen Fortbewegungsmitteln die o.g. Fußgänger vor sich hertreiben.

    • Nobody sagt:

      "Nein, die Dinger sind Unterschichtenvehikel!"
      Selten so einen Unsinn gelesen.

    • Speichenbieger sagt:

      Zitat von Anonym am 16.06.:
      "Radfahrer, die nicht durch die Schule eines PKW-Führerscheins gingen"

      Merkste selber oder?

    • Steffen sagt:

      Tut mir leid aber für mich sind Brompton Klappräder keine alternative das günstigste kostet mehr als doppelt soviel wie ein guter Scooter es ist genauso schwer. Ein Klapprad mit Motor wiegt 18Kg was mir auch zu schwer ist. Zusammengeklappt passt es nicht in meinen Kofferraum zusammen mit Gepäck. Außerdem sieht es aus als wenn ein Affe auf nem Schleifstein sitzt.
      Ich bin sehr froh über die Zulassung von Scootern in DE da ich dadurch in der Lage bin Schmerzfrei Städte Trips zu machen die ich per Rad oder zu fuß nicht machen könnte (knieprobleme). Das es Leute gibt die sich nicht an Regel halten haben wir überall (rad fussgänger scooter auto moped usw.) aber jetzt zu behaupten das gerade Scooter Fahrer Unterschicht sind ist etwas überzogen.

    • Gustav sagt:

      Also ich mag "die Dinger" auch nicht – von den Geschäftsmodellen der Anbieter (wir sind "disruptiv" und etablieren unser Geschäftsmodell, bevor die legislativen und administrativen Instanzen in die regulativen Gänge kommen; wir externalisieren möglichst viele Kosten; und wenn wir uns aus einem Markt zurückziehen oder Pleite gehen, sollen die Kommunen doch schauen, was sie mit dem Schrott anfangen) über die Idioten, die die Scooter "fallen lassen", wo es ihnen einfällt, egal ob andere dadurch behindert werden, bis zum manchmal kriminellen Fahrstil der Benutzer auf Straßen und Gehwegen. Auch hier wurde eine möglicherweise großartige Idee durch einige wenige kaputtgemacht.

      Aber dein Kommentar klingt schon sehr nach Klassenkampf von oben:
      "Weg mit dem Zeug!", weil: "die Dinger sind Unterschichtenvehikel!", und wer was für die letzte Meile braucht, kann sich ja auch ein Rad von Brompton kaufen. (Preis: die meisten – mit 1 Ausnahme – ab ca. € 3000.– aufwärts)

      Die Räder von Brompton gefallen mir auch, und ich habe schon überlegt, eines zu kaufen, ich kann es mir leisten. Wer sich das nicht leisten kann ("Unterschicht!"), soll also gefälligst zu Fuß gehen?

    • Werner Wermann sagt:

      eScooter machen aus rücksichtsvollen Menschen keine Rücksichtslosen. Auch ein Führerschein hat diese Wirkung nicht. Und Rücksichtslosigkeit ist auf keine Frage des Einkommens – obgleich man die These diskutieren könnte ob Rücksichtlosigkeit ein Baustein für Erfolg ist.

      Ein eScooter Fahrer der auf ein 2000 Euro Klapprad umsteigt wird zum Engel ? Ich habe Zweifel.
      Flensburger-Kartei und Gemeinden, die sich mit Blitzern sanieren .. aus welchen Taschen kommt da das Geld ?
      Ich wage mal die These, das es nie eine Frage des Fortbewegungsmittels ist, ob jemand bzw wie erheblich jemand im Straßenverkehr auffällt.

      Ich bin auch nicht zwingend ein Fan dieser Geräte – vor allem nicht von den vermieteten die oft im Weg stehen – aber die Geräte sind neu und werden ihre Nische finden. Auch wenn hier und da noch etwas angepasst werden muss.

      Btw … "Verkehrsstrafen" sollten neben Mindestbeträgen auch eine Tagessatzkomponente haben. Wer Brompton fährt lacht doch über Beträge die üblicherweise aufgerufen werden.

    • Peter sagt:

      Wer zu Menschen "Gesindel" sagt, bleibt wirklich besser "Anonym".
      Günter, ich bitte Dich, darauf zu achten, dass der Ton hier nicht **zu** menschenfeindlich wird. Danke Dir.

      • guenni sagt:

        Hab was kurzes dazu geschrieben – ich bin nur in größeren Abständen hier im Blog (war zudem in Urlaub) und habe erst jetzt die riesige Diskussion gesehen.

    • nümms sagt:

      Ich bezweifle, dass für das von dir vermutete Klientel ("Unterschicht") ein Brompton Faltrad für >3K als Alternative in Frage kommt.

      Finde deinen Kommentar darüber hinaus sehr arrogant und abfällig gegenüber Radfahrern.

    • guenni sagt:

      Die Wortwahl "Gesindel" ist zumindest unglücklich – ob es "Unterschichtenvehikel" sind, mag dahingestellt bleiben. Abseits dieser Ausdrucksweise denke ich, dass der Kommentar ein Teil des Problems beschreibt. In meiner Gemeinde fällt auf, dass eScooter ohne Versicherungsplakette auf öffentlichen Verkehrsflächen oder mit zwei Personen besetzt unterwegs sind.

      Ob es ein Brompton Faltrad sein muss, mag dahin gestellt bleiben. Im Umkreis von 15 km ist ein Rad da imho die bessere Alternative. Mir fallen eScooter auf, wo ich so spontan denke: Müssen wir die schieben, um Geschwindigkeit zu machen – aber das ist die Abregelung auf 20 km/h. Mit einem Rad (auch ohne eBike) ist man i.d.R. schneller unterwegs. Aber hier muss jeder selbst die Entscheidung treffen.

  3. Pau1 sagt:

    Die Dinger ersetzen weder Auto noch Fahrrad.
    Wem sie den Garausmachen könnten sind Taxi
    Bei 1Euro min. und inzwischen 18Euro pro Stunde Leihgebühr ist es teuer Spaß. für die 19Euro kommt man in der Stunde kaum 10km weit.
    Taxe ist wahnsinnig teuer geworden, so das der Roller attraktiv erscheint.
    Im Winter unbrauchbar, da man mangels Bewegung alle Körperteile abfriert. Spikes wären, im Gegensatz zu Fahrrad und Pedelec, nicht erlaubt, anders als beim Fahrrad.
    Durch das Mitnahme verbot in manchen öffentlichen (Die Bahn lässt sie noch zu) ist der Kombibetrieb zu tot.

    Sehr schön ist wenn man nachts einen Radweg benutzt und plötzlich ein Roller quer drauf geparkt ist. Seitlich sind keine Reflektoren vorgeschrieben, was auch auf der Straße zu Fehleinschätzungen führt, ist das da ein stehenderFußgänger?
    Ne, der kommt mit 10km/h abgerollt…

    Wir haben es versucht, es hat nicht funktioniert.

  4. Herr IngoW sagt:

    Die liegen überall in den Orten in meiner Gegend herum.
    Hin und wieder siet man auch jemanden damit fahren um ihn ander nächsten Ecke fallen zu lassen.
    Weg damit, ist nur ein weiterer Beitrag zu Umweltverschmutzung.

  5. janil sagt:

    Man sollte diese Geräte, wie einige andere Dingen als Umweltverschmutzung einstufen.

  6. ChristophH sagt:

    Wenn die Roller wenigstens ein künstliches Fahrgeräusch von sich geben würden, wie das bei den E-Autos für neue Modelle seit 2019 obligatorisch ist, wäre des „Geschoss“ zu hören, wenn es von hinten auf dem Trottoir (Bürgersteig) auf einem losschiesst.

    Den „Vogel“ hat letzthin eine Erwachsene abgeschossen. Die einzige Möglichkeit an mir (von hinten) und einem entgegenkommenden Auto vorbei zu rasen war, auf der Randsteinkante zu fahren – 10 cm nach links hätte sie mich gerammt, 5 cm nach rechts wäre sie über die Randsteinkante gekippt und frontal mit dem entgegenkommenden Auto kollidiert.
    Es sind oft nicht die Jugendlichen (ja, manchmal auch) – Was hilft gegen chronische Unvernunft?

  7. Tobi sagt:

    Nicht nur E-Scooter parken die Bürgersteige zu, sondern auch klassische Mietfahrräder. Das ist also kein Problem der E-Scooter, sondern der Leute, die damit fahren. Und ein Teil des Problems sind sicher die Städte, die das Abstellen erschweren, indem sie z.B. Farradabstellplätze weiträumig ausnehmen.

  8. Caligostro sagt:

    Der Vorteil von E-Scootern ist hat, dass sie (als Leih-Scooter) kostengünstig nutzbar und damit auch für die "Unterschicht" erschwinglich sind, und dass sie gefühlt quasi überall zur Verfügung stehen. Ich persönlich würde als sicherere Alternative zu Leih-Scootern Leihräder vorziehen, gerne ohne Akku.
    Schreibe ich als jemand, der bisher weder das Eine noch das Andere genutzt hat und lieber mal einen Kilometer zu Fuß geht …
    Das beschriebene rüpelhafte Verhalten könnte man wahrscheinlich am ehesten durch Kontrollen und Information in den Griff bekommen. Dieses Problem ist auch nur bedingt an das Gefährt gekoppelt, das geht mit so ziemlich jedem anderen Verkehrsmittel ohne Kontrollen genauso. Da ist der Fahrer das Problem, und generell gesellschaftsschichtenübergreifend.

  9. GüntherW sagt:

    Was ist das den immer für ein Mist mit den Unfallzahlen?

    "Die Unfallzahlen sind im Vergleich zu den Vorjahren gestiegen." Müsste man das nicht in Relation zum Nutzungsverhalten sehen, weil wenn mehr Leute fahren gibt es mehr Unfälle…. Mit "mehr Unfällen" kann es auch "weniger Unfälle" pro XXX geben, was aus meiner Sicht die relevantere Kennzahl wäre.

    Zumal Corona vermutlich auch jede Statistik versaut hat, weshalb die Statistiken in den Zeiträumen teilweise eh für den Arsch sind.

    Wir haben auch ein paar Leute mit E-Scootern in der Stadt, die damit wohl zur Arbeit fahren. Das Fahrverhalten ist schon ziemlich rasant und es wird weder Helm noch andere Schutzausrüstung getragen. Der wesentliche Vorteil von den Fahrzeugen ist halt, dass man Sie recht kompakt sind. Wäre aber auch die Frage, ob man die Geräte braucht oder ob es nicht auch ein Klapprad getan hätte. Da fehlt halt ein ordentliches Konzept wie man die Dinger in den Alltag integriert, was sich dann halt auch durch die Situation bemerkbar macht. Es war schon bei den Fahrrädern ein Problem, dass nicht kontrolliert wird bzw. die Regelungen zu den lichttechnischen Anbauten aufgeweicht wurde. Man kann halt schwer eine Verkehrswende machen, wenn man das nicht von Anfang bis Ende denkt. Ich gehe auch mal davon aus, dass die wenigsten Bundesbürger wissen wie man E-Scootern und Co. einordnet.

  10. Shadena sagt:

    Hallo,

    meines Erachtens müsste auf die veränderte Lage, dass es abgesehen von "klassischen" Verkehrsteilnehmern nun vermehrt weitere Verkehrsmittel gibt, reagiert werden (Wer? Politik? Gesellschaft? Lehrpläne? Führerscheinpflicht?).
    Auf den Wegen "rollen" E-Scooter, Inliner, Kabinenroller, Elektro-Seniorenmobile etc. pp.
    Es gibt aber nicht klar definierte Regeln für alle. Für die E-Scooter hat es auch lange gebraucht… Und wenn man diese Regeln sucht, findet man das eher schlecht. Oder ohne digitale Suche gar nicht. Geschweige denn in unterschiedlichen Sprachen…
    Ganz abgesehen von regionalen Unterschieden.
    Die Politik hängt mal wieder heftig hinter der Realität hinterher. Traurig.

  11. Hobbyperte sagt:

    Dürfen eFahrräder (wegen deren Akkus) auch nicht in den ÖPNV?

    "Sondernutzungsgebühr" klingt eher nach klammen Stadtkassen und der hierzulande bekannten Kreativität immer neue Steuern und Abgaben zu erfinden …

    Im Text unerwähnt blieb das massenhafte "Parken" dieser Fahrzeuge in Flüssen und Kanälen.

    Was beScheuerte Politiker betrifft, waren die eRoller letztlich nicht deren Erfindung, sondern "nur" eine willkommene Option, als Argument um sich nicht mehr Gedanken um neue, bessere ÖPNV-Konzepte machen zu müssen. Oder gar der Versuch, den ÖPNV zu schwächen, also die Hoffnung das mehr Leute Roller statt Bus fahren. Im gleichen Lichte könnte man auch die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung sehen. Wenn man tatsächlich, wirklich alles (sicher) von Zuhause aus erledigen könnte ?? "Homeoffice" – wo immer möglich – erspart vielen das Pendeln und die anderen, die ihren Job nicht vom Sofa aus machen können, haben weniger Stau oder einfach einen Sitzplatz in der S-Bahn etc.

    Und würde man endlich alle überflüssigen, im Grunde sinnfreien Jobs (Bürokratie-Wahnsinn) abschaffen, hätte man an anderer Stelle ausreichend Fachkräfte – entsprechende "Umschulungen" vorausgesetzt. Doch sind sich die Schlipsträger dafür meist zu fein … wie sähe das wohl aus, wenn nutz bringende Berufe (Stichwort "Systemrelevant") besser bezahlt würden, als Überflüssige?!

    Die E-Roller waren von Anfang an ein Übergangsphänomen. Die Frage ist, wie das Thema ÖPNV gelöst wird, sobald man merkt, das man mit immer mehr (wenn auch Co2- freien) Individualverkehr nicht weiter kommt… das autonome Fahren wird vielleicht die Lösung im ländlichen Raum sein (als Anruf-Sammel-Taxen, oder "on demand traffic" wie die sagen würden, die kein richtiges Deutsch sprechen können/wollen). In Großstädten und Ballungsräumen wird es sicher bei Massentransportmitteln bleiben, die hier und da nur besser Ausgebaut (Strecken) und enger (mehr) und besser (Anschlüsse) getaktet werden müssen, künftig vielleicht auch alles ohne Fahrer … Warum künftig alles ohne Fahrer? Weil Personalkosten bis zu 80% der Betriebskosten ausmachen . . . dazu könnte und müsste man nun noch einiges schreiben, aber man kann ja auch mal selber drüber nachdenken!

  12. 1ST1 sagt:

    Hab noch nie einen ausgeliehen, weil ich genug andere zweirädrige Alternativen habe. In einer fremden Stadt wäre so ein Ding sicher praktisch, weil man da eher nicht das eigene Fahrrad dabei hat, obwohl ich sogar ein gut kofferraumtaugliches Klapprad im Bestand habe (das wenn es ein Auto wäre schon längst ein H-Nummernschild hätte, es ist ziemlich exakt so alt wie ich und wurde einst in Sondershausen als eines der ersten dieses speziellen Erfolgsmodells in "Exportqualität und Ausstattung" hergestellt und ist original so erhalten, wie es dann vom Vorbesitzer aus dem Neckermann- oder Quellekatalog bestellt wurde.). Ich komme nicht so oft in größere Städte obwohl ich nahe bei einer wohne, mitten im Rhein-Main-Gebiet, daher sehe ich die E-Scooter meistens leer gefahren am Wegesrand in Wald und Feld achtlos hingelegt, wenn ich auf dem Weg zum Büro oder nach Hause dort durchfahre. Offensichtlich nutzen manche Zeitgenossen die Dinger für Überlandfahrten, und wenn sie dann unterwegs mit leerem Akku stehen bleiben, liegen sie dann teils Wochen am Wegesrand, bis sie jemand einsammelt.

  13. Stefan sagt:

    Im Jahr 2022 war der e-Scooter führend für einen Personenschaden, und das vor dem Fahrrad oder Auto.
    Ich wäre froh, wenn man die eScooter wieder abschafft.
    https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/05/PD23_N028_462.html

  14. René sagt:

    Hab mir damals einen eScooter bei einem 1&1 Vertrag mit Zuzahlung gesichert, allerdings aufgrund meines Jobwechsels kaum noch für die letzte Meile gebraucht. Für die komplette "Meile" ist es aktuell nicht machbar, da Akku zu klein und in der Firma laden ist nicht gestattet.

    Außerdem liebe ich eines am Pedelec: Ich kann immer so viel körperlich dazu tun, wie ich es gerade passend finde. Selbst wenn ich leicht kränkelnd bin, kann ich eben maximal unterstützen und wenn ich Bock auf Verausgabung habe, dann eben Unterstützung runter bis aus. Mit dem Scooter hab ich das Problem, dass ich auf der Straße schon ungerne meinen Fuß rausstelle um vom Auto angefahren zu werden, aber so weit kommt es gar nicht. Denn ich war schon in der Situation meine Reichweite über Radwege erhöhen zu müssen und das deutlich höhere Trittbrett (wegen Akku darunter) hat sich wegen des größeren Hubs als Muskelkaterverursacher sondersgleichen herausgestellt – ich hatte mit meinem normalen Tretroller nach 10km Strecke weniger Probleme als mit dem E-Roller…

    Also was bleibt mir von meinem E-Roller:
    * In den Öffis nicht überall mitnehmbar
    * Als Gerät für gediegene Bewegung nicht brauchbar (entweder sich kaputt machen oder voll auf Akku)
    * Für mehr als ein paar km nicht brauchbar, da nur mit geladenem Akku sinnvoll nutzbar
    * Als Gefährt für die Straße zu gefährlich und zu langsam (wenn ich wenigstens gleich schnell wie die Pedelecs sein dürfte…, wobei die eher auf 30 laufen sollen dürften, um in 30er Zonen nicht wieder in Probleme zu kommen)
    * Auf dem Radweg zu langsam, da Pedelecs ca. 27km/h fahren, ich ca. 20
    * Auf dem Fußweg nicht erlaubt – oft zurecht, denn da ist man selbst die Gefahr, dafür aber eben nicht gefährdet
    * Für Einkäufe aufgrund der Gewichtsbeschränkungen schlechter geeignet als das Fahrrad. Gleichzeitig welche mit höherem Gesamtgewicht oft noch weniger mobil (schwerer, höheres Trittbrett) und deutlich teurer, also müsste das Gerät schon wieder mehrere Szenarien abdecken um lohnenswert zu sein – was aber an o.g. Punkten scheitert.
    * Keine Fahrradhändler in der Nähe, die auch wirklich Wartung für das Gerät anbieten wollen…

    Und dazu kommt, was eben alle zurecht sagen: Hier fahren oft 2 Leute auf einem Roller (neulich sogar mit Kleinkind!), jemand auf dem Gehweg, Betrunkene auf Rollern, etc. – ich würde vermuten der Hass der Leute auf die Teile hilft auch nicht gerade, dass es sich weiter durchsetzt.

    Aktuell würde ich mir einfach wünschen: Einen motorunterstützten Roller mit großen Rädern, der sich leichtgängig fahren lässt, wahlweise mit Akku oder ohne (für Öffis, in denen das ein Problem ist) und wie ein Pedelec behandelt wird. Dazu wenn nötig so klappbar, dass es in der Bahn immer mitgenommen werden darf, auch in den Stoßzeiten. Perfekt wäre dann noch ein Wechselakkusystem, bei dem man einfach unterwegs einen abgibt und einen anderen mitnimmt. Aber wir sind ja nicht in China… (in vielem gut so, aber in manchem wird man doch neidisch!).

    Für mich ist das System in der aktuellen Form leider ein Reinfall und nur für ganz spezielle Szenarien wirklich sinnvoll.

  15. zwob@gmx.de sagt:

    Ich sehe das ähnlich, wie mein Vorredner.
    Die Teile gehören einfach wieder abgeschafft/verboten, vor allem die Miet-Roller in der jetzigen Form/Regelung!

    In Berlin sieht man zu 99% pubertierende Jungs bis Mitte/Ende 20, meist zu zweit, mit den Dingern durch die Gegend brettern… und "Gegend" ist dabei wirklich ALLES, was man sich vorstellen kann: Gehwege, Radwege, Stadtautobahn, Busspur, Parks, Shoppingcenter, Zebrastreifen, Tramtrassen usw.
    Bei den meisten Nutzern ist dabei dann 0,0 Verständnis für irgendwelche Regeln vorhanden oder gar ein Unrechtsbewusstsein.

  16. N. Westram sagt:

    Vieles sehe ich auch so.
    Außer bei der Brandgefahr in Bussen. Wenn Geräte mit Akku in Brand geraten, dann passiert, dass meiner Meinung nach zum Großteil beim Laden. Hier sehe ich auch wirklich ein Risiko der Roller, da der Akku deutlich größer als beim Handy ist und dass Laden meist nicht persönlich überwacht wird. Aber wer lädt seinen E-Roller im Bus?
    Handys und andere Geräte kann man hingegen häufig über USB im Nahverkehr laden, sind aber weiterhin erlaubt.
    Fast wie beim Vermieter unserer Firma. Der verbietet das Lagern des Akkus vom E-Bike im Keller. Nun muss der Akku immer abgemacht werden, wodurch er bestimmt auch nicht besser wird und lagert in unseren Büroräumen. Wenn es nun brennt wird der Schaden dadurch um so höher.

    • guenni sagt:

      Die Reaktion der Verkehrsbetriebe in Bayern geht auf einige Fälle von Akku-Bränden bei eScootern in Bussen zurück. Mir ist ein Video einer Überwachungskamera erinnerlich, wo ein solcher Akku hoch ging und zu brennen anfing. So etwas in einem voll besetzten Verkehrsmittel, das ergibt eine Katastrophe. Zur Akku-Lagerung im Büro sage ich mal nichts – muss jede Firma regeln.

      Zum Thema Handy: Die Akkus sind wesentlich kleiner (Energiemenge geringer) ein Brand ist unschön, meist aber beherrschbar.

  17. TMG sagt:

    Dito.

    An sich eine kluge Idee, schafft leider ein massives Missbrauchspotential durch die rüpelhafte und egoistische Generation von Bettnässern.
    Ich sowieso nicht nachvollziehen, wie man in einer so unnatürlichen Haltung unterwegs sein kann und dank der winzigen Räder eine massive Sturzgefahr bei z.B. Bordsteinkanten in Kauf nimmt. Aber Hauptsache, Smartphone beim fahren vorm Gesicht und die Ohrstöpsel drin.

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