Heute (28.1.) ist europäischer Datenschutztag

Zum heutigen europäischen Datenschutztag noch ein kurzer Beitrag rund um das Thema Datensicherheit und Privatsphäre – speziell, was Computer, Smartphones und auch die netten Geräte wie Alexa, Amazon Door Bell und was weiß ich betrifft.


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Am 28. Januar ist europäischer Datenschutztag, der seit 2007 jährlich begangen wird und an die am 28. Januar 1981 unterzeichnete Europäische Datenschutzkonvention erinnern soll. Ziel des Europäischen Datenschutztages ist es, die Bürger Europas für den Datenschutz zu sensibilisieren. Dies soll durch Aktionen aller mit dem Datenschutz betrauten Organisationen erfolgen.

Ein Informationssplitter aus deutschen Wohnstuben

Zuerst eine persönliche Erfahrung: Kürzlich rief meine 85-jährige Tante an (muss Weihnachten oder Jahreswechsel) gewesen sein. Hatte sie noch nie gemacht – aber wir haben sicherlich eine Stunde geplaudert (obwohl ich im Büro saß und was bloggen wollte). Dabei fiel auch der Satz:

Ich war kürzlich bei meiner Freundin, und sie sagte ‘so was wie ich zu Weihnachten von meinem Sohn geschenkt bekommen habe, hast Du bestimmt nicht’.

Dann erzählte die Tante, dass die Freundin ‘Alexa, spiel mir Hans Alberts’ rief und ganz stolz war, dass der intelligente Lautsprecher von Amazon dieses Lied spielte. Das mit so einem intelligenten Lautsprecher samt seinen Sprachassistenten die Abhöreinrichtung ins Haus geholt hat, ist da unbekannt. Dass dort gesprochenes auch mal von Amazon Mitarbeitern mitgehört und transkribiert wird, weiß keiner. Hier mal ein paar Beiträge aus meinem IT-Blog:

Amazons Alexa-Aufzeichnungen werden nicht gelöscht
Bundestags-Gutachten warnt Eltern vor Amazons Alexa
Amazon verschickt unkontrolliert Alexa-Sprachaufzeichnungen
Warnung der Verbraucherzentrale vor Amazons Alexa
Lautsprecher von Amazon und Google als Wanzen

Ob die Freundin noch so stolz gewesen wäre, hätte sie davon gewusst? Eigentlich hatte ich nicht vor, viel zum Europäischen Datenschutztag zu bloggen, nur ein Beitrag im IT-Blog und gut ist.

Sicherheits-Armageddon im Anrollen

Wenn ich mir so anschaue, als in meinem IT- und Computerblog die letzten Wochen so los ist, bewegen wir uns sicherheitstechnisch auf ein Armageddon zu. Seit Anfang Januar 2020 jagt eine Datenschutz- und Sicherheitskatastrophe die Nächste. Hier mal einige Beispiele, was so los ist:

  • Die Versorgung mit Updates endete zum 14. Januar 2020 für Windows 7, wodurch die Sau ‘ist unsicher, musst auf Windows 10’ als Nachrichtensau durch die Gassen gejagt wurde. Ja, Windows 7 wird irgendwann (vielleicht) wegen Schwachstellen unsicher werden.
  • Aber: In Windows 10 wurde zum gleichen Zeitpunkt eine schwere Lücke bekannt, die ich im Beitrag Windows: Neues zur NSA-Schwachstelle CVE-2020-0601 thematisiert habe. Gibt ein Update, was das Ganze schließen soll.
  • Seit November 2019 bekommt möglicherweise auch der letzte Zeitgenosse mit, dass Computersysteme von Unis, Gerichten und Behörden plötzlich durch Trojaner außer Gefecht gesetzt werden. Dann ist in den Medien von ‘Cyber-Angriffen’ die Rede und nichts geht mehr, nicht mehr mal einen Pass kann man abholen.
  • Die letzten Tage wurden Computer von Firmen und Kommunen lahm gelegt bzw. mussten abgeschaltet werden, weil für ein bestimmtes Gerät des Herstellers Citrix seit einem Monat eine Sicherheitslücke bekannt war, ohne dass es ein Update gab. Hatte ich im Beitrag Cyberangriffe: Gedia & Potsdam Opfer des Shitrix-Desasters (Citrix Netscaler-Bug)? mal angesprochen.

Das ist vermutlich für Blog-Leser/innen hier alles so furchtbar fern. Daher verlinke ich einfach mal einige Blog-Beiträge aus meinem IT-Blog von gestern und heute, die ganz gut zum Datenschutztag passen.


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Zum aktuellen Tag habe ich noch zwei Gastbeiträge Europäischer Datenschutztag 2020: Risiko Internet der Dinge (trifft auch die intelligenten Steckdosen, Leuchten und was weiß ich) und Europäischer Datenschutztag 2020 – Privatsphäre am Ende?, die möglicherweise zum Nachdenken anregen.


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