Post von der DENIC mit Verifizierungsaufforderung an .de-Domaininhaber

ParagraphDie DENIC, die die Top Level Domain (TLD) .de verwaltet, verschickt wohl Aufforderungen zur Verifizierung an deutsche Inhaber einer .de-Domain. Das ist kein Fake oder Phishing, sondern eine gesetzliche Auflage, auch wenn es gerade etwas ungünstig kommt.

Die als eine eingetragene Genossenschaft mit Sitz in Frankfurt am Main fungierende DENIC eG (kurz für Deutsches Network Information Center) ist zentrale Registrierungsstelle für über 17 Millionen .de-Domains. Gemäß nachfolgender Ankündigung auf dieser Seite führt die DENIC nun eine Inhaberdaten-Verifizierung für .de-Domaininhaber durch.

DENIC-Verifizierungsaufforderung

Die DENIC begründet dies mit der NIS-2-Regulierung, wobei darauf verwiesen wird, dass alle Domaininhaber sowieso gemäß den DENIC-Domainbedingungen und -richtlinien verpflichtet seien, folgende Angaben korrekt und aktuell zu hinterlegen:

  • Vollständiger Name (bei juristischen Personen inkl. Rechtsform)
  • Aktuelle Postanschrift
  • Telefonnummer und E-Mail-Adresse

Das Ganze erfolgt in der Regel über den Provider des betreffenden .de-Domaininhabers. Jetzt hat die DENIC aber eine risikobasierte Datenprüfung gestartet. Im Rahmen der Registrierung und Verwaltung von .de-Domains werden die hinterlegten Inhaberdaten automatisiert auf Vollständigkeit und Plausibilität geprüft.

Stellt die DENIC dabei Unstimmigkeiten fest, kann eine zusätzliche Verifizierung erforderlich sein. In diesem Fall muss der Domaininhaber die angegebenen Daten über seinen Provider verifizieren lassen, damit die Domain weiterhin uneingeschränkt genutzt werden kann.

Die DENIC fordert betroffene .de-Domain-Inhaber auf, rechtzeitig zu handeln und die Daten über den jeweiligen Provider verifizieren zu lassen. Nur so können die  Domain-Erreichbarkeit sichergestellt werden. Sollten Betroffene ihre Daten nicht verifiziert, entfernt die DENIC die Domain zunächst aus der .de Zone und löscht diese später!

Detaillierte Informationen, aber Phishing-Gefahr

Auf der Webseite Inhaberdatenverifizierung gibt die DENIC über eine FAQ Antworten auf entstehende Fragen und erklärt auch, wie eine Verifizierung der .de-Domaininhaber erfolgen kann. Dabei wird eine breite Palette an Verfahren, vom PostIdent-Verfahren, über eIDAS bis hin zur Verifizierung über Zahlungsdaten angeboten.

Blog-Leser Olli hatte zum 7. Mai 2026 in diesem Kommentar auf obigen Sachverhalt hingewiesen (danke) und angemerkt, dass die ein erhebliches Potential für Phishing-Versuche darstelle. Dabei hat hat der Leser auf diesen heise-Artikel verwiesen, wo ein Interview mit Tom Keller aus dem DENIC-Vorstand aufbereitet wird. Keller sagt, dass die DENIC diese Mails mit der Verifizierungsaufforderung derzeit verschickt und die Maßnahme auch nicht verschieben will.

Im heise-Interview nennt Tom Keller einen "einstelligen Prozentsatz an Daten, die verifiziert werden müssen". Bei 9 % unstimmigen Daten und 17 Millionen .de-Domains wären dies immer noch 1,53 Millionen Betroffene (obwohl die Zahl wohl darunter liegen dürfte). Wer also über seinen Provider eine Verifizierungsaufforderung der DENIC für seine .de-Domain erhält, muss reagieren. Andernfalls geht der Zugriff auf die Domain verloren.

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Ein Kommentar zu Post von der DENIC mit Verifizierungsaufforderung an .de-Domaininhaber

  1. Markus Neumann sagt:

    Vielleicht sollten sie wirklich ganz altklassich Post schicken, per Post, dann wüssten sie auch direkt wenn es an der richtigen Adresse ankommt.

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