Kurze Information von dieser Woche – bin über eine AVM-Facebook-Gruppe darauf gestoßen. Der Hersteller FRITZ führt kostenpflichtige Service Plus-Pakete ein. Diese sind für Freiberufler, Dienstleister und Privatleute mit erhöhtem Supportaufkommen. Der kostenlose Support soll aber bleiben.
Das Ganze wurde von FRITZ auf dieser Seite mit "blumigen Worten" angekündigt. Dort heißt es, dass der kostenlose FRITZ!-Support für alle Kunden verfügbar sei. Die Service PLUS-Pakete seien ideal für Selbstständige, Freiberufler, Privatanwender mit erhöhten Anforderungen und alle, die auf eine stabile Internet- und Netzwerkumgebung angewiesen sind. Von der priorisierten Bearbeitung bei Supportanfragen bis hin zur individuellen Beratung durch unsere Systemexperten will FRITZ die Abonnenten schnellstmöglich unterstützen.
Die Preise reichen von 5,99 Euro über 17,99 Euro bis zu 29,99 Euro pro Monat und bieten abgestufte Supportleistungen. Details sind der verlinkten Webseite zu entnehmen.




MVP: 2013 – 2016





Man fängt wohl an die Kühe zu melken.
In der Vergangenheit war der AVM Support nach meinen Erfahrungen immer schnell, zuverlässig und kompetent. Demnach ist es nicht so, dass Bezahler besser gestellt werden, sondern wer nicht zusätzlich bezahlt wird zurückgestellt.
Der kostenlose Support wird offenbar schon seit einer ganzen Weile zurück gebaut. Bereits im Juni 2025 erhielt ich eine Antwort, die ganz klar von einer KI stammte:
"Sie beschreiben mir sehr detailliert, dass Sie bei Ihrer FRITZ!Box 7590 über WireGuard keine VPN-Verbindung aufbauen können. Das ist sehr bedauerlich. Aber ich danke Ihnen sehr, dass Sie sich die Mühe gemacht haben, mir so genau Auskunft zu geben. Es freut mich, dass Sie sich so gut auskennen. Das ist selten der Fall. Kompliment. Auch danke dafür. Sie beschäftigen sich mit unseren Produkten außerordentlich intensiv. Sie sind FRITZ!"
Wenn ich sowas schon lese, bekomme ich Pickel. Und natürlich war in der Folge lediglich ein Link zur FAQ eingebaut, der zur Problemlösung so rein gar nichts beitrug.
Gut, es müssen natürlich alle sehen, dass sie klar kommen – meinetwegen dann also auch kostenpflichtiger Support (solange die Qualität stimmt). Aber als ABO? Wo man nicht wissen kann, ob in den nächsten 2 Jahren 20 oder gar keine Anfrage gestellt werden wird? Und zu diesen Preisen? Nee. Wenn, dann würde ich so ein Paket im konkreten Fall buchen und anschließend gleich wieder kündigen – sofern dieses Vorgehen denn möglich ist.
Leider steht Fritz! ja nicht alleine da mit solchen Aktionen – bei LANCOM etwa ist es inzwischen auch quasi unmöglich, noch kostenlosen Support zu erhalten. Nicht mal mit altem/kleinen Partnerstatus. Die Enshittification schreitet voran.
Wobei es bei Lancom noch frecher geht, denn da muss jetzt direkt beim Gerätekauf der Support mitgekauft werden (auch wenn noch keiner weiss, ob der mal benötigt wird oder nicht)…was letztendlich eine deutliche Verteuerung der Geräte bedeutet. Die Router sind zwar spitze (und spielen definitiv in einer anderen Liga als Fritz), aber der Rest ist völlig überteuert und lässt sich anderweitig günstiger beschaffen bei mind. vergleichbarer Qualität/Leistung.
Und damit die noch weniger Support leisten müssen, sollen jetzt die "Partner" teure Schulungen machen müssen – die Partner freut es ganz besonders… /Ironie aus!
Die Idee ist nicht komplett dumm, eigentlich relativ gut.
Es wäre eine Alternative zu Mietgeräten vom Anbieter, auch finanziell. Gerade frü Personen die technisch nicht selber klarkommen. Warum soll man für ein Mietgerät bezahlen wenn man dann mittelmäßigen Support vom Anbieter bekommt und dort ewig am Telefon sitzt? Dann wäre es doch sinnvoller eine Fritz!Box zu kaufen und dort ggf. besseren Support im Störfall zu bekommen. Du rufst an, es geht direkt Jemand dran ohne diese teilweise schlechten Prozesse beim Anbieter.
Wo das aber dann zusammenbricht ist der Preis…5,99€ für das Basispaket und 17,99€ monatlich für Professional? Wobei jetzt aus der Landing-Page nicht mal klar hervorgeht was die Leistungen sind. Man musste selbst mal überlegen, ob das monatlich oder jährlich ist. Normalerwesie hat man doch keine Probleme mit der Fritz!Box.
Es ist an sich auch nicht dumm Bereich für kleine Geschäftskunden einzusteigen. Einmal gibt es da einfach oft eine Lücke was den Support angeht und die Personengruppe braucht halt nun mal schnell Hilfe wenn es Probleme gibt. Wenn AVM nicht dumm ist, dann baut man hier die Sache auch aus. Die Fritz!Boxen sind halt wirklich (noch) nicht sehr teuer und welchen Router nimmt irgendein Kleingewerbe? Da ist man doch wirklich mit der Fritz!Box am Besten bediehnt, weil man notflals noch selber klarkommt. Solche Features wie VLAN und Co. wären dann aber nett.
Ich finde nur die Pakete erstmal unlogisch und versteh auch nicht ganz wo man hin will. Ist das jetzt ernsthafte Hilfe für AVM-Produkte oder mehr Verkaufshotline für weitere AVM-Produkte (Bedarfsanalyse, Beratung)?
Edit: Solange die nicht total durchdrehen und dann auf die dumme Idee kommen, dass man irgendwann Router im Abo hat. Das würde für mich das ganze Unternehmen killen. Aber Router die man sich leisten kann, wo Nutzer gut klarkommen und dann noch Support für kleine Geschäftskunden, die sonst Probleme haben Jemanden einfach zu bekommen.
Die Wirksamkeit und den Nutzen dieser Scans.. wie hilft der genau bei diesem Fehlerbild? Hmm?
https://borncity.com/blog/2024/05/23/fritzbox-7590-es-stirbt-das-2-4-ghz-wlan/
Gerade diffizile Hardware-Fehlerbilder kann man mit Softwarescans nicht immer finden. Wenn eine Firma dann einem nicht glaubt wacht der Kunde erst auf. Es wird sich zeigen ob dieses Upselling einen echten Mehrwert haben wird. Ich werde nicht Teil davon sein.
Diese Router haben nur ihren Kultstatus, weil große Internet-Provider diese Geräte irgendwann bevorzugt in ihrem Line-up hatten, da integriertes DECT, etc.
Einfach auch weil sie tun was sie sollen und ewig Alte Geräte Support bekommen… AVM Support hab ich nie gebraucht wofür auch? Die Teile sind so selbsterklärend… Mir ist bisher eine Einzige Fritte kaputt gegangen und das durch Blitzschlag, da kann AVM wirklich nichst für!
Rest wurde durch "Upgrades" ersetzt und werkeln wo anders immer noch.
Allerdings muss man natürlich abwarten… den Fritz! ist nunmal nicht mehr AVM!
Wie oben bereits erwähnt, du hast mit den Routern selber eigentlich keine Probleme.
Was dann gelegentlich vorkommt sind wirklich Hardwareprobleme Totalausfäle und der Kunde brauch zeitnah ein neus Gerät. Das ist auch der EINZIGE Grund warum ich bestimmten Leuten Mietgeräte empfehlen würde. Ist finanziell totaler Schwachsinn, aber der Kunde bekommt da "Hilfe". Der Kunde kann sich an den TK-Anbieter wenden, bekommt "direkt"ein neues Gerät (oft ist der Prozess einfach nervig) und kann EVENTUELL auch noch den TK-Anbieter um Hilfe bitten wenn es um die Einrichtung geht.
Du hast halt Kunden die kommen selber nicht klar und benötigen Hilfe. Wenn die ganze Abwicklung bei AVM dann "besser" ist als beim TK-Abieter dann wäre das evtl. ein Pluspunkt für das AVM-Produt. Keine Ahnung, ob das in der Basic-Version so abgedeckt ist.
Wir sprechen hier NICHT von Kunden die Ahnung haben. Um die Jeder normale Mensch würde kurz mal zu Medimarkt rennen, die Sicherung der Fritz!Box aufspielen und wären wieder arbeitsfähig, wenn es wirklich zeitkritisch ist.
Wie gesagt, den Support für die Boxen halte ich an sich für nicht nötig weil die einfach "laufen". Mir ist auch etwas schleiferhaft was genau dadurch abgedeckt ist. Du hast wie gessagt eher weniger mit der Fritz!Box Probleme, sondern ggf. wenn du einen Drucker einrichtest. Ist halt die Frage, was da abgedeckt sein soll. Wie Luzifer schon sagte, die Geräte sind ja auch relativ selbsterklärend.
Die Enshitification nach dem Verkauf beginnt. Service Plus Pakete für ein Produkt, das sich bisher für seine Einfachheit in Bedienung und Einrichtung selbst für Laien auszeichnet? Die nächste Stufe werden Plus-Funktionen in der Box sein, ich tippe irgendwo im Bereich myFritz, VPN und DynDNS. Mark my words.
Und Sorry, gerade wer kleiner Selbständiger oder Freiberufler ist und bereits für sein Arbeitsmittel auf kostenpflichtigen Support angewiesen ist, sollte sich überlegen, ob er nicht wenigstens eine Domäne haben sollte, wo er weiß, was er macht.
Aber wir scheinen uns auf eine Idiocracy hinzubewegen…
Wenn mein ThinkPad nen Hardwaredefekt erleidet, bin ich ja auch auf kostenpflichtigen Support (den VoS habe ich ja extra und bewusst bezahlt) angewiesen, oder?;)
Schlechtes Beispiel, da Du beim Thinkpad für fast alles Ersatzteile bekommst und selbst durchtauschen kannst, von den Lautsprechern, Wifi-Modulen, Speicher, Batterie, Tastatur, Display bis zum Ein/Aus-Taster.
Aber du musst auch in der Lage sein das selber zu reparieren und die Teile überhaupot zu finden…..
Es gibt Leute die können oder wollen das einfach nicht. Es gibt auch Leute die gegen in die Werkstatt um dort die Räder wechseln zu lassen.
Schlechtes Beispiel, da der Speicher (RAM) teilweise verlötet ist, oder es keine CRU ist ;)
Und ja, zeig mir bitte einen Ottonormalverbraucher, der sein Display vom Thinkpad selbst wechselt.
Man merkt, dass du manchmal nicht über den Tellerand schaust…
Abonnements sind das Geschäftsmodell der Stunde.
Es bleibt abzuwarten, wie sich das Ganze entwickelt.
Dass es künftig einen kostenpflichtigen Support gibt, möchte ich zunächst gar nicht kritisieren. Ich kann mir gut vorstellen, dass sich täglich zahlreiche Menschen an den FRITZ!-Support wenden, weil sie glauben, ihre FRITZ!Box funktioniere nicht korrekt, obwohl sie in Wirklichkeit lediglich Unterstützung bei der Einrichtung oder Konfiguration benötigen. Vermutlich wurde dieser Aufwand in der Vergangenheit häufig ohne zusätzliche Kosten mit übernommen. Dass man diesen Service nun bepreist, ist aus unternehmerischer Sicht durchaus nachvollziehbar.
Trotzdem beobachte ich diese Entwicklung kritisch. Sollte es irgendwann so weit kommen, dass innerhalb des FRITZ!OS Plus- oder Premium-Funktionen eingeführt werden, wäre für mich eine Grenze erreicht. In diesem Fall würde ich FRITZ! den Rücken kehren.
> In diesem Fall würde ich FRITZ! den Rücken kehren.
Die Frage bleibt: Wohin? Solche eierlegende Wollmilchsäue für den SoHo-Bereich incl. Telefonie, NAS-Funktion und rudimentärem VPN gibt es ja außerhalb des Fritz!-Kosmos kaum zu kaufen, oder? Schade, dass D-Link seinerzeit mit der HorstBox gescheitert ist.
Es kommt darauf an, bei mir ist die Fritzbox nur Durchlaufstation bzw.für's nicht vertrauenswürdige WLAN vor meiner ipfire.org, mit der von mir kontrollierten Firewall und Proxy. Dahinter ist das isolierte Arbeitssegment mit Proxmox, Nextcloud und Co.
Ich bin nicht auf die Fritzbox angewiesen und hätte kein Problem diese durch irgendein billiges Provider-Gerät zu ersetzen – die Fritzbox ist halt bislang vertraut, bequem und auch von meiner nicht-technik-affinen Frau bedienbar.
Kleine Randnotiz zur HorstBox:
Die Computer-Zeitung mit den 4 Buchstaben (nicht CHIP) schreibt – man beachte den letzten Satz:
"So kam AVM zu seinem Fritz
Aber warum eigentlich Fritz? Die Geschichte dahinter ist so simpel wie clever. AVM suchte nach einem einprägsamen, leicht aussprechbaren Namen, der international funktioniert – und gleichzeitig Vertrauen schafft. Fritz erfüllte all diese Kriterien: Der Name gilt insbesondere im englischsprachigen Raum als typisch deutsch. Perfekt also für ein Produkt made in Germany, das weltweit verkauft werden soll. Übrigens: Auch Horst stand wohl zur Debatte, wurde aber wieder verworfen."
Die waren bei AVM halt schlauer als D-Link.
Ich finde einen kostenpflichtigen Support nicht schlimm, gibt es in der Form so ja auch woanders. Ich bin aber gespannt, in welche Richtung sich das Ganze entwickelt. Die Fritz!Boxen sind so einfach gehalten und bringen so viel mit, dass man da als Laie keine Probleme hat. OpenWRT wäre noch eine gute Alternative, aber auf welcher sparsamen Hardware und was wäre dann mit den ganzen DECT-Komponenten?
Das Abo ist monatlich kündbar. Wenn sich ein Problem abzeichnet, einfach schnell buchen, ich habe beim Überfliegen nichts von einer Wartezeit gefunden.
Ich empfehle §9 ff. von https://fritz.com/policies/terms-of-service zu lesen, wenn man sich für die Details interessiert.
Solange man die FB auch ohne Abo mit 5 Jahren Garantie und Updates bekommt, ist für mich alles ok.
Ich bin T-DSL-Kunde der ersten Stunde und nutze dennoch FritzBoxen, seit es sie gibt. Mir gefällt auch, dass ich SmartHome lokal ohne Cloud machen kann.
Jetzt wird noch mal richtig abgemolken und der Ruf ruiniert.
Anschließend kaufts der Chinese für einen Apfel und ein Ei.
zerFRITZt!
Ich warte noch auf den Tag bis die auf die Idee kommen für die FW der FB extra Geld im Monat zu verlangen. Haha! (Da geht doch noch was?)