Der südkoreanische Gerätehersteller LG ist immer fett dabei, wenn es um nervige Bloatware auf Geräten geht. Werbung für McAfee, die beim Anschluss eines LG-Monitors unter Windows aufpoppte, war erst kürzlich ein Thema im Blog. Da hat LG auf Intervention Microsofts zurückgezogen. Aber auch auf Smart TV nervte penetrante Werbung die Nutzer. Jetzt ist mir die Information untergekommen, dass diese Werbung abschaltbar sei.
Das Kürzel LG steht für einen großer Elektronikkonzern aus Südkorea mit Hauptsitz in Seoul. Der Name stand früher für "Lucky Goldstar". Heute steht die Abkürzung offiziell für den Spruch "Life's Good". Das LG-Sortiment umfasst Waschmaschinen, Kühlschränke und Mikrowellen, im Bereich Computer und Technik aber auch Monitore, Klimaanlagen und technische Bauteile oder TV-Geräte. Die Smartphone-Produktion wurde eingestellt.
LG und Bloatware oder nervende Ads
Bei mir persönlich ist LG derzeit vor allem als Anbieter verhaftet, der statt "Life's Good" die Käufer seiner Geräte durch nervende Werbung quält oder obskure Funktionen in Smart TV-Apps zulässt.
Adware bei LG-Monitoren
Da gab es einerseits den Vorfall aus den USA, den ich Mitte Juli 2026 im Blog-Beitrag Adware-Installation bei LG-, Alienware- und Dell-Monitoren? aufgegriffen hatte. Einige US-Besitzer von LG-Monitoren wurden beim erstmaligen Anschließen des Geräts negativ durch eine Windows-Funktion überrascht. Das Anschließend des Monitors an einem Windows 11-Rechner reichte, um Adware zu installieren.

LG hatte dafür gesorgt, dass Windows eine App herunter geladen und installiert hat, die bei der Installation Werbung für den Virenschutz von McAfee machte. Nach einem Sturm der Entrüstung durch die Nutzer schaltete sich Microsoft ein.
Nach Gesprächen mit LG sagte der Hersteller zu, die McAfee-App im Installer zu deaktivieren. Ich hatte im Blog-Beitrag LG-Bloatware-Installation in Windows 11 gestoppt – Teil 1 berichtet. Die Redaktion von heise hat dazu aktuell den schönen Kommentar Monitor-Bloatware: Die Katze ist aus dem Sack veröffentlicht. Denn die Verlautbarung von LG lautete: Es wurde von uns kein McAfee installiert – der Benutzer musste zustimmen.
Adware auf LG Smart TVs
Und damit sind wir beim zweiten Thema, den Smart TVs. LG Smart TVs sind wohl auch durch Adware verseucht, die über vorinstallierte Apps eingeblendet wird. Hinzu kommen noch AI Web-Scaping-Apps, die von den Benutzern installiert werden und als Proxies fungieren, um Webseiten für einen Anbieter abzuziehen. Ich hatte in den Beiträgen Popa Botnetz kapert Smart TVs für Web-Scraping und Israelische Firma Bright Data nutzt Apps in Smart-TV für KI-Web-Scraping darüber berichtet. LG-Smart TV-Geräte erlauben das und die Geräte fungieren, sofern die Apps installiert sind, als Ausgangsknoten für KI-basiertes Web-Scraping.
LG zieht die Notbremse bei Smart TVs
Im Internet bin ich die Tage auf Klagen von LG Smart TV-Besitzern gestoßen, die sich über Werbung, ausgespielt durch vorinstallierte Apps beklagen. Tom Warren hat es im unteren Teil des nachfolgendem Tweets drastisch ausgedrückt.
Ehrlich gesagt, scheiß auf LG, dass sie diese Benachrichtigungen beim Start ihrer Fernseher hinzufügen. Ich hatte alle Optionen für Werbeaktionen in den Systemeinstellungen deaktiviert, aber sie haben über die integrierten Apps neue hinzugefügt. Ich werde mir nie wieder etwas von LG kaufen.
Später scheint er dann doch noch einen Weg gefunden zu haben, diese nervigen Popups zu deaktivieren, denn er schrieb:
Wenn du einen LG-Fernseher hast und diese nervigen Werbeanzeigen angezeigt bekommst, kannst du sie deaktivieren, indem du zum Startbildschirm gehst und links auf die Benachrichtigungen tippst. Dann musst du die Häkchen bei "Home Hub" und den Sport-Apps entfernen, die diese Anzeigen auslösen.
Mitte Juli 2026 hatte ich in nachfolgendem Tweet zudem die Botschaft vernommen, dass LG auch die oben beschriebene Praxis, dass installierte Smart TV-Apps die Geräte in Residental Proxy-Nodes zum Web-Scaping verwandeln, sperren will.
Der Schritt kam, nachdem Forscher die Proxy-SDKs in mehr als 42 % der Apps im webOS-Store von LG und in über einem Viertel der Tizen-Apps von Samsung entdeckt hatten. Die Apps leiten den Internetverkehr unbekannter Dritter über die Heimverbindungen der Nutzer dieser Smart TV-Apps.
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