Lancom ist seit 1.7.2026 Rohde & Schwarz

ParagraphDer Hersteller von sicheren Netzwerk- und Sicherheitslösungen für Unternehmen und Verwaltungen, Lancom, firmiert seit dem 1. Juli 2026 unter dem Namen "Rohde & Schwarz", wie ein Blog-Leser mir gerade per E-Mail mitteilte. Ist diese Umfirmierung bekannt?

Blog-Leser Thorsten Z. schrieb mir am 10. August 2026 per Mail: "Ist eigentlich schon mal jemandem aufgefallen, dass Lancom seit dem 01.07.2026 Rohde & Schwarz heißen? Offenbar hat da ein Verkauf stattgefunden. Mich würde mal interessieren, ob es in der Leserschaft dazu Meinungen gibt, ob sich da etwas zum Positiven oder zum Negativen hin verändert hat?". Der Leser ist über nachfolgenden Hinweis gestolpert.

Wer ist LANCOM?

LANCOM Systems ist ein deutscher Hersteller von sicheren Netzwerk- und Sicherheitslösungen für Unternehmen und Verwaltungen. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Würselen bei Aachen wurde 2002 gegründet und ist eine Tochter des Technologiekonzerns Rohde & Schwarz.

Neu: Rohde & Schwarz Networks and Cybersecurity

Die Erklärung findet sich in einer Mitteilung von Rohde & Schwarz von Ende Juni 2026, wo es heißt:

Die beiden Tochterunternehmen von Rohde & Schwarz, LANCOM Systems und Rohde & Schwarz Cybersecurity, schließen sich zu einer Tochtergesellschaft mit dem Namen „Rohde & Schwarz Networks and Cybersecurity GmbH" zusammen.

Die Fusion ist das Ergebnis der bereits intensiven und erfolgreichen Zusammenarbeit der beiden Tochterunternehmen und führt deren komplementäres Lösungsangebot unter dem Dach der „Rohde & Schwarz Networks and Cybersecurity GmbH" zusammen. LANCOM wird als erfolgreiche Produktmarke weitergeführt.

Also kein Verkauf, wie der Leser mutmaßt, sondern eine Verschmelzung zweier Tochterunternehmen mit Bündelung von Kompetenzen.

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21 Kommentare zu Lancom ist seit 1.7.2026 Rohde & Schwarz

  1. Anonymous sagt:

    Lancom gehört schon seit 2016 zumindest teilweise Rohde & Schwarz, 2018 fand die komplette Übernahme statt. Kann man sonst auch bei Wikipedia nachlesen…

  2. Tomas Jakobs sagt:

    Mmm ich würde in Anbetracht der Größe, R&S hat 3,16 Mrd.Umsatz, 15.000 Mitarbeiter vs. 77,2 Mio Umsatz und 420 Mitarbeiter bei Lancom, doch eher auf einen Kauf tippen, der hier strategisch und offenbar einvernehmlich erfolgt ist.

    Grundsätzlich ist es gut, wenn Technologie und Unternehmen in EU bzw. deutscher Hand bleiben. Die armen Bundeswehrsoldaten, die sich demnächst mit der LANCOM Management Software LANconfig exklusiv nur für Windows Dreck herumschlagen dürfen, die technologisch noch aus den späten 90ern kommt.

    Ich fand Bintec damals(tm) Ende der 90er, Anfang 2000er besser. Vor allem wegen der einfachen Config via seriellen Schnittstelle bevor ich dann ganz auf freie Lösungen umgestiegen bin ohne künstliche Lizenzkosten für VPNs. War viele Jahre bei eisfair hängen geblieben und später bis heute ipfire.

    • Chris sagt:

      Erstmal werden die Soldaten sich wahrscheinlich eher mit LMC (Lancom Cloud Management) Version von Lancom auseinandersetzen müssen, weniger mit LANconfig.

      Aber selbst wenn, an der lokale LANconfig Software gibt es meiner Meinung nach nichts auszusetzen. Sieht sie aus wie aus den 90er, ja keine Frage, aber das ist in meinen Augen kein Nachteil. Für mich ist es Kontinuität nicht zwanghaft zu versuchen etwas, was gut funktioniert, zu versuchen zu ersetzen nur damit es Fancy wird. Entscheidend ist doch ob alles läuft und das ist der Fall (wie auch bei BinTec). Man liest auch nie Horrormeldungen über Sicherheitslücken wie z.B. bei FortiGate.

      Ich bin seit mittlerweile über 20 Jahre zufrieden mit Lancom.

      • Elsa sagt:

        Ich frage mich warum die Soldaten erst nach der Umbenennung zu R&S sich mit Lancom-Software rumschlagen müssen. Und nebenbei frage ich diesen Jacobs warum er immer wieder Windows-Gebashe in jedes Thema einwefen muss. Entweder haben die die Software schon vorher benutzt oder nicht. Das verwefen eines im Netzwerkbereich bekannten Namen zu Gunsten eines Namens der eher aus dem Messgeräte- und Funkbereich bereich kommt ändert da doch erstmal nichts.

        • Andy sagt:

          Warum man einen etablierten Namen aufgibt, das habe ich mich schon gefragt, als ELSA zu LANCOM wurde. aber wahrscheinlich hat da jemand bei R&S Minderwertigkeitskomplexe und will seinen Namen überall stehen sehen. Nun, der Markt wird zeigen, ob sich die Absatzzahlen in die eine oder andere Richtung verändern.
          Auch bei LanConfig bin ich ganz glücklich, wenn sich Funktionen seit Ewigkeiten immer an derselben Stelle befinden und man sich nicht in ständig neuen Designs zurechtfinden muss.

        • Tomas Jakobs sagt:

          Weil jeder Windows Client mit einem kaputten/kastrierten TCP/IP Stack rumläuft und einer Win32 API – seit Jahrzehnten. Darfst gerne bei Stafan Kanthak nachlesen.

          Darfst aber gerne auch im curl Team nachfragen, warum dort niemand irgendwas mit Windows macht bzw. damit machen will.

          • chris sagt:

            Dann geht man alternativ über das Webinterface.

            • Tomas Jakobs sagt:

              Was zumindest meinem älteren Stand von vor 10-15 Jahren kastriert war und man damals schon nicht exponieren wollte.

              Soweit ich mitbekommen habe, hat sich da kaum was getan.

              • Olli sagt:

                Das aktuelle Webinterface ist nicht mal Ansatzweise mit dem von vor 10-15 Jahren zu vergleichen. Mittlerweile ist damit (fast) der gesamte Funktionsumfang abgedeckt.

                Unabhängig davon konnte man schon immer alles per CLI machen, wenn man wollte. Bzw. manche Sachen waren überhaupt nur per CLI möglich.

                • Tomas Jakobs sagt:

                  > Mittlerweile ist damit (fast) der gesamte Funktionsumfang abgedeckt.

                  Also nichts Neues, sag ich doch. Du must hier niemanden verteildigen ;-)

                  UI und Gaggelfax zähle ich mal zu den Dingen, die komplett irrelevant sind.

                  Bei der CLI, da bin ich wieder voll bei Dir! Ohne CLI ließ sich meines Wissens damals kaum ein Fail-Over wieder zurückstellen und Rückrouten setzen.

        • Selina sagt:

          Ist sein Erkennungsmerkmal ;)

    • Martin S. sagt:

      Oh ja, dann dauert "schnell mal einen Port freigeben" mal eben mit Recherche und Softwaresuche ca. 30 Minuten. Der absolute Abturner, wenn man noch was anderes zutun hat.
      Nutze heute OPnsense und bin sehr zufrieden damit.

      • Arndt sagt:

        Nu – auch die Lancom-Router haben ein Webinterface für die Konfiguration, das insbesondere in den letzten Jahren deutlich gepflegt wurde – und an Komplexität sicher an das von OpenSense heranreicht ^^

        cu – Arndt

  3. Olli sagt:

    Die Sicherheitslücken gibt es. An den Namen der Firmwareupdates kann man es erkennen. Wenn die auf "SU" enden ist es ein Sicherheitsupdate. Und auch Diskussionen ob Lancom für bestimmte Lücken anfällig ist oder nicht.

    Seit der Übernahme durch R&S vor Jahren ist Lancom leider bei genau den Dingen schlechter geworden für die es eigentlich bekannt war:

    – Extrem lange und gute Firmware Versorgung. Es gab Updates solange die für ein Gerät technisch möglich waren. Jetzt gibt es dieses unsäglich EOS/EOL Modell.

    – Guten Endkunden Support, den gibt es mittlerweile gar nicht mehr. Man muss wohl zwingend über entsprechende Lancom Partner gehen.

    —-

    Fluch und Segen zugleich bei Lancom ist das selbst entwickelte Betriebssystem. Damit gibt es viele Probleme nicht, die *nixe haben, dafür fehlt seit vielen Jahren die Manpower um wirklich voran zu kommen.

    • Nordnavigator sagt:

      > Guten Endkunden Support, den gibt es mittlerweile gar nicht mehr. Man muss wohl zwingend über entsprechende Lancom Partner gehen.

      Richtig. Und sogar als (kleiner) Partner mit Bronze-Status bekommt man im Grunde nichts mehr kostenlos. Es sollen Support-Verträge pro Gerät abgeschlossen werden, das lohnt sich für mich (Handvoll Kunden mit Lancom-Geräten draußen, max. 1-3 Anfragen pro Jahr insgesamt) nicht mehr.

  4. victory_erazor sagt:

    Ganz früher (TM) war das mal Elsa.

  5. mw sagt:

    Ich kenne LANCOM nur von den ISDN Routern, die wirklich super waren. Wir hatten einige ISDN WAN Strecken mit LANCOM Routern im Einsatz. Nett zu hören, daß die Config überlebt hat. Die war ganz gut brauchbar.
    Für VPN würde ich heute sicher andere Lösungen wählen als proprietäre Systeme. Auch wenn R&S draufsteht.

  6. NoiNik sagt:

    Wie sind denn so die Erfahrungen mit den Firewalls?
    Bisher haben wir von Lancom nur 30 APs inkl WLC im Einsatz und das läuft super.

    Sind am überlegen ein POC zu machen und ggf. Securepoint UTM zu ersetzen..

  7. harfes sagt:

    Da ich selber seit vielen Jahren Lancom-Partner bin, war der Einstieg von R+S schon lange bekannt. Das die jetzt den Namen ändern – so what? ABER: wie einige meiner Vorredner hier schon geschrieben haben, hat sich das unsägliche EOS/EOL leider sehr negativ ausgewirkt: da die Geräte zwar sehr robust und von sehr hoher Qualität sind, aber nach ca. fünf Jahren Elektroschrott sind, ist das kein Qualitätskriterium mehr. Zumal die Geräte noch weitere Jahre problemlos laufen könnten.
    Hinzu kommt jetzt der Zwang, zu jedem Gerät gleich den Service mitkaufen zu müssen (ob jemals benötigt oder nicht) und selbst als Partner nur noch Support zu bekommen, wenn sündteuere Zertifikate/Schulungen bestanden wurden.
    R+S scheint jetzt die erworbene Kuh melken zu wollen. Ich bin gespannt wie das ausgeht, da ich kleineren Kunden bei dem bereits hohem Preisniveau das kaum noch anbieten kann (zum Glück gibt es günstigere und gute Alternativen). Die Firewalls sind nicht wirklich im Markt etabliert, bei den WLan-Geräten gibt es deutlich günstigere Alternativen in ebenfalls guter Qualität(UniFi) und bei den überteuerten Switchen gibt es ebenfalls gute Alternativen (TP-Link). Lediglich die Router sind noch sehr gut, aber eben auch sehr teuer.
    Ich werde jedenfalls meine Partnerschaft im nächsten Jahr nach dem Auslaufen nicht verlängern…

  8. Karl Napf sagt:

    Bei mir ist es ähnlich:
    Ich hatte schon mit Lancom zu tun, da hiessen sie noch ELSA und haben Grafikkarten verkauft. ;)

    Meine Kunden waren immer zufrieden, man hatte (auch als Bronze-Partner) einen akzeptabel guten Support und das Preis-Leistungsverhältnis hat gestimmt.

    Nach dem Aufkauf und der jetzt anstehenden Pflicht zur Zertifizierung/Schulung und den Änderungen im Support werde ich mir für meine KMU-Kunden was anderes überlegen müssen, evtl geht es komplett Richtung Unifi, mal sehen.

    Grüße,
    Karl

  9. jup sagt:

    zu EOS/EOL:
    als ganz blödes Beispiel hab ich hier 2 WLAN APs, diese unterscheiden sich NUR in der Gehäusefarbe – früher EINE Firmware File für beide. Nun wird nur noch einer supportet. Kannst dir nicht denken …
    Auch wir fliegen aus dem langjährigen Partnerstatus, werden uns was anderes suchen.

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