Self-Service und Supermarktkassen: Wie störanfällig sind die EC-Kartenterminals?

Ich stelle mal ein Thema hier im Blog ein, welches über einen Leser an mich heran getragen wurde. Es geht um die Frage, wie störanfällig die praktisch in allen Geschäften vorhanden EC-Kartenterminals sind. Zudem habe ich noch das Thema Self-Service Scanner-Kassen mit dazu genommen. Wie sind eure Erfahrungen?

Pain in the Ass: Self-Service Scanner-Kassen

In vielen Discounter-Läden und Baumärkten etc. grassiert ja das Bezahlen mit Self-Service Scanner-Kassen. Bezahlt wird an einem EC-Kartenterminal – also gleich zwei Quellen, wo es zu technische Störungen kommen kann. Die jungen, hippen Kunden müssten eigentlich auf diese Self-Service Scanner-Kassen "fliegen".

Ich selbst vermeide es nach Möglichkeit, mich wie ein Hamster auf Self-Service Scanner-Kassen dressieren zu lassen. Nur bei Baumärkten kommt man kaum an diesen Kassen vorbei. Aber der von uns frequentierte Biomarkt hat Personal und eine Kasse mit Kassiererin. Gleiches gilt für den Hofladen und andere Läden, die wir frequentieren, haben meist noch Personal an einer oder zwei Kassen. Nur wenn die Schlange vor der Kasse mit Kassierer oder Kassiererin arg lang ist, die Self-Service Scanner-Kassen aber frei sind, und Frau raunt "wollen wir wirklich warten, die Self-Service Scanner-Kassen sind frei", lasse ich mich breit schlagen, "das alles selbst in die Hand zu nehmen" (Kunde ist nicht mehr König).

Natürlich falle ich dann jedes Mal rein, weil irgend etwas streikt oder hakt. Kürzlich im Urlaub in einem Penny-Markt an der Mosel, wo ich schnell ein paar Brötchen besorgen wollte. Zwei Self-Service Scanner-Kassen und eine Kasse mit Band und Kassiererin, wo aber schon eine längere Schlange mit Kunden wartete. Beide Self-Service Scanner-Kassen waren frei, wobei ich an einer dieser Kassen schon beobachtet hatte, dass ein junges Pärchen sich länger mit seinen zwei Einkäufen abgemüht hatte (vielleicht waren es Niederländer, die die Anweisungen am Terminal nicht lesen konnten).

Und schon raunte "die Stimme im Ohr": 'Willst Du wirklich in der Schlange warten, schau, zwei Self-Service Scanner-Kassen sind frei'. Wenn Du "Stimmen hörst", musst Du folgen oder zum Arzt. Also den Weg zur ersten Self-Service Scanner-Kasse eingeschlagen. Drüber ein Schild, man möge "winken", da hing wohl eine Kamera, die das mit aufzeichnete. Aber auf dem Display der Self-Service Scanner-Kasse stand groß der Hinweis, dass eine Störung vorläge und ein Mitarbeiter des Markts die Kasse freischalten müssen. Na prima, fängt schon gut an, aber "Junge, Du hast Urlaub, bleibe locker und der nächste Bäcker ist zwei Kilometer weit weg. Und hey, die zweite Self-Service Scanner-Kasse ist ja frei. ".

Schnell die drei Brötchen erfassen lassen wollen … dummerweise ist mir bei der Auswahl der Brötchensorte ein Fehler passiert und ich wollte eine Korrektur durchführen. Ich erinnere mich nicht mehr, welche Korrekturtaste ich am Terminal gedrückt habe. Aber ich erinnere mich, dass "Es liegt eine Störung vor, die Kasse muss durch das Personal freigeschaltet werden" auf dem Display aufpoppte.

Na prima, beide Self-Service Scanner-Kassen auf Störung. Personal wird so schnell keines kommen, also in die Schlange an der offenen Kasse einsortiert, die noch etwas länger geworden war. Self-Service Scanner-Kassen sind "Pain in the Ass".

Bei REWE ist dann die Nerv-Schikane eingebaut, dass Du an einer Ausgangsschranke den Barcode auf dem Kassenzettel zusätzlich scannen musst, um den Laden zu verlassen. Frau so: "Denk dran, wir brauchen den Bon, um an der Schranke raus zu kommen" – Einkaufsparadies Deutschland Anno 2026. Und in der Branche geht das Gerücht, dass diese Maßnahmen "wegen unbezahltem Warenschwund" ergriffen werden müssen. Eine Entwicklung, die der Händler dann bei den die Endkundenpreisen einkalkulieren muss.

Ich kann zwar einige Händler verstehen, Personal für den Betrieb zu bekommen, ist offenbar schwierig. Aber wenn ich dann sehe, dass der Laden doch wieder Kassen besetzen muss, weil die Self-Service Scanner-Kassen nicht angenommen werden oder streiken, frage ich mich schon, wie sinnvoll das ist. Zur Farce wird es aber, wenn dann im Laden an den Self-Service Scanner-Kassen Personal herum steht, um den Kunden "zu helfen" oder die Leute zu überwachen, dass die nicht ohne Bezahlung mit der Waren aus dem Laden spazieren. Self-Service Scanner-Kassen bleiben "Pain in the Ass" und warum soll ich als Kunde wie ein dressierter Hamster in das Rad springen, wobei dann Fehler auch noch zu meinen Lasten ausgelegt werden?

Ergänzung: Wegen einer Störung bei einem Kassensystem einer Biomarktkette bin ich bei Recherchen auf diesen Artikel des Supermarkt-Blogs gestoßen, der interessante Insights zu Denns & Co. vorhält. Der Biomarkt-Betreiber geht in Filialen unterschiedliche Wege. Wird ein Markt von vorwiegend jüngeren Leuten frequentiert, soll viel Self-Service angeboten werden, weil die Klientel keine Zeit hat. In Märkten, die von älteren Kunden frequentiert werden, kommt Personal zum Einsatz, weil die Kundschaft dies so erwartet.

EC-Kartenterminals streiken eigentlich immer

Ich gehöre ja noch zur Klientel, die wechselweise bar oder mit EC-Karte zahlen. Angesichts der wenigen Kaufvorgänge hält sich das Problem, dass die EC-Karte im EC-Kartenterminal (POS) nicht gelesen werden kann, in Grenzen. Einmal schlug beim Kartenwechsel ein Sicherheitsmerkmal zu , so dass die neue Karte im Baumarkt verweigert wurde, weil noch keine Zahlung erfolgt war. Eine Mitarbeiterin im Baumarkt erklärte es mir jedenfalls so, und nach der ersten Online-Überweisung funktionierte die EC-Karte. Was mir aber auffällt: Ich muss bei Bezahlvorgängen öfters die Debit-Karte zwei oder drei Mal an das EC-Kartenterminal halten und gelegentlich einstecken, damit sie gelesen werden kann. Szenewechsel …

EC-Kartenterminal
EC-Kartenterminal, Quelle: Pexels.com; Kampus Production – freie Nutzung (cc)

Blog-Leser Marcel hatte mich zum 9. August 2026 per E-Mail bezüglich des Themas angeschrieben. Unter dem Betreff: "Eventuell Thema? EC-Kartenterminals" schrieb er folgendes:

ich würde gerne mal ein Thema in den Raum werfen, was mir die letzten Wochen schon mehrmals aufgefallen ist: EC-Terminals in Supermärkten und deren Fehlfunktionen. Ich kann solche Fehler bzw. Probleme schlecht an einer Kasse dokumentieren, aber diese Woche ist es mir beim Warten an der Kasse wieder aufgefallen, wie anfällig diese Kassensysteme scheinbar sind und wie wenig Kassiererinnen bzw. Kassierer eingreifen können.

Konkret bezieht sich die Problematik darauf, dass Bezahlvorgänge abbrechen, wenn man die Karte auflegt bzw. einsteckt. Ich selbst habe diese Woche den Fall erlebt, dass nach dem Auflegen der Karte die ganze Kasse abgestürzt ist. Es ging nichts mehr. Die Kasse hat sich dann neu gestartet (es läuft Windows und darauf die Software). Was die für einen Patchlevel haben, mag ich mir gar nicht ausmalen.

Die Problematik trat gestern auch wieder auf—diesmal in einem anderen Supermarkt an einer SB-Kasse. Dort gibt es Handscanner, die während des Einkaufs am Wagen befestigt werden und wo die Produkte vorher schon gescannt werden (durch den Kunden). Der Einkauf wird dann am Ende des Einkaufs durch das Scannen eines Barcodes abgeschlossen. Dabei scheiterte der Bezahlvorgang mehrere Male, bis irgendwann die Bestätigung kam und bezahlt werden konnte.

An der Stelle kann ich meine Karten ausschließen: Die Konten sind ausreichend gedeckt, und die Karten funktionieren an anderen Terminals tadellos.

Ich frage mich, ob gewisse Supermarktketten einfach Probleme mit ihrer Technik haben oder ob deren Systeme nicht „sauber" sind und es sich schlichtweg um eine Sicherheitsthematik handelt. Speziell betroffen waren hier Netto und Globus. Ist es vielleicht auch ein Problem mit der Komplexität durch dieses ganze App-Gedöns, Bonuskarten, Payback usw.? Ist die Abwicklung dahinter, also beim Zahlungsabwickeler sauber oder sind deren Systeme kompromittiert?

Vielleicht ist das ja mal ein Thema für Diskussionen und Schwarmwissen.

Ist in meinen Augen eine spannende Beschreibung, und mir fiel obige Episode im Penny-Markt an der Mosel ein, wo ich an der Selbst-Scanner-Kasse durch eine Störung während der Bedienung gescheitert bin. Wenn dann noch Probleme mit dem EC-Kartenleser hinzukommen, wird das Ganze zur Farce. Sind das alles "Einzelfälle tapsiger Boomer?", oder wie ist eure Erfahrung mit der Thematik? Was gibt es an Hintergrundwissen zu den von Blog-Leser Marcel aufgeworfenen Fragen? Ich denke da gerade auch "ein wenig vorwärts", wenn KI das alles übernehmen soll und niemand mehr vor Ort ist.

PostScript zum Thema

Erst einmal vielen Dank für die vielen Diskussionsbeiträge, die ein gutes Stimmungsbild ergeben. Aus den Kommentaren nehme ich mit, dass der ursprüngliche Aufhänger, "EC-Zahlungsvorgänge als Problem" eher kein Problem darstellen, sonst hätte sich ein anderes Bild ergeben.

Zum Thema Self-Service Scan-Kassen ergibt sich für mich ein spannendes Bild. Es wird von den Leuten das genutzt, was die Märkte kanalisieren: "Kasse mit Personal spärlich besetzt, konditionieren wir die Kunden auf die Self-Service-Kasse". Die Überlegungen "läufst Du schnell durch die Self-Scanner-Kasse mit deinen drei Sachen", habe ich ja auch. Wenn alles abgepackt und mit Barcode versehen ist, klappt das meiner Erfahrung nach auch ganz gut. Es hakt aber immer dann, wenn ich z.B. Brötchen oder Obst über irgendwelche Pictogramme am Scan-Kassenterminal eingeben muss. Das ist Frickelkram und Fehler gehen zu meinen Lasten. Da lobe ich mir Alnatura oder Denns, wo das alles entspannt mit Personal an der Kasse abläuft.

Der Leser, der das Thema ursprünglich per Mail an mich heran trug, hat sich am Sonntag noch mit folgendem Text gemeldet:

Danke für den Blogbeitrag.

Sobald man mehr als drei bis vier Artikel kauft, sind die SB-Kassen wirklich die Pest. Ich frage mich, ob die fehlenden Schlangen da nicht genau daran liegen, dass es andere genauso sehen?

Einen Unterschied macht es dabei noch, finde ich, ob die gescannten Artikel anschließend auf einer Ablage mit Wage gequetscht werden müssen, was auch immer eine beliebte Fehlerquelle ist.

Bei uns in der Region greifen jetzt zumindest bei Edeka sog. SmartShopper-Einkaufswagen als nächste Evolutionsstufe (oder Sackgasse der Evolution?) um sich, die mit Kamera und Wage gleich alle Artikel schon beim Einpacken erfassen sollen.

Man will ja technologieoffen sein und im Zweifel auch wissen, wozu man „Nein" sagt. Ich habe es also ausprobiert und kann nur sagen einmal und nie wieder. So einen hakeligen Einkauf, bei dem man sich mehr um den Wagen, als um die Produkte kümmern muss, hatte ich noch nie. Da ist vermutlich der Supermarktbesuch mit 5 Kindern leichter zu erledigen…

Schließlich bleibt bei all diesen Lösungen noch der Datenschutz und ein Generalverdacht als Geschmäckle: Fast alle Märkte die ich kenne versuchen ihre jeweiligen „Easy"-Checkout-Lösungen mehr oder weniger subtil an ihre Kundenprogramme zu binden, bzw. machen diese sogar zur Voraussetzung.

Und beim Einkauf einer einzelnen Pizza in einem Discounter wurde ich aufgefordert zu bestätigen, dass ich wirklich alles erfasst habe und daran erinnert, dass ich gefilmt würde, was durch Einblendung eines Kamerabildes untermauert wurde. Ich bin mir durchaus bewusst, dass alle Kassenbereiche überwacht werden, aber so? Einmal und nie wieder!

Diese tollen Einkaufswagen hatte ich noch nicht in Fingern, mit Wurzeln im Handwerk weiß ich "je komplexer, je störanfälliger". Aber egal. Die App-Mania, dass jeder Laden (bis auf Aldi) seine eigen Rabatt-App andienen will, habe ich bewusst nicht thematisiert. Als "Wenig-Einkäufer" (O-Ton der besseren Hälfte "dich nehme ich zum Einkaufen nicht mit, zu viel Stress, da sind wir ja im Affenzahn durch den Markt wieder an der Kasse und dann ist nur unsinniges Zeug, was wir nicht brauchen im Einkaufswagen") berichtet mir meine Frau regelmäßig beim Mittagessen die Erlebnisse bei den Wocheneinkäufen in den Läden. Speziell fällt auf, wie konditioniert jüngere Leute schon bezüglich der Einkaufs-Apps sind.  Aber ok, leben und leben lassen, sagt der Rheinländer.

Ansonsten sitze ich hier und "feiere den Beitrag", der natürlich mit kleinen Provokationen in einigen Formulierungen geschrieben wurde. Die Reaktionen in den Kommentaren waren manchmal aufschlussreich – aber ich halte mich da bewusst zurück. Als Blogger spieße ich Sachen auf, die ich beobachte – und hier habe ich ja um Rückmeldungen gebeten. Also alles richtig gemacht – und daher an dieser Stelle mein Dank für die Kommentare.

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122 Kommentare zu Self-Service und Supermarktkassen: Wie störanfällig sind die EC-Kartenterminals?

  1. xx sagt:

    Bei meinen Kunden ist es meist eher ein Problem das simple aus Billig und zu Wenig besteht.

    Kassen Hardware zu klein/billig ausgelegt
    Und Internet zu wenig Bandbreite, .. das ist problematisch weil oft die Shops nur eine schlechte DSL Anbindung haben, aber.. nun eine Beschallung gestreamed wird, und dann noch die Video Überwachung gestreamed…
    Grund ist simple, aufgrund von DSGVO und Co, am besten keine Server in der Filiale, weil die ja nicht vor Mitarbeitern zu sichern sind.
    Also macht man sich zu 100% vom Internet abhängig, früher war Bankomat via ISDN alles andere lokal.
    Inzwischen ist nichts mehr lokal in der Filiale.

  2. Karli sagt:

    Ehrlich gesagt ist mir völlig egal, ob die Selbstscanner Kassen funktionieren oder nicht. Ich finde viel wichtig, was die sozialen Auswirkungen dieser Praxis und und icht ausschließlich der daraus folgenden engeren Überwachung sind.

    • Thomas sagt:

      "Ich finde viel wichtig, was die sozialen Auswirkungen dieser Praxis und und icht ausschließlich der daraus folgenden engeren Überwachung sind."

      Kannst du diesen unverständlichen Satz eventuell erklärend ausführen?

      • Steter Tropfen sagt:

        Einfach selbst zu denken anfangen:
        • soziale Auswirkungen = Wegfall kleiner Nebenjobs als Kassenkraft, außerdem entfällt für viele einsame Menschen die einzige menschliche Ansprache, die sie an einem Tag hatten, auch wenn sie nur in einem kurzen gegenseitigen Gruß bestand. Wenig technik-affine oder beeinträchtigte Menschen sind mit den Kassen sowieso überfordert oder fürchten sich vor Fehlbedienung und Bloßstellung.
        • engere Überwachung = Diebstahl-/Betrugsschutz durch Dauerbeobachtung des Kunden, Erfassung biometrischer Daten, Auswertung durch KI
        Da kann man doch wirklich selbst draufkommen, oder?

        • User007 sagt:

          Hmm…
          "• engere Überwachung = Diebstahl-/Betrugsschutz durch Dauerbeobachtung des Kunden, […]"
          Na ja, "Dauerbeobachtung"…finde ich jetzt in einem temporär doch eher begrenzten Zeitrahmen in einem nichteigenen Raum durchaus nicht ungerechtfertigt, zumal das ja mglw. hilft die durch sowas auf alle Konsumenten umgelegten Schadenskosten einzudämmen und eine "Erfassung biometrischer Daten" seh' ich da – zumind. noch(!) – eher nicht.
          Da ist doch zielorientiert zweckdienliches Mehrheitsinteresse gegenüber persönlichem Individualinteresse zu priorisieren, oder?

        • Thomas sagt:

          Oh, denken ist eine gute Idee. Und was genau bedeutet "…und und icht ausschließlich…"?
          Trotz meines Versuchs des Nachdenkens komme ich nicht darauf, welches Wort jetzt tatsächlich durch "icht" gemeint ist. "Nicht" liegt nahe, ist aber nur eine Vermutung. Das ist auch weder böse oder lehrerhaft gemeint, so ein Vertipper passiert schnell. Aber die Bedeutung eines Satzes hängt nun mal von den enthaltenen Wörtern und deren Verwendung und Reihung ab.
          Und semantisch ist dieser zweite Teilsatz auch nicht eindeutig: "der daraus folgenden" bezieht sich auf "Auswirkungen dieser Praxis" oder nur auf "Praxis"?

          Und ganz abgesehen von dieser Erklärung meiner ursprünglichen Frage: warum muss man gleich beleidigend werden?

        • TBR sagt:

          Das Leben unterliegt nun Mal stetigen Veränderungen.

        • Mikel Friess sagt:

          "• soziale Auswirkungen = Wegfall kleiner Nebenjobs als Kassenkraft, außerdem entfällt für viele einsame Menschen die einzige menschliche Ansprache, die sie an einem Tag hatten, auch wenn sie nur in einem kurzen gegenseitigen Gruß bestand. Wenig technik-affine oder beeinträchtigte Menschen sind mit den Kassen sowieso überfordert oder fürchten sich vor Fehlbedienung und Bloßstellung."

          Ernsthaft? Schon wieder die Standardantwort der Deutschen und der Grund warum wir nur Platz 22 von 27 innerhalb der EU sind.
          Wenn wir und die nächsten 50 Jahre immer weiter auf den "Wenig technik-affinen" ausruhen, dann wird das auch nicht besser werden. Und die "Beeinträchtigten"….. Keiner macht sich über Analphabeten, Blinde, Taube, geistig Beinträchtigte oder sonst irgendwelche Handycaps Gedanken, ausser man muss mal "was mit einem Computer machen". Da ist das dann ein Thema.
          Und ganz ehrlich, es ist nicht mein Problem, wenn Menschen im Alter nicht in der Lage sind sich mit anderen Menschen zu treffen und deshalb die Kassenschlange in meinem Supermarkt verlngern müssen.

          • User007 sagt:

            Sorry, aber was ist das für 'ne stumpf-eindimensionale Betrachtung?
            "Keiner macht sich über Analphabeten, Blinde, Taube, geistig Beinträchtigte oder sonst irgendwelche Handycaps Gedanken, ausser man muss mal "was mit einem Computer machen". Da ist das dann ein Thema."
            Falscher kann ja 'ne Aussage gar nicht sein – natürlich wird sich gesellschaftlich auch in – insbesondere – anderen Bereichen damit beschäftigt. Woher sonst sollte wohl die Intention nach "Inklusion" stammen? Anderenfalls würde alles einfach nach reinem Naturgesetz mit der "Collateral Damage"-Methode laufen, aber hier wurde sich für auf den drei Säulen Moral, Ethik und Humanismus basierende Zivilisiertheit entschieden.
            Hoffentlich werden Sie im Alter dann nicht auch mal zu so einem eher entschleunigt "Technik-unaffinen" Menschen – unsozial scheinen Sie ja bereits zu sein, wenn Sie ein gegenseitiger Gruß oder eine Kommunikation zwischen Menschen im Kassenbereich stört. 🙄

        • AshDash sagt:

          Eine Antowrt kann man auch freundlicher schreiben. Du wurdest ja nicht gezwungen dies zu tun.
          ALDI und Co sind keine Heilsarmee, die sich um einsame Menschen kümmern sollten. Wegfall der (Neben)Jobs ja, ist schlecht. A

      • Ronny sagt:

        Eigentlich gibt es für den Betrieb von EC Terminals strenge Sicherheitsrichtlinien der Anbieter, zumindest von dem bei dem wir unsere Terminals bekommen. Ähnlich einem BSI Grundschutz Profil, die Einhaltung der Vorgaben muss auch , ich meine jährlich bestätigt werden. Wobei ich zugeben muss, ich habe mir auch schon sehr oft die Frage gestellt, wie halten die das alle ein ???

  3. Chris sagt:

    Es gab 2x die Situation bei EC Kartenzahlung, das beim Bezahlvorgang das Terminal die Transaktion als gescheitert angezeigt hat, während der Vorgang in der Handy APP der Bank als vorgemerkter Umsatz aufgeführt wurde. Da stand man dann 15 Minuten an der Kasse und hat diskutiert warum man die Zahlung nicht nochmal wiederholen will, dem Kassenpersonal war das Problem bekannt, man solle den Vorgang mit der Bezahlung einfach wiederholen.

    Ein vorgemerkter Umsatz ist nicht ungewöhnlich, es sagt für mich einfach nur aus, die Abbuchung ist eingeplant aber vom Konto noch nicht abgebucht, was in der Regel dann aber irgendwann automatisch passiert. In dem Fall hatte das Kassenpersonal aber recht, 15 Minuten später verschwand der vorgemerkte Umsatz aus der APP ohne das eine Abbuchung stattgefunden hat. Wer ist nun Schuld, die Bank die aber ganz offensichtlich den Vorgang erhalten aber nicht ausgeführt hat, oder das EC Gerät was aus irgendeinem Grund der Vorgang abgebrochen hat und deswegen die Bank die Gültigkeit der Bezahlung nicht bestätigen konnte.

    Zum Thema SB Kasse ist meine Meinung relativ simpel. Wenn ich mich entscheiden muss für 3 Teile 10 Minuten an der Kasse anzustehen, oder das ganze in einer Minute selber an der SB Kasse abzuwickeln, dann wähle ich die SB Kasse. In der Regel steht, in den Läden in denen ich unterwegs bin, an der SB Kasse auch immer Personal was bei Problem sofort unterstützt. Ob diese Person nun an den SB Terminals eingesetzt wird oder selber an einer Kasse sitzt ändert nichts am Personalaufwand. Ich als
    Kunde kann von der SB Kasse zeitlich profitieren, sofern ich mich traue das System zu nutzen und auch zu lernen.

    • DirkNB sagt:

      Wenn man dann aber (weitergehend) lernt, dass die Systeme in mehreren Aspekten unsicher sind, geht's doch wieder an die Kasse, egal, wie lang die Schlange ist. 😉

      • User007 sagt:

        Was GENAU ist denn daran unsicher(er, im Vergleich mit allen anderen Kassen)?

      • Thomas sagt:

        …an die Kasse, wo die gleiche Software auf identischer Hardware die gleichen Prozesse durchläuft und am Schluss an einem identischen Terminal mit derselben Karte ebenso unbar gezahlt wird.

        Ach ja, die Sicherheit kommt daher, dass ein fremder Mensch die Nudelpackung über den Scanner zieht.

    • Käufer sagt:

      "Ob diese Person nun an den SB Terminals eingesetzt wird oder selber an einer Kasse sitzt ändert nichts am Personalaufwand. "

      Doch. Eine normale Kasse ist ein Arbeitsplatz.

      Aber eine Person kann vier bis acht SB-Kassen überwachen. Spart Personal. Außerdem brauchen diese SB-Kassen auch keine Laufbänder, was Platz spart, man kann die Anzahl Kassen pro Flächen massiv verdichten. Könnte auch sein, dass es für die Kunden schneller geht.

  4. KH sagt:

    Hatte das Phänomen schon Anfang des Jahrtausends: irgendetwas war mit meiner EC-Karte passiert, wodurch Terminals einer bestimmten Marke zuverlässig abgestürzt sind – unabhängig vom konkreten Händler. Die Karte hat bei anderen Terminals ohne Probleme funktioniert.

    Ohne die konkrete Implementierung der Terminals zu kennen, ist es doch leicht vorstellbar, dass kleine Fehler im Magnetstreifen (damals) oder RFID-Chip bei der einen Software durch Korrekturen noch korrekt verarbeitet werden und bei anderen irgendeinen Bug triggern. Warum sollten solche Teile auch bessere Codequalität haben als andere. Audits und Zertifikate helfen da nur bedingt.

    Den Rant gegen Selbstscannerkassen kann ich nicht ganz nachvollziehen. Wenn ich selber scanne, kann ich auch gleich selber alles in die Tasche packen. Die Bevölkerung schrumpft und den Tätigkeitsbereich an einer Kasse empfinde ich persönlich nicht als besonders sinnstiftend, dass dieser erhalten werden muss. Wenn etwas unklar ist oder schief läuft oder jemand auf Hilfe angewiesen ist, muss natürlich entsprechend Personal da sein.
    Das soll allerdings nicht Thema des Kommentars sein, wichtig ist der technische Teil oben.

  5. Alter Sack sagt:

    Ähnliche Probleme in diesem Sommer mit Kartenzahlung einer 800€-Rechnung bei meiner Autowerkstatt mit Visa-Debitkarte: Insgesamt 3x wurde die Rechnung auf meinem Konto angezeigt, nachdem mehrmals mit der Karte ein Zahlvorgang nach Fehlermeldung wiederholt wurde. Beim darauf folgendem Einkauf beim Getränkemarkt funktionierte sie dann ohne Probleme.
    Die zwei Fehlbuchungen wurden nach 2 Tagen von der Bank storniert.
    Meine Konsequnenz daraus: Wird eine Karte nicht akzeptiert, wechsle ich sofort auf eine andere Karte! Man braucht unbedingt 2 oder 3 unterschiedliche Karten (bei mir: Visa-Debit/Visa-Kredit/Mastercard-Kredit). Gerade im Ausland kann es fatal werden, wenn eine Karte dauerhaft gesperrt wird, was mir mehrmals in den letzten Jahren passiert ist. Gründe der Sperrung erfährt man übrigens nie, mangelnde Deckung bzw. Kreditwürdigkeit konnte niemals das Problem gewesen sein!

    • Bernd Bachmann sagt:

      Der Grund für eine Sperre ist meist, dass aufgrund eines ungewöhnlichen Verhaltens bei der Kartennutzung eine Sicherheitsregel der Bank angeschlagen hat, und seitens der Bank die Vermutung besteht, dass Deine Karte gestohlen oder anderweitig missbräuchlich verwendet wurde.

      Ein zweiter Grund wäre der Verstoß gegen irgendwelche Sanktionen, oder Verdacht auf Geldwäscherei, was bei Normalmenschen aber wohl eher selten der Fall sein dürfte.

      Wenn Dir das häufiger im Ausland passiert:
      – Die Bank vorab informieren, wann Du wo sein wirst, und ggf., insbesondere bei größeren geplanten Summen, wieviel Geld Du voraussichtlich ausgeben wirst;
      – Sicherstellen, dass die Bank Dich telefonisch erreichen kann;
      – Bei erfolgter Sperre die Bank telefonisch kontaktieren, um die Sperre aufheben zu lassen.

      • KH sagt:

        Die plötzliche Sperre nach Nutzung im Ausland ist mir ebenfalls mehrfach passiert. Die Bank hat bei mir jedoch direkt erklärt, dass die o. g. Sicherheitsregeln angeschlagen haben. Gleichzeitig wurde aber auch erklärt, dass man nun nicht mehr vorher besondere Umstände anmelden kann, um solche Sperren zu vermeiden, das tue die Software automatisch ("Softwarefehler, kann man nichts machen" ;-))

        Also lebe ich in Konsequenz ebenfalls immer mit mindestens drei Kreditkarten, damit wenigstens eine funktioniert, wenn man sie benötigt. Schöne neue Welt 👍

        • Bernd Bachmann sagt:

          Macht wohl auch jede Bank anders. Ich hatte meine neulich erst kontaktiert wegen einer temporären Erhöhung des Kreditrahmens, da ich auf einer bevorstehenden Reise eine größere Zahlung erwartet hatte, und die Mitarbeiterin meinte von sich aus: „Dann merke ich Ihre Reise im System schon einmal vor, damit Sie dann keine Probleme bekommen."

          Unabhängig davon sollte man natürlich immer mehrere Zahlungsmittel dabei haben. Es kann ja auch mal etwas verloren gehen oder gestohlen werden. Und eigentlich bräuchte man heutzutage auch immer ein Ersatzhandy…

  6. Grüsch sagt:

    Bisher keinerlei Probleme bei verschiedensten Supermärkten. Eigentlich war ich immer schuld, wenn die Kasse gesperrt wurde (Produkt nach dem Scannen nicht auf die Waage gelegt oder Korrektur der Backwaren nicht möglich). Die inzwischen überall installierten Schranken stören mich nicht. Manchmal hängt ein Zettel, dass ein Kartenleser nicht funktioniert und nur Barzahlung möglich ist.

    • Molybdän sagt:

      Ich habe genau die gleichen Erfahrungen gemacht. In den Supermärkten in denen ich unterwegs bin (meist Rewe) war auch immer eine angestellte Person nur diesen Terminals zugewiesen, so dass (ebenfalls meist meine selbst verursachten) Fehler immer innerhalb kürzester Zeit behoben waren. Mittlerweile habe ich sicher schon einiges an Zeit gespart im Gegensatz zu den herkömmlichen Kassen.

  7. harfes sagt:

    Da ich häufig in Schweden unterwegs bin, kann ich sagen, dass die SB-Kassen schon seit vielen Jahren dort verbreitet sind (wesentlich länger und deutlich öfter als in DE). Allerdings bleiben die gerne mal mit Störungen stehen und dann heisst es warten, bis Personal Zeit hat, die Kasse zurückzusetzen.
    Und dort gibt es das gleiche Problem wie in D: Personalmangel. D.h. bei einer Störung alles einpacken und ab an die Personalkasse (da das meistens schneller geht, als auf's Personal zu warten). Ich nutze die SB-Kassen – wie viele Schweden auch – nur, wenn es um sehr wenige Teile geht. Sehr lästig wird es, wenn selbst abgepackte Ware "gescannt" werden soll (also Obst, Brötchen, etc.) – das funktioniert leider kaum zuverlässig…da ist also noch viel Luft zum Nachbessern.
    Was allerdings in Skandinavien wesentlich besser funktioniert, ist die Kartenzahlung. Denn dort ist mitlerweile alles mit Glasfaser angebunden – daher auch keine Störungen beim Bezahlen.

  8. Hans-Dietmar Kolbig sagt:

    Ich kann die Kritik an Self-Service-Kassen oft nicht nachvollziehen. Preislich und beim Bezahlen (gerade mit Karte) gibt es keinen Unterschied zur klassischen Kasse. Der entscheidende Vorteil ist schlicht die gesparte Wartezeit. Das Argument des Arbeitsplatzverlusts greift heute kaum noch, da der Einzelhandel ohnehin unter starkem Personalmangel leidet – Automatisierung ist hier schlicht der normale Fortschritt.

    • GüntherW sagt:

      Wäre mal wirklich interessant, wie störanfällig die Kassen sind bzw. wo es technische Probleme gibt. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass es da ein großes Probnlem gibt?

      Ich sehe aber ganz andere Probleme. Die Supermärkte versorgen im Endeffekt die Bevölkerung, wenn jetzt durch die Kassen noch mehr Personal in den Supermärkten fehlt. Wenn die Technik mal komplett aussteigt gibt es schon Probleme, aber jetzt würde ja sogar noch ein Personalproblem dazu gekommen…

      Ich würde auch mal wissen die alte Leute mit den Kassen klarkommen. Jetzt nicht die Oma die sich seit 20 Jahren komplett verweigert, aber wirklich alte und kranke Leute mit körperlichen Problemen. Ich hab den Scheiß auch noch nicht benutzt.

      Die Umsetzung muss aber teilweise richtig scheiße sein…
      Bekannte sind auch aus dem Urlaub zurückgekehrt und müssten im Urlaub so eine Kasse nutzen. Ein Artikel wurde nicht erkannt, es musste Personal kommen. Das Personal fragte welchen Preis der Artikel hatte. Ja, merkt man sich natürlich… Es wurde dann irgendwas eingetippt.

      Man möchte schnell was im Supermarkt holen, die Kasse triggert dann eine manuelle Überprüfung und man muss ewig warten bis Jemand kommt. Laut irgendwelchen Reddit-berichten ist das wohl dann auch so, dass da schnell Jemand kommt auf einen Knopf drückt und schnell wieder verschwindet, auch wenn der Artikel eine altersüberprüfung erfordert. Das sind auch so Sachen.

      • Bernd Bachmann sagt:

        In den meisten Fällen dürfte ja auch optisch schon klar sein, dass die betreffende Person über 18 ist, ohne dass man da noch einen Ausweis kontrollieren muss.

      • KH sagt:

        Die Unterstützung durch Personal kann allerdings auch richtig gut sein. In Märkten in den USA (ausgerechner die USA!) habe ich mehrfach beobachtet wie hilfebedürftigen Menschen geduldig und freundlich geholfen wurde bzw. der Scanvorgang komplett von einem Mitarbeiter übernommen wurde.
        Es geht. Das Problem sind nicht die Terminals selber, sondern kundenorientierte Handeln von Management und Mitarbeiter. Dafür benötigt Personal jedoch Zeit, Schulung, Motivation, Firmen-Kultur..

        • GüntherW sagt:

          "Dafür benötigt Personal jedoch Zeit, Schulung, Motivation, Firmen-Kultur.."

          Ja, genau daran hängt es ja… Das werden die Kassen aus meiner Sicht deshalb definitiv auch nicht besser machen. Auch wenn die Terminals dafür nichts können, man muss es halt im Gesamtkontext sehen. Es ist schon ein massiver Unterschied, ob man einem Mitarbeiter direkt da hat oder erst rufen muss. Wenn die den Leuten helfen ist schön, da lernen die alten auch was. Nur das wird auch nur so lange gemacht bis es notwendig ist. Es sind halt Unternehmen die auch wirtschaftlich arbeiten müssen, da ist halt für sowas keine Zeit.

          Allein der Schritt "Ladengeschäft" -> Supermarkt war aus meiner Sicht schon ein gesellschaftlicher Rückschritt, weil wenn man mit dem Bäcker direkt kommuniziert, dann äußer da Leute auch mal direkt Wünsche oder bestellen was für die Familienfeier/Verein und geben Hinweise wo man was bekommen könnte. Das ist eine KOMPLETT andere Kommunikationskultur. Auch so "Kleinkram" wie automatische Türen, gibt es beim Bäcker evtl. nicht. Die Leute halten sich da teilweise gegenseitig die Tür auf. Mag jetzt bescheuert klingen, aber ich denke gerade solcher "Kleinkram" hat an anderer Stelle auch wirklich erhebliche Auswirkungen. Wenn dir der Syrer oder Ukrainer die Tür aufhält, dann nimmt man die Leute ja auch anders wahr. Sowas passiert im Supermarkt in der Form einfach nicht, weil es dazu weniger Gelegenheit gibt.

          • Christian sagt:

            > Wenn dir der Syrer oder Ukrainer die Tür aufhält,
            > dann nimmt man die Leute ja auch anders wahr.
            > Sowas passiert im Supermarkt in der Form einfach
            > nicht, weil es dazu weniger Gelegenheit gibt.

            Zumindest dort, wo ich mich derzeit oft aufhalten muss (rechtsextremer Hotspot in Ostdeutschland) fallen mir Syrer, Menschen aus Afrika etc. auch ohne Tür-Aufhalten im Supermarkt auf: sie wirken filigraner als der deutsche durchschnittliche "Schlägertyp", sie wirken intelligenter als dieser, sie sind freundlicher als dieser.

            Die MigrantInnen haben offenbar deutlich mehr Selbstachtung als viele der dort lebenden Deutschen, was sich auch in ihrer Kleidung widerspiegelt. Da steht nicht auf dem Shirt des Familienvaters zur Grafik einer dicken Scheibe Fleisch "Alles unter 500 Gramm ist Aufschnitt." Da ist auch kein Bierbauch, über den sich dieses Shirt spannen könnte.

            Da verbergen sich unter Kopftüchern freundliche Gesichter, statt dass man zugetackerte und gelochte Gesichter mit "F*ck you all!"-Gesichtsausdruck zu sehen bekommt.

            Ihre Kinder wirken oft altersgerecht entwickelt und psychosozial gesünder als die Kinder der "Eingeborenen". Sie sind lebendig und neugierig, aber vorsichtig.

            Bei den migrantischen Familien wünsche ich mir beinahe ab und an eine Tür: damit ich sie aufhalten kann für sie. Ich bin auch ganz gern mal freundlich zu angenehmen Menschen.

      • Psychatroniker sagt:

        Scannerkassen:
        Im Marktkauf (EDEKA) meines Vertrauens stehen vier solcher SB-Kassen, an denen nur in ungeraden Schaltjahren jemand ist. Weder Kunden, noch Personal. Nur wenn die Kassen mit Personal lange Schlangen haben, kommen wenige, meist sehr junge Kunden (oder auch mal ich) auf die Idee, dort etwas zu scannen und haben dann sofort eine freie Kasse. Eine davon ist sogar meist ohne Störmeldung direkt nutzbar!

        Obst und Gemüse sind _eigentlich_ kein Problem, wenn es sich um Ware zum Abwiegen handelt: Den Zettel von der Waage muss eh jeder selbst an den Apfel kleben. Leider sind die oft so schlecht gedruckt (oder der Apfel zu rund), dass man hinterher nochmal wiegen muss, weil die Scannerkasse (ohne eingebaute Waage) zu dösig ist, das zu lesen. Das kann die Personenbesetzte Kasse fast immer besser!

        Und wehe, man hat etwas ohne gewichtsbezogenen Preis: Ein Bund Radieschen für 49 Cent muss dann aus dem endlosen Gemüse-Menü herausgesucht werden, falls man ihn denn findet. Ein Studium der Biologie hilft beim Finden in den Pflanzenfamilien. Waren Radieschen jetzt Hülsenfrüchte, Lauchgewächse oder Kürbisgewächse? Nein, eher nicht. Vielleicht Gänsefußgewächse? Eher Korbblütler oder Doldenblütler? Ah, Kreuzblütler… (Ja, tatsächlich sind sie unter Wurzel- und Knollengemüse einsortiert, nicht unter Zwiebeln)

        Ok, alles gescannt (funktioniert ansonsten meist erstaunlich gut), zahlen antippen – und dann warten, bis irgendwann jemand von der Info rüberkommt, feststellt: Der ist definitiv alt genug für Rum-Trauben-Nuss-Schokolade vom sportlichen Ritter, Personalkarte scannt, Knöpfchen drückt und verschwindet. Das dauert meist so lange, dass die Leute, die sich nach meiner Entscheidung für die SB-Kasse am Ende der normalen Kassen angestellt haben, vor mir fertig sind.

        Das Bezahlen per Apple-Pay (VISA Debit) funktioniert zu 98% fehlerfrei, viel besser als mit den Plastikkarten und ohne PIN, einfach autorisiert durch mein gutes Aussehen. Es kommt ein ca. 10 Meter langer Bon plus ein Rabatt-Bon für den nächsten Einkauf innerhalb der nächsten paar Tage aus dem Drucker. Schnell wieder alles in den Wagen und ab.

        Ja, und dann, wie im Blog-Artikel schon beobachtet, den Barcode unten auf dem Bon scannen, um die Box mit den SB-Kassen verlassen zu dürfen: Da verzweifeln auch hartgesottene SB-Kassierer. Der Scanner erwartet einen bestimmten Winkel, in dem der Bon im richtigen Abstand davor gehalten wird, sonst tut er nichts. Wer vorher noch nicht abgeschreckt war, wird es spätestens hier. Die Dame, die meinen Trockenalkoholkonsum freigedrückt hat, ist schon wieder fluchtartig weggerannt. Vielleicht wäre es an den SB-Kassen sinnvoller gewesen, nicht auf das umweltfreundlicher beschichtete, dafür etwas dunklere, glänzendere und blasser bedruckte Thermopapier umzustellen? Ich mein' ja nur…

        Die nächste Stufe, der "Easy Shopper" genannte Einkaufswagen mit eingebautem Scanner, ist bei Marktkauf auch zu finden. Da funktioniert das Scannen aber nur so semi und ich verdaddele viel Zeit mit etwas, was das Kassenpersonal in einem Bruchteil der Zeit schafft. Abgesehen davon, dass diese Karren nicht aus Metallgitter sind, sondern massive Blechplatten, Display, Batterie, Computer und einen massiven Arm mit Scanner, Kamera, Blinkiblinki-Lampen, etc. verbaut haben und somit erheblich schwerer sind, als ein normaler 1-Euro-Grill. Die schiebt man sehr ungern über einen stark abschüssigen Parkplatz.

        Und die Schlangen an den zwei Easy-Shopper-Kassen sind unschlagbar lang. Trotz Übernahme der Scan-Arbeit wird von der dort sitzenden Kassiererin immer noch der Einkauf stichprobenhaft geprüft und dann erst darf man zahlen. Nachdem man angepupt wurde, warum man denn die EDEKA-App nicht verwendet, damit bekommt man doch zusätzlichen Rabatt, kann seinen Einkaufszettel direkt in der App pflegen und beim Einkaufen abgleichen und braucht keinen Kassenzettel mehr. Ja nee is klar, ne? Meine Antwort: So brauche ich aber keine App. Und kann mit Einkaufszettel auf Papier den Einkauf problemlos auf mehrere Läden verteilen…

        Aus meiner Sicht ist diese vermeintlich moderne Welt auch keine Lösung. Vielleicht bin ich auch schon zu alt für so einen Sch**ß? Oder zu Datenschutzsensibel? Ist so eine Berufskrankheit, die oft auf wenig Verständnis bei jungen Menschen stößt.

        Da lobe ich mir Aldi: Die schnellsten Kassierer*Innen Deutschlands, keine SB-Kassen und keine App!

        • Christian sagt:

          Du zauberst mit diesem Text gerade ein helles Licht in meinen (Mon)Tag. Danke dafür! :-)

        • Yossarian sagt:

          Danke für den schönen Text! Hat sehr viel Spass gemacht beim Lesen!

        • Thomas sagt:

          Eine stilistisch meisterhafte Anekdote, die zu lesen es sich lohnte – allein inhaltlich natürlich nur ein Blitzlicht auf eine einzelne Situation.
          Ich kann da meine doch sehr intelligente Lidl SB-Kasse entgegenhalten: Die erkennt per Kamera, ob's eine Zucchini oder eine Avocado ist, unterscheidet rote Paprika von roten Äpfeln. Sie wiegt den Krempel und scannt Barcodes fehlerfrei, die Bezahlung mit Karte oder Google Pay funktioniert jedesmal.
          Ist halt wie alles im Leben, man kann es gut machen, oder anders: dann wird's halt Schei*e.

        • Martin S. sagt:

          Bei mir in Lübeck hat Rewe vor ca. 6 Monaten 2 Kassen auf Selbstscanner umgestellt. Seitdem kaufe ich nur noch dort ein. Bei Obst / Gemüse muss man nur in der Liste nach Namen oder Optik auswählen und auf die Waage legen, was recht einfach ist. Bezahlvorgang mit Visa hat bei mir immer funktioniert. Die Schrank bis auf 2 mal auch.
          Ich finde das eine super Verbesserung. Wem das nicht gefällt, kann ja weiter zu den normalen Kassen gehen. Die wird es sicher auch in 20 Jahren noch geben.

        • Bernd Bachmann sagt:

          >> Da lobe ich mir Aldi: Die schnellsten Kassierer*Innen Deutschlands, keine SB-Kassen und keine App!

          Und, ganz wichtig, kein Musikgedudel!

          Aldi ist tatsächlich für mich aus diesen Gründen in den letzten Jahren mein Lieblings-Supermarkt geworden.

          Schockiert musste ich dieser Tage hingegen feststellen, dass inzwischen auch dm, früher für mich Vorbild für einfaches, schnelles und belästigungsarmes Einkaufen, eine App hat.

        • Monarch sagt:

          Will hier ja keine Träume zerstören, aber zumindest hier gibts auch bei Aldi SB-Kassen. Eine App haben die auch schon lange. Nur noch keine Sparfunktion in der App…

          Das mit dem Gemüse ist in der Tat so eine Sache. Bei unserem Edeka kann man seit geraumer Zeit keinen Ingwer an der SB-Kasse bezahlen. Gibt es in dem Auswahlmenü nicht. Das Personal vor Ort hat das Problem schon häufiger "an die Zentrale gemeldet", aber soweit mir bekannt bislang ohne Ergebnis.

          • Günter Born sagt:

            Ob SB-Kassen vorhanden sind, hängt wohl vom Aldi-Markt ab. Mo. hat Frau mich zum lokalen Aldi geschleppt, wo dann die Self-Service-Kasse war. Prompt war die Frage "welches Brötchen ist in der Tüte" – Frau hat dann irgend ein Brötchen, was passen könnte, gewählt – Sachen, die ich so liebe (speziell, wenn drei, vier Brötchensorten in der Tüte sind und noch irgend ein Obst mit dabei ist und ausgewählt werden soll). Normalerweise fahren wir zum Nachbarort, wenn es denn Aldi sein soll – da ist keine Parkraumbewirtschaftung, reichlich Parkraum und keine Self Service-Kasse – Einkaufen ist da zu normalen Tageszeiten, in denen wir aufschlagen, auch recht entspannt.

            Bei der App bin ich mir nicht sicher. Die letzten 14 Tage habe ich gelesen, dass Aldi Nord und Süd zumindest keine Rabatt-App einführen wollen (Quelle).

  9. ein Ömmes sagt:

    Ich kann das garnicht nachvollziehen.

    Nutze stets Selbstscanner (es sei denn ich muss Bargeld abheben, das geht nur an echten Kassen).

    Habe noch nie Probleme damit gehabt.

    Bei unserem Rewe gibt es auch keine Nerv-Schranke, dort steht 1 Person die alles überwacht und ggf. Hilfestellung leistet.

    Ich hatte kürzlich 2 Kartons (also 12er Packs) Milch, da kam der angehuscht und hat mir die Milchtüten als Sammeldings eingebucht, ich als Endkunde hätte 24mal eine Tüte drüber ziehen müssen.

    Also das ist eine sehr angenehme Mischung, es gibt aber auch (wie überall) mürrisches Personal, da bekommste nicht geholfen.

    Wie im echten Leben halt…

    • Thomas sagt:

      "Ich hatte kürzlich 2 Kartons (also 12er Packs) Milch, da kam der angehuscht und hat mir die Milchtüten als Sammeldings eingebucht, ich als Endkunde hätte 24mal eine Tüte drüber ziehen müssen. "
      Ich kenne das von meinem Lidl – habe früher auch 12 mal die Milch über den Tisch gezogen. Bis mir die freundliche junge Dame an der Nebenkasse sagte: "Einfach einmal scannen und auf dem Touchscreen das Produkt antippen und die Menge eingeben…"

      Ja, so verblüfft habe ich auch geguckt. :-)

  10. R.S. sagt:

    Probleme mit Kartenterminals habe ich eigentlich nie.
    Selten einmal wird RFID nicht erkannt, dann stecke ich die Karte einfach in den Schlitz.

    Und was SB-Kassen angeht:
    Die nutze ich häufiger bei wenigen Artikeln, weils einfach schneller geht.
    Oft ist da auch gar keine Aufsicht vorhanden.
    Diese SB-Kassen verleiten aber zum Betrug.
    Beispielsweise bei Backwaren. Die sind ja in einer Tüte drin und da kann man einfach z.B. weniger Stück ins Terminal tippen als tatsächlich in der Tüte drin sind.
    Oder einen anderen billigeren Artikel eintippen.
    Merken würde das niemand, selbst bei einer Aufsicht nicht.

    Hat man allerdings alkoholische Getränke, dann ist eine normale Kasse besser, denn bei den SB-Kassen gehts dann immer nicht weiter, es wird Personal zur Altersverifikation verlangt.

    Manchmal hängen sich die SB-Kassen auch auf und müssen von Personal wieder freigeschaltet werden.

    • Steter Tropfen sagt:

      Das Mogeln mit den Backwaren würde ich nicht probieren. Wenn nicht bereits jetzt, dann demnächst, wird man am Ausgaberegal beim Eintüten gefilmt, die KI zählt mit, und mittels Gesichtserkennung wird man an der Kasse entlarvt. Die Supermarktketten haben inzwischen dank SB-Kassen dermaßen Schwund, dass denen jeder Aufwand als Abhilfe recht ist, Hauptsache Hightech.

      • Thomas sagt:

        "Wenn nicht bereits jetzt, dann demnächst, wird man am Ausgaberegal beim Eintüten gefilmt, die KI zählt mit, und mittels Gesichtserkennung wird man an der Kasse entlarvt."
        Gibt es dazu eine verlässliche Quelle?

        In der EU und insbesondere in Deutschland ist die flächendeckende Gesichtserkennung im öffentlichen bzw. kommerziellen Raum streng reglementiert (und durch den EU AI Act für biometrische Identifizierung weitgehend untersagt). Einen Kunden per Gesichts-Mapping vom Backregal bis zur Kasse durch den Laden zu verfolgen, ist datenschutzrechtlich ohne explizite Einwilligung illegal.

        • Christian sagt:

          Ob Gesichtserkennung oder nicht – keine Ahnung. Habe nichtmal auf dedizierte Kameras im SB-Kassen-Bereich geachtet. Aber ich kenne es so (Kaufland, Lidl), dass die Ware gewogen wird, nachdem man sie gescannt hat. Die große Ablagefläche ist eine Waage.

          Die Kasse weiß, welche Masse jeweils dazu kommt, nachdem ein Produkt gescannt wurde. Schummeln ist somit nicht mehr so einfach möglich, man könnte nur zwei Produkte (nahezu) identischer Masse nehmen, das billige eintippen (geht als nur bei händischer Erfassung), aber das teure vor sich haben und ablegen.

          Das Wägen bringt aber auch einen Showstopper: "Naturprodukte" wie ein Bund Radieschen können eine sehr schwankende Masse haben. Und dann blockiert die Kasse, die Kassennummer geht auf rot und jemand kommt gerannt und gibt ohne weiteren Kommentar wieder frei. Zumindest beim Kaufland steht immer eine Mitarbeiterin im Bereich der geschätzt inzwischen 10 SB-Kassen.

          • Thomas sagt:

            Lidl scheint regional unterschiedlich ausgestattet zu sein. In meinem ist die Ablagefläche der Waren keine Waage.
            Ablagefläche rechts für ungescannte Sachen, in der Mitte Scannerfläche mit Kamera und Waage (erkennt das Obst und Gemüse per Kamera, das klappt sogar gut), Ablagefläche links für das gescannte Zeugs. Da steht schon immer meine Einkaufstasche, in die ich das gescannte Zeug gleich nach dem Scannen ohne Umweg über erneutes Ablegen einpacke.

  11. Stephan sagt:

    Ich hatte bisher keinerlei Probleme mit den Self-Service-Kassen. Man muss nur bei einer neuen Karte wissen, dass der RFID-Chip von manchen Herstellern erst dann funktioniert, wenn die Karte einmal in das Lesegerät eingeschoben wird, also über die Kontakte gelesen wird und dann wird auch meist die PIN verlangt.

  12. Luzifer sagt:

    Warum sollte ich mir die Arbeit des Verkaufspersonals aufbürden und der Firma kostenlos zur Gewinnmaximierung zur Verfügung stellen?

    Als Kunde bin ich König und nicht unbezahlte Hilfskraft! Wo das nicht so ist, macht man mit mir kein Geschäft! real simple!

    Einzig akzeptabel wäre es wenn mein "Arbeitseinsatz" entsprechend vergütet werden würde…

    • Michael sagt:

      Sehe ich auch so. Zumal ein mögliches Versehen meinerseits mir sofort zur Last gelegt wird.

      Vielleicht bin ich aber auch nur in der glücklichen Situation es beim Einkaufen nicht eilig zu haben und mich selbst für eine Packung Kekse an der Kasse mit Personal anstellen zu können…

      Zum Zahlen mit der EC ähm girocard. Kontaktlos zahle ich zu 99 Prozent mit dem Smartphone und das klappt zuverlässig. Manchmal dauert es bis zum Piepton mal eine Sekunde langer, da nicht ungeduldig gleich das Handy wegnehmen. Weiterer Vorteil ich muss die PIN meiner Karte nirgends eintippen wo zuvor schon zig andere Finger draufwaren oder vielleicht wer zusieht.

    • Jan sagt:

      Wenn man keine Arbeit, keine Hobbys und auch sonst nichts Sinnvolles im Leben hat, kann man das so machen.

      Den meisten anderen dürfte ihre Zeit, in der Schlange vor der Kasse zu stehen, zu kostbar sein.

      • Luzifer sagt:

        Ich weis ja nicht wie du so einkaufst… ich mache Sa. Morgens früh den Wocheneinkauf (Lebensmittel & Co.)… da hab ich nicht lange in der Schlange zu stehen.
        Und sollte ich mal was vergessen haben, gehe ich garantiert nicht zu Stoßzeiten einkaufen.
        Rest wird geliefert!

        Stress macht man sich doch meistens selbst!

        Zum ersten Absatz… ist man ja von dir gewöhnt, kannst dir aber sparen… was irgendein Nobody zu mir im Foren Blogs etc. sagt geht mir meilenweit am Arsch vorbei, mir das ins Gesicht zu sagen haben die meisten eh kein Arsch in der Hose!

    • xx sagt:

      Wenn man den Einkauf "Gesamt" betrachtet .. ?
      Man nimmt Ware aus einem Regal, legt diese in den Einkaufswagen.

      Und die Große-Service-Leistung die Dir nun abgeht ist, dass jemand vom Geschäft die Ware auch für 2 Sekunden in die Hand nimmt, und dich anlächelt? An der Kasse auf den grünen Button drückt, und wartet bis Du entweder Geld/Karte erledigt hast?

      Denn nach den 2 Sekunden .. muss die Ware ja noch nach Hause/Büro gebracht werden. usw. usw.

      • Thomas sagt:

        Du musst dabei aber bedenken, dass 2 Luzifer-Sekunden ungefähr anderthalb Kfz-Mechaniker-Meisterstunden entsprechen.
        Also wir reden hier schon von ganz ganz großen Summen.

    • Thomas sagt:

      Na ja, du erhältst als Gegenleistung in der Regel ja eine Zeitersparnis. Das ist ja Sinn der Sache.
      Sind Personalkassen frei oder du hast es nicht eilig, dann gehst du halt dorthin.

      Man könnte natürlich auch pauschal 1 Euro Rabatt bei Selbstscannen gewähren, aber der gute Durchschnittsdeutsche würde dann seinen Einkauf mit 27 Artikeln auch auf 27 einzelne Bezahlvorgänge aufteilen…

    • ich bin's sagt:

      Ich verstehe nicht, wo der große Unterschied für mich ist:
      Kasse mit Personal:
      ich lege die Ware auf das Band
      Personal zieht die Ware über den Scanner
      Ich packe die Ware ein
      Ich bezahle und gehe
      Scannerkasse:
      ich ziehe die Ware über den Scanner
      ich packe die Ware ein
      Ich bezahle und gehe
      Ist für mich der gleiche Aufwand
      Zu den Zeiten, wenn ich einkaufe, ist das Personal im Laden mit Einräumen beschäftigt. An der normalen Kasse muss ich warten, bis sie besetzt ist. An der Scannerkasse kann ich gleich loslegen.
      Mit Bargeld zahle ich kaum noch. Zum einen kann man teilweise nur noch bargeldlos bezahlen (gibt keine Kasse mehr mit Personal) und zum Anderen kommt man immer schwerer an Bargeld ran.

      • Christian sagt:

        > Kasse mit Personal:
        > ich lege die Ware auf das Band
        > Personal zieht die Ware über den Scanner
        > Ich packe die Ware ein
        > Ich bezahle und gehe
        > Scannerkasse:
        > ich ziehe die Ware über den Scanner
        > ich packe die Ware ein
        > Ich bezahle und gehe

        Dort, wo ich einkaufe (Kaufland, Lidl), ist das anders. An der SB-Kasse muss ich nach dem Scannen die Ware auf der Ablagefläche ablegen, weil das eine Waage ist, mit der auf Plausibilität geprüft wird.

        Wenn ich bezahlt habe (mit Karte…), darf ich alles nochmal anfassen und schnell zurück in den Wagen werfen, weil der nächste hinter mir schon drängelt. Das ist ein Arbeitsschritt mehr und er ist schon lästig. Ich komme nach dem Bezahlen nicht schnell aus der Kassenzone.

        Und die SB-Kassenzone ist eng, man wird überholt, wenn man nicht an der dem Ausgang nächsten Kasse ist etc. Da drücken sich teils auch Gestalten herum, die ich nicht gerne in Armlänge habe, wenn ich mit meiner Karte und meinem Portemonnaie hantiere.

        Dazu muss ich auch noch den Bon bereithalten (kann ihn also nicht nach dem Bezahlen zusammen mit der Karte verstauen), da ich ihn am Ausgang für die Sperre brauche (Einscannen des Bons).

        Mit Personal an der Kasse ist da schon schneller. Es kümmern sich ja auch 2 Personen um den Vorgang.

        > Ist für mich der gleiche Aufwand

        Für mich definitiv nicht. ;)

        • Thomas sagt:

          In meinem Lidl ist da keine Plausibilitätswaage. Aber ja, ich weiß, dass es sowas gibt.

        • ich bin's sagt:

          Keine Ahnung, ob da eine Plausibilitätswaage ist. Da wird die Tasche auf die linke Ablage gestellt und direkt eingeräumt. Und ich mülle mir nicht das Portemonnaie mit mit den Bons voll, wie das viele Leute machen. Der kommt einfach nach dem Ausgang in die Tasch und Zuhause nach Kontrolle in den Müll.

  13. Joern sagt:

    Also spätestens bei der „Nervschranke" am Ausgang merkt man, dass hier offenbar jemand seinen persönlichen Kleinkrieg mit dem modernen Supermarkt in einen Artikel gegossen hat. Ein bisschen Ü70-Boomer-Vibes sind dabei wirklich nicht zu übersehen.
    Ich benutze SB-Kassen fast nur noch und habe damit eigentlich nie Probleme – außer den ganz normalen Alterskontrollen und gelegentlichen Zufallschecks. Karte dran, bezahlen, fertig. Geht bei Kaufland und Lidl richtig fix dass jemand kommt.
    Und wenn man ehrlich ist, liegt ein erstaunlich großer Teil der angeblichen „Störungen" vermutlich nicht an der Kasse, sondern davor. Falschen Button gedrückt, irgendwas falsch eingegeben, nicht gelesen, was auf dem Display steht, fünf mal auf „Abbruch" gehämmert und schon ist die Technik schuld. Die Kasse kann nun mal nicht erkennen, ob der Fehler vor ihr oder in ihr sitzt.

    Aber die „Nervschranke" setzt dem Ganzen wirklich die Krone auf. Man muss nach dem Bezahlen den Barcode auf dem Bon scannen, bevor man den Laden verlassen kann. Zwei Sekunden den Bon vor einen Scanner halten – und daraus wird hier eine regelrechte Zumutung. Offenbar ist der zusätzliche Arbeitsschritt, den eigenen Einkaufsbon einmal vor einen Scanner zu halten, bereits genug, um das „Einkaufsparadies Deutschland anno 2026" nachhaltig zu erschüttern.

    Früher musste man seinen Einkauf bezahlen, heute muss man zusätzlich noch nachweisen, dass man ihn bezahlt hat. Offenbar ist schon dieser minimale Eigenanteil am Einkaufsvorgang für manche eine technologische Grenzerfahrung.

    Natürlich gibt es gelegentlich defekte Terminals. Natürlich kann Software hängen. Aber aus normalen Bedienfehlern, Zufallschecks und einer Ausgangsschranke gleich eine Abhandlung über die Unzuverlässigkeit moderner Supermärkte zu machen, ist schon bemerkenswert.

    Vielleicht ist die eigentliche Nervschranke am Ende gar nicht die am Ausgang, sondern die zwischen dem Nutzer und seinem Verständnis dafür, wie eine SB-Kasse funktioniert 😉

    • Martin sagt:

      Und hinter Ihrem dümmlichen Boomer-Bashing könnte man eine narzisstische, selbstgerechte und unemphatische Gestalt vermuten. Die nervigen Schranken sind nämlich, falls man sie denn überhaupt mehrheitlich einer Generation zuordnen wollen würde, eher für die Jugend nervig:

      Schnell nur 2 Packungen Tiefkühlpizza kaufen wollen und dann fällt einem ein, dass man noch 4 Dosen Energiedrinks und 2 Tüten Chips mitnehmen könnte. Siedendheiß fällt einem aber gerade noch ein, dass man ja noch 4 Packungen Milch bräuchte. Das lässt sich gerade so per Hand an die Kasse balancieren. Nach dem Scannen und zahlen dann mit dem Bon alles zum Packtisch jonglieren und in den Rucksack packen. Doch dazwischen ist diese nervige Schranke, die man mangels freier Hand jedoch nicht öffnen kann. Da muss man dann warten, bis ein nachfolgender Kunde einem den Bon drüberzieht. Um nicht in den Verdacht zu geraten, selbst keinen Bon zu haben, sollte der nicht einfach mit durch gehen, sondern sollte warten, bis die Schranke dann wieder geschlossen ist und sie mit dem eigenen Bon erneut öffnen. Und nein, man konnte seinen Einkauf nicht bereits an der SB-Kasse in den Rucksack packen, weil das zu lange dauert und den ganzen Verkehr aufhält.

      • Thomas sagt:

        Hinter Ihrem dümmlichen Jugend-Bashing könnte man eine narzisstische, selbstgerechte, vergreiste und unemphatische Gestalt vermuten.

        • Martin sagt:

          Hach, betrachtet man die Häufigkeit, mit der Sie hier kommentieren, gewinnt man den Eindruck, dass Sie ich doch ziemlich wichtig nehmen. Ja, ich sehe, dass auch andere untergleichem Namen kommentieren, aber Ihre Inhalte haben immer so etwas Selbstgerechtes, sich Wichtignehmendes. Da habe ich übrigens auch sofort Assoziationen zu den 95 % trumpschen AfD-Kommentatoren bei Focus-Online, denn genau deren billige Einfachstrategie haben Sie ja verwendet: die Aussage eines anderen wiederholen und sie ins Gegenteil ummünzen. Billig, aber bei den AfD-Jüngern sehr effektiv.

          Im Übrigen irren Sie sich bei mir so massiv, wie es gar nicht stärker sein könnte:

          Man muss den Post von Joern in Gänze betrachten, vor allem auch den letzten Absatz! Ich habe hier keineswegs die Jugend gebasht (es gibt ja auch ein paar nette), denn was ich geschildert habe, war mein eigenes Erlebnis an einer Schranke bei REWE und ich war derjenige, der sie wegen voller Hände nicht öffnen konnte! Nur waren es bei mir keine Energiedrinks, sondern rutschige TK-Gemüsebeutel. Jetzt nehme ich entweder einen Korb, oder nur das, was ich kurzzeitig mit einer Hand halten kann. Zur Not könnte man den Bon mit dem Mund halten, aber wegen Bisphenol sollte man das möglichst nicht tun.

          Übrigens: Gerade wegen der Masse an trumpschen Charakteren habe ich meinen YouTube-Kanal gegründet, den ich hier schon deshalb nicht nenne, weil ich gerade Typen wie Sie und Joern da nicht haben will! Der ist nämlich für Typen, die, wie ich, ihr lebenlang mit Leuten wie Ihnen zu kämpfen haben, weil sie gutmütig, rücksichtsvoll, bedächtig, ruhig, sensibel und empathisch und eben völlig anders als die Masse sind. Meine Lieblingsfilme und -serien, bei denen mir hinterher immer vor Mitleids- oder Glückstränen das ganze Gesicht brennt: »Addicted«, China 2016; »Stay With Me«, China 2023 (beide Serien sind von Chai Ji Dan); »My Beautiful Man«, Japan 2021; »Kiss Me Again« (Auskopplung Kao x Pete), Thailand 2016; »Dark Blue Kiss«, Thailand 2018; »Moonlight«, USA 2016; »Sócrates«, Brasilien 2018 (von Alexandre Moratto); »Your Name Engraved Herein«, Taiwan 2020.

          Diese 3 genannten Filme hatte ich mir jeweils 3 Tage lang immer zweimal hintereinander angesehen und dennoch jedes Mal Rotz und Wasser geheult und sie haben mich 14 Tage lang sehr mitgenommen. Generell bringen mich BL-Serien und -Filme praktisch immer zum Weinen. Manche kurz, manche öfter und länger. Entweder weil sie so traurig sind und ich mit den Darstellern mitfühle und daher am liebsten reinspringen würde, um ihnen zu helfen oder um sie wenigstens zu trösten. Oder weil sie so unfassbar süß und voller Liebe und Rückhalt der Freunde und manchmal sogar der Eltern sind, wie z. B. Petes Vater in »Dark Blue Kiss«! Meist gibt es in den Serien und Filmen beide Anlässe zum Weinen. Actionfilme und -serien oder billige Comedy mag ich gar nicht. Bis ich vor einiger Zeit zufällig eine Doku über Bruce Lee sah, hatte ich keine Filme aus seine Genre gesehen. Seine Lebensgeschichte und sein offenbar wirklich gutherziger Charakter, der gegen Ungerechtigkeiten und seine Kampfkunst ausschließlich dagegen einsetzte, brachten mich ebenfalls zum Weinen. Einen seiner Filme, der auf die Doku folgte, habe ich mir dann auch angesehen. Mit dem durch die Doku erzeugten Blickwinkel auf Bruce' Charakter war ich dann von seinem Film wirklich angetan. Danach hatte ich dann weiter zu ihm rechechiert und mein positiver Eindruck hatte sich damit weiter bestätigt.

          Lesen Sie mal meinen Kommentar vom 11.04.2023 unter dem Artikel »Meet the staff – die japanischen Kollegen« in Günters Japan-Blog.

          PS: Ich schaue hier dann übrigens nicht mehr nach einer Reaktion. Das handhabe ich seit Längerem überall so. Generell habe ich das Lesen von Kommentaren längst ziemlich eingeschränkt. Sattdessen schaue ich lieber BL-Serien/-Filme, Dokumentationen, Tierarztsendungen und Politik-Talkshows, oder »Hör' mal, wer da hämmert« oder auch mal 'ne Stunde Spongebob. :)

    • Bernd Bachmann sagt:

      Nun, es gibt anscheinend Leute, die haben kein Problem damit, wenn man sie pauschal erst einmal als Diebe ansieht, bis sie das Gegenteil bewiesen haben.

      Und es gibt Leute, die *haben* ein Problem damit.

      Ich gehöre jedenfalls zur zweiten Gruppe und lasse z.B. auch nie jemanden in meine Einkaufstasche schauen. (Fairerweise muss ich ergänzen, dass das von mir bisher auch nur sehr selten verlangt wurde.)

  14. Grimeton sagt:

    Hier mal mein Einkaufserlebnis der letzten Monate im Kaufland:

    Artikel scannt man wenn man sie in den Einkaufswagen legt per App. Artikel ohne Barcode (Brot) scannt man am Regal, Obst hat einen QR-Code nach dem Abwiegen und Wurst/Fleisch von der Theke hat einen QR-Code auf dem Etikett auf der Tüte. Getränkeflaschen werden gescannt und die Verpackungseinheiten werden vorgeschlagen (6er-Pack, Kiste, …).

    An der SB-Kasse halte ich den QR-Code der App über die Kasse. Mein Einkauf wird nochmals angezeigt und ich kann vergessene Artikel (Brot) manuell hinzufügen oder den Leergutzettel scannen. Der ist noch nicht digital, kommt aber wohl bald. Danach wähle ich "Zahlen" aus und zahle via Kaufland Pay indem ich den KP-QR-Code über den Scanner der Kasse halte. Der Vorteil beim Scannen per App ist halt das man die Waren nicht aus dem Wagen nehmen muß.

    Zum Schluß bekomme ich einen kleinen Bon, 2cm hoch, mit dessen Barcode ich die Auslasstore öffnen kann. Auch das soll wohl bald digitalisiert kommen.

    Den Kassenbon bekomme ich digital in der App und auf der Heimseite des Ladens, wenn gewünscht gibts natürlich auch einen Papierbon.

    Nebenbei sammelt man noch Punkte die man später in Rabattcoupons (3,5 und 7 Euro) umtauschen kann oder für die man kostenlose Artikel bekommt, z.B. Prinzen Rolle oder Joghurt alles dank eingebauter XTRA-Karte.

    Mein letzter Einkauf wurde von 65 auf 46 Euro reduziert und ich habe wirklich kein Problem damit hier mit meinen Daten zu bezahlen da ich auch tatsächlich etwas dafür bekomme. Fünf Euro davon waren explizit von einem Bon den ich dafür bekommen habe das ich per App scanne. Natürlich bekommt man nicht jede Woche so einen Bon…

    Es fällt schon auf das immer Artikel im Angebot sind die ich kaufe. War vor Nutzung der App sicherlich nicht so, stört mich aber nicht. Den Inhalt meines Einkaufszettels hat der Laden sowieso und wenn er den jetzt noch mit mir verknüpft und mir dafür Rabatte gibt, gerne.

    Bisher, toi toi toi, keine Probleme mit der Zahlung.

  15. Uwe sagt:

    Unser Haushalt ist pro Self-Checkout- bzw Self-Scanning-Kassen. Meine andere Hälfte ist Schweizerin, diese kennt das System von Coop und Migros schon seit zig Jahren. SCO (Scannen an Kasse) nutze ich nur für kleinere Einkäufe oder wenn der Laden keinen Scanner zur Verfügung stellt (looking at you Lidl). Im Idealfall haben die noch einen Handscanner (Self-Scanning), mit dem ich im Laden schon alles einscannen kann und am Ende nur noch beim Terminal einen QR-Code scannen muss.
    Personen, die solch ein System konsequent verweigern, sollten gerne mal eine volle Arbeitswoche im Einzelhandel an der Kasse arbeiten.

    Ich hatte anfänglich auch meine Bedenken, als Rewe das System hier eingeführt hat. Aber nach anfänglichen Bedienproblemen auf meiner Seite nutze ich nur noch diese Art, wenn es diese gibt. Spart mir Zeit beim Einkauf. Und ich hab keine drängenden Menschen an der Kasse hinter mir, die mir ihren Einkaufswagen quer durch den Körper jagen wollen.

    In der Theorie braucht es weniger Personal und ist sehr effizient (theoretisch eine Person für >eine Kasse), in der Praxis braucht es aber auch mitdenkende Menschen an solchen Kassen. Bestes Beispiel ist, wenn man für drei Arten an unterschiedlichen Backwaren an der Kasse jeweils eine Minute nachdenken muss, was überhaupt mitgenommen wurde. Das ist dann nicht Schuld des Systems. Genauso trifft beim Einkauf von Alkohol oder Tabakwaren das Kassensystem auch keine Schuld, dass hier das Alter geprüft werden muss. Eine Möglichkeit in Deutschland gäbe es (sich per ePerso auszuweisen), müsste jedoch implementiert werden.

    Auf der einen Seite kommt man den Einkäufern entgegen und bietet diesen die Möglichkeit, alles selbst zu machen, in eigenem Tempo und dann wird gemeckert. Müssen diese aber dann mit der Geschwindigkeit an einer besetzten Kasse mithalten, wird auch wieder gemeckert. Irgendwie beißt sich das in meiner Wahrnehmung.

    Zur Aussage aus der Mail: "die Karten funktionieren an anderen Terminals tadellos" ist gewagt und kann man auch nur treffen, wenn alles identisch wäre. Hat der Einsender aber auch schön beschrieben: andere Terminals.
    Es gibt unterschiedlichste Kassensysteme mit unterschiedlichsten Patchleveln (leider), es gibt unterschiedlichste Karten mit unterschiedlichem Securityreifegrad und unterschiedlichen Standards. Hier die jeweiligen betroffenen Läden im Einzelhandel anzuprangern und nicht die jeweiligen Anbieter (sowohl der Kassensysteme als auch der Karten) in die Pflicht zu nehmen, ist in meinen Augen eine falsche Schuldzuweisung. Einzig die Internetanbindung kann man den jeweiligen Läden in die Schuhe schieben, aber das ist ein generelles hausgemachtes deutsches Problem (Preis-Leistung extrem inakzeptabel im europäischen Vergleich).

  16. Rolf sagt:

    Nur Bares ist Wahres!
    Kreditkartenanbieter legen den Händlern Gebühren auf, sodass eine Kreditkartenzahlung bis zu viermal teurer sein kann als eine Bar- oder Debitcard-Zahlung. Daher können Waren teurer werden, weil die Händler diese Mehrkosten an die Kund:innen weitergeben.
    Voraussetzung für die elektronischen Zahlweisen ist ein Bankkonto. Das bedeutet, dass Menschen ohne Bankkonto vollständig aus dem wirtschaftlichen Leben ausgeschlossen wären. Und das sind nach Schätzungen der Verbraucherzentralen und Schuldnerberatungen in Deutschland etwa eine halbe Million Menschen. Auch gibt es Menschen, die nicht bargeldlos Zahlen wollen, zum Beispiel weil sie mit den elektronischen Möglichkeiten überfordert sind.
    Zahlungsanbieter, die mit Kund:innendaten Geld verdienen, haben auch ein Interesse daran, dass Bargeld unwichtiger wird. Denn mit jeder Zahlung per Karte oder Handy erhalten sie neue Daten.
    Die Geldinstitute wenden viel Geld auf, um Bargeld und Geldautomaten im ganzen Land zur Verfügung zu stellen. Das könnten sie einsparen. Dabei haben vor allem die Sparkassen nach den Landessparkassengesetzen einen Versorgungsauftrag. Der ist kaum noch gewährleistet, wenn sich Filialschließungen und Automatenrückbau fortsetzen.
    Wer seine Einkäufe an einer SB-Kasse einscannt, wird dabei häufig von Künstlicher Intelligenz beobachtet. Einzelhandel Händler sichern SB-Kassen mit Künstlicher Intelligenz und die Kosten dafür zahlt der Verbraucher.
    Um Personaleinsparungen zu verhindern, zahle ich grundsätzlich nur noch mit Bargeld.

    • ich bin's sagt:

      Früher hatten wir hier Filialen von vier Banken, bei denen ich am Automaten Geld holen konnte. Die gibt es nicht mehr und die vier Automaten gibt es noch in der nächsten Großstadt. Bei einer Bankfiliale dort steht aber an der Tür zum Automaten: „Zugang nur für Kunden unserer Filiale". Also muss ma erstmal an Bargeld kommen. Und man muss ja nicht mit Kreditkarte zahlen. Die Girokarte (einst EC-Karte) tut's auch.
      Wo steht denn, dass man an der Scannerkasse von KI beobachtet wird? Wäre ohne großen Hinweis illegal.

  17. Mark Heitbrink sagt:

    ich nutze immer Selbstscanner Kassen, ich gehe fast täglich einkaufen und habe dann wenige Artikel im Korb.
    es ist schneller und ich kann in meiner Geschwindigkeit einpacken, das stresst mich weniger.

    Bier etc ist zeitaufwendig, der muss erst freigegeben werden.

    ansonsten wunder ich mich etwas über die Probleme, die hier berichtet werden, ich scheine Glück zu haben, das mir die Probleme kaum auffallen.

    • Thorsten M. sagt:

      Ja, dieser Aspekt "in meiner Geschwindigkeit" kam mir in fast allen Kommentaren und im Artikel zu kurz.
      Es gibt Menschen mit Krankheiten oder Einschränkungen, die an Bedienungs-Kassen enorm gestresst sind. Weil immer von ihnen erwartet wird, dass sie schnell und zügig alle Waren aufs Band legen (gerne noch vom Nachfolger unterstützt durch Drücken mit dem Einkaufswagen), schnell alles wieder in den Wagen oder in die Tasche einräumen und gefälligst ganz schnell bezahlen. Wenn dann mal nach Kleingeld gekramt wird, oder es Komplikationen beim Bezahlvorgang oder mit der Kunden-/Rabattkarte gibt, verdrehen die (meist jüngeren Leute) in der Schlange die Augen und werfen tödliche Blicke…

      SB-Kassen ermöglichen es Leuten, in ihrem Tempo die Ware aus dem Wagen zu nehmen und einzuscannen. Und in ihrem Tempo wieder die Ware wegzuräumen.
      So wird der Einkauf nicht mehr zum Stress und zur Belastung, sondern kann einigermaßen angenehm erlebt werden.

  18. Visitator sagt:

    Ich nutze gerne die Self-Service-Kassen (bei Toom gibt es sogar welche für Bargeld, da wird das Tracking schwerer).
    Warum soll ich lange in der Schlange stehen, wenn ich nur wenige Artikel habe.
    Schnellkassen mit Personal (wie früher, für bis 10 Artikel oder so) gibt es in meinen Läden nicht mehr.
    Der große Rewe hat 20 Kassen, von denen gewöhnlich 2 besetzt sind, keine SB-Kassen. Da steht man immer an, selbst zu ruhigen Zeiten, wenn ich hingehe

    Natürlich ginge ich nicht dem Wocheneinkauf an ein SB-Terminal (wenn es denn eins gäbe), dazu sind die Stellflächen zu klein.

    Bei IKEA kann ich die Waren mit der App erfassen (ohne mich an einem Konto anzumelden!) und dann schnell am Extra-Terminal bezahlen, da selbst an den normalen SB-Kassen lange Schlangen sind.

    Ich habe nichts gegen konventionelle Kassen, wenn sie denn ordentlich besetzt sind und man nicht länger an der Kasse steht, als man vorher zum Befüllen des Wagens gebraucht hat.

    Am SB-Terminal steht wenigstens kein Rentner und kramt ohne Brille nach Pfennigen im Portemonnaie ;-)

    Ich habe nur einmal Hilfe benötigt, als eine Falscheingabe storniert werden musste, ansonsten klappt das eigentlich gut.

    Das finale Bezahlen am EC-Terminal war noch nie ein Problem (mit DKB-Debit-Karte).

    Es könnte noch besser sein, wenn ich nicht jedes Mal noch einen Dark-Pattern-Knopf drücken müsste, dass ich keine LIDL-App habe ;-)

  19. Steter Tropfen sagt:

    Da wundert es mich nicht, dass peu à peu die Geldinstitute ihre Preismodelle umstellen: Jeder Buchungsvorgang kostet zusätzlich, inzwischen bereits im höheren zweistelligen Centbereich.
    Unlängst an einem heißen Tag an einem Bahnhof, Zug hatte Verspätung, ich Durst. Automat wollte 2 € für Flasche Wasser, bot dafür Kartenzahlung und konnte sprechen. Neben dem Display hatte der Betreiber wohlweislich einen Aufkleber angebracht, dass dies kein Touchscreen sei und man die Zifferntastatur nutzen soll. Ich tippe die Nummer meiner begehrten Wasserflasche ein. „Wie möchten Sie bezahlen? 1=Bar, 2=digital, Untermenü: Methode…" Und weiter? Aha, unten in Kniehöhe ein weiteres Mini-Display. Karte auflegen, keine Reaktion. Ah, kann man auch einstecken oder durchziehen. „Zuerst Warenauswahl eintippen!" Nochmal oben Nummer gedrückt, unten Karte angeboten, warten, Spannung steigt – „Betrag wurde NICHT abgebucht." Habe das Spielchen fast 10 Minuten wiederholt und dann aufgegeben. „Versuche eine andere Karte." Ja freilich, ich bin schon froh, wenn diese Karte jetzt nicht irgendeinen Schaden davongetragen hat.

    Und dann die Vorstellung, dass wegen eines Betrags von 2 € noch 0,50 € Buchungsgebühr dazu kämen. – Komme mir jetzt keiner mit einer Empfehlung von Kreditkarte oder smarten Bezahlmethoden: Auch die werden bei der Masse an Kleinstzahlungen einen Weg wissen, wie sie auf ihre Kosten zzgl. Rendite kommen. Alles wird teurer.
    Erst durch die Ausgaben für Werbung, nun auch noch durch Zahlungsverkehrs-Kosten. Bloß Menschen können wir uns nicht mehr leisten?

  20. Bernd Bachmann sagt:

    Ich nutze Selbstscan-Kassen allenfalls für Kleinigkeiten, wenn ich mir z.B. mal ein Eis gönne, weil man da in den meisten Fällen halt nicht bar bezahlen kann. Probleme hatte ich in Deutschland damit eigentlich nie. Klemmt doch mal etwas, gehe ich einfach zur nächsten. Bei einem einzigen zu scannenden Artikel ja kein großer Umstand.

    Wer aber denkt, dass diese Scanner-Kassen in Deutschland umständlich sind, dem empfehle ich mal einen Einkauf in Litauen.

    Dort gibt es häufig nur noch Selbstbedienungs-Kassen, und es wird zur Diebstahlvermeidung noch das Gewicht von „links" und „rechts" verglichen. Also links seinen Einkaufskorb hinstellen, rechts seine eigene Tasche hinlegen. Dann einen Artikel von links nehmen, scannen und rechts hineinlegen.

    Klingt erstmal nicht zu kompliziert. Wenn ich aber z.B. meine Zwiebel und den Knoblauch zusammen in eine Tüte gelegt habe, gibt es Probleme. Wenn ich etwas lange beim Erfassen brauche, weil mir das litauische Wort für „Gurke" nicht geläufig ist, oder ich die genaue Bezeichnung einer Backware nicht kenne, gibt es Probleme. Wenn ich das Gurkenglas unten aus dem Einkaufskorb auch unten in meine Tasche legen möchte, und dazu temporär einige Artikel aus dem Korb entferne, gibt es Probleme. Wenn meine Tasche voll ist und ich die restlichen Waren in eine zweite Tasche legen möchte, gibt es Probleme. Wenn ich gar keine eigene Tasche verwende, sondern einen Hackenporsche, gibt es Probleme. Usw.

    Keine Ahnung, wie die Litauer das machen — ich jedenfalls schaffe es nie, einen Einkauf ohne Hilfe des Personals zu bezahlen. In Läden, wo ich öfter einkaufe, kennt man mich schon…

  21. R.S. sagt:

    Noch etwas zu konventionellen Kassen:
    Hier im Aldi haben die schon vor längerer Zeit diese Ultrakurz-Kassen abgeschafft, bei denen man kaum hinterher kam, seine Einkäufe von dort in den Einkaufswagen zu legen.
    Statt dessen haben die jetzt alle Doppelkassen eingeführt.
    So, wie es früher in den 1970ern/1980ern in fast jedem Supermarkt üblich war.
    Damals oft sogar mit 3 oder 4 Fächern.
    Da hat man dann genug Zeit, seinen Kram einzupacken ohne andere Kunden aufzuhalten.
    Und an jedem der beiden Fächer ist ein Kartenterminal und ein Bondrucker vorhanden, so das man da auch schnell bezahlen kann, ohne das andere Kunden warten müssen.
    Dadurch geht der Einkauf auch an der normalen Kasse viel schneller als früher.

    • GüntherW sagt:

      "Dadurch geht der Einkauf auch an der normalen Kasse viel schneller als früher."

      Ich gehe auch davon aus, dass die Firmen an DIVERSEN Stellen Probleme oder kein Interesse haben die Prozesse zu verbessern. Das fängt ja schon damit an, dass dem Kunden nicht gesagt wird wie man am Besten waren auf das Band legt damit der Mitarbeiter es möglichst schnell scannen kann. Deshalb sind auch viele SB-Kassen so Scheiße, weil sich gefühlt Niemand die Prozesse richtig anschaut. Bei konventionellen Kassen ist der Kunde nicht so auf das System versteift, weil immer noch der Kassierer was machen kann. Bei den SB-Kassen knallt es dann richtig rein, weil du eine direkte Maschine-Kunde Interaktion hast und der Kunde mit dem System logischerweise keine/wenig Erfahrung hat.

      Unabhängig von den Verbesserungen. Bei konventionellen Kassen hast du halt wirklich das Problem mit den Personalkosten und das geht dann auch richtig ins Geld. Das ist auch ein Punkt den man hier leider nicht wirklich optimieren kann.

  22. Nordnavigator sagt:

    Da meine Einkäufe mengenmäßig meist eher überschaubar sind, liebe ich die Selbstscanner-Kasse. In Verbindung mit z. B. Apple Pay ist man in Rekordzeit wieder aus dem Laden raus und spart sich Warten und Stress mit (selten) überfordertem Personal bzw. (häufiger) nervenden anderen Kunden, die beim Bezahlen nicht in die Pötte kommen, in der Schlange einfach nicht vorwärts gehen oder einem den Wagen in die Hacken rammen. Im Supermarkt ist für mich möglichst wenig menschliche Interkation tatsächlich besser.
    Bzgl. des Bezahlvorgangs selbst hatte ich im Supermarkt tatsächlich noch nie(!) Probleme. Wenn, dann gibt es Kummer in Restaurant, weil die mitunter nur Girocards ("EC-Karten") akzeptieren und keine Kreditkarten oder Debitkarten von VISA & Co. Aber das ist ein anderes Thema und vor allem in Deutschland verbreitet.

  23. Daniel sagt:

    Prinzipiell funktionieren SB-Kassen mittlerweile sehr gut. Bei ALDI, dm und Rossmann nutze ich die fast immer. Es gibt dann aber auch Menschen, die eine Schlange dort bilden und nicht verstehen, dass eine grüne Lampe über der Kasse "Kasse frei" heißt und doch geduldig warten. Beinahe hätte ich dem Menschen vor mir erklärt, er könne die freie SB Kasse 1 nutzen … Mein IQ scheint zu hoch für diese Welt zu sein. Probleme gibt es selten. Artikel aus dem System zu nehmen ist tatsächlich blöd. Rossmann hat's gemerkt und einen Button "letzten Artikel rückgängig machen" eingebaut. Einzig nervig bei Alkohol (selbst einem Radler mit 2,5%) muss ein Mensch bestätigen, dass ich Ü18 bin. Da ich absolut gar keine Lust habe, mich in eine Schlange zu stellen und lieber bei Fehler mir eins überziehe, mag ich SB Kassen sehr. Zumal die Bezahlung bargeldlos eh schneller geht. Ob das ethisch auch gut ist, ist ein anderes Thema.

    • Horst sagt:

      In UK must du sogar für alkoholfreies (0,0!!)Bier 18+ sein, hatte mich bei ersten Mal mit sowas an einer SB Kasse gewundert dass das Personal das freischalten musste.

  24. Martin sagt:

    Ich nutze die SB-Kassen fast ausschließlich mit Barzahlung. Das mag ich und will die Barzahlung daran auch unbedingt unterstützen. Das gibt es hier aber fast nur bei Aldi (Süd), bei dem ich aber wenig kaufe. Penny und Lidl haben gar keine SB-Kassen. Einer von 3 REWE, der neu eröffnet hat, hat jetzt wenigstens ein Viertel der SB-Kassen mit Barzahlung, aber leider auch eine Schranke und den Packtisch erst danach. Bei Aldi sind zwar alle Kassen mit Barzahlmöglichkeit ausgerüstet, aber es kommt mittlerweile häufiger vor, dass sie nicht mehr bei allen möglich ist. Man muss vor dem Beginn des Scannens genau aufs Display schauen, denn da steht dann ein Hinweis, dass nur Kartenzahlung möglich ist. Das ist ungünstig, weil man es frühestens sieht, wenn man bereits vor der Kasse steht und nun zurücktreten muss, um sich dann an einer anderen quasi vordrängeln zu müssen. Ich habe schon gefragt, was die Farbcodes der Leuchten über den SB-Kassen bedeuten und wie man das daran erkennen kann. Angeblich gar nicht. Vermutlich sperren sich die Kassen selbst für die Bargeldzahlung, wenn sie nicht mehr genügend Wechselgeld zu haben glauben. Erstmals genutzt habe ich die SB-Kassen übrigens, als ich lediglich einen Leergutbon zur Auszahlung hatte. Also einfach den Bon gescannt, Barzahlung ausgewählt und das Geld aus dem Geldausgabeschacht entnommen. Ich glaube, ich konnte sogar vorher Geld einwerfen, um dann einen glatten Betrag herauszubekommen (der Pfandbon war 25 Cent und ich habe entweder 5, 25 oder 75 Cent eingeworfen, um dann 30 oder 50 Cent oder 1 € herauszubekommen, wenn ich es noch richtig weiß). Da war ich echt fasziniert.

  25. sisyphus sagt:

    >Die jungen, hippen Kunden müssten eigentlich auf diese Self-Service Scanner-Kassen "fliegen".<

    Fliegen?

    Flies are known to be attracted to certain objects that others will not touch….

    https://www.theregister.com/offbeat/2013/10/04/oh-shoppin-hell-im-in-the-supermarket-of-the-damned/359748

  26. Matze sagt:

    Was ist denn hier los?
    Das ist ja übler als am Stammtisch…

  27. Tom sagt:

    Ich bin zwar weder ein Hamster noch gehöre ich zur jungen Klientel, aber wenn die Self-Service Kassen frei sind und an den klassischen Kassen eine Schlange ist, dann nehme ich natürlich die Self-Service Kasse. Einfach, weil ich damit massig Zeit einspare.

    Die Klassischen Kassen nutze ich nur noch, wenn ich sehr viele Einkäufe habe und wenn es dort keine Schlangen hat.

    Technische Probleme hatte ich bisher noch nie. Aber die Probleme könnten natürlich einfach darin begründet sein, weil die ältere Kundschaft oft Probleme mit der modernen Technik hat :-)

    • Thomas sagt:

      "Aber die Probleme könnten natürlich einfach darin begründet sein, weil die ältere Kundschaft oft Probleme mit der modernen Technik hat :-)"

      Ich bin 64 und jedem mir bekannten Jugendlichen/Heranwachsenden/jungen Menschen in Sachen IT-Wissen und Technik meilenweit voraus.

      Aus einem Vorurteil wird auch durch konstante Wiederholung keine Wahrheit.

      • Matze sagt:

        Ich bin, bzw. werde in Kürze 70 und habe über 40 Jahre meines Berufsleben in der 'EDV', neudeutsch IT verbracht.
        Viele der jüngeren Generation meinen, wenn sie auf dem Smartphone wischen können, sind sie der großen Spezialisten, haben aber tatsächlich von der Technik keine Ahnung.

      • Tom sagt:

        Keine Panik, ich bin selber Jahrgang 74 und gehöre auch nicht zur jungen Klientel. Mein Kommentar war eher auf Günter Born gemünzt, der immer öfter gerne andere Personengruppen in einen Topf packt und gerne in keinem guten Licht dastehen lässt.

        Die Darstellung nur weil jemand gerne Self-Service Scanner-Kassen benutzt und die Vorteile zu schätzen weiß, würde sich "wie ein Hamster dressieren lassen" finde ich einfach eine ziemlich herablassende Bemerkung.

        Auch "Die jungen, hippen Kunden müssten eigentlich auf diese Self-Service Scanner-Kassen fliegen" ist ziemlich unsachlich.

        Ich weiß jetzt schon, fast alle werden sagen, was ist der so empfindlich. Aber mittlerweile finden sich in fast jedem Artikel solche unsachlichen Aussagen.

  28. Hanseat sagt:

    "EC-Karte" und "EC-Terminal" sagt eigentlich schon alles.

    Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.

    • Daniel sagt:

      Das wird eben landläufig noch so genannt weil man sich die ganzen verschiedenen Bezeichnung der Banken und Zahlungsdienstleister nicht merken kann. Ich sag es übrigens noch genau so und ich bin Baujahr 82.

  29. Herr IngoW sagt:

    Hallo alle zusammen, ich bin gerade in Dänemark.
    Hier gibt es keine Probleme mit Kartenterminels,. Hier (Bornholm) habe ich noch keine SB-Kasse gesehen, sicher aus gutem Grund.
    Das zahlen mit der Karte (Debit oder Kredit -Karte) funktioniert grundsätzlich immer.
    Bargeld nur im äußersten Notfall, dann geht aber auch Euro.
    In Deutschland muss immer alles kompliziert und ganz wichtig TEUER sein, nicht nur für den Kunden sondern auch für den Händler, denn man will ja zwei Mal kassieren.
    Dazu kommt noch der teilweise angebotene Plunder an Kartenterminels (muss ja das billigste sein), die dann gerne mal ausfallen oder das Lahme Internet, weil die Geschäfte ja das billigste nehmen damit mehr in der eigenen Tasche landet.
    In Dänemark geht es immer ob im Laden, Parkplatz oder das kleinste Café diese Kartenterminels sind überall und es gab bis jetzt nie ein Problem.
    Meine Bank sagt es gibt keine Aufpreise für Zahlungen oder Geldabholungen.

    • R.S. sagt:

      Naja, was wird da immer über lahmes Internet lamentiert?
      Die Daten, die bei so einem Kartenterminal übertragen werden, sind doch sehr überschaubar.
      Da würde geschwindigkeitsmäßig selbst ein alter ISDN-Anschluss noch locker ausreichen.

  30. Stefan sagt:

    Ich kann das nicht nachvollziehen. Sprichwörtlich tausende Zahlungen per EC-/Debit-Karte ohne jemals auch nur einen Fehler gehabt zu haben.

    Vielleicht gibt's da wirklich Montagskarten? Oder ungünstig platzierte Terminals.

    Mit der aktuellen Handhabung von Self-Service Kassen habe ich auch kein Problem. Es gibt sie meist nur in sehr großen Märkten. Jeder hat die Wahl sich in die Warteschlange zu stellen oder den "Service" zu nutzen, um Schneller raus zu kommen. Denn genau das ist das. Ich denke die Märkte haben keine finanzielle Motivation dazu, diese Selbstbedienungskassen anzubieten.

  31. mw sagt:

    Es gibt solche und solche self-service Kassen. Bauhaus ist super, Scanner nehmen, abscannen, zahlen, gehen. Pain-in-the-ass ist Lidl mit dem Scannen vom Kassenzettel. Die eingesetzten Newland Scanner sind nicht wirklich performat und Du must den Code exakt positionieren und das Lesen dauert gefühlt eine Ewigkeit. Kleiner Tipp am Rande, wenn der Bonscanner versagt, die Schranke einfach aufschieben, da gibt es eine Rutschkupplung. Den darauffolgenden Alarm kannst Du ignorieren. Ganz übel und völlig unbrauchbar sind self-service Kassen mit Waage. Auch kannst Du nicht 6x oder 12x angeben, sondern sollst jeden Artikel einzeln über den Scanner ziehen und auf der Waage ablegen, bevor Du den nächsten scannst. Das ist einfach nur Kundenverarsche. Häufiges Beschweren beim Personal baut zumindest mal Druck auf. Das Bezahlen zickt i. d. R. nicht.

  32. Franzl sagt:

    Die SB Kassen sind eigentlich nur als zusätzliche Ergänzung geeignet. Ansonsten haben sie nur Nachteile für die Kunden:
    – Kunde haftet rechtlich voll für Fehleingaben ( zu.B. versehentlich billigere Apfelsorte)
    – längere Wartezeiten an der Kasse! Kunden mit vollem Einkaufskorb brauchen ewig für das selbstscannen. Eine besetzte Kasse ist ( erfahrungsgemäß) bei großem Andrang schneller als 4 SB Scanner mit Aufsicht.
    – höherer "Schwund " = Preise für alle müssen als Kompensation erhöht werden

    Sinn machen die SB Stationen nur in vollautomatischen Läden wie sie der Rewe schon betreibt. Dort legt man ( überwacht) die Ware direkt vom Regal in die eigene Einkaufstasche. An der SB Kasse wird dann ohne jedes scannen (!) nur noch der Betrag bezahlt.

  33. Martin S. sagt:

    Ich bezahle seit ca. einem halben Jahr bei Rewe an den Selbstscanner Kassen. Wenn man nicht gerade Brot/Brötchen dabei hat, ist das auch kein Problem meiner Meinung nach. Probleme mit der Visa Karte hatte ich noch nie. Allerdings 2 mal dass der Bon nicht die Schranke frei gemacht hat.
    Alles in allem bin ich froh über die Möglichkeit schnell und in meinem Tempo den Bezahl- und Einpackvorgang durchführen zu können.

  34. Christian sagt:

    Was ich auch schon hatte: SB-Kasse in einem Baumarkt (eine sehr große Baumarkt-Kette). Ich wollte "mal eben schnell" bissl Kleinkram da drüber schieben, weil nur eine bediente Kasse offen war und sich dahinter eine Schlange gebildet hatte, in der gefühlt jeder ein ganzes Fertigteil-Haus auf seinem Wagen für sperrige Produkte hatte.

    Am Ende sollte ich etwas "Kleingedrucktes" bestätigen, kann sogar sein, dass das mit Unterschrift auf Touchfeld war. Ich habe es gelesen. Soweit ich verstanden habe, hätte ich damit ein dauerhaftes (!) Lastschriftmandat erteilt. Es las sich zumindest so. Ich habe das dann abgebrochen und bar bezahlt, was an diesem Terminal glücklicherweise möglich war.

    Ahh ja, "Mehrfachmandat" heißt das offenbar:
    https://www.stores-shops.de/technology/payment/lastschriftverfahren-bewaehrte-konstante-im-payment-mix/

    Nein danke!

    • Thomas sagt:

      Es gibt nichts Besseres als ein Lastschriftverfahren. Eine Lastschrift kann man problemlos 6 Wochen lang ohne Angabe von Gründen rückabwickeln. In der Regel wird dadurch auch ein einmal erteiltes Mandat ungültig.
      Wo lag jetzt das Problem?

  35. flo sagt:

    Ich lese die Artikel hier eigentlich gerne, aber das wirkt echt wie ein klassisches old man yells at cloud. Dass es bei den Kassen/Scannersystemen bessere und schlechtere gibt, geschenkt. Die wirklich einzigen Probleme die ich regelmäsig damit habe werden von Leuten verursacht die irgendwann mitten im Bezahlvorgang (selten) oder im Erfassen (95%) abgehauen sind und die Station dann in der Luft hängt. Sehe ich aber als ein Leute und nicht als Geräteproblem.

    idR liegt es beim Selbstscannen rein an mir wie schnell ich wieder aus dem Laden bin, nicht an Kassenpersonal das bei jedem 3. Artikel panisch in irgendwelchen Listen bättert, Kunden die Ansprache oder Aufmerksamkeit brauchen oder nach minutenlangem Studium des Kassenzettels feststellen dass sie ihrer Meinung nach 5ct zu viel für die Butter gezahlt haben.

    Letztlich wird aber aktuell kein Mensch gezwungen die Dinger zu verwenden, es steht jedem frei sich an einer Kasse anzustellen und fragen zu lassen ob man Punkte sammelt.

  36. Held der Arbeit sagt:

    Das Gehalt der Kassiererin ist bei den Artikeln eingepreist, warum soll ich dann auf den Service verzichten und selber arbeiten?

    Mit der Lesbarkeit oder dem Bezahlprozess der EC Karte habe ich eigentlich nie Probleme, es kann höchstens vorkommen, daß so ein Handheld Gerät bei einem Krauter kein Netz bekommt. Das liegt dann aber an der Infrastruktur des Ladens.
    Fest montierte Lesegeräte in den Geschäften wie Aldi Nord+Süd, Lidl, Toom, Obi etc. machen bei mir eigentlich keine Probleme.

  37. Daniel M. sagt:

    Meine persönlichen Erfahrungen mit SB-Kartenterminals und -Kassen:

    Bin davon geheilt. Hatte im Vorfeld immer mal so einen Handscanner mitgenommen und die Artikel vorher eingescannt, um sie dann am Ende an der SB-Kasse zu bezahlen.

    Auf den Scannern und den Kassen gibt es leider so ein "Glücksspiel", das sich Stichprobenkontrolle nennt.
    Nachdem ich bei diesem "Spiel" eine "Gewinnchance" von inzwischen 70% erreicht habe, habe ich mich entschlossen, mit dem "Glücksspiel" aufzuhören und mich wieder an die reguläre Kasse zu stellen.
    Ich werfe dem Kaufladen nichts vor, aber es war immer sehr müßig, erstmal einen Bediensteten zu finden, der dann den Einkauf geprüft hat, damit ich endlich bezahlen konnte.
    Die eigentlichen Kartenterminals haben immer funktioniert am Ende. Mich hat eher die Technik dazwischen genervt.

    • David sagt:

      dito.
      Ich habe gute und schlechte Erfahrungen. Aber in letzter Zeit ist das Misstrauen gegenüber dem Kunden immer größer geworden. Nicht ganz zu Unrecht – ich beobachte regelmäßig Ladendiebe und mache das (nicht)vorhandene Personal darauf aufmerksam. (Das gibt es kein Danke mehr!). Aber alle in einen Topf zu werfen … ich denke, dass ist auch nicht richtig.
      Seitdem meide ich die SB-Kassen und stelle mich wieder an. Eine gute Kassiererin ist gut 3x schneller als jede SB-Kassierung.

  38. Jens sagt:

    Oder man fragt einfach – WEN?, ob das geht, bevor man 24 Tüten rüberzieht.

  39. MR sagt:

    Was die Kartenzahlung angeht sind die Schweden uns schon lange voraus, unabhängig von der Glasfaserabdeckung
    Selbst 2012 (!) konnten wir eine Postkarte damals ca 10Kronen problemlos mit der Kreditkarte zahlbar, als wir einmal das Geld im Auto liegenlassen hatten. Aussage des Kioskbesitzers je weniger Bargeld in der Kasse desto besser.
    Wenn ich mir hier bei uns das Drama ansehe auch in Gegenden mit perfekter Glasfaser und Mobilfunkabdeckung….
    Bin gerade von der Ostsee zurück, wie oft wir wieder Läden verlassen haben weil keine Kartenzahlung möglich war, beim Nachbarn Polen null Probleme wie willst du zahlen, mit Karte Zloty oder Eur…

  40. Horst sagt:

    Kassen mit Band und Kassierer, die aber selbst kein Bargeld annehmen sondern an der Seite des Bandes einen Bargeldeinzahler haben sind auch ganz übel (ich gönne natürlich den Mitarbeitern früher in den Feierabend gehen zu können ohne noch das Bargeld zählen und ggf. Differenzen finden zu müssen), wenn man mehrere Kunden vor sich hat die ihr Kleingeld dort centweise reinzählen oder versuchen verknüllte Scheine in das Ding zu bekommen, das dauert min 5x länger als die Annahme durch einen Menschen!

  41. Horst sagt:

    Nur das die Doppelkassen den Kassierern weniger Zeit zwischen den Kunden lässt und die dann auch noch darauf achten müssen, dass während sie die Waren des zweiten Kunden scannen, der erste Kunde auch erfolgreich am Kartenterminal zahlt.
    Und ganz übel ist der Kassierer dran bei dem die SB Kassen am nächsten sind, die müssen zusätzlich zu dieser Doppelkasse auch noch von diesem Kassierer mit überwacht werden und bei Fehler von diesem betreut werden.

    • Held der Arbeit sagt:

      …und alle, die in der Schlange beim Kassierer stehen, dürfen warten, bis der Layer 8 Fehler bei der DB Kasse behoben ist.

      PS:
      Ebenso nervig sind die "Zurückbringer", die mit ihrem Umtauschwunsch den ganzen Betrieb aufhalten. Denen würde ich einen Kontrollbon für die Ware geben und sie hinten in der Schlange einreihen lassen.

  42. Sebastian B. aus Berlin sagt:

    Habe seit 4,5 Jahren drei 50€ Scheine in meiner Geldbörse für Notfälle bei streikender Technik etc… bisher habe ich sie nicht benötigt.
    Ich gehe z.T. mehrmals wöchentlich wechselnd zu Rewe, Lidl, Aldi, Edeka. Dort wo es möglich ist bezahle ich via Self-Service.
    Ich kann mich an eine einzige Situation erinnern, wo bei Rewe auf der Self-Service-Kasse die Käse-Bretzeln falsch kategorisiert waren und ich daher Hilfe von einer Mitarbeiterin benötigte (die übrigens fünf SS-Kassen gleichzeitig beaufsichtigte).

    Berufliche betreue ich u.a. fünf Läden, wo feste EC-Terminals von Unzer und/oder Ingenico eingesetzt werden, sowie eine Location wo beim Einlass mobile EC-Terminals zum Einsatz kommen… überall dort gab es in den letzten 11 Jahren max. 2-3x Probleme direkt beim Anbieter (downtime unter 1h), ansonsten waren etwaige Störungen meist auf den Ausfall der WAN-Leitungen zurückzuführen, was dann aber je nach Terminal-Art auch automatisch via GPRS bzw. inzwischen 5G abgefangen worden ist.
    …habe nicht den Eindruck, dass es im Thema echte(!) technische Hürden gibt…
    IMHO: Wie so häufig, wenn Technik im Einsatz ist, steht das Problem leider unmittelbar vor dem Gerät ;)

    • ich bin's sagt:

      Bisher hatte ich zweimal Probleme bei Zahlen mit Karte. Beim ersten Mal wollte die recht neue Visa nicht. Als Ursache stellte sich ein fehlendes Firmware-Update beim Kartenterminal heraus. Ein anderes Mal wollte die Mastercard nicht. Alle anderen Karten funktionierten problemlos. Daher gehe ich nicht davon aus, dass das Problem vor dem Gerät stand.

  43. Micha sagt:

    Nutze ich gelegentlich im Rewe. Dann eigentlich immer zum Barzahlen. Gerade wenn man sehr viel Kleingeld (1, 5, 10, 20ct) angehäuft hat, ist das praktisch. Der Münzzählautomat kann das deutlich schneller zählen, als ich es beim Kassierer zusammen suchen könnte.

    Das einzige Problem, ist manchmal Papierstau im Drucker. Der Mitarbeiter hilft dann. Öffnet den Drucker, entfernt das zusammen geknautschte Papier und fragt ob der Beleg erneut gedruckt werden soll. Wenn man "Nein" sagt, öffnet er die Schranke per Fernbedienung.

    Eine Mitarbeiterin in einem Baumarkt, erklärte mal, das man da einfach alle Münzen rein schmeißen kann. Nach dem durchzählen, wird zu viel eingeworfenes Kleingeld effizient gewechselt. Auch Einkaufschips für Wagen, hat das System immer zuverlässig zurück gegeben.

    Wenn Kartenzahlungen nicht richtig funktionieren, lag es in der Vergangenheit meistens an meiner Karte. Das Überweisungsterminal in meiner Filiale, meldete auch immer sporadisch Lesefehler. Eines in einer anderen Filiale, brauchte immer recht lange, um die Karte auszulesen. Eine Fehlermeldung, gab es da allerdings nie. Eine Überprüfung der Karte am Schalter ergab, das der Chip nur nach mehrmaligen Lese versuchen erfolgreich gelesen werden konnte. Im Ergebnis habe ich eine neue Karte zugeschickt bekommen. Damit war das Problem dauerhaft gelöst.

  44. Charlie sagt:

    Gefährlicher Artikel gescannt, bitte warten, Personalprüfung notwendig.

    Erdbeersaft für Kinder, klar eine Gefahr für die Allgemeinheit. An der normalen Kasse zum Glück kein Problem.

  45. User007 sagt:

    Huh…
    Schade, man liest hier leider viel individuell-subjektives Mimimi basierend auf der Erwartungshaltung alles – also sowohl die Maschinen als auch die Menschen – würden immer und ewiglich absolut fehlerlos funktionieren.
    Dazu gesellt sich dann noch eine gewisse Unwilligkeit sich auch mal in angespannten Situationen geduldig in Verständnis für Menschen außerhalb der eigenen Lebensblase zu üben.
    Schon merkwürdig, was diese überwiegend durch technischen "Fortschritt" ermöglichte Bequemlichkeit im sog. Wohlstand – offenbar leider aber doch nicht für alle beanspruchbar – für Auswirkungen zeigt und wie bereitwillig vergessen wird, dass außerhalb der individuellen Lebensrealität doch auch noch Anderes existiert. 🙄

    • Günter Born sagt:

      Ich warte noch auf die Fakten eines Insiders. Ist etwas untergegangen – aber bestimmte POS-Geräte-Hersteller haben nach wie vor böse Probleme mit der Firmware. Hoffe, die Infos die Tage zu bekommen und einen Beitrag einstellen zu können. Hatte eigentlich gehofft, dass diese Thematik hier in den Kommentaren vielleicht von Lesern aufgegriffen wird. Stattdessen geht es mehr auf das Thema Self-Service-Kassen – ist mein Fehler, dass ich das da in den Artikel mit rein genommen habe. Aber egal – war für mich auch aufschlussreich ;-).

  46. Mark sagt:

    Was ich ganz nice fand, hab ich aber bisher auch nur 1 Mal gesehen:
    Der EINKAUFSWAGEN hat nen Scanner dran. Jedes Produkt das du in den Wagen legst, scannst du mit dem Scanner ab. Der Wagen erinnert auch daran, neue Artikel zu scannen sofern noch nicht geschehen. Wenn es dann zur Kasse geht, scannt die Kassiererin einfach nur den QR Code von deinem Wagen und sieht sofort ALLE gekauften Artikel plus den Preis. Man kann dann einfach bezahlen und gehen…

    Ansonsten kommt es bei mir auf die Anzahl der gekauften Artikel an… hab ich nur ne Handvoll nutze ich die Selfservice Terminals und scanne die paar Artikel selbst… wenn ich aber den Wagen voll habe (oder Bar bezahlen möchte) nutze ich die normale Kasse…

    • User007 sagt:

      Jo, bei uns (Kleinstadt im Norden Deutschlands) gibt's solcherlei ausgestattete, allerdings auch nur mit der App funktionierende Einkaufswagen noch nur im E(deka)-Center, dort auch einen ausgangsbeschränkten Selfservice-Bereich, der von Mitarbeitern des nebenpositionierten Infobereichs bei Problemen doch überwiegend zeitnah mitversorgt wird.
      Ansonsten gibt's im Ort ausschließlich im einzigen Famila-Markt separat abgestelltes Personal mit eigenem (Überwachungs-)Terminal und bis dato haben lediglich modernisierte Rossmann-Filialen jetzt auch Selfservice-Plätze – die anderen Märkte, wie Lidl und Netto sowie auch insbesondere mit mehreren Filialen Aldi (Nord) und REWE sind da – noch(!) – nur mit klassischen Kassen ausgestattet. 🤷‍♂️
      Mein Nutzungsverhalten gleicht da und bargeldlose Zahlung hat zumind. bei mir – bis jetzt noch – immer problemlos funktioniert. 😇

  47. Hans sagt:

    Ich nutze hin und wieder derartige Kassen.
    Ganz einfaches Prinzip: ich mache die Arbeit, also erwarte ich vom Marktbetreiber eine Gegenleistung, z.B. in Form eines Rabatts. Dass dadurch Prsonal eingespart werden soll, ist ja nichts neues.

  48. Joe_Gerhard sagt:

    In Maastricht in einer kleineren AH Filiale hat man komplett auf Selberscannen umgestellt. Anscheinend um den Durchsatz zu erhöhen, denn der Laden ist sehr frequentiert und natürlich sieben (!) Tage die Woche geöffnet. Ob das wirklich klappt bezweifle ich stark.
    Mein Kassiervorgang hat dreimal so lange gedauert und ich hatte Schwierigkeiten, meine 25 Artikel auf dem zur Verfügung stehenden Platz unterzubringen. Bin seitdem nicht mehr in der Filiale gewesen, obwohl regelmäßig vor Ort.

    Die nahegelegenen Delhaize Filiale in Belgien hat auch einen großen Selbstscan-Bereich aber immer auch mit Personal besetzte Kassen. Und, seit vielen Jahren kann man dort als registrierter Kunde einen Handscanner nehmen, mit dem man direkt beim Einlegen aus dem Regal die Ware scannt und am Ende nur noch bezahlt. Das Verfahren wird immer schon sehr viel genutzt und scheint wirklich Zeit zu sparen, weil der Artikel nur einmal in die Hand genommen werden muss und direkt in Tüten oder Boxen, die im Wagen stehen, einsortiert werden kann. Wenige nachträgliche Kontrollen gibt es allerdings.

    Beide, das heißt eigentlich alle Märkte, egal wo, hatten Mitarbeiterinnen eingesetzt, die sich um die Kunden kümmerten. Ausgang nur mit Scannen des Kassenzettels, genau so funktioniert es in Spanien bei Lidl und anderen Supermärkten und auch bei manchen größeren Märkten in Deutschland. Technische Probleme gibt es immer mal, aber außer bei Aldi stehen immer Mitarbeiter daneben. Wenn der Mitarbeiter gerade einmal ums Eck muss gibt es aber garantiert Schlangen oder Freischaltprobleme. Es scheint auch definierte Vorgänge zur Behandlung von Alkohol zu geben, auch da ist eine Freischaltung nötig.

    Aldi hat einen etwas anderen Ansatz, es gibt solche Kassen, aber eher weniger und eher nur für weniger Artikel. Entscheidender Unterschied, die Mitarbeiterin an der Kasse gegenüber des SelbstScan-Bereiches muss die Probleme dort, und davon gibt es relativ viele, zusätzlich zu den zwei parallelen Scan-Vorgängen an Ihrer eigenen Kasse durch Zurufen („Jetzt rote Taste drücken") oder mit einem Zusatzdisplay links neben ihr, mit dem sie Löschungen und Freischaltungen vornehmen kann, selber lösen. Zur Not muss sie aufstehen und hingehen. Ich habe es mehrmals erlebt, dass ein Einkauf Wagen gescannt wurde und „Kunden" ohne zu bezahlen verschwunden waren!

    Fazit dieser langen Erzählung, am liebsten gehe ich immer an die Kasse mit Kassierer/Kassiererin, besonders gerne bei Aldi in Deutschland, dort ist man am schnellsten und praktisch immer nett. Es wird auch sofort eine weitere Kasse geöffnet, wenn die Schlange länger als fünf Kunden ist.
    Wenn ich nur ein zwei Artikel vergessen habe, scanne ich auch schon einmal selber, wobei es m.E. hilfreich ist zwei verschiedene Bezahlkarten (also „EC" und Kreditkarte) auf verschiedenen Wegen, Handy und physische Karte dabei zu haben.

    Insgesamt halte ich das Selbstscannen als Ersatz für das Kassenband für eine schlimme Fehlentwicklung. Hinzu kommen psychologische Faktoren, wie Kundenbindung und Kommunikation, die man nicht unterschätzen sollte. Als Ergänzung vielleicht, aber ob der technische Aufwand dafür lohnt?

    Reizvoll ist das Handscanner System von Delhaize (haben andere inzwischen sicher auch) weil man tatsächlich eine Menge Anpacken der Ware spart und man sie direkt abtransportfähig im Wagen hat.

    Bin gespannt wo die Entwicklung hingeht und werde mich nach Möglichkeit entsprechend verhalten.

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