eScooter: Paris will reglementieren

eScooterE-Roller sind ja jetzt nicht mal einen Monat offiziell in Deutschland freigegeben (ab 15. Juni 2019). Schon gibt es Beschwerden über Wild-Parken, zugestellte Bürgersteige und mehr. Auch schlimmere Unfälle sind leider zu verzeichnen. Alles nur Anfangsprobleme? Hier lohnt sich unter Umständen ein Blick in andere europäische Städte, wo die eScooter schon länger erlaubt sind. Paris ist eine solche Stadt.


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Gestern hatte ich noch über erste Forderungen der Verkehrsverbände, E-Roller stärker zu regulieren, berichtet (siehe Verkehrsverbände und ADAC warnen vor eScooter-Risiken). Natürlich geht das Geschrei los ‘alles muss in Deutschland reguliert werden’. Dabei haben die Verkehrsverbände nur darauf hingewiesen, dass wenn die Zahl der Unfälle hoch bleibt, und die Verstöße der Roller-Fahrer nicht zurück gehen, der Gesetzgeber über zusätzliche Regularien nachdenken muss. Eine Helmpflicht könnte dann kommen. Und dass Leih-Scooter die Bürgersteige verstopfen oder gar zur Stolperfalle werden, geht gar nicht.

Paris als Beispiel

Die Verleiher von eScootern haben einerseits ein Interesse, ihren Geschäften in den Städten nachzugehen. Andererseits ist die Masse der Fahrzeuge ein Problem. Die asiatischen Leihfahrräder in deutschen Städten, die nun verschrottet werden, sind ein mahnendes Beispiel. Ich bin gerade auf diesen ZON-Artikel von Mitte Mai 2019 gestoßen, der die Lage in Paris beleuchtet. Frankreich hat schon länger Erfahrung von eScootern und ja, dort gibt es Probleme.

Die Verwaltung von Paris hat im Mai eine Einigung von den E-Roller-Verleihern erzielt, die einen Verhaltenskodex beinhaltet. Damit sollen Verleiher wie Lime, Bird und Tier vor allem das Wild-Parken der E-Roller in den Straßen unterbinden. Dafür gibt es von der Stadt 2.500 für die Fahrzeuge. Weiterhin müssen die Verleiher ihre eScooter aufbreiten, denn diese haben nur eine durchschnittliche Lebensdauer von gerade einmal 28 Tagen. Aus Umweltgründen ein Desaster. Verstöße werden mit einem empfindlichen Bußgeld von 135 Euro geahndet.


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