Diesel-Falle für Leasing-Nehmer

Wer sein Fahrzeug geleast, und im Vertrag einen Restwert zum Rückkauf stehen hat, läuft bei Diesel-PKWs vermutlich ein eine Finanzierungsfalle, die hohe Nachzahlungen erfordert.


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Leasing erscheint vielen PKW-Besitzern eine gute Möglichkeit, das Fahrzeug zu finanzieren. Es gilt meist eine Anzahlung an den Leasinggeber zu leisten. Und dann sind nur noch die Leasingraten für die Dauer des Vertrags zu leisten. Am Ende der Laufzeit wird der Restwert des Fahrzeugs bestimmt. Liegt dieser unterhalb der im Leasingvertrag vereinbarten Summe, muss der Leasingnehmer die Differenz ausgleichen.

In der Vergangenheit war dies nicht wirklich ein Problem, solange das Leasingfahrzeug werthaltig und in einem guten Zustand war. Bei Dieselfahrzeugen gibt es jetzt aber ein Problem. Durch den Dieselskandal sind die Wiederverkaufswerte für Dieselfahrzeuge stark gefallen. Es drohen Fahrverbote für Dieselfahrzeuge in den Städten. Daher lassen sich, laut der Deutschen Automobil Treuhand, Leasing- und Finanzierungsrückläufer in Deutschland nur noch sehr schwer zu den beim Vertragsabschluss prognostizierten Restwerten vermarkten.

Besitzt der Leasingnehmer einen Vertrag, bei dem er das Restwertrisiko trägt – laut diesem FAZ-Artikel sind das 39 % aller Leasingnehmer – läuft in die Diesel-Falle. Das Fahrzeug kann zum Ende der Leasingdauer meist nur für einen wesentlich geringeren Preis als im Vertrag prognostiziert, verkauft werden. Der Leasingnehmer trägt daher das Risiko und muss die Differenz zwischen Verkaufspreis und prognostiziertem Restwert aus eigener Tasche zahlen. Da können schnell einige Tausender zusammen kommen.

Im FAZ-Artikel sieht man ein gravierendes Problem, erste Rechtsanwälte bieten sich an, um solche Leasingnehmer bei Klagen gegen VW auf Schadenersatz zu vertreten. Das Thema Dieselskandal ist also noch lange nicht ausgestanden.


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3 Antworten zu Diesel-Falle für Leasing-Nehmer

  1. Johannes sagt:

    Wer least denn bitte ein Fahrzeug über Restwert? Das geht doch immer über die Kilometer, was anderes macht doch keinen Sinn.

    • guenni sagt:

      Laut Originalartikel sind dies wohl 39 % aller Leasingnehmer – wobei ich keinen persönlich kenne ;-).

      Aber bei Leasing bin ich persönlich unbeleckt – habe so etwas nie genutzt.

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