Auch Frauenärzte impfen gegen das Coronavirus

Gesundheit (Pexels, frei verwendbar)Viele Menschen warten ja noch auf ihren Impftermin gegen eine COVID-19-Erkrankung. Die Impfzentren bekommen zwar mehr Impfstoff, aber es läuft schleppend. Mehr Schub erwarte ich mir von den Hausärzten, sofern genügend Impfstoff angeliefert wird – ich habe gestern die erste Impfung bekommen. Wer weder beim Impfzentrum noch beim Hausarzt einen Impftermin bekommen hat und in die aktuell zu impfenden Priorisierungsgruppen des RKI fällt, kann auch andere Fachärzte wie Kinderärzte oder Frauenärzte anfragen.


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Dass Frauenärzte ebenfalls impfen, war mir bekannt – der Anruf meiner Frau bei der Sprechenstundenhilfe ihrer Frauenärztin war aber wenig ergiebig. Ja, man impfe, ob es Impfstoff gebe, wisse man nicht und Registrierungen nehme man nicht entgegen. Aber ich habe gerade eine entsprechende Meldung des Pressemitteilung des Berufsverbandes der Frauenärzte e.V. auf den Tisch bekommen, die ich einfach mal weitergebe.

Corona-Impfungen – natürlich auch bei Frauenärztinnen und -ärzten

Viele Frauenärztinnen und -ärzte impfen ebenso wie andere Fachärzte schon in der vierten Woche gegen Sars-Cov2. „Dabei gelten auch in den Praxen die Vorgaben der Priorisierung, bis sie aufgehoben werden“, erläutert Dr. med. Christian Albring, Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte und niedergelassener Frauenarzt in Hannover. „Wir betreuen Frauen aus allen Priorisierungsstufen, mit Brustkrebs oder anderen Krebserkrankungen, Frauen mit chronischen Erkrankungen und etwa 800.000 Schwangere, deren zwei engste Angehörige geimpft werden sollten, weil sie selbst – noch – nur in Ausnahmefällen geimpft werden dürfen.“

Arzt
(Quelle: Pexels/Pixabay CC0 Lizenz)

„Alle, auch betroffene Männer, können sich an die bekannte Frauenarzt-Praxis wenden und um einen Impftermin nachsuchen“, so der Frauenarzt. „Das geht wohnortnah und oftmals schneller als ein Termin im Impfzentrum oder beim Kollegen Hausarzt.“

„Daten aus den USA und Großbritannien lassen erwarten, dass auch die Ständige Impfkommission, die StIKo, in absehbarer Zeit die Impfung Schwangerer propagieren wird. Das ist um so wichtiger, weil Schwangere prozentual häufiger schwere Krankheitsverläufe als Gleichaltrige nicht schwangere Frauen zeigen“, fügt Dr. Albring hinzu: „Bei den erkrankten Schwangeren zeigt sich ein Anstieg von Tot- und Frühgeburten und eine erhöhte Rate an Kaiserschnitten. Eine von 25 erkrankten Schwangeren muss intensivmedizinisch behandelt werden. Wird hier eine Beatmung notwendig, so liegt die Sterblichkeit bei 2%. Eine Impfung aller Schwangeren wäre daher äußerst sinnvoll.“

Quelle: © BVF 2021


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3 Antworten zu Auch Frauenärzte impfen gegen das Coronavirus

  1. Alfred Neumann sagt:

    Wenn ich dies richtig verstehe, kann man die Ärzte in der Nähe abtelefonieren und erfragen, ob einer von ihnen impft?

    Mein Problem ist, das unser Impfzentrum echt weit weg von mir ist und ich mit dem ÖPNV dahin fahren müßte. Was ich gerne vermeiden würde.

    • Mance sagt:

      Kannst du auf jeden Fall. Meine Tochter in München ruft bspw. alle Ärzte bei denen sie schon einmal war an und läßt sich eintragen. Wenn sie Glück hat und was frei wird kommt sie dann dran. Vor allem wenn du auch bspw. Astra nimmst könnte das klappen. Teilweise wird das doch schon wie Sauerbier in Sonderaktionen angeboten.

    • guenni sagt:

      Man kann die Abtelefonieren oder deren Webseiten abrufen und schauen, ob die impfen. Nicht alle wissen aber, ob sie genug Impfstoff haben und in eine Warteliste nehmen sie einen auch nicht auf. Aber einen Versuch ist es wert.

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