Glutenfreie Lebensmittel? Vorsicht vor Arsen

Im Handel werden glutenfreie Lebensmittel angeboten und es ist schon ein Trend, dieses Angebot zu nutzen. Glutenfrei heißt nicht unbedingt gesund. Und es birgt sogar das Riskio, zu viel Arsen mit den glutenfreien Lebensmitteln aufzunehmen.

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Gluten ist das Klebereiweiß, das in Weizen, Roggen, Gerste und verwandten Getreidearten vorkommt. Es gibt einige wenige Menschen, die unter Gluten-Unverträglichkeit (Zöliakie) leiden. Aber die Mehrzahl der Menschen kann Gluten-haltige Nahrungsmittel problemlos verdauen.

Trotzdem hört man immer wieder: Glutenhaltige Nahrung vertrage ich nicht. Gluten, der Dickmacher, so eine gängige Meinung. Andere schieben Bauchschmerzen, Völlegefühl oder Blähungen auf das Getreideeiweiß.

Glutenfreie Ernährung:teuer und nicht gesund

Die vermeintlich gesündere Ernährung mit glutenfreien Produkten ist Nonsense, sofern man nicht unter Zöliakie leidet. Vor längerer Zeit habe ich diesen Spiegel Online-Artikel gefunden, in dem Antje Gahl von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) mit Vorurteilen aufräumt. Auch beim Abnehmen helfen gutenfreie Nahrungsmittel nicht wirklich.

Greift man zu glutenfreien Lebensmitteln, wird dies nicht nur teurer als bei anderen Lebensmitteln. Man schränkt auch die Auswahl ein. Fehle eine abwechslungsreiche Ernährung, droht eine Unterversorgung mit wichtigen Nähr- und Mineralstoffen.

Öko-Test untersucht Produkte

Noch kritischer geht dieser Artikel von n-tv mit dem Thema um. Höchstens 1 % der Bevölkerung verträgt kein Gluten. Da aber der Trend zu glutenfreien Lebensmitteln den Handel erreicht hat, hat sich das das Magazin „Öko-Test“ 20 dieser Produkte näher angesehen. Bei 50% dieser Produkte war die Qualität verbesserungswürdig.

Mehl, Brot, Nudeln und Haferbrei wurden im Labor auf Schwermetalle, Schimmelpilzgifte, Pestizide und Mineralölbestandteile untersucht. Die gute Nachricht: Die Produkte waren glutenfrei. Bei reishaltigen Proben (und bei Haferprodukten) kam es zu einer deutlichen Belastung mit Arsen. Gefunden wurden auch Schimmelpilze, Spuren von Mineralöl, sowie Pflanzenschutzmittel wie Glyphosat oder das Pestizit Chlorpropham. Details sind in dem oben verlinkten Artikel nachzulesen.


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