Google sperrt Konto von Manga-Zeichner; der ist danach digital tot

Stop - PixabayNoch ein kleiner Fall, der mir bereits letzte Woche untergekommen ist. Einem japanischen Manga-Zeichner wurde von Google das Konto gesperrt, nachdem er eine alte Manga-Arbeit zu Google Drive hochgeladen hatte. Der Fall zeigt, wie schnell digitale Abhängigkeiten einem das Leben schwer machen und Jahre an Arbeit zunichte machen können. Der Fall zeigt aber auch, dass die großen Techriesen die Inhalte per KI scannen und schnell zu Kontensperren greifen.

Ich spüle nochmals ein altes Thema hoch, welches ich schon häufiger im Blog hatte: Kontensperren durch große US-Techunternehmen. Die Betroffenen sind danach "digital tot", verlieren Sie doch nicht nur den Zugriff auf die in der Cloud gespeicherten Dateien. Häufig hängen auch E-Mails oder Online-Identitäten an diese Online-Konten, so dass dort auch der Zugriff verloren geht.

Sperre eines Manga-Zeichners durch Google

Ich greife mal einen Tweet vom Wochenende heraus, der den Fall exemplarisch belegt. Dort heißt es, dass ein japanischer Manga-Zeichner sein gesamtes Google-Konto für immer verloren habe, nachdem er private Dateien eines alten Comics, den er gezeichnet hatte, auf Google Drive hochgeladen hatte.

Google Kontosperre

Die ursprüngliche Meldung des Betroffenen stammt bereits vom 16. Mai 2026 und ist auf japanisch verfasst. Nachfolgend die automatische Übersetzung.

Google Kontosperre

Konkret bedeutet "Konto verloren" aus dem ersten Tweet im aktuellen Fall: Der Mann wurde durch Google mit einer Kontosperre belegt. Bei dem Manga Zeichner handelt es sich um die Japaner Masahiro Itosugi, dessen Manga Comics im Bereich "Erwachsenen-Unterhaltung" rangieren. In Japan nach meinem Verständnis eher kein Problem, für Google und seine AI aber schon.

Der Manga-Zeichner hatte den Fehler gemacht, eines seiner älteren Manga-Comics auf Google Drive zur Archivierung hochzuladen. Dort hatte er wohl schon weitere Arbeiten von sich archiviert. Kann man so machen, aber man sollte Backups haben.

Jedenfalls nahm das Unheil seinen Lauf: Die Googles KI prüfte die Dateien auf dem Google Drive und stufte sie als unzulässig gemäß den Google-AGB ein. Sofort nach dem Upload kam die Warnung, dass sein Konto bei Google gesperrt worden sei. Sein Versuch eines Einspruchs mit Bitte um Prüfung wurde abgewiesen. Das Konto blieb dauerhaft gesperrt.

Der Manga-Zeichner hat nun keinen Zugriff mehr auf seine privaten Zeichnungen aus vielen Jahren und verlor zudem den Zugang zu zahlreichen Websites und Diensten, für die er sich mit seinem Google-Login angemeldet hatte, heißt es in obigem Tweet. Im Tweet wird den Leuten jetzt in Antworten geraten, mehr auf Open Source und On-Premises-Angebote zu setzen.

Der Zeichner scheint jedenfalls in Manga-Kreisen bekannt, wie ich diesem Tweet entnommen habe. Dort wird Masahiro Itosugi als 'AKI SORA' adult manga artist geführt.

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52 Kommentare zu Google sperrt Konto von Manga-Zeichner; der ist danach digital tot

  1. Anonym sagt:

    Beschämendes Ereignis. Schlimm ist, daß man de facto nur noch mit der A.I. diskutiert. Erst trifft sie fragwürdige, nicht selten fehlerhafte, Entscheidungen… und der Widerspruchsantrag selbst wird ebenfalls nur von einer A.I. bearbeitet.

    Dasselbe bei Rezensionen auf Google Maps und/oder Beiträgen auf YouTube.

  2. Luzifer sagt:

    told you so:
    Backup, Backup, Backup…
    No Cloud… nicht dein Blech, nicht deins!
    nicht alles über einen Mailprovider
    wichtiges beim deutschen Provider, den kannst du
    hier verklagen oder auch Mal den CEO persönlich nen Besuch abstatten 😝

  3. Peter sagt:

    "Kann man so machen, aber man sollte Backups haben."

    Wir reden hier von normalen nicht it-affinen Menschen. Das ist das Backup.

    • Chris sagt:

      Ob er ein "nicht it-affiner" ist sei mal dahingestellt.

      Auch als "nicht it-affiner", sollte jedem klar sein das der Zugriffe auf "rein online" gespeicherten Dingen, immer mit einem Risiko behaftet sind. Und sei es nur das die eigene Internetleitung mal ausfällt oder jemand den Account hackt, das Passwort ändert und alles löscht. Ein Offline Backup ist also immer Pflicht.

      Da stellt man sich die Frage, wie haben die Menschen das nur vor "der Cloud" alles geregelt?

    • Anonym sagt:

      Nicht wirklich. Wäre es ein, oder das Backup, wären die original Daten ja noch da.
      So gesehen wäre es erstmal kein Problem, wenn der Cloudspeicher wegbricht.

      Ein wirklich großes Problem ist, dass nicht it-affine Menschen den Unterschied zwischen Backup und Sync nicht kennen. Das verkommt zu einer Operation am offenen Herzen ohne das zu ahnen.

      Und ja, wie weiter unten schon angemerkt: Man kann gerne versuchen, das zu erklären. Viele verstehen das erst, wenn es zu spät ist.
      Der genervte IT-ler kontert dann mit "Kein Backup, kein Mitleid" (als ob das irgendwem helfen würde).
      Der geneigte Dienstleister hat hoffentlich vorher schon so viel Vertrauen aufgebaut, dass er wenigstens eine halbwegs brauchbare Backup-Lösung etablieren konnte.
      Die Gratwanderung besteht darin, nicht als Aluhut wahrgenommen zu werden. Dann hört nämlich keiner mehr zu und das Problem nimmt seinen Lauf.

      Und: Digitalisierung wirbt damit Dinge zusammenzufassen und dadurch effizienter und nicht zuletzt einfacher und damit bequemer zu machen. Das "die Leute" das dann plötzlich auch so wollen, sollte einen nicht überraschen.

      Und dann kommt einer, der erklärt, dass man ein eigenes Backup auf eigenem Gerät haben soll, dass nicht ständig im Zugriff sein darf. Also schonmal mit einer gewissen Interaktion daher kommt. Und wenn man dann noch erklärt, dass man sein(e) heiligen Backup(s) auch noch prüfen soll. ist es gerne mal ganz aus.

      • Pater Braun sagt:

        Naja, was heißt, dass die Menschen das nicht kennen? Nimm ein neues Windows-Notebook, da speicherst du immer ins Onedrive auch wenn du Sachen in lokale Ordner ablegst. Das kann ein normaler Nutzer nun wirklich nicht anders handhaben.

  4. Olli sagt:

    Man kann von Cloud halten was man will, aber mittlerweile ist ein funktionierendes Mail-Konto derart wichtig, wo ist denn die UN? Die erklärt doch auch sonst alles mögliche und unmögliche zum Menschenrecht?

    Kann man doch auch den Zugriff auf das Mailkonto zum Menschenrecht erklären!

    Wie auch immer, die Menschheit ist nach wie vor nicht bereit mit der Digitalen Welt umzugehen. Insofern ist auch jede weitere Digitalisierung falsch. Erst mal mit dem zurecht kommen, was derzeit vorhanden ist – das bedeutet vor allem rechtlich! In so einer Situation muss es bei Google finanziell richtig knallen, damit die Begreifen das US Moral keine Welt Moral ist und es im Zweifel Zeit für ein digitales Weltrecht ist, das über Nationalem Recht steht. Ist bei anderen Gesetzen doch auch so!

    • Anonym sagt:

      Internationales Recht über nationalem Recht?

      Neuerdings auch nur so lange, wie das internationale Recht dem nationalen Recht bzw nationalen Interessen dient, oder wenigstens nicht im Weg ist.
      Das ist die Geschichtsstunde, die grade ziemlich aktuell auf der Weltbühne passiert.

  5. Anonym sagt:

    Insbesondere der letzte Absatz ist wichtig, die Person ist als „adult" Künstler bekannt. Ich glaube ohne die Werke zu kennen, die da hochgeladen wurden, ist das hier ganz viel Mutmaßen. Möglicherweise haben die Werke tatsächlich gegen die AGB verstoßen und die Sperrung ist berechtigt.

    • Günter Born sagt:

      Zu " die Sperrung ist berechtigt": Ist Mutmaßung – und das obliegt nicht unserer Beurteilung. Ein sauberes Verfahren würde a) eine Verwarnung mit der Möglichkeit, b) einen wirksamen Einspruch abzugeben und c) Inhalte herunterzuladen und auf eine Sperre reagieren, beinhalten. Solange es keine offensichtlich rechtswidrigen Inhalte sind, wäre eine Sperre in einem ordentlichen Verfahren niemals juristisch zu begründen.

      Ist aber nicht der Punkt. Der Punkt ist, dass eine solche Sperre jeden treffen kann und dann bist Du digital am Ars**. Ich hatte hier im Blog den Beitrag Facebook kaputt! Broken by design – wie AI und Regeln Leute kicken wo ich den Fall meiner finalen Sperre meiner Facebook-Seite samt den salbungsvollen Facebook-Worten zu Sperren aufbereitet habe. Zeigt, wie kaputt das alles ist.

      • Thomas sagt:

        "Ein sauberes Verfahren würde a) eine Verwarnung mit der Möglichkeit, b) einen wirksamen Einspruch abzugeben und c) Inhalte herunterzuladen und auf eine Sperre reagieren, beinhalten." Dem stimme ich zu.
        Wir sprechen hier ja nicht von einem Kapitalverbrechen. Bei einem Verstoß gegen AGB ohne dabei eine Straftat zu begehen (bspw. Kinderpornographie) sollte der Betroffene zumindest die Möglichkeit haben, seine Dateien zu sichern und seine auf dem Konto basierenden Dienste zu ändern. Wenn danach der Cloudanbieter sagt "Wir wollen dich nicht länger haben", okay, dann ist das so.
        Ich bin bei Günter: ein digitales Ermorden "einfach so" geht gar nicht – solange keine Straftaten involviert sind. Und selbst in den prüden USA ist Pornographie keine.

        • Marius K. sagt:

          "Bei einem Verstoß gegen AGB ohne dabei eine Straftat zu begehen (bspw. Kinderpornographie)"
          Es gab schon den Fall das ein Vater Bilder seiner Kinder die er an den Arzt schicken sollte, und zack Account weg.
          Der CSAM(Child Sexual Abuse Material) Check von google sagt halt "sieht nach CP aus, also ist es CP".
          Galerie sync angehabt? Ban.
          Per Google mail verschickt? Ban.
          Bild geladen in der Google photos app? Ban.
          Hatte das Bild Kontakt mir der Google cloud? Ban.

          Das "Der Punkt ist, dass eine solche Sperre jeden treffen kann und dann bist Du digital am Ars**." vom Günter fasst es wirklich gut zusammen.

          • Thomas sagt:

            "Es gab schon den Fall das ein Vater Bilder seiner Kinder die er an den Arzt schicken sollte, und zack Account weg."
            Eben genau das ist keine Kinderpornograhie und keine Straftat. Und genau das ist ein Fall, wo a) initiale Sperre ok ist, aber b) Einspruch möglich sein muss und c) entweder die Sperre wieder aufgehoben oder zumindest die Rücksicherung von Daten und Diensten ermöglicht werden sollte.

            Noch ist Google ja nicht die globale legislative Instanz.

            • M.D. sagt:

              Man kannn sich trozdem nicht darauf verlassen, dass trotz des Eingeständnisses, dass das System überreagiert hat, ein Account wieder freigegeben wird. Ist wie vor Gericht.

              In der Vergangenheit gab es bereits Vorkommnisse dieser Art.

              Vor allen Dingen ist es aber verdammt schwer, überhaupt aus der Automatik-Schleife auszubrechen und eine menschliche Person zu erreichen, die sich die Situation ansieht und ggf. an eine Schiedsstelle weiterleitet.

        • GB sagt:

          Vorsicht: nur weil hierzulande etwas strafbar ist heißt es nicht, dass es das auch in anderen Ländern ist. Insbesondere, wenn man sich anschaut, wo die konkreten Grenzen liegen. Im genannten Beispiel und Deutschland ist schon der Besitz "wirklichkeitsnaher" Bilder strafbar. Das kann in Japan ganz anders sein (und in den USA nochmals).
          Das ist ja gerade das Problem solch automatisierter Systeme weltweit agierender Konzerne: die halten sich nicht unbedingt an die Regeln und Gesetze, die man aus dem Alltag gewohnt ist – und spätestens, wenn es veröffentlicht wird, gelten dann (laut deutscher Ansicht) die Regeln des Landes, aus dem es abgerufen wird.
          Aber ja, wenigstens ein "Du kannst es noch eine gewisse Zeit runterladen" wäre schön.

      • Gänseblümchen sagt:

        Diese japanischen Adult-Mangas sind teils schon recht derb, direkt und explizit, hab sowas schonmal gesehen, und das war wohl noch harmlos, wie mir gesagt wurde. Und es ist richtig, durch die Hintertür des Online-Scans von Cloud-Laufwerke wird der ganzen Welt die prüde Doppelmoral der US-amerikanischen Konzerne aufgezwungen. Und auf der anderen Seite, auf einschlägigen Videoportalen mit unzureichender ab18-Kontrolle scheint wohl der große Teil der Produktionen von genau dort zu kommen. Aber andere Länder sind da auch nicht wirklich besser, in Saudi-Arabien kannst du lange weggesperrt werden, wenn nicht sogar schlimmer, wenn man unwissend mit einem Mohnbröchen mit (Schweine-)Schinken im Gepäck einreist.

  6. Ben sagt:

    Durchaus unschön und in der Konsequenz zu drastisch.

    Aber als Zeichner solcher Inhalte direkt in die US Cloud zu laden ist halt auch… eher unverständlich. So 'leichtsinnig' mag Oma Erna sein / handeln, aber doch nicht der Erschaffer solcher Werke. Der mag ggf. durch seine Bekanntheit / Medienecho am Ende noch eine Sonderbehandlung bekommen und da schaut sich dann doch noch einmal jemand bei Google den Fall an, aber bei Oma Erna gibt es keinen Aufschrei im Netz / Nachricht in Blogs oder Medien dazu.

    • Janami25 sagt:

      Das Problem ist doch inzwischen, das man quer durch alle Anbieter förmlich zu OneDrive, GDrive etc. fast genötigt/gedrängt wird. Ein falscher Klick, und der Mist landet ungwollt in deren Cloud, und viele Laien bekommen das nicht einmal mit.

      Man muss sich nur mal Windows angucken, was man da für Bocksprünge machen muss, um NICHT seine Daten in die Cloud zu syncen, oder seine Daten preis zu geben.

      Das ist die absolute Unverschämtheit, was sich inzwischen die US-Unternehmen hier rausnehmen, durch Hintertüren ständige Aufforderungen, um auf den "Erlebnisbutton" eines Online Kontos zu klicken. Und die DSGVO kann man sich in dem Punkt in die Haare schmieren, das ist ein Papiertiger der in diesen Fällen nicht wirkt.

      Bei Microslop ist das Online Konto ja sogar Pflicht, und kein Arsch in der EU macht was dagegen…klar…Datenschutz….

      • M.D. sagt:

        Man wird aber nicht unbedingt dazu genötigt, für jeden noch so unwichtigen Dienst, sein Google-Konto zum Login zu verwenden. Das ist reine Bequemlichkeit und, sorry, unglaubliche Naivität. Wohin das führen kann, wenn man dann das zentrale Google-Konto verliert, bekommt man an diesem Beispiel vorgeführt. Völlig ungeachtet der Tatsache, dass man Google auch noch so nebenbei mitteilt, welche anderen Dienste man wie häufig verwendet.

        • Anonym sagt:

          Normale Endbenutzer mit Android Handy haben alles praktisch automatisch bei Google verknüpft, den meisten ist das gar nicht klar.

          • TT sagt:

            Nein. Da ist nix bei Gockel.

            Man muß sich nur mit Beschäftigen (wollen) und seine Schlüsse ziehen.

          • Luzifer sagt:

            Ich habe auch ein Android Handy, da ist alles von Google vorinstalliert.
            Meine Mails, meine Daten usw. hat Google trotzdem nicht.
            Man befasst sich eben mit dem was man nutzt und konsumiert nicht einfach nur blindlings!

            Aber ja da hast du Recht beim heutigen DurchschnittIQ ist das wohl zuviel verlangt.

            • Ömmes sagt:

              "Meine Mails, meine Daten usw. hat Google trotzdem nicht."

              Wie unglaublich naiv :-)

              "Aber ja da hast du Recht beim heutigen DurchschnittIQ ist das wohl zuviel verlangt."

              q.e.d.

            • Thomas sagt:

              So so, du kennst also alle technischen Grundlagen und Verfahren aller technischen Dinge, die du so als Konsument in deinem täglichen Leben nutzt?
              Ich kenne genug intelligente Menschen mit akademischen Titeln, die nicht IT-affin sind und damit nichts am Hut haben.
              Aber Hauptsache Luzi Superschlau weiß alles besser – wie immer.

            • noway sagt:

              Man darf nicht vergessen, dass im derzeitigen Digitalisierungswahn die Leute regelrecht dazu gezwungen werden, sich mit Technik auszustatten, die sie nicht verstehen. Und sie verstehen sie auch nicht, wenn man es ihnen erklärt hat, weil sie dazu gar nicht in der Lage sind. Und was im Hintergrund geschieht, verstehen sie erst recht nicht. "Aber man muss das doch heute haben…" – wer davon den Nutzen hat, wissen wir.

  7. R.S. sagt:

    Es wurden 2 Kardinalfehler begangen:
    1. AGB nicht gelesen (macht so gut wie niemand)
    2. Kein regelmäßiges Backup der hochgeladenen Daten

    Und gerade wenn man die AGB der Dienste mal liest, egal, ob OneDrive, Google, AWS etc. etc., dann will man diese Dienste nicht mehr nutzen.

  8. McAlex777 sagt:

    Und schon bald werden wir agentische Systeme in unser aller lokalen Systeme haben, die dann rein technisch genauso automatisiert Hardware-Gelockt werden können.

    Dann braucht es nur noch eine Regierung in dieser Welt die auf den verrückten Gedanken kommt das umzusetzen.

  9. Visitator sagt:

    Verstehe ich das richtig? Es gibt Leute, die laden ihre Sachen in die Cloud und putzen es vom lokalen Rechner, so dass alles weg ist, wenn das Konto weg ist?
    Keine USB-Festplatte für wenige € im Schrank?

    Ich weiß schon, warum ich mich bei jedem Dienst separat anmelde und nicht überall per Google-Konto o. ä., kein single point of failure.

    • Pater Braun sagt:

      Naja, du musst dann ein Gerät haben was noch lokal speichern lässt (Chrombook bspw. nicht etc.) und ggf lokale Speichermedien. Das kennst du vielleicht. Aber schau dir alleine die Preise an, die sich nach oben bewegen und, dann müssen die Leute wissen, dass es das überhaupt gibt. Das weisst du und ich weil wir noch aus einer älteren Zeit kommen; für andere ist die Cloudsicherung aber normal, die kennen nicht einmal die Existenz von USB-Sticks.

      Schau dir bspw. die aktuelle Generation an Azubis an. Die kommen teilweise nicht einmal mit Windows 11 und Word zurecht, weil sie es eben nicht genutzt haben. Und Word speichert bspw. auch primär in OneDrive. Genauso wie Windows 11 selbst. Zumal viele eher dann die Onlineversionen von Office oder Google Workplace nehmen.

      Die Welt verändert sich.

  10. Karli sagt:

    google, microsoft, apple … geräte, webseiten, sso-logins — wie lange bis irgendwer auf den Gedanken kommt, wie man mit der Verursachung solcher Sperren Menschen erpressen oder das Leben sehr chwer machen kann? Oder kommt das nie?

  11. Tomas Jakobs sagt:

    Kein Mitleid… gleich mehrere Kardinalfehler:

    Cloud-Backup kann man grundsätzlich machen und ist teils auch sinnvoll. Aber doch nicht unverschlüsselt! Ein Veracrypt o.ä. ist selbst für technisch wenig affine kinderleicht zu bedienen. Zur Not hätte es ein verschlüsseltes 7z-Archiv getan.

    Der Mann hätte wissen können, dass "Adult Manga" bei einem US-Konzern problematisch sein könnte. Erst Recht wenn AI am Werk ist.

    Bleibt zu hoffen, dass dieser Künstler seine Lehren gezogen hat und BigTech von nun an nur noch für nicht relevante Dinge nutzt.

    • viebrix sagt:

      Ist 7Zip "sicher"? Ich hatte in Erinnerung dass zumindest zip, relativ schnell entschlüsselt werden kann. Aber das ist eine sehr alte Erinnerung…

      • Anonym sagt:

        Der Entwickler von 7z ist in der Vergangenheit als Ignorant aufgefallen außerdem werden dort deutlich häufiger schwere Sicherheitslücken gemeldet als z.B. bei WinRAR

      • Anonym sagt:

        keine Verschlüsselung ist wirklich "sicher". Da, wo es einen funktionierenden Schlüssel gibt, kann es auch einen Nachschlüssel geben. Immer.
        Es ist eher die Frage, wie schwer das gemacht wird und ob es Fehler in der Programmierung/Implementierung gibt, die eine Entschlüsselung nöglich machen.

        Ansonsten ist 7Zip schon deutlich sicherer, als "normales" Zip, da es mit 256Bit AES eine andere Verschlüsselung benutzt.
        Wie gut das da wirklich implementiert ist, kann ich allerdings nicht sagen. Das kann sich ja auch mit jedem Update ändern.

    • Anonym sagt:

      Ein Blick in die AGB/TOS zeigt doch erschreckend oft, dass speichern von verschlüsselten Daten ausgeschlossen ist.
      Da lauert dann der nächste Ban.

    • Steter Tropfen sagt:

      Irgendwo habe ich im Hinterkopf, dass z.B. MS in seinen AGB das Hochladen verschlüsselter Inhalte untersagt und genau so etwas auch als Grund zur Kontensperrung herhalten kann. War das nicht vor einiger Zeit eben hier zu lesen?

      Aber wenn schon das Hochladen von Adult-Material für einen Bann reicht, was ist dann mit den unzähligen Leuten, die inzwischen mit dem Smartphone Privat-Pornos drehen? Sind die tatsächlich so gewieft, das Hochladen zu Google zu unterbinden?

      Ach, ich freue mich schon auf die Phase, wo bei den Leuten der Lerneffekt einsetzt…

  12. Georg Renelt sagt:

    Das erinnert mich daran, dass mein Storage auch schon wieder 6 Jahre alt ist…

    Backup durch Migration… ;)

  13. Karl Napf sagt:

    Hallo!

    Evtl bin ich schon zu spät zur Party, aber ich werfe einfach mal Cryptomator in den Raum.

    Für Datensicherungen in eine public Cloud sicher ausreichend, um die KI am mitlesen zu hindern…

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