Windows-Anwender haben beim Thema Virenschutz und Absicherung des Betriebssystems die Qual der Wahl bei Antivirus-Lösungen. Drittanbieterlösungen stehen dem in Windows enthaltenen Microsoft Defender gegenüber. Nun hat Microsoft einen Beitrag, der den Defender als ausreichend erklärt, still wieder gelöscht.
Windows und der Virenschutz
Ältere Leser werden sich noch an Zeiten erinnern, wo überall "Free-Antivirus-Lösungen" für Windows-Rechner angeboten wurden. Nicht selten haben die Leute sich damit die Windows-Systeme versaut. Und die vorinstallierten Antivirus-Software wurdest Du auch kaum rückstandsfrei los. Ich habe mal im Blog gesucht und einige alte Beiträge aus 2012 und früher gefunden, die den Ärger widerspiegeln. Vor über 10 Jahren gab es dann den Beitrag Google Projekt Zero: Antivirus-Software als Archillesferse, der die Problemlage gut aufgriff.
Aber das hat sich inzwischen grundlegend geändert. Wenn es um das Thema Virenschutz und Absicherung von Windows geht, wird die Luft für Antivirus-Lösungen von Drittanbietern dünner. Denn Microsoft liefert seit ewigen Zeiten mit dem Defender einen Virenschutz mit (bei Windows 7 waren die Microsoft Security Essentials). In Windows 11 kommen viele weitere Sicherheitsfunktionen bis hin zum Schutz vor Ransomware hinzu.
Was für Windows-Consumer gut ist, die haben bereits ab Werk einen Grundschutz gegen Schadfunktionen, stellt sich für die Anbieter alternativer Sicherheitslösungen als Problem dar. In der Vergangenheit gab es immer wieder Vergleiche von Virentest-Labors, die dem Defender "Erkennungsprobleme" nachwiesen. Ein Artikel Test von Windows-Virenscanner: Defender & Co. lassen etwas nach; manche Scanner sind obendrein Systembremsen greift das auf. Solche Vergleiche habe ich länger nicht mehr gelesen.
Reicht der Windows Defender als Schutz?
Kommen wir nun zur Frage aller Fragen: Wie schaut es mit dem Virenschutz in Windows aus, reicht der Defender als Lösung zur Absicherung? Microsoft sagte noch im April 2026, dass der mit Windows mitgelieferte Microsoft Defender als Sicherheitslösung zum Schutz vor Viren und Schadsoftware eigentlich ausreicht. Dazu hatte Microsoft zum 9. April 2026 in einem Blog-Beitrag Best antivirus software for 2026: The built-in Windows protection you needdas Ganze näher erläutert.
Ich hatte dies im Artikel Microsoft sagt, dass der Defender als Virusschutz ausreicht aufgegriffen. Im Grunde stimmt es ja auch, der Microsoft Defender bietet für das private Umfeld und für viele Einsatzszenarien eigentlich einen guten Grundschutz. Ich setze hier seit Windows 7 auf die betreffende Scan-Engine. Nur im Unternehmensumfeld werden kostenpflichtige Sicherheitslösungen außerhalb des Microsoft Defender eingesetzt.
Aber da war doch was: Der Microsoft-Artikel Best antivirus software for 2026: The built-in Windows protection you need, der erklärt, warum der Microsoft Defender für Windows ausreicht, ist wieder verschwunden. Der alte Link leitet jetzt auf Windows Learn um. Es hätte sein können, dass die URL sich geändert hat, weil der Artikel verschoben wurde. Bei einer Suche habe ich aber nichts mehr gefunden. Es gibt lediglich Treffer in der Wayback Machine, wo der Artikel noch abrufbar ist.
Neowin.net ist das hier aufgefallen und schreibt, dass Microsoft den Artikel, wohl wegen Kontroversen, und aus Rücksicht auf Antivirus-Anbieter, still und leise aus dem Internet entfernt habe. Wie sieht es in eurem Umfeld aus – reicht euch der Defender, oder kommen andere Lösungen zum Einsatz?
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