Kleine Warnung aus dem Kreis der Leserschaft an die Nutzer und Fans eines Microsoft 365 Home/Family Abos. Beim Löschen eines Microsoft-Kontos, dass diesem Abonnement zugeordnet ist, schlägt dies sofort auf die geteilten anderen Microsoft 365-Konten dieses Abos durch.
Blog-Leser Norman hatte mich vor einer Woche per Mail kontaktiert, um mich über einen "Lapsus" zu informieren, der ihm passiert ist. Er schrieb "Eine kleine Story zu Microsoft Accounts, die ggf. als kleine Warnung [für andere Microsoft 365-Nutzer] veröffentlicht werden könnte".
Kollateralschäden bei Microsoft 365
Der Blog-Leser hatte ein Abonnement für Microsoft 365 Home/Family, was er vor einigen Jahren über Gutscheincodes im Voraus eingelöst hatte. Dieses Abo hatte er mit 5 Personen geteilt, sollen sich schließlich alle über dieses schöne Zeugs freuen können. Mann, ist dieses Microsoft generös.
Der Fehler, der Leser kam auf die verwegene Idee, dass er sein privates Microsoft Konto nicht mehr braucht und er dieses dann ja löschen könne. Was er leider nicht mehr auf dem Schirm hatte, war, dass über dieses private Microsoft Konto noch ein aktives Microsoft 365 Home/Family Abo verwaltet wurde. Nun gilt bei Microsoft das Credo: "Mitgegangen, mitgefangen, mitgehangen".
Das private Microsoft Konto wurde gelöscht. So ca. 30 Tage nachdem das Microsoft Konto endgültig gelöscht worden war, erhielt der Leser erboste Meldungen dieser fünf Personen, dass sich deren Microsoft Office über ein fehlende Abonnement beschwerten. Soweit zunächst nachvollziehbar.
Du nicht kriege eigenes Abo
Skurril für die normale Welt, für Informatiker und die Mikrosoft-Welt aber vollkommen logisch: Wenn Du einen Wert löschst, ist der "undefined". Alle fünf Personen erhielten in den Abonnement-Einstellungen auf der Microsoft Website zur Verwaltung des Account den Hinweis "Shared and managed by undefined".

Die Verknüpfung zum Abonnement war also aufgrund des gelöschten Haupt-Accounts nicht aufgehoben, sondern hing schlicht in der Luft. Die Konsequenz lautete: Es war den Personen nicht möglich, ein eigenes Abonnement zu erstellen oder die Verknüpfung zu "undefined" aufzuheben. Auch endeten etliche Links innerhalb der Webseite zur Verwaltung des Microsoft Accounts in einem "We're not sure what happened, but refreshing the page may help, or trying again in a little while."-Fehler.

Der Leser hatte also "versehentlich" die Microsoft-Konten von fünf Personen durch das Löschen seines eigenen Microsoft-Kontos unbewusst pulverisiert, und gleichzeitig den Microsoft-Kosmos ins Wanken gebracht.
Vom Chat-Bot im Kreis geschickt
Wer auf die verwegene Idee kommt, mit so einem Individuum zu kooperieren, wird nicht nur mitgefangen, sondern in die Microsoft Chatbot-Hölle geschickt. Der Leser drückt es so aus: "Über Wochen fand ein Hin und Her mit den MS-Chatbots und vermeintlichen Support-Mitarbeitern statt, wobei sich letztere auch wie ein Chatbot verhielten. Es drehte sich alles um den Vorgang im Kreis."
Das Ende vom Lied: Alle, die nach der Aktion noch Lust auf Microsoft-Dienste hatten, mussten sich ein komplett neues Microsoft Konto anlegen, um wieder Microsoft 365 als Abonnement nutzen zu können.
Dumm gelaufen, und dann kam Pech hinzu. Aber der Leser ist ein auf "think positiv" gepoolter Mensch. Schrieb er mir doch: "Um der Aktion etwas Positives abzugewinnen: bei vier von fünf der Betroffenen lief das ohnehin schon recht volle Fass damit über und sie haben sich (auch etwas zwangsweise) an LibreOffice oder Freemaker Office mit dem Satz "hey das ist ja gar nicht übel" gewöhnt.
Leben kann so einfach sein, und geht weiter nach dem MS-Exit. "Ich wollte diese Beobachtung mal teilen – diese 'Warnung' kann daher gerne verbloggt werden. Für mich zeigt es, was bei MS mittlerweile alles schief läuft. Es quasi keinerlei Unterstützung mehr gibt und es für mich die absolut richtige Entscheidung war, die letzten MS-Zöpfe abzuschneiden.", schloss der Leser seine E-Mail.
Wo kämen wir den hin, wenn ich jeden Microsoft Mist hier verbloggen würde. Nicht auszudenken, wenn es Trittbrettfahrer und Nachahmer gäbe, die durch den Beitrag auf den Geschmack (was der kann, kann ich schon lange) kämen.



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