Microsofts KI-Assistent Scout – sie können es einfach nicht

Stop - PixabayAuf der gerade abgehaltenen Entwicklerkonferenz BUILD 2026 hat Microsoft seinen, auf OpenClaw basierenden, vollautonomen KI-Assistenten Scout vorgestellt. Beste Erfindung ever Microsofts seit geschnitten Brot, so die interne Vorstellung, die die Nutzer regelrecht "abhängig"  machen und Microsoft an die "Spitze der KI-Vorreiter" katapultieren soll. Ich mag mich ja täuschen, aber das Ganze ist ein weiterer Beleg, wie weit Microsoft die Bodenhaftung verloren zu haben scheint.

Microsoft Scout vorgestellt

Ich habe die Ankündigungen der BUILD 2026 nicht mehr verfolgt. Microsoft hat zum 2. Juni 2026 die Ankündigung Introducing Microsoft Scout: Your always-on personal agent des Produkts öffentlich gemacht. Mit Scout werde eine neue Generation von Agenten vorgestellt, die sogenannten Autopilots. Autopiloten seien ständig aktive Agenten, die autonom und mit eigener Identität arbeiten und für die Nutzer in deren Namen handeln.

Autopiloten bleiben im Hintergrund aktiv, verstehen, wie die Arbeit in Apps und Systemen abläuft, und ergreifen Maßnahmen, ohne jedes Mal dazu aufgefordert werden zu müssen, flötet Microsoft in der Ankündigung. Da die Autopiloten mit einer eigenen Identität arbeiten, können sie Aufgaben im Rahmen der von Benutzern und Organisation festgelegten Berechtigungen und Richtlinien ausführen.

Microsoft Scout ist der ersten Autopilot-Agent, der in die Microsoft 365-Apps integriert sei, heißt es in der obigen Ankündigung. Ich erspare mir weitere Feinheiten, kann jeder bei Bedarf nachlesen. Mir ist die Vorstellung von Microsoft Scout auf X über mehrere Tweets untergekommen.

Vorstellung Microsoft Scout

So richtig anfangen konnte ich ad-hoc nichts mit dem Bild in obigem Tweet, nahm aber an, dass es Herr Satya Nadella sei, der etwas mit KI zu Windows präsentiert. Dann fiel mir auf, dass der Tweet von OpenClaw war, und besagt, dass Microsoft OpenClaw in sein Windows Eco-System bringe. Claws arbeite nun sicher im Unternehmensumfeld, hieß es.

OpenClaw, da war doch was?

Obige Aussagen haben jemanden dazu bewegt, ein bitterböses Meme direkt unter obigem Tweet mit folgender Aussage einzustellen.

Microsoft Scout Meme

OpenClaw in einer Unternehmensumgebung zu betreiben, ist wie einem Affen ein Automatik-Gewehr in die Hand zu drücken und zu schauen, was passiert. Beim Stichwort OpenClaw fiel mir dann erstmals die Kinnlade erstmals herunter. OpenClaw ist ja ein von Peter Steinberger entwickelter KI-Bot, der zwar im Januar 2026 eine ziemliche Lawine  bei KI-Enthusiasten losgetreten hat.

Der Bot verursachte aber eine Achterbahnfahrt für den Entwickler. Der Bot musste 2 Mal umbenannt werden und patzt in Bezug auf Sicherheit, oder anders ausgedrückt: Es war ein Sicherheitsalptraum. Peter Steinberger hat bei OpenAI anheuert, um einen "Bot für Alle" zu entwickeln. Am Artikelende sind meine Blog-Beiträge zum OpenClaw-Desaster verlinkt.

Microsoft Scout Security

Nun bin ich als kleiner Blogger ja nicht der Nabel der Welt – daher präsentiere ich ganz süffisant obigen Tweet. Dieser thematisiert Artikel von US-Webseiten von Mitte Februar 2026, alle mit dem Tenor "Microsoft sagt, dass OpenClaw ein Risiko und ungeeignet für den Unternehmenseinsatz sei". Und keine drei Monate später präsentiert der Chef von Microsoft ein Produkt, das auf OpenClaw basiert, für den Unternehmenseinsatz. Das zeigt, welch windiger Verein Microsoft ist – ich habe den Eindruck, dass die jeglichen Bezug zur Realität verloren haben.

MS-Scout als Risiko

Beim Schreiben dieses Beitrags ist mir dann im Kontext der obigen Zeilen auch klar geworden, was vx-underground in seinem obigen Tweet ausdrücken möchte. Denn mir war vorher noch ein Tweet mit der Botschaft "Imagine being MSRC right now. You piss off every security researcher in the world then your boss announces this." untergekommen.

Aber Herr Nadella ist ja eh auf dem Tripp, dass Microsoft wie ein KI-Startup aufgestellt sein muss. Da haut man eben mal was unfertiges als Prototyp raus und schaut, was passiert. Nur sollte man nicht den Anspruch haben, die Infrastruktur für die IT von Unternehmen bereitzustellen.

Der feuchte Traum vom "abhängigen Benutzer"

Dann sind mit noch Meldungen untergekommen, wo ich mich spontan gefragt habe, was die in Redmond für Gras rauchen. Nachfolgender Tweet greift das auf.

MS-Scout internal

404 Media ist ein internes Microsoft Strategiedokument in die Hände gefallen. In diesem Strategiedokument für den neuen KI-Assistenten Scout heißt es, das erklärte Ziel der ersten Phase sei es, "die Menschen süchtig zu machen". Das Dokument skizziert einen Drei-Phasen-Plan von der "süchtig machenden App zur agentenbasierten Plattform".
"Das Tool befindet sich auf Ihrem Desktop, verwaltet Ihren Kalender, sortiert Ihren Posteingang, erfasst Ausgaben und handelt in Ihrem Namen. Es benötigt Zugriff auf Ihre Konten und Dateien. Sicherheit und Compliance sind Dinge, die später „geklärt" werden müssen. Nadella nutzt es bereits." heißt es.

Die Kollegen von Dr. Windows haben hier noch was zu geschrieben. Auch Golem hat in diesem Artikel mehr Details zum "feuchten Traum aus Redmond veröffentlicht. Mit dieser Aktion hat Microsoft sich final aus dem Kreis der Unternehmen verabschiedet, die man im Business-Umfeld noch ernst nehmen kann. Und wer das als "alternativlos" ansieht, leidet entweder am Stockholm-Syndrom, oder ist genau so auf Droge, wie die Microsoft-Leute. Oder wie seht ihr das?

Zum Thema Sicherheit hat mir jemand geschrieben, dass NVIDIA OpenClaw ganz gut gekapselt hätte. Wäre ja gerne optimistisch, dass Microsoft das genau so gehandhabt bekommt – alleine die tägliche Erfahrung lässt mich zweifeln. Zweite Stimme aus meinen Facebook-Gruppen: "Läuft über Copilot, und dann haben wir wieder die Token-Thematik". Wird spannend – und im Sinne eines Kommentars, ich solle doch nur noch über Open Source schreiben: "Nee, solche Steilvorlagen kann ich mir doch, solange ich noch bloggen mage, nicht entgehen lassen".

Nachtrag: Weiter geht es im Folgeartikel OpenClaw: Fünf Sicherheitslücken gefunden (4. Juni 2026).

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93 Kommentare zu Microsofts KI-Assistent Scout – sie können es einfach nicht

  1. TBR aka Anonym sagt:

    Grob gesagt, ist für Sie alles Müll, was Microsoft so im Portfolio hat. Warum schreiben Sie dann über MS? Beschäftigen Sie sich doch mit OpenSource.

    • noway sagt:

      Damit dann nirgends mehr etwas Kritisches über die bedenklichen Entwicklungen bei Microsoft berichtet wird? Oder was ist der Sinn dieses Beitrags?

      Wenn man bedenkt, wo überall Microsoft läuft, kann man nur sagen, dass dieser Laden eine Gefahr darstellt, vor der man am besten stündlich mit allen Details warnt.

      • TBR aka Anonym sagt:

        Dann mache doch mal einen Vorschlag mit welchem OS Unternehmen weltweit arbeiten sollen. Hier wird immer übersehen, dass die Software-Unternehmen hauptsächlich für Windows entwickeln.

        • noway sagt:

          Ja – und das muss enden. Tut es vielleicht irgendwann, aber ich fürchte, bis dahin ist schon viel zu viel Schaden entstanden.

          • TBR aka Anonym2 sagt:

            Das wird nicht passieren, warum auch? Das Geschäftsmodell funktioniert und das wird mittelfristig sicher so bleiben. Bis sich da mal etwas ändert, sidn wir schon alle Geschichte.

            • noway sagt:

              Ich bin mir da nicht so sicher. Bis es so etwas wie KI tatsächlich gibt und das auch mit einem vertretbaren Aufwand/Preis-Leistungsverhältnis läuft, sind wir vermutlich eher alle Geschichte. Und bis dahin werden sich noch einige Fortschrittsgläubige gehörig die Finger an ihren Utopien verbrennen und leider auch Unbeteiligte mit reinziehen.

    • Gavino sagt:

      Ich finde es gut wie Herr Born regelmäßig die Entwicklungen in der Technikbranche beleuchtet. Vielen Dank dafür.
      Er äußert Bedenken und wirft regelmäßig auch einen Blick zurück und setzt Dinge in den Kontext der Vergangenheit.
      OpenClaw hatte als Opensourceprojekt gestartet und war dann ganz schnell zu einem massiven Sicherheitsrisiko geworden.
      Jetzt will Microsoft ein solches Tool auf alle Windowsgeräte verteilen, dass selbstständig und unkontrolliert zu massiven Problemen führen kann.
      Noch vor wenigen Monaten hat Microsoft selber davor gewarnt es auf produktiven Systemen einzusetzen.
      https://www.microsoft.com/en-us/security/blog/2026/02/19/running-openclaw-safely-identity-isolation-runtime-risk/

    • Günter Born sagt:

      Früher wurde ja noch ein Name mit dem Kommentar angegeben. War ich so harsch, dass jetzt anonym im Namensfeld des Kommentars gepostet wird?

      Natürlich kann man den obigen Standpunkt einnehmen.
      Als Blogger nehme ich mir die Freiheit, die Themen selbst zu wählen und auch Kritik zu äußern. Und ja, es fällt mir seit geraumer Zeit schwer, was vernünftiges aus Redmond zu erkennen. An jeder Ecke, wo ich hinter die Kulissen blicken kann, findet sich Müll. Echt schade.

      • Anonym sagt:

        Wie sagt man so schön, "getroffene Hunde bellen", sieht man an diesem Kommentar gut, die Microsoft Fanboy und Lobby Szene wird unruhig und nervös, mit Recht.

      • NotNerdNotDau sagt:

        "An jeder Ecke … findet sich Müll"
        Die meisten dieser "findet-sich-Müll-Artikel" hier im Blog beziehen sich doch lediglich auf Meldungen Einzelner.

        "Ein User hat mir heute per E-Mail mitgeteilt …"
        "Ein anderer User hat auf Instagram gepostet …"
        So oder sinngemäß lauten fast alle Artikel, wenn es um vermeintliche Fehler und/oder Probleme mit Windows geht und gar nicht bis sehr selten um Probleme, die die Masse der Benutzer betrifft.

        Man kann das durchaus als reißerisch oder gar Bashing einordnen. Aber ein Blogger lebt halt in der Regel von überzogener Berichterstattung und dem Dramatisieren von Banalitäten.^^

        Das korrekte Einordnen ist allerdings dem Leser überlassen. So wird dann letztendlich ein Schuh draus.^^

        • Günter Born sagt:

          Ich gehe von aus, dass Leser das einordnen. Und Müll meint nicht diverse Bugs (die oben zitierten Artikel dienen oft als Honeypot, und sind erfolgreich, weil es doch mehr als einen Betroffenen gibt). Sondern ich beziehe mich auf Interna, auch zur Cloud, die die meisten Leute nicht mitbekommen (die mir zugetragen werden, die ich aber i.d.R. nicht verwenden kann). Vor daher haben wir beide bzw. wir alle sicherlich eine selektive Sicht der Dinge, allerdings sehr unterschiedlich – aber das ist auch so in Ordnung – der Blog lebt auch von konträren Ansichten, und ich kann ja auch falsch liegen ;-)

          • Progenit0r sagt:

            Ich und einige meiner Arbeitskollegen haben das Gefühl, dass Geräte nur noch für das Betriebssystem entwickelt werden und nicht mehr umgekehrt. MS setzt da noch einen drauf, indem sie von einem Unfall zum nächsten stolpern und versuchen mit der Brechstange Marktanteile abzugreifen. Ich weiß nicht was die Führung von MS da gerade raucht, aber soweit am Kunden vorbei, war es schon lange nicht mehr. Wer zum Henker braucht nen KI Agenten um seinen Kalender zu verwalten oder den Posteingang zu sortieren? Oder diese „supernützlichen" Features wie Click-to-do,
            Recall und Youtube Untertitel in englischer Sprache für englische Videos? Alles Beispiele wie man KI Bloat rechtfertigen will und für mich der Beweis für die Realitätsferne – aber gut, ich bin auch nur ein spiessiger Sourkraut. Offenbar arbeitet man bei den Rednecks anders.

            Damals als MS Betriebssysteme noch Betriebssysteme für die Computer und kein verlängerter Arm irgendeiner Cloud oder eines Hypes waren (also zu der Zeit als Bill noch das Sagen hatte), da war ich noch begeisterter Anhänger. Aber die Zeiten sind vorbei. Wenn man nach 30 Jahren immer noch die gleichen alten Verwaltungprogrammen und Managementtools mitschleift, die einfach nicht mehr zeitgemäß sind, und sich dann noch völlig konträr zu den immersive Controls verjalten, dann hat man doch sein Produkt nicht mehr im Griff. Da gehört mal feucht durchgewischt. Im Betriebssystem und in der MS Führung, bei Mr. Nadella mal angefangen…

            Mittlerweile frustriert mich MS tagtäglich nur noch. Oder findet es die Mehrzahl der Nutzer gut, wenn das Betriebssystem 80% Arbeitsspeicher permanent belegt? Unter windows 10 konnte ich noch bequem in der vmware Workstation ein anderes OS laufen lassen, dann kam das Update auf Windows 11. Seitdem frisst das System so viel Ram für Zeug dass ich das nicht mehr kann. Oder hier – nen komplexen Menü Baum in Worpress im Edge verschieben wollen – der Rechner hat sich fast verabschiedet weil windows keine Ressourcen für den Browser freigegeben hat…

            Leider ist da schon was wahres dran, dass ein Kollege vorgestern zu mir gesagt hat: Die Möglichkeit ein System in einer Domäne mit Gruppenrichtlinien granular zu steuern ist noch immer ein Alleinstellungsmerkmal unter den Windowssytemen im Unternehmensumfeld. Da kann Linux leider nicht mithalten, auch wenn ich immer mehr zum Linux Enthusiasmus neige…

            Btw – eins würde mich noch interessieren @Andyt – wie kann man im daily business ein Linux so schrotten, dass man sich lieber wieder ein Windows installieren möchte??? Was hast Du/ haben Sie da gemacht?

        • Anonym sagt:

          Wer diese massiven Probleme bei MS nicht auch selbst ganz ohne ein Blog sieht, der geht sehr blind oder absichtlich ignorant durchs Leben.

          • noway sagt:

            Ja, es reicht schon vollkommen aus, damit im Job arbeiten zu müssen.

          • Andyt sagt:

            Also massive Probleme? Die Firma wo ich arbeite nutzt seit Start-Up eben Microsoft Produkte. Ich bin seit über 20 Jahren dabei und zum Glück bislang wenig von diesen massiven Problemen bei uns gesehen und auch privat wenig ab bekommen.

            Vielleicht muss man wissen, was man wie nutzt und wir haben die richtige GPOs gesetzt? Irgendwo lass ich in den Kommentaren was von "Layer-8 Problem. Stimmt vielleicht, aber das stimmt ja wenn, dann auch nur zum Teil. Richtige Probleme mit Microsoft selbst gab es nur einmal (iSCSI-Thematik). Ansonsten lag wenn, die Ursache bei einem Dritten. Wenn der Hersteller von Netzwerkkarten oder SFP(+) Einschüben Mist baut, dann hilft es wenig auf Microsoft zu schimpfen. Klar merkt man vielleicht dort den Fehler, aber oft klappen Geräte nach wie vor nicht unter Linux – auch wenn sich dort einiges verbessert hat.

            Ich selbst wollte mit meinem neuen Laptop aus dem letzten Jahr fix mit einem Linux als Hauptsystem starten. Lange hat das nicht funktioniert. Glaub 2 Monate ist das gut gegangen. Ein (massives) Problem folgte dem nächsten (und ja ich nutze Linux auf diversen System auch schon über 10 Jahre). Fakt war, als wir wo anders ein massives Problem hatten (großes Storage) und ich das Debuggen wollte, ist wie kann es anders sein, Windows wieder drauf gelandet und was soll ich sagen. Es ist stabil seit einem halben Jahr. Egal welches Linux ich probiert hatte, keines kam auch nur annähernd so gut damit (Tätigkeit) um wie eben Windows. Und ja, der Hersteller unterstützt Linux und da sogar mehrere Distributionen. Hilft aber nix, wenn man ein anderes Problem lösen will und man aber ein Problem lösen muss auf dem System, mit dem man andere Probleme lösen sollte. Verwirrt?

            Wie auch immer, ich finde die Beiträge, die aufgrund von anderen entstanden sind keines weg ärgerlich. Die Personen haben exakt das Problem und wenn es hier aufgrund der zahlreichen Leser eben Tipps dazu gibt, warum nicht. Man wird immer ein verzehrtes Bild abbekommen. Egal welches Forum oder welcher Blog, man geht dorthin wegen Problemen. Selten wird eine "Lobeshymne" abgegeben und wenn, dann wird sehr schnell mit "Fanboy" und ähnlichem herumgeschimpft. Auch hier könnte man vielleicht den einen oder anderen Beitrag etwas übertrieben abstempeln, aber auch da ist es nur eine Teilmenge vom Ganzen.

            Werden es mehr Nutzer mit Linux, werden es automatisch mehr Probleme mit Linux werden. Seit wir das erste Linux System bei uns eingeführt haben, seit dem werden die Probleme mit Linux exakt in dem Umstand mehr, wie mehr Systeme dazu kommen. Nicht immer haben die Probleme mit dem System zu tun. Oft auch hier sind es Dritte. Also mit dem was man darauf betreiben möchte. Privat ist das vielleicht einfacher zu sehen, aber im Enterprise-Umfeld geht es bei Problemen um Support und zwar je nach kritischem Umstand auch mal um exakt zu diesem Zeitpunkt. Da ist bei Open Source und auch generell Linux sehr viel Luft nach oben. Und dort wo es diese gibt, naja, da ist das auch nicht besser oder schlechter als z.B. bei Microsoft. Jetzt also alles gut so wie es ist? Äh, nein. Hilft aber auch nix immer nur zu jammern. Ursache aufklären, Lösungen finden und wenn Microsoft die Lösung ist, dann ist das so. Aber nichts ist in Stein gemeißelt.

        • viebrix sagt:

          Als Leser, nicht nur diesen Blogs sondern auch anderer technischer Online Nachrichten, weiß ich ganz genau, dass er Entwickler von Open Claw, selbst im Februar bei einem Interviews gesagt hat, dass er dieses Projekt gemacht hat weil es bisher niemand anderer macht (und ihn das verwundert hat). Dass er aber sehr stark davon abrät dies produktiv einzusetzen. Open Claw hat zu wenig Sicherheitsvorkehrungen.
          Jetzt wenige Monate später setzt MS etwas darauf auf und rät dies produktiv zu verwenden? Häh? was soll da das Bashing gegen GB gerade bei diesem Artikel.
          Wenn Artikel stören – wo ein zwei User einen Fehler melden, dann einfach nicht merh nach den ersten Zeilen weiterlesen – da steht ja dann sowieso schon drinnen, dass der Fehler nur von einem User gemeldet wurde und es eine Umfrage ist – ob andere betroffen sind.

      • Froschkönig sagt:

        Naja, wenn ich mir hier die Namen so ansehe, rund die Hälfte schreibt hier offensichtlich mit einem erfundenen Namen, wer heißt denn schon in seinem Pass "Froschkönig"? Sowas, wer kommt auf sowas?!? Und auch "Peter Müller", "Michael Schmidt" und "Klaus Meier" wäre ja doch nicht viel besser, oder? Von daher, Namen sind hier Schall und Rauch, und momentan bin ich erhlich verwundert, entweder erfolgte ein Sinneswandel, oder es gibt hier zwei "Anonym", denn mit obigen beiden Beiträgen von "Anonym" kann ich durchaus leben. (oder bekommt er jetzt auch nur noch freigeschaltet, was dem Chef passt?)

        Ich finds ja durchaus gut, dass Sie ihre Finger bei MS in die offene Wunde legen und die Integration von KI wie auch KI im allgemeinen immer wieder deftig kritisieren, ich will das auch nicht, ich will meine Bedienfehler und versehentlichen Dateilöschungen schon lieber selbst machen. Das ginge zwar auch mit Linux, aber da wäre die Fehlerquote und Ausführungsdauer deutlich höher als die Erfolgsquote) Und ich wünsche mir so manches vergessenes Feature von Windows wieder zurück, simpel zum Beispiel freie Farbwahl für alle GUI-Elemente und "Themes". Aber solange man die KI-Integration verhindern kann, darf man auch nicht vergessen, die positiven Seiten der Entwicklung zu übersehen. Der Froschkönig freut sich nämlich seit ein paar Tagen wie ein Schneekönig, dass Microsoft mit dem aktuellen Juni-Patchday-Preview-Update ein offensichtlicher, aber hier im Blog nicht mal erwähnter Fehler beseitigt wurde, der sich im April-Update in Windows eingeschlichen hat, und der im Mai-Update sogar noch schlimmer wurde. Ja, das kommt halt davon, wenn man wie Sie Windows nicht mehr als Hauptsystem nutzt und einem dann sowas sensationelles nicht mehr auffällt, man hätte das durchaus in einem Artikel aufbauschen können! Nämlich, dass wenn man PCs mit relativ wenig RAM (8GB, ja, ich armer Froschkönig und mein Lieblingsnotebook) aus dem Ruhezustand weckt, dass da der Sperrbildschirm und Login-Prozess erstmal minutenlang gegen alle anderen Prozesse kämpften, bis sie endlich die Oberhand hatten, damit sich der Benutzer (ich, der Froschkönig) wieder anmelden konnte. Mehrere Minuten HDD-LED-Dauerleuchten ohne dass es flackerte, Bildinhalte von Anwendungen, die eigentlich hinter dem Sperrbildschirm verborgen sein sollten, sekundenlang im Vordergrund, so viel Rechenzeit verbraten dass offensichtlich sogar die Mausabfrage-Routinen des Betriebssystems in die Auslagerungsdatei verlegt werden und der Mauspfeil nicht mehr gehorschte. Schlimm, wirklich! Fast hatte ich es mir schon angewohnt, den Lappi hier immer richtig runterzufahren, statt ihn einfach in den Ruhezustand zu schicken, das ging nämlich schneller als einfach aufwecken, selbst wenn man dann nach Anmeldung den Firefox, Thunderbird und Co noch manuell starten musste. Jetzt nach Installation des Previews ist zum Glück wieder alles wie bis zum März, das Ding wacht auf und ich kann sehr flott meinen Anmelde-Pin eintippen und flott nen aufregend flotten Kommentar bei borncity ablassen. Es gibt noch die guten Momente, auch mit Windows! Schönen verwindeten und verregneten Feiertag an alle.

    • Andyt sagt:

      Nun, ich halte die Aussage >>>Und wer das als "alternativlos" ansieht, leidet entweder am Stockholm-Syndrom, oder ist genau so auf Droge, wie die Microsoft-Leute. <<< genauso weltfremd und in gewisser Form sogar "beleidigend" gegenüber der Allgemeinheit. Aus einer bestimmten "Bubble" kann ich es vielleicht noch nachvollziehen, aber man merkt hier durchaus etwas Einseitigkeit.

      Das Microsoft in der Vergangenheit auch gute Entscheidungen (oder anders, böser formuliert, andere eine schlechtere) getroffen haben und so Windows, Windows Server, Active Directory, Exchange Server und co. eine allgemeine Basis geworden sind, ist halt Fakt und wenn wir in den Unternehmen wo ich arbeite weiter Geld verdienen wollen, dann sind wir weiter darauf angewiesen. Weniger in der Gesamtheit der obigen Produkte, aber 3D-CAD, die wir nutzen müssen, die läuft nun mal da. Teilweise nur da und zum Teil zwar mittlerweile auf alternativen Plattformen, aber da immer noch schlechter und wenn es z.B. Mac ist, dann tauscht man ein US Unternehmen mit einem anderen aus, das aus Unternehmerischer Sicht deutliche Nachteile hat. Immerhin kann bei MS aktuell noch On-Premises betrieben werden.

      Nebenbei, nur weil etwas Open Source ist, ist das noch lange nicht ein Allheilmittel und DIE Lösung. Etwas das zumindest wir bereits mehrfach erleben mussten.

      Klar würde ich mir mehr Auswahl oder überhaupt Alternativen aus Europa wünschen. Aber wo sind die Chips? Wo die Netzwerkomponenten? Nur bei der Software alleine reicht es IMHO nicht und selbst als wir 3D-CAD aus Europa geholt haben, ist das noch fester mit Windows verzahnt worden als mit anderer Software – immerhin kann es mehr. Auch scheint mir, dass Europa sich selbst im Ausverkauf gestellt hat. Wie schnell da Firmen von US oder auch China übernommen werden…

      Das in US das mit KI so extrem ist und jeder dort meint ohne geht nimmer und nur das ist die Zukunft, ist bei allen US Firmen so. Das ist z.T. deren Grundphilosophie und da passt das mit KI voll rein. Aus europäischer Sicht kommt dann häufiger schnell ein Kopfschütteln. Wenn man wie ich doch mehr schon mit US Firmen zu tun hatte und dann doch versucht das zu verstehen, dann – naja schüttle ich auch oft den Kopf. Fakt ist, vielleicht ist das auch der Grund warum EU bei diesen Dienstleistungen eher mau ist und US eine Führungsrolle hat. Kann aber durchaus hatte werden? Wer weiß, was die Zukunft bringt?

      Aber es fängt schon bei kleinen Sachen an? Wer nutzt hier Qwant oder zumindest Startpage als Suchmaschine?

      • Günter Born sagt:

        Zu Startpage: Musste ich gestern raus nehmen, weil es stand. Aber ich arbeite dran, alles was möglich ist auf Open Source oder MS Alternativen umzustellen. Oder ältere MS Software, die noch taugt, so lange als möglich zu verwenden.

      • R.S. sagt:

        Was die Chips aus Europa angeht:
        Das ist aktuell in der Mache und weiter, als man denkt.
        Zum Jahresende kommt ein HPC-Prozessor:
        https://www.deskmodder.de/blog/2026/06/04/sipearl-startet-europas-ersten-hpc-prozessor-rhea1-erfolgreich/

        • Luzifer sagt:

          Doch auch wieder nur ne Blendgranate, sorry ARM Kerne mehr braucht man da nicht zu sagen… das ist nix eigenes!

          • Froschkönig sagt:

            Dazu müsste man halt die Geschichte von ARM kennen, dann würde man nicht so einen Unsinn erzählen!

            Acorn Risc Machine…

            (Acorn == britischer Computerhersteller, hier in Deutschland wenig bekannt, dort aber relativ verbreitet, besonders an Schulen)

            Die ersten Systeme, wo ARM Prozessoren drin waren (Generationen ARM V1, V2, V3), war die Acorn Archimedes Computer Serie. Die haben damalige Mitbewerbs-Rechner aller Hersteller, einschließlich von PCs, performancemäßig sowas von in die Tasche gesteckt… Und die Taskleiste und das Startmenü von Windows und auch in verschiedenen Linuxen wurde alles von RiscOS, dem Betriebssystem der Archimedes Rechner, naja, sagen wir mal "inspiriert"… Nur sehr viel Software gab es für die Maschinen nie.

          • Jan sagt:

            was spricht gegen ARM, Herr Superschlau?

            • Luzifer sagt:

              Nix per se, aber es ist eben keine unabhängie EU Entwicklung… mit der geworben wird!
              ARM Kerne selbst sind nicht schlecht…
              @ Froschkönig ich kenn die Geschichte habe im Dachspeicher Museum sogar noch den ein und anderen stehen, aber England ist nicht mehr EU! Und England ist den Amis mehr verbunden als dem Rest der EU. Sprich streichen die die Lizenzen wars das.

              Also wenn man von unabhängig faselt muss da schon mehr kommen! Ist wie mit der EU Cloud wo dann wieder Amazon, Microsoft, Google & Co. drinhängen… Blendwerk!

              Aber verarschen läßt sich die Klientel ja gerne, wie man sieht.

        • Andyt sagt:

          Sorry, aber das ist nichts was etwas ändern wird. Das ist ein Chip für einen "Hochleistungsserverraum". Und ja, das haben Europa schon in der Vergangenheit selbst produziert. Aber das System wird "einmalig" irgendwo gebaut und steht dann nur dem Institut, Uni oder Firma zur Verfügung. In der Masse wird niemand etwas daran merken oder gar ändern.

      • Piep Dörpel sagt:

        Hier: Qwant, auf allen Geräten

      • Luzifer sagt:

        Ich denke die meisten wissen das Windows nicht das Gelbe vom Ei ist.
        Für viele ist es aber nunmal alternativlos! Mag ja schön sein für ein 08/15 User der nur surft, etwas Word & Co, macht streamt und sogar spielt (solange es da keine Anticheat braucht) das das alles ganz gut unter Linux geht… sei euch gegönnt. Ich mache aber mehr als das und nutze (und brauche die für mein täglich Brot) hier Software für mehrere 1000€ die es weder unter Linux noch unter Mac gibt!

        Da ist halt keine Alternative… ich kenne aber die Krücken die mir Windows legt und kann damit umgehen!
        Und vieles was hier vom Blogchef als aufgeworfen wird, sind nix anderes als Layer 8 Fehler! Muss man halt auch mal klarstellen.

        • LuciLucifer sagt:

          Toll, das ist ja wirklich sehr beeindruckend, sehr! Soviel tolle teure Software und vieles andere ist nur Layer 8? Wirklich sehr beeindruckend, sehr! Super klargestellt, super!

      • Bernd Bachmann sagt:

        >> Wer nutzt hier Qwant oder zumindest Startpage als Suchmaschine?

        Ich, selbstverständlich. Qwant, schon lange. Duckduckgo, seit es auch Ergebnisse außerhalb der USA findet — also auch schon länger — als Zweitmeinung. Und tatsächlich Startpage als Fallback.

        Warte mal… Google… Google… hab ich irgendwo schon mal gehört. Was war das doch gleich?

        (Geschrieben auf einem Google-freien Android-Tablet.)

  2. Gavino sagt:

    Es fehlt nicht mehr viel und wir haben eine KI kontrollierte Welt, zumindest auf den Systemen, die mit Windows laufen.
    Vor allem für Unternehmen wird es immer schwerer die Systeme gut genug abzusichern, weil KI immer schneller die Arbeitsabläufe beschleunigen kann.
    Oder auch immer schneller alles kaputt machen kann.
    Ich denke da an die Berichte vom Frühjahr 2026 wie dem folgenden.
    https://www.golem.de/news/datenpanne-mit-openclaw-ki-agent-leakt-interne-daten-einer-cybersecurityfirma-2602-205873.html
    https://www.businessinsider.de/wirtschaft/openclaw-meta-managerin-erlebt-ki-albtraum-weil-bot-ausser-kontrolle-geraet/
    https://cybersecuritynews.com/hacking-groups-exploit-openclaw/

    Es erinnert mich immer mehr an die Ideen aus Rollenspielen wie Shadowrun und Cyberpunk.
    https://shadowrun.fandom.com/wiki/Artificial_Intelligence

  3. noway sagt:

    Klingt nach einer vollendeten Microsoft-Experience. Vielleicht merkt der eine oder andere "Entscheider" langsam dann doch mal etwas.

    • TBR aka Anonym2 sagt:

      Entscheider sehen sehr wohl, dass sich Rahmenbedingungen ändern. Die eigentliche Frage lautet aber: Welche Alternativen sind für Unternehmen realistisch und im Alltag tragfähig? Kein Betrieb baut eine funktionierende IT-Landschaft grundlos um und passt dafür Hunderte Prozesse an. Vorrang hat das, was das Unternehmen trägt: produzieren, liefern, verkaufen.

      • noway sagt:

        Ich kenne auch welche, die eine funktionierende gegen besseren Rat in eine nicht funktionierende umgebaut haben (Cloud! Modern! …aber nichts passt richtig zusammen), von Dingen schwadronieren, von denen sie keine Ahnung haben, Datenschutz und Datensicherheit für ein lästiges Bendenkenträger-Thema halten und die meinen, die "KI" sei so etwas wie die Heinzelmännchen von Köln (wobei diese in der Sage irgendwann einfach weg waren).

        Zugegeben, nicht im produzierenden Gewerbe, sondern im Dienstleistungs-/Verwaltungsbereich. Da fällt so etwas länger nicht auf. Steht in der Industrie eine Maschine oder läuft das Warenwirtschaftssystem nicht mehr, merkt man das sofort. Und ich denke, da werden die Leute auch eher vorsichtig sein.

        So lange man noch ein "Windows ohne" umsetzen kann (wenn man das kann oder jemanden hat, der das kann), ist ja alles gut, denn in vielen Bereichen gibt es keine Alternative zu Windows-Software, das weiß ich auch. Läuft Herr Nadella jedoch weiterhin Amok, haben auch die Vorsichtigen irgendwann ein Problem.

        • TBR aka Anonym2 sagt:

          Ich bin selbst Entscheider — und genau deshalb sehe ich die Lage sehr nüchtern. Wir beschäftigen uns laufend mit möglichen Alternativen und prüfen sehr genau, was technisch, organisatorisch und wirtschaftlich überhaupt tragfähig ist. Gleichzeitig legen wir größten Wert auf Datenschutz und IT-Sicherheit. Gerade deshalb kann man sich keine symbolischen Schnellschüsse oder ideologisch getriebenen Umstellungen leisten. Solange es keine Lösungen gibt, die im Alltag wirklich funktionieren und unsere Anforderungen verlässlich erfüllen, sehe ich momentan keine echte Alternative.

          Genau das ist ja der Punkt: Es nervt mich, wenn Microsoft pauschal als Schrott abgetan wird, ohne dass jemand belastbare Alternativen nennt. Aber ständiges Draufhauen ersetzt eben keine realistische Option. Dann soll man bitte konkret sagen, welche Alternative heute in Unternehmen wirklich funktioniert — und zwar nicht nur theoretisch, sondern im laufenden Betrieb.

          • noway sagt:

            Das unterscheidet einen Entscheider ohne Anführungsstriche von einem mit Anführungsstrichen. Ich kenne halt leider auch die Entscheider mit Anführungsstrichen, die sich gar nicht erst mit so "lästigen Details" beschäftigen mögen und daher gar nicht wissen, was sie entscheiden.

            Microsoft sollte einfach wieder zuende entwickelte Produkte ohne Bloat und Schnüffelei anbieten, ein abgespecktes Windows für alle, ein Office, wie sie es schon einmal hatten. On prem nicht unnötig erschweren oder verteuern. Ein Betriebssystem ist eine Basis, auf der Anwendungen laufen, mehr nicht. Das wäre schon mal eine Alternative – die es unter der derzeitigen Führung von MS aber nicht geben wird.

            Sie haben das mal gehabt. Aber die neuen Entwicklungen, die ich im Alltag mitbekomme, sind leider tatsächlich Schrott. Und darauf legen sie ihren Fokus, Geld und Daten abziehen und alles immer weiter zu verkomplizieren.

            Microsoft ist zwar in vielen Bereichen noch ohne gleichwertige Alternative – aber es ist auch ein Unternehmen, dem man nicht vertrauen kann und das Machtspiele auf Kosten der Kunden betreibt. Und gerade bei der Marktstellung muss man das anprangern.

          • Günter Born sagt:

            Zu: "Es nervt mich, wenn Microsoft pauschal als Schrott abgetan wird, ohne dass jemand belastbare Alternativen nennt." Da gehe ich mit, und ich kann nachvollziehen, dass jemand genervt ist, wenn ich von Stockholm-Syndrom schreibe. Aber provozieren gehört bei einem solchen Thema dazu – da kann ich dem Marketing-Getöse einfach nicht anders.

            Ein Psychologe in einem Management-Seminar hat mir so 1985 mal bescheinigt, dass ich ein extremer "Rot-Typ" (aggressiv fordernd, pushend) bin, obwohl ich mich als introvertierter "Blau-Typ" (analytisch, zurückhaltend, vorsichtig) gesehen habe (war der Wink, bezüglich Personalverantwortung an mir zu arbeiten, damit ich die Leute mit nehme – hat auch viele Jahre, bis 1993 geklappt). Aber im Oktober 2026 bin ich 33 Jahre freifliegend unterwegs. Da ist mehr Musk als Merz in meiner Brust, aber ich haue, wie Merz, gerne mal einen raus, ecke an und muss das dann wieder einfangen ;-). Ich kann nicht morgens ein Pfund Kreide fressen, bevor ich anfange zu bloggen. Dann wäre es Zeit, mit bloggen aufzuhören.

            Mir ist klar, dass ein Admin da an dem System werkeln muss, was vor seiner Nase steht.

            Aber beim Stockholm-Syndrom gehen mir auch so Szenen durch den Kopf: Ich schreibe hier über LibreOffice oder Softmaker Office und merke an, dass das im Privatumfeld und Kleinunternehmen eine bedenkenswerte Lösung sei. Prompt schlagen hier die Leute mit "Ich habe ein Family Abo von M365, best ever und so billig" auf – oder ich schaue auf die M365-Entwicklung, wo gerade der semi annual Enterprise Channel geschlachtet wird, und keinen regt es auf, alles schwärmt, wie toll monthly Updates sind.

            Gibt noch eine Menge andere Fälle, die für mich nicht nachvollziehbar sind. Dann schaue ich unter den Teppich (z.B. Stichwort die Hacks der MS Cloud durch Storm-558 und Midnight Blizzard, wo ich noch mindestens einen Beitrag in Petto habe, der die Haare zu Berge stehen lässt, obwohl es mir von Anfang an klar war, was hinter den Kulissen abgeht – weil ich an den Fall eines Lesers denke, der per PowerShell man das Löschen von europäischen Tenants angestoßen hatte und nicht wusste, wie ihm geschah, als die Polizei und der MS-Support anrief, weil sie an einen Hack dachten).

            Hilft euch im Feld nicht weiter – aber das spieße ich hier schon maximal gerne auf – einfach schon, weil das Microsoft Marketing so etwas durch seine Darstellung triggert.

            PS: Legen Sie sich doch bitte einen Alias zu, der nicht unbedingt auf Anonym oder Anonym2 lautet, meinetwegen "AngryAdmin" oder was auch immer. Denn irgend etwas hier am Blog muss ja interessieren, sonst würde ich nicht vorbei kommen und mitlesen. Danke!

            • TBR sagt:

              Ich hatte schon TBR und dann kam immer ein Blog-Leser daher „Oti…", der stets … Kommentare abgab. Das war mir dann einfach zu blöd. Dennoch, danke Herr Born für das Feedback.

            • Froschkönig sagt:

              Und was ist jetzt an M365 Family so schlecht, solange man die KI ausblenden kann? Selbst wenn man es jetzt zum KI-Preis aboniert, und mit 6 Familienmitglieder teilt, sind das nichtmal 2 Euro pro Person und Monat, ja, ist quasi geschenkt. Als Familie verfrisst man den Jahresbeitrag auch mal an einem Abend im Restaurant. O365 zwingt nicht, auf OneDrive zu speichern, das geht immer noch lokal. Und es ist "das Office" was man auch im Beruf nutzt, man kennt es, oder man kann es Abends auch mal zuhause für Weiterbildungszwecke benutzen, um weitere Funktionen kennen zu lernen, was einem mitunter dann wieder im Job hilft. Das geht mit Libre nur bedingt, weil vieles nicht identisch oder nur annähernd funktioniert, höchstens wenn man Libre auch im Job verwendet. Und die Funktionen, die das "Family" erklären, die sind gut und nützlich, ich meine tatsächlich damit die Kinderschutzfunktionen, die man Kinderaccounts überstülpen kann, um die PC-Nutzung zeitlich einzugrenzen, die Kids vor nicht altersgerechten Webinhalten fern zu halten, usw. Für dieses OSS-Betriebssystem was einem hier immer wieder wie Sauerbier angedreht wird, gibt es sowas nicht, weder in der Funktionstiefe noch mit einer begleitenden Smartphone-App, mit der man das aus der Ferne managen kann.

              Wer Kids hat, die jetzt in die 5/6 Klasse kommen, wenn die an einer guten Schule sind, dem flattert möglicherweise kommenden Herbst eine Einladung zu einem Eltern-Abendsseminar rein, wo die Schule den Eltern die Nutzung solcher Funktionen in Windows, Mac-/iOS und/oder Android/Chome-OS zeigt und nahelegt. Bei uns damals vor ein paar Jahren hatten die dafür extra jemanden vom VDE da, der das Seminar gehalten hat.

              • MichaelB sagt:

                nichts ist schlecht daran… wenn man eine Software nutzt, egal welche, und sie leistet das, was man selber sucht, dann ist das völlig ok.

                Auch wenn man KI-Funktionen sinnvoll nutzen kann, ist es auch ok, diese zu nutzen. Ich nutze diese sehr häufig und spare damit viel Zeit und verdiene dadurch sicherlich auch mehr Geld. Was soll daran verkehrt sein. Ich wäre dämlich es nicht zu nutzen und werde sicherlich nicht damit aufhören, nur weil andere damit ein Problem haben und dies alles als Blase oder Hype abtun.

                Jeder ist halt anders und hat eine andere Situation. Oft wird dies aber vergessen und so mancher bemüht sich zwanghaft das eigene Weltbild auf andere zu übertragen… muss jeder selber für sich wissen.

                Ich komme klar mit Windows, auch deshalb möglicherweise, weil es für mich nicht besonders wichtig ist. Es funktioniert aber, warum also etwas ändern. Ich habe keine Lust auf Linux umzusteigen, weil mir meine Zeit für den Aufwand zu schade ist. Wenn ich deshalb dann irgendein Syndrom haben soll, auch fein.

                Alles was zählt ist, dass das, was man so nutzt, funktioniert, wie man es selber braucht. Wenn dem nicht so ist, sucht man sich halt eine Alternative.

                • Günter Born sagt:

                  Der Punkt, auf den sich der Diskussionsstrang bezog, ist aber ein anderer. Wenn auf diese oder jene Implikation und eine mögliche Alternative hingewiesen wird, die man berücksichtigen sollte, dann kann jeder natürlich weiter die Lösung seiner Wahl verwenden. Einen anderen Drive kriegt das Ganze aber, wenn derjenige dann öffentlich tönt "das und das ist Mist, ich nutze aus diesem Grunde dieses und jenes" und das als Ultima Ration darstellt.

                  Genau deshalb sitzen wir doch in einer fatalen Abhängigkeit, weil keiner mehr rational denkt, sondern weil "der setzt das doch auch ein, wird schon gut sein" gelebt wird. Was sind hier beim mir entrüstete Kommentare eingeschlagen, weil Microsoft seine M365-Gratislizenzen für Vereine auslaufen lässt. Mit einem LibreOffice oder Softmaker Free Office wäre das nicht passiert.

                  Zu deiner KI-Blasen-Analogie schreibe ich mal nichts – ich setze hier auch dediziert auf KI – kann das aber überblicken und begrenze das auf die Fälle, wo es Sinn macht (der Aufwand am Ende zur Verifizierung ist dabei nicht unerheblich). Aber obiges Artikelthema lautete ja "es wird dem Nutzer übergebügelt" – und der Kommentarthread ging ebenfalls um die Frage der Deutungshohheit. Wenn es gute Gründe für den Einsatz der Lösung xyz gibt, why not – aber doch bitte differenziert betrachten.

          • Ottilius sagt:

            Alternativen: das kannst doch nur Du für dein Unternehmen herausfinden und durchsetzen, wenn du wirklich irgendwelche Entscheidungsbefugnisse hast.

            Das von anderen Leuten zu verlangen, ist schon ziemlich dummdteist.

            Passt aber zu dem ber fortwährenden Polemik hier.

  4. RSD sagt:

    Auf einer leeren VM kann mans vielleicht mal testen. Aber das jetzt direkt in ein Unternehmens-Umfeld auszurollen ist..öhm..gewagt.

  5. R.S. sagt:

    Völliger Blödsinn, dieser Ansatz mit den Agenten.
    Der Agent arbeitet nach Schema und kann Aufgaben nicht erledigen, die nicht dem Schema entsprechen.
    Und selbst wenn eine Aufgabe dem Schema entspricht, so darf ein Agent nicht eigenmächtig handeln, denn er weiß z.B. gar nicht, ob jetzt eine Aufgabe ausgeführt werden soll oder nicht. Er führt sie einfach aus!
    Und so etwas kann schwere Schäden verursachen.
    Nehmen wir einmal an, es kommt eine Rechnung mit gefälschter Kontoangabe rein.
    Der Agent erkennt das nicht und bezahlt die Rechnung an das falsche Konto.

    Oder ein Kunde geht in Insolvenz und der Agent sorgt trotzdem für die Versendung der Ware und Rechnung.
    Fazit wäre: Ware weg, den die geht in die Insolvenzmasse des Unternehmens.
    etc. etc.
    Oder automatische Kalnedereinträge:
    Weiß die KI, ob ich den Termin im Kalender haben will oder nicht?
    Natürlich nicht, eine Automatik wäre da schlicht falsch.
    Ebenso bei Emails:
    Weiß die KI, ob ich eine Email beantworten will oder nicht?

    Automatismen funktionieren nur in sehr speziellen Fällen.

  6. xx sagt:

    Microsoft hat den abhängigen Benutzer doch schon längst.
    Für viele so unterschwellig, dass sie lieber über Pseudodinge wie Open Source auf Windows debattieren…

  7. janil sagt:

    Gruselig, mal abwarten, was draus wird. Wenn dann die ersten Katastrophenmeldungen kommen oder eigentlich sicher geglaubte Daten im Netz auftauchen, weil die Dinger's arbeiten ja selbständig (die denken nämlich, Satire), dann wird es erst richtig interessant.

  8. Christian sagt:

    Wenn Microsoft auch nur einen Hauch Ahnung von KI hätte, wäre der Spam-Filter von Exchange Online nicht so desaströs. False-Positives ohne Ende vor allem ohne nachvollziehbare Begründung und im Gegenzug geht offensichtliches Phishing immer mal wieder ungebremst durch.

    Grundsätzlich sollte Microsoft mal IRGENDETWAS fertig entwickeln. Jedes ihrer Produkte enthält seit Jahrzehnten hanebüchende Bugs und Umständlichkeiten, was eigentlich nur heißen kann, dass sie die eigene Software nicht verwenden oder die Anwender/Administratoren diesen nur pro-forma installiert haben aber gar nicht wirklich nutzen. Ich muss mich nicht weit aus dem Fenster lehnen, um zu behaupten, dass mindestens 80% aller Active Directory Umgebungen miserabel gepflegt sind und von Sicherheitslücken aufgrund von nicht umgesetzter Maßnahmen nur so strotzen.

    Und solche Leute sollen jetzt die Komplexität einer KI-gesteuerten Umgebung unter Kontrolle kriegen, obwohl sie schon bei deterministischen Systemen versagen. Ich lach mich tot.

    • R.S. sagt:

      Mit 80% ist das noch zu tief gegriffen.
      Es sind über 90% aller AD-Umgebungen, bei denen grundlegende Härtungsmaßnahmen für das AD nicht umgesetzt sind.

  9. Sandra sagt:

    Bei KI Agenten stellt sich mir auch immer die Frage nach der Haftung.

    Wenn mein KI Agent fälschlicherweise eine Rechnung über EUR 10'000 bezahlt, die nicht hätte bezahlt werden sollen, wer haftet dann? Natürlich nicht Microsoft.

    Vermutlich muss man bald eine neue Cyber Versicherung abschliessen, die für KI Fehler aufkommt.

    • noway sagt:

      Die Versicherung wird dann vermutlich so teuer sein, dass es weitaus günstiger ist, die Buchhaltungskraft weiter zu beschäftigen.

      • McAlex777 sagt:

        Zusätzlich kommen die in Rechnung gestellten "ehrlichen" KI-Tokens.

        Die Kosten der Rechenzentren, Kernkraftwerke etc. die es bedarf müssen wieder eingespielt werden.

  10. McAlex777 sagt:

    Leute psychisch von KI abhängig machen, um dann Tokens onmass zu generieren?

    Vielleicht die KI auch extra 3 Runden drehen zu lassen, um nochmehr Tokens zu generieren.

    Hmm, klingt alles möglich, nachdem sie angekündigt haben bei Anwendern als zeitlich unbegrenzt verkaufte Software nachträglich abzuschalten.

  11. EDV-Opa sagt:

    Das erinnert mich stark an die Samsung KI, die mir das letzte Update meines Mobiltelefons in Form von Brief Now ungefragt auf den Startbildschirm gespült hat. Es hat mich eine Stunde Zeit gekostet das alles wieder los zu werden bzw auszublenden. Deinstallieren lässt sich das nämlich nicht. Die Abschaltfunktionen sind gut versteckt über verschiedene Menüs verteilt und nicht da zu finden wo man sie eigentlich suchen würde. So ist die Brief Now Box z.b. in einer Sub-Einstellung des Sperrbildschirms zu finden und nicht bei den AI Funktionen. Da werden dir diverse 'Assistenten' installiert, die für dich Telefonate beantworten, Notizen machen, Übersetzen und was weiß ich noch alles. Samsungs feuchter Traum von 'wir kriegen alles von dir'. Ob der Schalter 'KI nur auf dem Handy lokal verwenden' wirklich das tut was er verspricht kann man nicht prüfen.

    Der Scout von Microsoft scheint genau so ein Teil zu sein. Zu nichts nütze, Resourcenverbrauch und Daten abschnorcheln.

    • McAlex777 sagt:

      >> Der Scout von Microsoft scheint genau so ein Teil zu sein. Zu nichts nütze, Resourcenverbrauch und Daten abschnorcheln.

      Ich glaub das ist seit spätestens Release Windows10 auch ohne KI schon gängige Praxis: Man erinnere sich z.B. an "Hallo ich bin Cortana" aus dem Laptop-Speaker bei der Windows-Installation.

  12. gast sagt:

    btw: Ich mag mich ja täuschen, aber das Ganze ist ein weiterer Beleg, wie weit Microsoft die Bodenhaftung verloren zu haben scheint. Das zeigt, welch windiger Verein Microsoft ist – ich habe den Eindruck, dass die jeglichen Bezug zur Realität verloren haben.

    Haha! – Für mich liest sich das anders, als wenn ein enttäuschter, frustrierter Autor ständig nur das Negative "dort" sehen möchte, ist nicht böse gemeint, kommt aber hier schon "so rüber". :-) Ps. werde in Zukunft auf diesen Blog verzichten, wünsche alles gute und bye-bye.

  13. Dave sagt:

    Die Rückkehr der Home/Starter-Versionen ohne das ganze KI-Zeug wäre sinnvoll.

    • noway sagt:

      IoT-Versionen für alle – und zwar lokal zu installieren ohne Konto.

      • Günter Born sagt:

        Da kreist noch was im Hintergrund mit Windows 10 21H2 IoT Enterprise LTSC. Muss aber warten, bis der Anbieter grünes Licht gibt. Ich selbst nutze u.a. eine Vorgängerversion – es ist unglaublich, ein Windows 10, einfach so zum Arbeiten. Fast noch besser als dieses Linux – auch wenn mich Sachen an Mint nerven.

        • noway sagt:

          Ein Windows einfach zum Arbeiten, ohne Funktionsupdates, ohne Datenschnorchelei, eins gegen das die User nicht ständig kämpfen müssen. Aufs Wesentliche reduziert, simpel. Ganz genau das will der Großteil der Kundschaft.

          • Georg S. sagt:

            👍🏼

            Habe mittlerweile drei Notebooks in der Verwandschaft auf W10 IoT Enterprise LTSC2021 installiert und alle Besitzer sind glücklich. 😁

            P.S.: Alle Lizenzen wurden bei einem deutschen Anbieter gekauft.

        • janil sagt:

          Yep, wir haben eigentlich gar nichts gegen Windows, weil so funktioniert das ziemlich gut, bringt dem MS-Verein nur nicht mehr die gewünschte Kohle.

        • Anonym sagt:

          Hat jemand schon praktische Erfahrung mit Umstellung bestehende Win 10 Pro Installation auf Win 10 IoT Enterprise LTSC Lizenz?

  14. Andyt sagt:

    Ich habe jetzt ein wenig darüber nachgedacht. Ich glaube nicht, dass KI wieder weggeht. Aber auch nicht dass das so schlecht ist. Ich sehe es aktuell als ein Hilfsmittel, wie z.B. einen Druckassistent, der mehrere PDFs gleichzeitig und passend zum Drucker senden kann ohne das ich jedes einzelne öffnen, drehen, A4/A3 einstellen und zum Drucker senden muss. Oder ein Tool zum Umbenennen von (sehr) vielen Dateien passend nach diversen Meta-Daten (EXIF, MP3-Tag, etc.).

    In Teilbereichen (Forschung) ist KI schon so massiv gesetzt, da gibt es keinen Schritt mehr zurück. Und ja, aktuell verkauft man (in anderen Bereichen) oft auch noch "Phantasie", die in der Realität nicht zusammen passt. Teilweise ist das was man heute mit KI bezeichnet früher einfach unter anderem Namen schon da gewesen. Nur "verkauft" es sich mit KI entweder besser oder der Entwickler glaubt, man verpasst was, wenn das Schlagwort nicht dabei ist.

    Die Definition von KI ist eigentlich auch etwas wage. Oberflächlich… Viele denken an ein neuronales Netz wie unser Gehirn. Das ist eine gültige Definition. Aber das was zu 99,9% so mit KI gemacht wird, hat damit überhaupt nichts zu tun und kann weder einen Menschen ersetzen, noch in diese Richtung arbeiten. Aus einem Vortrag (Science Village Talk) kam der sehr gute Ausdruck: Die KI kann sich nur an das ganze Internet erinnern und daraus versuchen den bestmöglichsten Treffer daraus heraus zu suchen. Nur steht im Internet auch viel Mist (oder freundlicher ausgedrückt fehlerhafte Versuche etwas zu lösen).

    Was ich letztes Jahr als Bericht in einem Vortrag über KI gesehen habe ist schon deutlich gewesen. Das kam aus (IMHO) der KI Hochburg in Europa – nämlich Graz (liegt in der Steiermark in Österreich). Mich wunderte später nicht, dass ein Österreicher dann mit KI Agenten diese Szene einmal auf links herumgewirbelt hat. Wenn ich sehe, was da noch so in der Entwicklung ist. Naja, leider landet es so wie andere aktuelle Top-Technologien immer außerhalb der EU (bzw. Europa).

    Ich vermute die Umkehrwende von Microsoft liegt einfach daran, man will diese Entwicklung nicht wie bei anderen Technologien verschlafen. Egal welcher (Groß) Konzern. Alle tun sich schwer mit neuen, schnelle Entwicklungen. Da wird heute das eine und morgen das andere versprochen. Meistens kommt man dann (aus Sicht des Konzerns) nur wirklich weiter, wenn man neue Innovationen aus extern (z.B. Firmenübernahme) hinzugekauft hat und in den eigenen Produkten integriert. Ob das dann immer so toll funktioniert. Überraschung: nein.

    Aktuell ist KI alleine nicht mehr ausreichend. Es muss der neue Trend aus Österreich, der KI Agent sein. OpenClaw hat es vorgemacht und die Resonanz (Glaube an die Phantasie) war so massiv. Jedes Unternehmen mit KI als Verkaufsprodukt muss jetzt in möglichst schnellstem Zeitpunkt eben so einen KI Agenten haben um möglichst einen großen Kuchen vom Buffet (also der kaufwilligen Nutzer) abzubekommen. Dass diese weder in der Praxis bestätigt oder bis zu Ende durchdacht sind – denke das ergibt sich. Aber in den USA ist das Technologieverständnis anders und da wird später an sowas wie Datenschutz oder Fehleranfälligkeit gedacht. Das Motto erstmal machen, ist an sich nicht schlecht. Besser zumindest als immer nur zu jammern und sagen was alles nicht geht ohne sich Lösungen zu überlegen. Das können wir in Europa (vor allem DACH) leider sehr gut.

    Es wird früher oder später KI einfach lokal betrieben. Anders kann es nicht klappen. Zu langsam und zu träge läuft das ab. Kostentechnisch geht das auch nicht gut. Gab sogar schon ein sehr großes US Unternehmen, dass dies passend mitteilte: KI muss "on the Edge" laufen. Mit Edge werden dabei Endgeräte beim Kunden bezeichnet. Ob das jetzt Laptops, Desktops, Server oder auch kleine smarte Geräte wie ein Raspberry Pi (ergänzt mit NPU) wird – das ist aktuell noch offen. Wobei genau genommen "Edge" Endgeräte mit dem Nutzer davor meint. Das zuvor ist meine Interpretation. Das die Angelegenheit betreffend RAM, Speicher und neuerdings CPU nicht besser wird, ist einmal dahin gestellt.

    • Froschkönig sagt:

      Sehr guter Beitrag, nüchtern und ohne Polemik. Was wir hier gerade erleben ist eine weitere große technische Revolution. Dampfmaschine, Lochkartengesteuerter Webstuhl, chemische Fotografie und Film, Auto, Flugzeug, Telefon, Computer, Smartphone, um mal ein paar zu nennen, und jetzt numal KI. Nicht alles davon wird nur im Guten verwendet und um vieles davon rankten sich Mythen über Tödlichkeit wie dass das Reisen mit der Bahn mit mehr als 30 km/h keine gute Idee wäre, oder man denke an die Handystrahlung…

      Das mit der Eisenbahn hat sich nicht bewahrheitet wenn man mal von tatsächlich geschehenen Unfällen absieht. KI ist jetzt aber was "neues". Die Menschheit hat nun etwas geschaffen, was den "Turing-Test" spielend schafft, etwas wo viele verwundert feststellen, dass es uns sprachlich ebenbürtig oder gar überlegen sein könnte, "Eliza" sieht dagegen jetzt richtig alt aus. KI ist aber etwas, was uns tatsächlich entgleiten kann – und ich befürchte – wird, wenn es "körperlich" (also Roboter mit neuronaler KI) wird und sich selbst weiter entwickeln kann, da wollen aber die KI-Firmen hin. Und das macht dann sogar dem mathematisch vorgebildeten Papst Sorgen. Solch eine Reaktion eines Papstes auf technische Entwicklungen gab es zuletzt vor 135 Jahren und die Technik von damals wirkt dagegen wie Kindergeburtstag.

      Bevor das aber kommt, gehen "wir" erstmal den nächsten kleinen Schritt, Agenten auf dem PC, OpenClaw wurde schon genannt, jetzt wartet alle Welt – oder auch nicht – wie gebannt oder skeptisch bis angewiedert auf "Scout". Und wer solange nicht warten mag, ja, das Ding heißt tatsächlich "Personal Computer", was sagt IBM dazu, was sagt Commodore dazu? Perplexity stellte heute seinen Windows-Agenten "Personal Computer" vor…

      https://www.perplexity.ai/de/hub/blog/personal-computer-is-coming-to-windows

      Und das ist nur eine Steigerung von "Computer", was Perplexity schon letzte Woche für Office 365 vorgestellt hat.

      https://www.perplexity.ai/de/hub/blog/computer-comes-to-word-excel-powerpoint-and-outlook

      Die sind da Microsoft mal wieder meilenweit vorraus. (Internet verpennt, Smartphone verpennt, KI verpennt.) Das muss doch einfach alles gut sein, sonst würde es ja keiner machen, oder?

      Auf den Teil des Beitrages mit dem Zukunftstrend "lokale KI" gehe ich jetzt mal nicht näher ein, obwohl man darüber viel sinnieren könnte, aber was machen wir dann mit den ganzen Rechenzentren, die überall im Bau sind oder noch kommen werden?

      • Günter Born sagt:

        Wenn ich mich nun nicht ganz täusche, sind das zwei Marketing-Dokumente von Perplexity. Muss das sein?

        • Froschkönig sagt:

          Ich würde es "Originalquellen" nennen. Was ist besser als "Originalquellen"? Ich hätte Ihnen auch die Meldung von einem anderen IT-Blog pasten können, wo ich die Info gefunden habe. Es gibt aber sicher auch irgendwo was auf "X", wenn Ihnen lieber ist, das zu zitieren.

          Übrigens, gab gestern auch Sicherheitslücken in Android-Apps von Microsoft, über die man per andere installierte Apps M365 Anmeldetoken hätte abgreifen können, aber das finden Sie schon alleine.

        • Froschkönig sagt:

          Inzwischen fordert Perplexity auch ein weltweites Moratorium der KI-Entwicklung, bei mehreren größeren Tageszeitungen und IT-Blogs online zu lesen. Perplexity warnt vor gesellschaftlichen Risiken von weiteren Entwicklungen in der KI, die aus dem Ruder laufen werden. Das lässt sich doch prima hier ausschlachten, zusammen mit den beiden Windows-Agenten.

          Und gerade las ich was von 427 geschlossenen Sicherheitlücken im beliebtesten Webbwoser der Welt.

      • Andyt sagt:

        Ich weiß nicht ob Perpexity meilenweit voraus ist. War auch damals nicht beim Smartphone – auch wenn das viele (Medien) gerne geschrieben haben. Gerne wird halt mit der Werbung der Glaube daran verkauft. Praxis zeigte bisher nur OpenClaw… – damit meine ich, es konnte sich wirklich jeder bei sich selbst und lokal einrichten. Soweit ich das hier sehe, ist das zwar in den Startlöchern, aber nicht für jeden sofort?

        Traurig aber war (aus Sicht von Microsoft), da hat man vermeitlich die Touchmechanik für die Konkurrenz entwickelt und schlussendlich Apple gegeben, weil man dachte, es ist Mist. Das erste iPhone war geboren – wobei Apple mehr als das dazu gegeben hatte. Genauso war Microsoft mit einer Anwendung erster, die wir heute mit Steam und Co. kennen. Nur damals viel zu früh (vor dem Internet in der Masse) und weil Microsoft – und es wirkt, als wäre Kommunikation nicht so deren Stärke – ist das verpufft und wurde sogar als Nachteil in den Medien aufgefasst.

        Naja wir auch immer…

        …das mit den 30 km/h hatte ich bei meiner Recherche mit > 10 km/h für die ersten akkubetriebenen Fahrzeuge gefunden. Später hat aber der Verbrenner den Durchbruch gebracht… – da sprach man aber schon von über 15 km/h. Da stand aus der Medizin explizit die Warnung: Das benutzen kann zu Organschäden und plötzlichem Tod führen. Naja und heute reiste die Menschheit schon mit mehrfacher Schallgeschwindigkeit.

      • noway sagt:

        Was ist daran "Personal Computer"? Es ist doch dieselbe perfide Strategie wie bei Microsoft und all den anderen Cloudbetreibern, dass aus Deinem Personal Computer (im bisherigen Sprachgebrauch) im Grunde wieder ein Terminal wird, das auf einen Großrechner zugreift, auf dem dann die Daten verarbeitet werden. Bzw. der Großrechner kann auf alle Daten Deines ehemals Personal Computers zugreifen. Und der Betreiber des Großrechners hat dann in der Hand, was er damit macht. Er kann in Deinem Sinne handeln, muss es aber nicht. Du hast es nicht mehr unter Kontrolle.

        • Andyt sagt:

          Naja, man kann schon lokal KI betreiben. Der Aufwand ist überschaubar. Aktuell vielleicht nicht immer günstig wegen RAM. Selbst die Ergebnisse sind je nach Verwendungszweck Ok.

          Sinnvoll ist dann aber wieder was anderes und wohl auch mit unterschiedlichem Geschmack. Daran verdienen wird man weit weniger. Da wird vermutlich OpenClaw alleine bleiben mit dem wirklich lokalem Betrieb. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein an sich normaler Cloud KI Betreiber dann plötzlich KI lokal vermarkten möchte. Möglich wäre es aber durchaus.

  15. Anonym sagt:

    Wie heißt die Gruppenrichtlinie, um das zu deaktivieren? Mehr muss ich nicht wissen.

    • Froschkönig sagt:

      Was machst du, wenn deine Benutzer das haben wollen? "Wir brauchen das, das ist bahnbrechend, alternativlos, unsere Mitbewerber benutzen das auch."

      • noway sagt:

        Was mache ich, wenn der Chef das haben will, ist eher die zutreffende Frage. Er bekommt es, denn er hält den Kopf dafür hin. Vorher noch ein paar Mails, in denen explizit auf die Risiken hingewiesen wird, diese werden ignoriert, ich bin raus – na dann viel Spaß mit der Innovation.

        • Gänseblümchen sagt:

          Aus meiner Sicht ist "der Chef" auch erstmal nur ein Benutzer (kein Admin!), allerdings hat er Weisungsbefugnis und übernimmt wie du schon richtig schreibst hoffentlich das Risiko der Entscheidung. Was soll da schon noch schief gehen? Bedenken third.

      • Anonym sagt:

        Wie? Was soll ich da schon sagen? "Wir nutzen es nicht. Fertig."
        @noway hat den Ablauf der dann ggf. folgt präzise beschrieben.

  16. rpr sagt:

    Einfach mal wieder sich klar machen welche Funktion ein Operation-System hat.

    Wer ein full featured PC-System benutzen möchte soll gern Windows nutzen mit allen "Vorteilen" und Nachteilen.
    Das Thema ist eigentlich durch wenn man ein wenig allgemeine und IT-News liest.

    Das wird alles noch ein richtiger Spaß wenn drüben die Faschisten so richtig aufdrehen und die IT-Konzerne zuarbeiten

    • Gänseblümchen sagt:

      Ein Betriebssystem ist heute ein bisschen mehr als nur Dateizugriffe zu ermöglichen und die Tastatur abzufragen und Daten an den Drucker und Grafikkarte zu senden. Sonst würden wir heute noch mit cp/m oder ms-dos arbeiten. Würde darüber hinaus nichts mehr hinzukommen, hätten sämtliche Betriebssystemhersteller und Communities dieses Planeten die letzten 40 Jahre nichts mehr zu tun gehabt. ms-dos kann man sicher auch noch auf einem AMD Ryzen oder Intel Cure Ultra booten, nur zu, wenn dir das reicht!

      • noway sagt:

        Das ist (bei allen Unzulänglichkeiten) der Reiz von Linux. Du hast ein Grundsystem und Du selbst entscheidest, was Du noch dazu haben willst. Du kannst es im Nur-Text-Supernerd-Modus laufen lassen oder Du kannst Dir eine fertige, vollausgestattete Distribution mit allem Schnickschnack fertig installieren – Du hast die Wahl. Nachteil: Du musst natürlich vorher wissen, was Du willst und brauchst.

        Bei Windows ist es, zumindest was allgemein verfügbare Desktop-Systeme angeht, genau umgekehrt: Du bekommst ALLES, aber eben auch das was Du nicht nur nicht brauchst, sondern auch das, was Du gar nicht willst. Und wenn Du das, was Du gar nicht willst, mühsam deaktiviert hast, ist es nach dem nächsten Funktionsupdate (das Dir ungefragt eingespielt wird) möglicherweise wieder da, neben vielleicht noch anderen Überraschungen. Dazu kommt, dass der ganze Bloat unnötig heute sehr teure Hardwareressourcen frisst. Schon alleine die Tatsache, dass einem ungefragt Sachen untergejubelt werden, die zudem persönliche Daten des Nutzers erheben und übertragen, ist inakzeptabel. Dazu kommt, dass man schon ein aufmerksamer fortgeschrittener Nutzer sein muss, um das überhaupt mitzubekommen.

        Wenn man sich so ein 10 IoT anschaut, ist es doch das, was man erst einmal braucht. Braucht man mehr, installiert man es sich bewusst. So herum ist es m.E. richtig. Windows 11 hingegen ist eine Abscheulichkeit, die es so nicht geben sollte.

        • Gänseblümchen sagt:

          Du als Profi, Nerd oder wie auch immer du dich bezeichnen magst, weißt natürlich genau was du willst und brauchst. Das kannst du aber nicht vom Durchschnittsbenutzer verlangen, da muss alles da sein, was er je benutzen könnte. Vor allem aber auch der allerneuste g* shice.

          • noway sagt:

            Als Firmenkunde würde ich das aber verlangen.

            Und gerade auch der Durchschnittsuser dürfte auf Dauer daran verzweifeln, dass ständig alles anders ist, dass der Rechner immer dann hakt, wenn man z.B. einen wichtigen Videocall hat und ein Update im Hintergrund alles zum Stillstand bringt, dass das Startmenü und der Explorer inzwischen kaum noch brauchbar sind, man nicht mehr weiß, wo man was gespeichert hat, dass der Drucker sich verstellt hat, dass die Performance des teuren Rechners mit 16 GB sich anfühlt wie ein Pentium II und dass andauernd irgendwelche Meldungen aufgehen, die er nicht versteht.

            Die Durchschnittsnutzer, die ich kenne, weinen alle noch Windows 7 hinterher. Die wollen nicht den neuesten Schnickes. Vielleicht beim privaten Smartphone, aber nicht beim Rechner. Und schon ganz und gar nicht wollen sie auf der Arbeit im Büro, dass sich irgendetwas ändert!

            Und Arbeitgeber sollten das auch nicht wollen, denn es bedeutet Produktivitätsverlust. Und nein, die Sachbearbeiterin oder Buchhaltungskraft kann eben nicht durch Copilot und Scout ersetzt werden. Je zufriedener und flüssiger sie arbeiten kann, um so produktiver ist sie.

            Das sind die Leute, die ich im Job betreue. Nicht-IT-affine Durchschnitts-Büro-Damen. Die wollen einfach nur in Ruhe ihre Arbeit machen und ansonsten von IT-Problemen verschont bleiben. Das ist eine der Hauptzielgruppen von Windows! Und von dem ganzen tollen Copilot & Co.-Slop profitieren die Null.

            • Anonym sagt:

              Win 7 Pro mit Office 2010 wird hier noch gut genutzt für die üblichen Office Dinge.

              • noway sagt:

                Und für die üblichen Office-Dinge ist Office 2010 auf Windows 7 auch einfach besser geeignet als Office 365 auf Windows 11.

                Sie wollten aus einem braven Arbeitsgaul ein Zirkuspferd machen und verkennen dabei vollkommen, wofür Windows in der Verwaltung genutzt wird und wer damit arbeitet. In der großen Mehrzahl eben keine Techbros, die mit KI spielen wollen.

  17. Anonym sagt:

    Da stellt man sich die Frage, ob die tolle neue Microslop Kotpilot Taste demnächst dann in neuen Geräten in eine "Scout Taste" umgemünzt wird.

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