Noch ein kurzer Fundsplitter, der mir in der Hitze der Woche untergekommen ist und Kopfschütteln ausgelöst hat. Sommerloch-Meldung: Bayerns Finanzverwaltung bläst zur Jagt auf "Influencer" und hat dafür eine Spezialeinheit "eCommerce" mit KI ausgestattet. Man hat bereits 550.000 Euro Steuernachzahlungen "eingetrieben".
Das Thema ist mir gleich bei mehreren Seiten, wie heise (Bayern: Steuerprüfungen bei Influencern bringen Hunderttausende Euro), Merkur (Influencer im Visier: Neue Einheit holt 550.000 Euro Steuern nach) oder Süddeutsche Zeitung (Steuerprüfungen bei Influencern bringen Hunderttausende Euro) untergekommen. Es ist heiß und jemand hat wohl eine Meldung an die Presse lanciert.
Steuerfahndung jagt Influencer …
Der Sachverhalt ist schnell nachgestrickt: Die deutschen Finanzbehörden gehen latent davon aus, dass die sogenannten Influencer sich auf Instagram, Youtube, Tiktok & Co. dumm und dämlich verdienen, aber keine Steuern zahlen. Da entstehen Milliarden Schäden, Alter ich schwör.
Ein lustiges Völkchen mit wenig Steuerwissen?
Und weil das möglicherweise so ist, lässt man vom Bundesfinanzministerium die "Klientel" mit der richtigen Zielgruppenansprache wissen, dass der Finanzminister auch einen Teil vom Kuchen haben will.
Da erfährst Du als Influencer alles, was Du wissen musst – auch das "Werbegeschenke" steuerlich zählen.
Die Dubai-Fata-Morgana …
Das landläufige Vorurteil lautet, dass die sogenannten Influencer sich auf Instagram, Youtube, Tiktok & Co. dumm und dämlich verdienen. Und der latente Verdacht, der im Raum steht, lautet: "Die zahlen keine Steuern". Ja, ich weiß, das zweite Vorurteil "Influencer haben keine Ahnung von Steuern, die hauen eh nach Dubai ab" ist nicht gänzlich unbegründet. Selbst das ZDF scheint sich erblödet zu haben, "dieser Spur" zu folgen, wenn ich diesen YouTube-Beitrag richtig deute (hab mir den nicht angeschaut).
Gut, so sehr viele Influencer, die es nach Dubai verschlägt, gibt es nicht, da musst Du schon ganz an der Spitze der Einkommensmillionäre stehen, sonst lohnt das nicht. Diese Leute sind für das deutsche Finanzamt eh außen vor, wenn sie es geschickt anstellen.
Fehlendes Steuerwissen: Wenn Influencer plötzlich Pleite sind
Bleiben dann noch so ein paar YouTuber und Influencer, die in Deutschland wohnen, finanziell Erfolg haben, sich mit schicken Autos schmücken und plötzlich pleite sind.
YouTuber Klengan hat es in seiner unnachahmlichen Art vor zwei Jahren mal in obigem Video aufgegriffen. Ankerpunkt war, dass einige Leute aus der Szene und damals auch der YouTuber "Tanzverbot" durch Steuernachforderungen vor der Pleite standen.
Das Thema war mir seinerzeit untergekommen, weil ich mir durchaus schon mal die Geschäftsmodelle von YouTubern etc. anschaue. Da gibt es sehr hart und clever arbeitende Menschen, die auch geschäftlich einiges Wissen vereinen. Und es gibt die blauäugige Fraktion, die zwar irgend etwas mit Steuern und Steuerberater "on the long tail" am Hut hat, aber sonst wenig Plan zu haben scheint (ist aber nicht meine Welt). Da kann durchaus die Situation kommen, dass das Finanzamt bei Steuerprüfungen arge Nachforderungen stellt und künftig fette Abschlagszahlungen haben will. Wenn das alles in Ferraries und Maseratis investiert wurde und die Karre vielleicht gerade eine Leitplanke geküsst hat, "isch over", dann droht die Pleite.
Ja, die Fälle gibt es. Aber ich sage es mal so: Ich sehe mich nicht als Influencer, blicke im Oktober 2026 aber auf 33 Jahre freiberufliche Tätigkeit zurück – und war vorher einige Jahre nebenberuflich aus Autor tätig. Da ist es doch klar, dass diese Tätigkeit dem Finanzamt angezeigt wird. Ich kenne auch das Thema Vorauszahlungen, habe aber über die Jahre diese Vorauszahlungen in Abstimmung mit dem Finanzamt so ausgesteuert, dass am Ende des Steuerjahrs per Steuererklärung zu leistenden Nach- oder Rückzahlungen möglichst gering waren (wobei es da um Beträge ging, die ein Banker als "Peanuts" bezeichnen würde, die einen kleinen Autor aber wirtschaftlich strangulieren können).
Und ich kenne aus eigener Anschauung auch die latente "Vermutung" des Finanzamts, dass da schnell mal was "vergessen" wurde. Aber man muss schon arg blauäugig sein, anzunehmen, dass da Signifikantes nicht heraus kommt. Das Finanzamt bekommt die Kontrollmitteilungen anderer Steuerbehörden.
Als Autor, der für Microsoft USA geschrieben hat, hatte ich meine US-Steuernummer bei der IRS, und eine Unbedenklichkeitsbescheinigung des deutschen Finanzamts, die ich in den USA vorlegen musste, um meine Zahlungen ohne 30 % Abzug für die US-Steuerbehörden zu erhalten – und dies lange bevor die YouTuber von Google in diese Nummer gezwungen wurden.
Und ja, da gibt es so gut wie jedes Jahr eine konkrete Nachfrage des Finanzamts "weisen Sie mal die Zahlung von xyz im Steuerjahr abc nach" dabei. Dann weiß ich "es hat bei xyz eine Steuerprüfung gegeben". Manches geht telefonisch "Sie habe da von Microsoft USA was bekommen" und ich habe die vier Zahlungsbeträge im Steuerjahr durchgegeben. Manches muss ich formlos schriftlich einreichen.
Die Kontrolldichte und Verprobung ist da schon arg hoch – was ich auch nicht wirklich als Problem ansehe. Selbst die Erfahrung einer Steueraußenprüfung samt Auskünften war erhellend "Sie waren einfach mal dran und da gab es diese Zahlung da im Ordner, aber da ist ja nix mit den 10 Rechnungen zu beanstanden, was mache ich jetzt mit dem angebrochenen Vormittag, den ich für Sie bei der Außenprüfung reserviert habe". Ich habe einen Spaziergang im Taunus empfohlen.
Und ob ein Finanzbeamter unseren Finanzminister rettet, wenn er bei einer Prüfung ein Promotion-Paket mit Kugelschreiber und Sticker "steuerschätzt"? Erinnert mich an den Zollbeamten, der mich vor ca. 10 Jahren mal für 7 Euro Einfuhrumsatzsteuer auf ein 20 km entferntes Zollamt zitierte, weil er den großen "Reibach" für ein China-Paket mit einem zu Testzwecken beschafften Miracast-Streaming-Stick im Wert von 20 oder 30 Euro vermutete. Vorschrift ist Vorschrift.
So tief im Hinterkopf sitzt bei mir da der Gedanke: "Abseits dummer Einzelfälle ist da monetär wirklich wenig Kohle zu holen, eignet sich höchstens als Thema fürs Sommerloch, a la 'wir machen da mal was'".
Wenn Peanuts zum "Sachverhalt" werden
Der Aufhänger für den Beitrag hier ist schnell auf den Punkt herunter gebrochen: Das Bayerische Landesamt für Steuern hat eine Spezialeinheit "eCommerce" aufgebaut. Und diese hat rund 60.000 Datensätze mit einem Umsatzvolumen von 1,4 Milliarden Euro, die es von ausländischen Stellen erhalten hat, ausgewertet. Nur rund 9.000 dieser Datensätze mit einem Gesamtumsatz von 211 Millionen Euro betrafen Social Media-Akteure mit Steuerwohnsitz in Bayern. Ziel war es, Steuernachzahlungen von Social Media Influencern, die in Bayern leben, einzutreiben.
Das ist erst einmal eine riesige Datenhalde von Leuten, die irgend etwas mit Social Media machen. Um das alles auszuwerten, hat man dann eine spezialisierte KI-Software eingesetzt, um Social-Media-Aktivitäten zu analysieren und mit internationalen Steuerdaten abzugleichen.
Bei diesem riesigen Umsatzvolumen und der "vermuteten Steuerunehrlichkeit der Influencer" müssten doch zig Millionen an Steuernachzahlungen für Bayern herausspringen? Gut, ich bleibe mal fair, die KI hat gerade die Hälfte der Datenhalde abgearbeitet, da "könnte noch echt was lauern".
Mir ist dann aber die Kinnlade runtergefallen, als ich las, dass "bislang" tatsächlich bereits 550.000 Euro an Steuernachzahlungen durch die Spezialeinheit "eCommerce" eingetrieben werden konnten. Den Betrag muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Ich gehe davon aus, dass die Finanzverwaltungen intern kontinuierlich mittels KI solche Datensätze verproben und dann über Kontrollmitteilungen und Nachfragen die Sachverhalte aufklären. Das ist Tagesgeschäft und keine Meldung in Süddeutsche oder Merkur oder eine Spezialeinheit "eCommerce" wert.
Ich habe gerade mal nachgeschaut, Experten schätzen, dass dem deutschen Fiskus durch komplexe Betrugsmodelle wie das Umsatzsteuerkarussell jährlich zwischen 5 und 14 Milliarden Euro entgehen. Bei Cum-Ex gab es ebenfalls Milliarden Steuerschäden und eine Steuerfahnderin hat das Handtuch geworfen, weil sie eingebremst wurde. Ohne jetzt Neiddebatten zu führen, auch diese Meldung der "Staatszeitugn" aus Bayern ist mir im Kontext untergekommen. Und gerade durfte ich mich noch mit dem Thema Reverse Charge in einer englischsprachigen ZUGFeRD-Rechnung für Schweden herum schlagen. Mit dem ViDA-Maßnahmenpaket sollen solche Rechnungen ab Juli 2030 automatisch an die Finanzverwaltungen gehen. Da wird also auch weiter "verprobt".
Und das Bayerische Landesamt für Steuern unterhält eine Spezialeinheit "eCommerce", die mit KI Influencer jagt, aktuell gerade mal 0,55 Millionen Euro Steuernachzahlungen eingetrieben hat, und dies auch noch an die Presse gibt?
Mir ging dann der unchristliche Gedanke "haben die sie noch alle" durch den Kopf. Aber diesen Gedanken äußere ich hier mal nicht öffentlich, stelle aber zart die Frage, ob das Bayerische Landesamt für Steuern und dessen Führungsmannschaft wirklich die richtigen Prioritäten setzt? Aber gut, es ist heiß, wir haben Sommerloch. Wenn dann noch KI genannt wird, muss man das doch verstehen … und die BILD hat ihre Schlagzeile.





MVP: 2013 – 2016





Naja, 9000 Datensätze mit Wohnsitz in Bayern, 550.000 € Steuernachzahlung, macht immerhin 61,11 € pro Influencer an Nachzahlungen.
So etwas lohnt doch!
Ziemlich sinnfreie Rechnung, oder? Eventuell mussten 8998 Influencer gar nix zahlen und schwupps: 275.000,- € pro erwischtem Übeltäter.
wir wissen es schlicht nicht – aber das ließe sich imho in der normalen Verprobung ohne Gruppe "eCommerce" und Erfolgsmeldung" regeln. Hat für mich in etwa die gleiche Zielrichtung wie das, was auf tarnkappe.info in diesem Artikel thematisiert wurde. Aber was verstehe ich schon von der Welt, von Effizienz und deutscher Steuer-(Verwaltung). Und Übeltäter, immer dieses garstige Word, sind "Vergesslichkeiten" – interessant sind eh die Fälle, wo eine Phalanx an Anwälten Firmen steuerlich rausboxt, weil es Specials gibt. Wenn ich dran denke, wie ich meinem Finanzamt ein Gutachten von Arthur Anderson wegen US-Einnahmen über Microsoft Press USA vorlegen musste, wo dem Finanzamt wegen umsatzsteuerlicher Regelungen eine Interpretationsposition abgeräumt wurde (hat damals Microsoft Press Deutschland bezahlt), oder was bei VGWort-Einnahmen wegen EU-Urteil bei MwSt gilt … gelangen wir eh auf glattes Eis.
Mao Zitat: Bestrafe einen, erziehe tausend.
>>> DISCLAIMER: DER FOLGENDE TEXT IST IN GROSSEN TEILEN KI GENERIERT <<<
Er gibt aber meine als Prompt formulierte Meinung wieder. Also ab dafür:
Es ist vollkommen nachvollziehbar, dass beim ersten Blick auf die nackten Zahlen – 0,55 Millionen Euro Steuernachzahlungen bei der Nutzung von Künstlicher Intelligenz – im weiten Rund des Internets der Eindruck entsteht, hier würden mit digitalen Kanonen auf steuerliche Spatzen geschossen. Wer rechnet schließlich schon damit, dass eine „Spezialeinheit" für Beträge ausrückt, die in der Welt des Spitzen-Influencings gerade mal für ein paar gesponserte Luxusuhren oder zwei Wochen Miete in Dubai reichen?
Bei genauerer, sachlicher Betrachtung der fiskalischen Realität greift die Empörung jedoch etwas zu kurz. Das Vorgehen des Bayerischen Landesamtes für Steuern lässt sich durch drei wesentliche Faktoren nicht nur rechtfertigen, sondern auch durchaus als sinnvoll einordnen:
Der präventive Erziehungseffekt:
Der eigentliche Witz an der Pressemitteilung ist ja nicht der aktuelle Kontostand, sondern das Signal. Die Steuerfahndung etreibt verhaltenssteuerndes Marketing auf Augenhöhe. Wenn die Influencer-Generation realisiert, dass der Algorithmus des Finanzamtes die eigenen Storys aufmerksamer verfolgt als die treuesten Abonnenten, steigt die Bereitschaft zur eigenmotivierten Steuerehrlichkeit rasant. Die 0,55 Millionen Euro sind quasi nur die Setup-Gebühr für ein größeres, künftiges Steueraufkommen, das nun ganz freiwillig deklariert wird.
Gleichmäßigkeit der Besteuerung:
Es mag für den hobbymäßigen Content-Creator überraschend klingen, aber das Steuerrecht unterscheidet rein formal tatsächlich nicht zwischen dem analogen Handwerker, der brav seine Umsatzsteuer anmeldet, und dem Digital-Nomaden, der im Video kostenlos überlassene Luxusgüter als „reines Geschenk" deklariert. Würde der Staat hier wegschauen, liefe das auf eine staatlich subventionierte Steuerbefreiung für die Kreativwirtschaft hinaus. Das Prinzip der Steuergerechtigkeit gilt zum Glück auch für Menschen, die ihr Geld mit Unboxing-Videos verdienen.
Die Anlaufkurve digitaler Systeme:
Künstliche Intelligenz im Behördendschungel verhält sich ähnlich wie ein neuer Influencer-Kanal: Zu Beginn sind die Klickzahlen (oder eben die Einnahmen) noch überschaubar, weil das System trainiert werden muss. Dass die KI bereits die erste halbe Million Euro aus den Tiefen von Social-Media-Profilen gefischt hat, zeigt doch das enorme Potenzial für die Zukunft.
Fazit:
Man mag den PR-Eifer der Finanzbehörde amüsant finden, aber die Spezialeinheit arbeitet schlicht nach dem ältesten Prinzip der analogen Betriebsprüfung: Kleinvieh macht auch Mist – und digitalisiertes Kleinvieh mistet sich dank KI auf Dauer fast von alleine aus. Die Behörden haben sie also vermutlich noch „alle"; sie wissen jetzt nur dank moderner Technik wesentlich besser, wo die unversteuerten Goodie-Bags der Content-Creator zu finden sind.
naja man muss die Steuerhinterzieher eben bereits im kleinen abfangen bevor sie zu groß werden und dann richtig die Steuern hinterziehen ;-P
Weiter so… go go Finanazamt! Wenn aber schon mit "SpezialEinheit" dann bitte auch morgens um 5:00Uhr mit Türramme… und immer schön auf youtube stellen das die auch wissen was ihnen blüht ;-P
"…dann bitte auch morgens um 5:00Uhr mit Türramme… "
Obacht! Spezialeinsätze vor 6 Uhr morgens müssen mit einem erheblichen Verwaltungsaufwand vorher genehmigt werden, wogegen ab 6 Uhr quasi frei gehandelt werden kann. Hat mir ein Insider gesteckt, der solche Einsätze mitmacht. Man hat nämlich seitens der Vorgesetzten keinen Bock auf viel Papierkram, logisch.
Daher immer drauf achten, WANN die Tür eingetreten wurde: Meist ist es um 6, so gut wie nie früher.
Da triit überhaupt keiner. Die Steuerfahnder sind keine SEKler.
(flag fuer die FinanzamtKI: ironie an)
Mist, da sollten wir IT'ler unsere blattvergoldeten Tesla Spacetrucks ab sofort nur noch in der Tiefgarage fahren und mit dem Lastenrad zum Kunden.
(/ironie aus)
Hey bayerisches Finanzamt: Mal lieber in allen Geschäften kontrollieren wo "keine Kartenzahlung" oder wo jeden Tag "heute keine Kartenzahlung" steht. Während die Friseurmeisterinnen sich hier für tausende Euro neue Kassen mit Finanzamtmodul angeschafft haben, stehen in den Barbershops und NailArt-Studios die Casio-Kassenschubladen aus den 90ern und draussen einmal am Abend die mattlackierten AMG Mercedes-Boliden. Nein, ich will damit gar nichts sagen.
Wieviel kostete die Spezialeinheit und die KI und die Datenzugänge und alles in allem in der gleichen Zeit?
Eigentlich war es doch schon immer so:
Die Kleinen hängt man und die Großen lässt man laufen.
Nur ergeben sich halt durch die sog. KI andere Möglichkeiten, ob sich das Ganze unter dem Strich rechnet, steht ja eh auf einem anderen Blatt.
Sog. KI, Steuerbescheide u.s.w. kosten ja auch Geld.
Gruß
R.G.
"ob sich das Ganze unter dem Strich rechnet, steht ja eh auf einem anderen Blatt."
zumindest ist der Lerneffekt in der Behörde gegeben und die Hemmschwelle für die Arbeit mit der neuen Technologie wird geringer. Man spart also einen Teil Schulungskosten. Quasi "Trainig on the Job". Und was man stetig nutzt, verinnerlicht man auch besser.
Also freier Autor warst du sicher zu Beiträgen in die Künstlersozialkasse verpflichtet.
Nun werden alle Selbstständigen vom EBay Verkäufer bis zur Oktoberfestbedienung, die eigentlich nur diese 14 15 oder 16 Tage in Deutschland ist auch noch sozialversichungspflichtig.
Ich war 21 Jahre Selbsständig und wusste nie was ich genau Netto im Monat verdient habe. Geschätzt wurde es meinst an dem zu versteuernen Jahreseinkommen.
Mich betrifft das mit 71 Jahren nun nicht mehr, aber ich bin gespannt was da kommt.
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Ich bin seit Beginn meiner Selbständigkeit Pflichtmitglied bei der KSK – bis heute, sprich: Ich zahle auch auf meine Einnahmen hier im Blog nicht nur Steuern, und führe Umsatzsteuer ab, sondern auch Kranken- und Pflegeversicherung. Nur Arbeitslosenversicherung, Rentenversicherung (ist als Rentner weggefallen) und Aufschlag für 6 Wochen Lohnfortzahlung im Krankheitsfall sind nicht fällig (habe ich nie "gebucht").
Bis zu deinem Rentenalter mit 65 Jahren und 9 Monate hast du über die KSK auch Rentenbeiträge bezahlt und das nicht zu wenig.
Habe einmal ChatGPT bemüht wie lukrativ das ist
————–
Wenn dein Netto-Gewinn 60.000 € pro Jahr beträgt (also 5.000 € monatlich) und du 30 Jahre lang über die Künstlersozialkasse in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlst.
1. Rentenpunkte pro Jahr
Bei 60.000 € Einkommen liegst du ungefähr bei:
ca. 1,4 bis 1,6 Rentenpunkten pro Jahr (je nach Durchschnittsentwicklung im jeweiligen Jahr)
2. Nach 30 Jahren
ca. 42 bis 48 Rentenpunkte
3. Monatliche gesetzliche Rente (grobe Schätzung)
Mit aktuellem Rentenwert ergibt das ungefähr:
ca. 1.800 € bis 2.100 € Bruttorente pro Monat
Ach waren das Zeiten als bei der Hartz IV Reform (Agenda 2010 durch Herrn Schröder) viele die täglich 5 Torten backen konnten in die Ich AG getrieben wurden. Die sind heute alle Stammkunden vom Sozialamt.
Naja, der große Influencer Gronkh war ja auch in der Prüfung, wegen dem Glauben, der Staat könnte bei ihm einiges holen….. Er hat eine mittlere 6-stellige Summe zurück bekommen. Hat wohl seit längerem zuviel voraus gezahlt. Somit dürfte der Staat nun bei +- 0 sein, zuzüglich Kosten für das spezial Kommando, etc etc. Aber das zahlen ja wir Steuerzahler.
Dann war Drachenlord der erste Influencer-Steuerflüchtling Bayerns? :)
Dank Jules sollte der Freistaat ja wissen wo er sich gerade aufhält.
Was wohl die ganzen Influencer arbeiten würden gäbe es die US-Unternehmen wie Youtube nicht?
Wäre mal interessant zu wissen, wie groß diese Spezialeinheit ist. Wenn das zwei oder drei junge Mitarbeiter*innen sind, die jetzt mit KI-Unterstützung ihre Arbeit machen, dann ist das fürs erste doch ein gutes Ergebnis. Die direkten Vorgesetzten werden schon gewußt haben, dass da keine Millionen zu holen sind, aber da gehts wohl auch um den Erziehungseffekt bzw. Praxistest im Kleinen. Was dann irgendwelche rechtspopulistischen Zeitungen und Politiker daraus machen (davon soll es in Bayern ja mehrere geben), steht auf einem anderen Blatt.
Mein Vorschlag für die Zukunft: wenn sich die KI bei Influencern bewährt hat, auf die ganzen CumEx-Steuervermeider loslassen – da liegt das große Geld (nicht bei den Influencern)
Ich glaube es geht da nichtmal darum.
Ich denke das dient einfach um den evtl. nachfragenden Politikern oder Stammtischen zu zeigen "wir wissen das, wir prüfen das, es wurde nichts schuldhaft versäumt".