1 Jahr E-Scooter: Bilanz der Unfälle und Anzeigen in Berlin

eScooterAm 15. Juni 2019 wurden Elektrotretroller durch die Elektrokleinstfahrzeugeverordnung in Deutschland freigegeben. Im Umfeld des Jahrestags sind verschiedene Bilanzen erschienen. Hier mal eine Bilanz zu Unfällen und Anzeigen.


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Im Artikel Bilanz nach einem Jahr E-Scooter-Freigabe sowie in weiteren, am Ende dieses Texts verlinkten Beiträgen hatte ich ja eine erste Bilanz reflektiert.

Unschöne Bilanz

Die Kollegen von MOViNC haben in folgendem Tweet ja ihre Bilanz auf die Zahl der Unfälle und Anzeigen in Berlin in Sachen E-Scooter für das 1. Jahr abgestellt.

Auch bei RBB ist die Bilanz, deren Zahlen von der Polizei Berlin erhoben und kürzlich veröffentlicht wurden, in diesem Artikel abrufbar.

  • In Berlin hat es 354 Unfälle gegeben, wobei ein E-Scooter-Fahrer verstorben ist.
  • Zudem wurden 38 Menschen wurden durch die Unfälle schwer verletzt, hinzu kamen 182 Leichtverletzte.

Eine Statistik der Polizei, die bis zum Ende des vergangenen Jahres reicht, waren bei knapp 90 Prozent dieser Unfälle die Fahrer der E-Roller schuld.

E-Tretroller zur Ausleihe
(eScooter, Symbolbild, Quelle: Pexels, Magda Ehlers, freie Nutzung)

Viele Anzeigen

Und noch etwas: Bis zum 31. März 2020 wurden 3340 Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten im Straßenverkehr verteilt. Am häufigsten wurden Fahrer erwischt, die auf Gehwegen oder sonstigen verbotenen Bereichen fuhren (1057 Fälle).

  • Polizei und Ordnungsämter verhängten zudem 902 Bußgelder wegen des falschen Abstellens von E-Scootern.
  • Es gab 280 Anzeigen wegen betrunkenen Fahrens und 277 Anzeigen wegen des Fahrens über eine rote Ampel.
  • Außerdem ging es in 58 Fällen um Handynutzung sowie um 766 sonstige Delikte, wie dem Fahren zu zweit oder in einer Fußgängerzone.

RBB24 zieht hier das Fazit, dass viele Menschen offenbar immer noch nicht wissen, dass die E-Tretroller im Straßenverkehr keine spaßigen Spielzeuge, sondern Motorfahrzeuge sind. Unfälle ohne Fremdbeteiligung zeigen zudem, ‘dass die Handhabung beim Fahren im öffentlichen Straßenverkehr oft unterschätzt wird‘.

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