Micromobilität: 150 Milliarden Umsatzpotential in Europa?

eScooterDer Verleihe von Elektro-Tretrollern (E-Roller oder eScooter) boomt momentan. Die Fahrzeuge sollen Mikromobilität ermöglichen und den Autoverkehr reduzieren. Mir ist gerade eine Studie von Mc Kinsey zugegangen, die ein riesiges Umsatzpotential sieht.


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In der Studie Verkehr in Innenstädten: Mikromobilität in Europa mit 150 Mrd. Dollar Marktpotential wird ein gigantisches Umsatzpotential prognostiziert. Die Aussage von Mc Kinsey: Elektroroller, E-Bikes, E-Tretroller: Das Geschäft mit der so genannten Mikromobilität in Städten boomt. Bis 2030 lassen sich mit diesen Angeboten in Europa bis zu 150 Milliarden Dollar umsetzen, weltweit sogar bis zu 500 Milliarden Dollar. Der Markt wächst zwei- bis dreimal so schnell wie Carsharing oder E-Hailing-Dienste (Apps für die Mobilität). Dies geht aus einer aktuellen Untersuchung von McKinsey & Company hervor.

Fahrspaß und Finanzmittel

„Zwei Faktoren erklären den aktuellen Boom“, erläutert Kersten Heineke, Partner im Frankfurter Büro von McKinsey und Co-Autor der Studie: „Die Nutzer mögen diese  günstige und intuitive Form der Mobilität – zumal E-Tretroller und Co. in Städten oft das schnellste Verkehrsmittel sind.“ Auch aus Sicht der Anbieter sei der Markt attraktiv: Bei Anschaffungskosten von rund 400 Dollar für einen E-Tretroller könne man schon nach gut drei Monaten die Gewinnzone erreichen.

VOI eScooter
(eScooter Quelle: VOI)

Weltweit haben Investoren bislang 5,7 Mrd. Dollar in Micromobility-Startups gesteckt. 85% dieser Mittel flossen nach China. Heineke: „Es gibt einige Startups, die schon mit mehr als 1 Milliarde Euro bewertet werden.“

„Mehr als ein Viertel der Weltbevölkerung lebt in Städten mit mehr als einer Million Einwohnern“, sagt Florian Weig, Seniorpartner aus dem Münchener Büro von McKinsey und Mitautor der Studie. Doch die durchschnittliche Geschwindigkeit, mit denen man sich in diesen Städten fortbewegt, ist nicht höher als 15 km/h. „Mikromobilität kann hier eine Lösung sein – allerdings nicht immer und überall“, so Weig. Zwar sind 50 bis 60% aller Fahrten in Städten kürzer als acht Kilometer und kommen damit für E-Roller, E-Bikes oder E-Tretroller in Frage – doch spielen Wetter, Produktangebot und Kundenakzeptanz eine wichtige Rolle. Demnach könnte für bis zu 15% dieses möglichen Marktes Mikromobilität eine Alternative sein.

„Damit dieses Angebot funktioniert, sollte jetzt auch in Europa schnell ein einheitlicher gesetzlicher Rahmen für alle Formen der Mikromobilität geschaffen werden. Zudem müssen Städte und Anbieter Hand in Hand arbeiten“, sagt Kersten Heineke. So könnten E-Tretroller und Co. das richtige Verkehrsmittel sein, um die „letzte Meile“ zwischen U- oder S-Bahnstation und dem Zielort zu überbrücken. Außerdem müssten Anbieter stärker als bisher das Thema Sicherheit in den Blick nehmen – etwa durch Helme für die Fahrer oder robuster designte E-Scooter.

Ob diese Zahlen so zutreffen, da sollte man aktuell ein Fragezeichen dran machen. Immerhin nerven die E-Roller und sie sind auch nicht ganz so umweltfreundlich wie suggeriert. In den nachfolgend verlinkten Artikels habe ich diese Themen aufgegriffen.

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