Prachtfinken: Küken haben leuchtenden ‘Bart’

Gouldamadine (Prachtfink)Die Natur hat wohl immer wieder Überraschungen parat. So erkennen Zebrafinken-Küken den Geruch ihrer biologischen Mutter direkt nach dem Schlüpfen, wie man hier nachlesen kann. Und viele Vögel haben einen leuchtenden Schnabel oder sonstige auffällige Kennzeichnungen am Federkleid. Aber das wird alles durch die Küken der Gouldamadine getoppt, die mit einem ‘phosporisierenden’ Schnabel aufwarten können.


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Kürzlich bin ich über Twitter auf eine faszinierende Geschichte aufmerksam geworden. Der Tweet zeigt ein Nest mit Küken der Gouldamadine, die eine auffällige Zeichnung um den Schnabel haben.

Das Ganze geht wohl auf diese Quelle zurück. Der Text besagt, dass die Küken phosphorisierende Bartbüschel um den Schnabel haben, damit die Eltern dies besser beim Füttern erkennen. Könnte natürlich eine Fake-News sein, und ich habe etwas recherchiert.

Gouldamadine (Prachtfink)
(Gouldamadine (Prachtfink), Quelle Martin Pot, Wikipedia, CC BY-SA 3.0)

Die englischsprachige Wikipedia weiß, dass diese Finkenart 1844 durch den britischen Ornithologen John Gould als Amadina gouldiae beschrieben wurde. Der Name ‘gouldiae’ geht auf die kurz danach verstorbene Ehefrau Elisabeth Gould zurück, denn der Ornithologe nannte sie Lady Goulds Amadine, wie man in der deutschen Wikipedia nachlesen kann.  Die Prachtfinken (Gouldamadine, lateinisch Erythrura gouldiae) kommen in Australien vor und die Küken haben eine auffällige Federzeichnung um den geöffneten Schnabel, wie man in nachfolgendem Foto sieht.

Goldfinken-Küken mit leuchtendem ‘Bart’
(Quelle: reddit.com)

Die deutsche Wikipedia schreibt, dass die Nestlinge nach dem Schlüpfen von heller, fleischfarbener Färbung und völlig unbefiedert seien. Wie alle Prachtfinkenarten besäßen die Küken eine auffällige Rachenzeichnung. Bei den Goldamadinen sitzen in den Schnabelwinkeln je zwei blaue und eine gelbe Papille. Bei aufgerissenem Schnabel sind fünf schwarze Punkte auf dem Rachen, zwei auf der Zunge, zwei im Innern der Oberschnabelspitze und eine hufeisenförmige Zeichnung im Innern des Unterschnabels. Bei den Elternvögeln löst das Zeigen das Fütterverhalten aus. Das nachfolgende Video zeigt ein Nest mit frisch geschlüpften Küken, wo der Effekt gut zu sehen ist.


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(Quelle: YouTube)

Da kann man nur feststellen: Die Natur ist immer wieder faszinierend, man muss nur genau hinschauen.


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