Japanischer Knöterich: Mit 4.000 Volt gegen das Unkraut

Es ist eine Pflanze, die sich mehr und mehr ausbreitet: Japanischer Staudenknöterich (Fallopia japonica) und andere Pflanzen überwuchert. Die Pflanze wird daher inzwischen bekämpft. Eine Elektrolanze soll die Pflanzen jetzt mit 4.000 Volt zum Absterben bringen und so die Bekämpfung erleichtern.


Anzeige

Der Japanische Staudenknöterich (Fallopia japonica), auch Kamtschatka-Knöterich oder kurz Japanknöterich genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Schling- oder Flügelknöteriche (Fallopia) bzw. Staudenknöteriche (Reynoutria) innerhalb der Familie der Knöterichgewächse (Polygonaceae). In Europa und in Nordamerika zählt diese Pflanzenart zu denjenigen Neophyten, die als problematische, unerwünschte invasive Pflanzen („Plagepflanzen") bewertet und bekämpft werden. Die Wikipedia schreibt dazu:

Im Frühling treibt er aus seinen Rhizomen („Wurzelstöcken", Erdkriechsprossen), oft nesterweise an „Rhizomköpfen", neue Stängel („Rameten"), die unter günstigen Bedingungen innerhalb weniger Wochen eine Wuchshöhe von 3 bis 4 Metern erreichen, wobei die Pflanze einen Zuwachs von 10 bis 30 Zentimeter pro Tag erreichen kann. Die anfangs aufrechten, bald aber schräg bis waagerecht überhängenden, kahlen, bambusartigen Stängel sind hohl. Weil zum Hochsommer hin die Wipfel der ungemähten Triebe sich in die Waagerechte neigen und die Laubblätter horizontal ausbreiten, wird der Boden unter solch dichten Beständen dermaßen beschattet, dass selbst Graswuchs abstirbt. Im Winterhalbjahr kann der dadurch nackte Oberboden zwischen den dann blattlosen röhrigen Stängeln bei Starkniederschlägen großflächig abgespült werden und das Bachbett auffüllen. Am Harmersbach im mittleren Schwarzwald führte dies beim „Weihnachtshochwasser" 1991 zu Millionenschäden, weil durch die reißenden Fluten des über die Ufer getretenen Baches daneben verlaufende Straßen unterspült und Brücken fortgerissen wurden.

Mir fallen diese Bestände an Straßenrädern auf und Gemeinden versuchen die Pflanze zu bekämpfen. Über Facebook bin ich nun auf eine neue Methode aufmerksam geworden, mit dem die Pflanze bekämpft werden kann. Eine Elektrolanze versucht mit 4.000 Volt Hochspannung die Pflanze samt Wurzeln abzutöten.

Sowohl der WDR als auch RTL berichten hier über diese Art der Bekämpfung, einen älteren Beitrag gibt es hier. Zur Verwendung kommt beispielsweise eine Rootwave Elektrolanze eines Herstellers aus Großbritannien (siehe auch diesen Bericht). Demonstrationsvideos gibt es hier und hier – das Verfahren kommt ohne Chemie aus.


Cookies blockieren entzieht uns die Finanzierung: Cookie-Einstellungen

Anzeige


Dieser Beitrag wurde unter Natur, Technik abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.